Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat

Diskutiere Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat im Chinchilla Gesundheit Forum im Bereich Chinchilla Forum; Hallo Chinchilla-Freunde, hier mal ein sehr trauriger beitrag zu einem offenbar sehr sehr seltenen thema und vielleicht.... kann mir ja jemand...
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Marnya

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Hallo Chinchilla-Freunde,
hier mal ein sehr trauriger beitrag zu einem offenbar sehr sehr seltenen thema und vielleicht.... kann mir ja jemand helfen. ich weiß, er ist lang, aber ich würde mich über eine antwort freuen.

in den letzten zwei wochen habe ich mich, sehr traurig, auf dich suche nach ratschlägen im netz gemacht, die mich eher noch mehr deprimiert als mir geholfen haben. ich habe auf vielen foren gelesen und in denen, die mir gut gefallen haben, werde ich das hier posten.

erst mal möchte ich, bevor ich mein problem formuliere, insbesondere auch an die administratoren hier richten, es gibt alle möglichen themen zu chinchilla-haltung, von gesundheit über futter, aber das thema altersschwäche wird in keinem einzigen forum beachtet. und es wäre doch sooo wichtig, da niemand wirklich helfen kann.
vielleicht ist es möglich, diesem thema ein wenig mehr beachtung und vielleicht einen eigenen unterpunkt zu schenken.

ich bin sehr deprimiert weil ich auf hilfe gehofft habe, trotzdem musste ich, je mehr ich gelesen habe feststellen, anhand von reaktionen auf andere schreiber, dass ich wenn ich dem glauben schenke was hier so als unverrückbar geschrieben wir, offenbar alles falsch gemacht habe, was man nur falsch gemacht haben kann. ich dachte immer ich gehe mit meinem chinchilla richtig um, aber das was ich hier und in anderen foren so gelesen habe, lässt mich zweifeln. ich habe das mädchen mit 8 Jahren im Sommer 1999 bekommen. Sie hatte damals einen Partner und da wo sie war ging es ihr nicht sonderlich gut. So kam ich zum Chinchilla ohne mich auszukennen. Ich habe zwei Chinchilla-Bücher dazu bekommen und mich strikt an das gehalten, was darin stand bzw. was mir tierarzt und zoohändler gesagt haben. Lady lebt nun seit 10 Jahren alleine, nun habe ich gelesen, dass sei ja ganz schlecht, mir wurde jedoch vom tierarzt abgeraten, ihr mit 12 noch ein neues tier zuzumuten, wegen dem stress. seither steht ihr käfig in der essdiele, dass sie immer mitbekommt was los ist, mich sieht wenn ich vorbei gehe, falls sie wach ist usw. wohl auch ein fehler wie ich gelesen habe. auch habe ich in ihrem leben schon mehfach das futter gewechselt, sie tagsüber geweckt und und und. ich habe immer versucht so gut wie möglich mit ihr umzugehen, aber offenbar war das nicht richtig. trotzdem frage ich mich dann, wenn das alles so stimmt, warum ist meine lady jetzt 22 wenn ich soooo viele fehler gemacht habe.

nun zu meinem problem:
vor ca. 10 tagen habe ich festgestellt, dass sie nicht imehr in ihrer Badewanne im oberen stockwerk war. ich habe sie dann hochgesetzt und festgestellt, dass sie nicht mehr in das stockwerk darunter bwz. nach unten kam, ich dachte erst, sie findet den weg nicht mehr und ihn zwei, dreimal gezeigt, bis ich merkte, dass sie sich wohl einfach zu schwach fühlt. mittlerweile geht sie nicht mal mehr in den zweiten stock, geschweige denn in den dritten und vierten. wir haben alles runter gestellt. die ersten tage war sie noch im 2. ist aber wohl zweimal einfach daneben gelaufen, auf einem sehr breiten brett und aufs streu runter geplumpst (nicht tief) seither geht sie nicht mehr hoch.
an dem tag, als mir das aufgefallen ist, hab ich sie auch gleich gewogen und festgestellt, dass sie knapp 200 g verloren hat. sie hatte vorher zwischen 750 und 800, da nur noch ca. 600.
ich habe sofort mit critical care angefangen -sie nimmt das freiweillig, (das hatte ich weil sie vor 4 jahren ein größeres magenproblem hatte, bzw. vor 2 jahren ein kleineres, jeweils 2-4 wochen, sonst war das tierchen immer gesund) und bin zum tierarzt. es gibt hier in der gegend keinen spezialisten, aber er hat sich größte mühe gegeben. sie hat keine temperatur, er hat sie abgehorcht, untersucht, die füßchen untersucht, die zähne angeschaut etc....
schlussendlich kam er zu dem schluss, dass es einfach altersschwäche ist. evtl. leichte altersbedingte arthritis, aber grds. ist mit dem körper alles ok.

so, da sitz ich nun mit dem ergebnis. sie ist sehr sehr schwach, scheint aber nicht zu leiden. sie knirscht öfter mal mit den zähnen, das hat sie früher nur getan wenn sie etwas weicheres, wie zb. ein rosinchen zu fressen bekam. was mich auch sehr fertig macht, sie hängt leicht nach links, egal ob sie läuft oder sitzt. die füßchen funtionieren perfekt, aber sie ist eben in schieflage.

sie frisst selber nichts mehr aus dem napf und geht auch nicht mehr an die tränke (ich habe eine mit fencheltee und eine mit wasser gefüllt). den päppelbrei nimmt sie aber freiwillig, mittlerweile herbicare +, weil sie das lieber mag, alle 3-4 stunden, auch nachts. und ab und an etwas flüssigkeit wie tee oder wasser, aus der spritze, eher unfreiwillig. seit zwei tagen auch bene bac aus der spritze, auch gar nicht freiwillig. was sie ab und an gerne nimmt sind diese komischen erbsenpresslinge und etwas johannisbrot.
was sicher immer gehen würde ist die rosinen, apfel, bananengeschichte. aber ich wills nicht übertreiben, weil ich jeden tag neu zu kämpfen habe. mal sind die köttel zu klein, dann richtig aber weich, dann richtig groß aber hart... usw. wenn es jedoch ihre letzten tage sein sollten, möchte ich, dass sie auch ab und an noch ein leckerli bekommt, deshalb beschränke ich es eben auf ein minimum.

ich weiß eigentlich gar nicht, was ich tun soll. ich wills einfach nur richtig machen, weiß aber nicht wie, weil mich die situation etwas überfordert. ich habe versucht mit einer tierärztin namens dr. drescher in stuttgart kontakt aufzunehmen. sie wurde mir von einem anderen tierarzt als spezialistin empfohlen. die nette sprechstundenhilfe hat alle daten aufgenommen und mir mitgeteilt, dass ihre chefin sofort zurückrufen würde wenn sie dazu kommt, ich habe ihr natürlich auch gesagt, dass ich jegliche beratung bezahle und ich dem tier den stress des transports über eine so lange strecke nicht zumuten möchte.
ich warte nun seit einer woche auf den rückruf dieser spezialistin!!!!! ich habe tags darauf nochmals angerufen und man sage mir wieder ein anruf käme in kürze... ohne worte, das hab ich aufgegeben.

tja... nun weiß ich auch nicht weiter.... vielleicht hat ja einer von euch eine idee. ich habe einfach immer die sorge, dass sie evtl. doch krank ist und ich irgendwas noch machen könnte um ihr zu helfen. wenn es altersschwäche ist, dann ist das für mich in ordnung. ich will sie nicht krampfhaft am leben erhalten. aber was kann ich tun um es ihr zu erleichtern, wie verhält man sich, wie lange füttert man zu und woran erkenne ich, ob sie eben doch sonst noch etwas hat....
hat auch schon jemand mal eine solche erfahrung mit einem so alten chinchi gemacht?



vg
marnya
 
  • Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat Beitrag #2
Huhu :),

habe auch eine Senioren Gruppe Chins, ich arbeite mich einfach mal durch deinen Text ;-) Falls noch Fragen kommen, einfach löchern ^^ Keine der Antworten soll ein Vorwurf sein (du wusstest es halt nicht besser, kann man keinen für verurteilen).

Lady lebt nun seit 10 Jahren alleine, nun habe ich gelesen, dass sei ja ganz schlecht, mir wurde jedoch vom tierarzt abgeraten, ihr mit 12 noch ein neues tier zuzumuten, wegen dem stress

Das sagen TAs immer gerne, es haben sich auch schon welche an den Kopf gefasst, weil ich ein 19 und ein 17 jähriges Chin damals in meiner Senioren Gruppe vergesellschaftet habe... Die haben es viiiiel gelassener und ruhiger genommen als die Jungspunde... Und 12 Jahre ist eig. für ein Chin kein Alter ;-) Nach 10 Jahren alleine sein würde ich ihr allerdings kein Partnertier mehr dazusetzen, grade jetzt wo es ihr nicht mehr so gut geht, da das neue Chin es warscheinlich nicht mehr akzeptieren wird und das als Schwäche ausnutzen wird.

seither steht ihr käfig in der essdiele, dass sie immer mitbekommt was los ist, mich sieht wenn ich vorbei gehe, falls sie wach ist usw. wohl auch ein fehler wie ich gelesen habe. auch habe ich in ihrem leben schon mehfach das futter gewechselt, sie tagsüber geweckt und und und. ich habe immer versucht so gut wie möglich mit ihr umzugehen, aber offenbar war das nicht richtig. trotzdem frage ich mich dann, wenn das alles so stimmt, warum ist meine lady jetzt 22 wenn ich soooo viele fehler gemacht habe.

Wenns danach geht müssten meine Chins auch schon alle längst über die RBB gehen, grade in meiner Anfangszeit habe ich mehrmals das Futter gewechselt bis ich ganz vom Pelletfutter weg bin und auf Sämereien und Kräuter umgestiegen bin. Meine Käfige stehen auch im Wohnzimmer wo ich mich regelmäßig aufhalte und meine Chins kriegen auch tagsüber mal Auslauf wenn sie eh wach sind -> Tür auf und wer raus will geht raus und wer nicht schläft weiter. Darüber würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen ;-)

Zu deinem eigentlichen Problem:
Wie groß ist der Käfig (wie ist er eingerichtet und sind evtl. die Bretterabstände zu groß?) und was genau bekommt sie zu fressen?
Meine Bella (wurde ca. 20 Jahre alt) war als wir sie bekommen haben blind und hatte eine Art von Arthrose die sich aber nochmal mit der Zeit gebessert hat. Am Anfang saß sie auch mehr auf dem Boden als alles andere. Auch wenn immer gesagt wird das Chinchillas einen Spezialisten brauchen da sie zu exotisch sind kann eigentlich jeder TA der Meerschweinchen behandelt auch Chins behandeln, da Meerschweinchen, Chins und Degus zur gleichen Familie gehören und den gleichen Körper/ Organbau haben und sogar die meisten veterinär medizinischen Fachbücher direkt alle 3 Tiere zusammen schließen. Du kannst mir gerne, wenn du magst, mal per PN deinen genauen Wohnort schicken, ich kann dann mal schauen ob nicht ein TA in deiner Nähe ist, der Erfahrungen mit Chins hat, wo du mal mit deiner Lady hinkönntest, weil grade das sie so abbaut und nicht frisst ist nicht gut.

LG Wiwi
 
  • Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat Beitrag #3
Hallo wiwi,
danke dass du dir die mühe gemacht hast, den text zu lesen und danke für die ratschläge.
den rat zur einzelhaltung hab ich abgesehen vom damaligen tierarzt (ich bin zwischenzeitlich vor 8 jahren umgezogen) dem zoohänder und den beiden chinchibüchern, die ich dazu bekommen habe. Chinchillas von Röder-Thiede und das Chinchilla von Kühner. ich denke mehr hätte ich nicht mehr erfragen können. ich war damals aber auch unsicher und hab versucht sie zu beobachten ob sie trauert oder einsam wirkt. obwohl sie sich mit dem partner sehr gut verstanden hatte, konnte ich nie diesen eindruck gewinnen. deshalb habe ich aufgrund des eindrucks, den sie mir gemacht hat, entschieden, den ratschlägen zu folgen.
vielleicht würde ich das heute anders machen. aber natürlich nicht mehr jetzt und auch nicht, wenn so ein tier mal ein zwei jahre alleine war. wir haben nochmal drüber nachgedacht als sie vor 5 jahren einen anderen käfig bekam, haben uns aber dagegen entschieden, weil sie sehr glücklich wirkte.
imvorfeld möchte ich noch sagen, dass ich dem ta voll und ganz vertraue. er hat sehr viel erfahrung, ist eben nur nicht auf chins spezialisiert. er hat aber diverse in behandlung. ich dachte einfach, ich frag noch einen spezialisten bzw im netz, vielleicht weiß der mir noch einen zusätzlichen rat... wie ich ihr helfen oder es wenigstens erleichtern kann. im übrigen war ich heut nochmal bei ihm wegen einiger fragen und auch weil ich abklären wollte, ob er zu mir nach hause kommen würde, wenn sie anfangen sollte zu leiden und ich sie doch erlösen lassen muss. es war gar kein thema, das macht er. er wohn nur ca. 3 km weg, aber beim derzeitigen zustand würde ich sie nicht mal mehr dahin transportieren. er hat mich wieder sehr gut beraten und meinte, solange sie sich so verhält wie derzeit, also einfach viel schlafen und sogar noch baden würde sie nicht leiden. zur der leichten schieflage hatte er mir gesagt, dass das mit sehr großer wahrscheinlichkeit auf einen schlaganfall hindeutet. da war er sich sehr sicher und das war auch das was ich befürchtet habe. ein anderer ta hat telefonisch auch schon angedeutet, dass dieses verhalten eindeutig auf gehirn und zns hindeutet. was man zwar bedingt behandeln könnte, ich aber in diesem alter nicht mehr möchte.
ich hab nicht den eindruck, dass sie leidet. sie ist einach müde. wenn sie sich quälen würde, gäbe es für mich keine frage was zu tun ist. deshalb ernähre ich sie auch nicht unter zwang, sie hat das herbicare freiwillig gefuttert.


in diesem rahmen hab ich mir auch telefonisch noch meinungen eingeholt. nicht weil ich dem ta nicht traue, sondern wahrscheinlich ganz ordinär zur selbstberuhigung. und erfahren, dass chinchis bei keimem ta-studium angesprochen werden. der, der mir auch das mit dem zns erzählt hat, hat da ganz offen drüber gesprochen, dass es alles nur erfahrungswerte sind.

so, nun, das fühlt sich für mich alles sehr stimmig an und ich weiß, dass es mit einem schlaganfall, falls es das ist grds. ein weiterleben gäbe, aber es geht ihr immer schlechter. bzw. ... das ist eine egoistische aussage, ich empfinde das als schlechter, es ist einfach so, dass sie seit heute früh auch kaum mehr frisst. zwei drei bissen herbi-care brei, mal ein erbsenpressling, rosinenstück, oder so, aber das wars. ab und an baden, ansonsten schlafen und genervt reagieren wenn ich sie störe.

danke, dass du das sagst wegen unterbringung und futter. ganz ehrlich, ich denke auch, grade weil ich sie nicht nur mit einem futter gefüttert habe ist sie auch gar nicht magen oder zahnproblematisch gewesen. gar nie. vor 5 jahren hat sie angefangen in den zwei sommermonaten die hitze schlechter zu vertragen (flachdachhaus) da gabs mal kurz ein magenproblem, lt ta wegen der hitze. von da ab ist sie in diesen beiden monaten zu meinen eltern gezogen, dann war das magending sofort erledigt. vielleicht ist sie deshalb einfach nicht so empfindlich. und ihr partner damals wars ja auch nicht. und wir haben bewusst einen standord gewählt, wo sie immer mittelpunkt ist und alles mitbekommt. bei meinen eltern hat sie sogar mit tv geschaut. es ist eigentlich so, sie pennt normal tagsüber, aber wenn sie sich fit fühlte flitzte sie sofort an den käfig und gebettelt und geschaut was wir machen.
der käfig ist ca. 1,5, mal 0,8 mal 1. schätze ich. die bretter sind so versetzt angebracht, dass sie nicht weit plumpsen kann und auch nicht weit zum hochspringen hat. es sind rampen und kleine eckbrettchen angebracht um sie da noch zu unterstützten. mittlerweile müsste sie in das erste stockwerk nur noch steigen. aber sie mag wohl einfach nicht mehr.
das mit den spezialisten scheint tatsächlich so zu sein. hab ja oben geschrieben, was der eine ta mir erzählt hat. ich hab einfach versucht alles menschenmögliche zu machen um vielleicht noch nen tipp zu bekommen und krankheit oder leiden ganz sicher auszuschließen. das tue ich eigentlich mittlerweile. ich bin wie gesagt sehr zufrieden mit diesem ta, er scheint wirklich chinfähig zu sein.
mit der mieze waren wir damals auch bei ihm. sie wurde 24. auch ein altes mädel.
ich hatte irgendwie bis heute noch hoffnung. aber dass die maus jetzt nicht mehr fressen mag, macht mir sehr große angst.

lg und danke

marnya
 
  • Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat Beitrag #4
Hallo Marnya,

auch ich hätte dir wahrscheinlich gesagt, dass sie einen Schlaganfall hatte.
Wie geht es ihr?

Ich schreibe nicht viel über hätte, könnte, sollte, etc. du hast ja schon selbst Reflektiert. Und deine Maus hat dir ja gezeigt, dass sie es bei dir trotzdem gut hat.
Ich persönlich hätte auch mit 12 Jahren einem Tier einen neuen Partner gegeben, aber ich habe ja auch mittlerweile meine Erfahrungen gesammelt und würde nicht mehr einfach auf Bücher, Zoohandelangestellte und auch Tierärzte hören. :p Ich kann dich aber auch verstehen. Und deine Sichtweise nachvollziehen.

Was ich eigentlich sagen wollte. Vertraue auf dein Bauchgefühl. Wenn der dir sagt, ihr geht es schlecht und sie "will/kann" nicht mehr dann merkst du es, du kennst die Maus am Besten.
Da helfen dir leider keine noch so tollen Ratschläge oder auch Erfahrungen, denn es ist ja jedes Tier anders.
Ich würde jetzt Raten, verwöhne sie so lange sie noch kann. Sie hat es verdient.

Auch wenn es blöde klingt, aber so wie du sie beschreibst und vom alter her würde ich sagen, dass es eher unwahrscheinlich ist dassie sich noch einmal richtig erholt. Aber auch hier muss ich dazu sagen, ich kenne deine Maus nicht.
 
  • Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat Beitrag #5
Liebe Chinchilla-Freunde,
es tut mir leid, dass ich euch erst heute wieder schreibe, ich hoffe ihr habt verständnis dafür. ich hatte die letzte Woche einfach nicht die kraft. ich bin immer noch sehr sehr traurig, aber ich möchte mich, abgesehen davon, dass ich ja ganz wichtig finde, fakten zum thema altersschwäche zusammen zu tragen, unbedingt bei euch bedanken, für die guten ratschläge und tipps antworten und pn's, die lieben worte, die guten wünsche und dass ihr euch die zeit genommen habt. ich bin sicher, es hat meiner maus in den letzten tagen geholfen, auch wenn es das unabwendbare nun doch nicht verhindern konnte.
es war wohl einfach zeit.
es geht mir sehr sehr schlecht, aber lasst mich euch berichten, was passiert ist.
ich habe die ratschläge befolgt, der maus auch -immer noch mit maß- viele leckerlis gegönnt, nussmehl in den brei mochte sie übrigens auch gerne. Sie hat auch wieder ordentlich gefuttert, also brei und leckerlis, aber das wirklich mit appetit.
Nun, letzten Sonntag mochte sie nicht mehr fressen. sie wollte auch nicht mehr raus. nachmittags fing das an. sie kam dann auch kaum mehr baden. wir haben sie wieder rausgeholt, um zu kontrollieren ob sie schön sauber ist oder ob etwas feststellbar ist. dabei haben wir festgestellt, dass der bereich um scheide und afterregion feucht ist. dem geruch nach handelte es sich eindeutig um eiter.
wir haben das dann sauber gemacht. da unser tierarzt nicht gleich erreichbar war haben wir uns dann informiert und erfahren, dass es sich dabei häufig um eine gebährmuttervereiterung handelt.
wir haben die ganze nacht versucht, die maus von etwas futter zu überzeugen, aber sie wollte fast gar nix mehr und hat uns wirklich deutlich gezeigt, dass sie auch nicht mehr raus möchte.
früh morgens dann konnten wir gleich unseren tierarzt erreichen.
wir sind ihm sehr sehr dankbar. er ist dann sofort gekommen und hat ebenfalls sofort festgestellt, dass es sich um eine solche gebärmutterentzündung handelt, die bei alten weiblichen chinchis relativ häufig sein soll. es war wohl eindeutig. er hat uns versichert, dass wir uns richtig entschieden haben und die maus erlöst werden muss. nicht dass ich in erwägung gezogen hätte, ein 22jähriges mädchen noch einer qualvollen op zu unterziehen, es war trotzdem furchtbar, auch wenn ich irgendwie froh bin, dass sie nun nicht mehr leiden muss. mir tut schon unendlich leid, dass sie die letzte nacht sich nicht wohl gefühlt hat.
er hat das ganz lieb gemacht, er ist wirklich ein guter ta, und sie ist auf meinem schoß eingeschlafen und wir konnten ihr den stress der fahrt noch ersparen. aber ich weiß gar nicht, wie ich mich daran gewöhnen soll, dass sie nicht mehr da ist. sie hat mich fast mein halbes leben begleitet. ich hab es noch nicht fertig gebracht,
ihre Sachen wegzuräumen. Aber automatisch schaut man, wenn man reinkommt wo sie sitzt. man hört etwas rascheln und denkt es ist die maus. ich seh einen schönen spitzwegerich und denk, den bring ich der lady. und nun ist es schon 7 tage her und es wir kaum besser.
nun... ich will euch da auch nicht mit belasten. wir wissen letztlich nicht genau, ob vielleicht auch das der grund war, für das schräge sitzen. allerdings glaube / hoffe ich, dass sie nicht die zwei wochen in denen sie schräg saß und lief, schmerzen hatte. dagegen spricht auch, ich hab ihr ja relativ häufig das bäuchlein massiert. und meist hat sie das völlig ruhig geschehen lassen, ohne knirschen oder wehren, außer wie war wirklich völlig genervt. deshalb meine hoffnung, dass sie nicht gelitten hat in dieser zeit.
im endeffekt ist es gut, was nun passiert ist. man muss sich nicht mehr fragen, ist es vielleicht doch nur etwas, dass mit einem handgriff zu heilen wäre, irgendwas dass nicht zum tode führen muss, soll man sie erlösen lassen oder ist es falsch weil gar nix schwerwiegendes. ich bin letztlich dankbar für diese beiden zeichen. zum einen hat sie uns durch ihr verhalten unmissverständlich gezeigt, dass sie nicht mehr will, zum anderen hat dieser sichtbare eiter gezeigt, dass es sich um etwas endgültiges handelt, dass nicht mehr kuriert werden kann und es zeit ist, die süße gehen zu lassen, so dass sie wieder springen und bei ihrer familie sein kann. der gedanke macht mich froh, es fällt mir jedoch oft sehr schwer in aufrecht zu erhalten.
natürlich ist es auch gut zu wissen, dass es nichts war, was wir falsch gemacht haben bzw. weshalb wir uns nun vorwürfe machen müssten, denn man fragt sich doch laufend, hat sie was angenagt, hab ich was falsches gefüttert, war ich nicht aufmerksam...... diese zweifel sind nun ausgeräumt, aber der verlust wird deshalb nicht kleiner.
wichtig finde ich zu sagen, eine solche gebärmutterentzündun lässt sich auch mit antibiotika nicht kurieren. allenfalls wird es kurzfristig besser bleibt aber bzw. wird wieder schlimmer. eine endgültige lösung ist ausschließlich die entfernung der gebärmutter durch op. und das ist natürlich ab einem gewissen alter nicht ratsam.
ich empfehle also jedem chinchihalter, der ein mädchen hat und weiß, er möchte keinen nachwuchs mehr, eine solche op durchführen zu lassen. wenngleich ich jetzt den tierarzt nicht gefragt habe, ob er as auch rät oder wie er das sieht. aber so kann man mal drüber nachdenken und sich entsprechend beraten lassen.

Zurück bleibt nun ein großes Loch, ich weiß nicht so recht wie es weiter gehen soll. ich weiß, sie hat mir so viel zeit geschenkt, ist so lange bei mir geblieben, dafür bin ich dankbar, trotzdem kann ich so gar nicht gut damit umgehen. ich habe, vielleicht versteht ihr das, das schreiben dieses beitrags ewig hinausgeschoben. aber, wie schon gesagt, ich finds ultrawichtig, dieses zu thematisieren, denn es ist wirklich schwer, für halter eines so alten chinchis, ratschläge zu finden, sich zu informieren und auszutauschen.
und wenn es nur einem, der hier nach mir sucht hilft, dann macht mich das ein wenig froh.
ich fände es also toll, wenn ihr, die ihr weiterhin die süßen beherbergt, viel viel schreibt, was eure mäuse im alter so machen.
ich danke nochmals, für alles was ihr geschrieben habt. ich wünsche euren süßen, dass sie mindestens so alt werden wie meine maus, besser noch viel älter und dabei gesund bleiben. und wenn ihr euch jemals verabschieden müsst, dann wünsche ich euch viel kraft und den süßen ein friedliches einschlafen.
liebe grüße an euch alle, alles gute, für euch und alle eure mäuse,
alles liebe
marnya
 
  • Altersschwäche??? - 22jährige Chinchilla-Dame braucht dringend Rat Beitrag #6
verabschiedung

hallo ihr lieben,
ich werde mich nun aus dem forum abmelden... es macht mich einfach immer wieder traurig wenn ich hier reinschaue. gestern hab ich den käfig abgebaut. ich habs vorher nicht gekonnt und es war einfach supertraurig und alles ist jetzt noch leerer.
nun, ich wollte nicht gehen, ohne mich nochmal von euch zu verabschieden und euch nochmals ganz herzlich für eure worte zu danken.
ich wünsche euch, dass eure süßen ganz alt werden und auch immer so kerngesund bis ins hohe alter wie man herzchen.

liebe grüße
marnya
 
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