Und mal ganz ehrlich, bei Pferdeversteigerungen regt sich auch keiner auf.
Mh weiß ich nicht. Bei solchen Dingern sind auch regelmäßig Tierschützer, die versuchen, das Schlimmste abzuwenden. Eine Freundin hat mal so ein Zwergpony "freigekauft", weil es keine Gebote hatte und dann zum Abdecker gekommen wäre. Ich hab nicht den Eindruck, dass es für so viele völlig ok ist. Für die Leute, die wirtschaftlich mit den Tieren arbeiten, sicher nicht. Aber ob Liebhaber das auch so locker sehen? :eusa_think:
Ich finde, sowas sollte man besser lösen. Es gibt viele Tierheime, die immer mal wieder schwemmen an Welpen bekommen, die die Polizei von Massenverkäufern eingezogen haben. Da gabs dann ein ähnliches Phänomen. Ein wenig Medienrummel und plötzlich kamen zich potentielles Käufer aus Mitleid und da wurde dann nur am Rande gesagt, dass man natürlich Vorkontrollen mache. Das waren aber an die 100 Tiere, da würde es mich sehr wundern, wenn ein Tierheim das allein gebacken bekommen hätte. Tierheime müssen heute mehr zusammenarbeiten. Ich sehe immer wieder Tierheime, die sich gegenseitig bei der Vermittlung helfen und alles irgendwie einstellen. Es gibt auch Terrier-Nothilfen und nochmal Nothilfen für die speziellen Rassen. Da hätte man sich auch Hilfe holen können, von Leuten, die Ahnung haben.
Fast dramatischer als die Versteigerung an sich und dass die Tiere krank und fehlsozialisiert sind, finde ich, dass da einfach Foxterrier als Rasse versteigert werden. Sie sind tolle Tiere, aber ganz ehrlich: Die würde ich nicht jedem in die Hand drücken. Wir hatten mal einen in der Familie und den würde ich mir heute noch nicht zutrauen. Ich bezweifel irgendwie, dass diese Käufer alle den totalen Hunde-Foxterrier-Sachverstand haben. Zumal das schon seit einigen Jahren keine Moderasse mehr ist und daher moderne Literatur bzw. Informationen begrenzt sind. Die Leute sitzen da also mit einem charakterlich recht schwierigen (wie ich finde) Foxterrier, der zu allem Unglück keine Sozialisierung hat und ein richtiges Ekelpaket werden kann :?