Würdet ihr ihn erlösen?

Diskutiere Würdet ihr ihn erlösen? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr lieben, ich weiß, dass einem die Entscheidung keiner abnehmen kann, aber ich möchte trotzdem eure Meinung hören. Es geht um meinen 12...
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DarkAngel81

DarkAngel81

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Hallo ihr lieben,
ich weiß, dass einem die Entscheidung keiner abnehmen kann, aber ich möchte trotzdem eure Meinung hören.

Es geht um meinen 12 jährigen Mischlingsrüden (Spitzmix). Letztes Jahr im Juni bin ich mit ihm zum Tierarzt gegangen, weil er mir bei dem warmen Wetter städnig zusammengeklappt ist. Er war nicht bewusstlos, aber er war am torkeln. Der TA machte ein Herzultraschall und es stellte sich raus, dass seine Herzklappe nicht ok ist. An den Herzklappen gibt es ja solche, ich nenne sie mal Sehnenfäden, die die Klappe "festhalten". Einige davon sind abgerissen und deswegen "wackelt" die Herzklappe hin und her, was dann auch noch zur Folge hat, dass das Herz vergrößert ist und sich Wasser in der Lunge bildet. Er wurde auf verschiedene Herzmedikamente eingstellt.

Dimazon
Lanitop
Benefortin
Vetmedin

Danach ging es ihm wieder relativ gut. Klar gab es immer mal Tage an denen es nicht so gut war, aber alles in allem war es wirklich ok und ich hatte den Eindruck, dass er happy war und damit gut leben konnte.

Seit etwa 4 Wochen geht es aber steil bergab. Es fing alles damit an, dass er ständig am husten war. Überwiegend nachts, wenn er lange auf der Seite lag und dann schnell aufgestanden ist. Der TA sagte mir, dass das Herz nicht so schnell hinterher kommt, wenn er nach langem liegen schnell aufsteht, deswegen die Husterei. Wir haben dann die Dosis von einigen Medikamenten erhöht und dann war es ein paar Tage besser. Dann fing es jedoch wieder an. Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Egal ob er einfach nur im Zimmer lag oder gelaufen ist...er war ständig am husten. Ich bin dann wieder zum TA gegangen und er sagte mir, dass sein Herz sich, im Gegensatz zur letzten Untersuchung, ziemlich verschlechtert hat. Es schlug, selbst in Ruhephasen viel zu schnell und hatte sogar Aussetzer, also Herzrhythmusstörungen. Daraufhin bekamen wir ein weiteres Medikament, was er jetzt 3 mal täglich (jeweils 1/4 Tablette) nehmen muss. Verapamil. Vielleicht kennt es der ein oder andere. Es soll die Herzrhythmusstörungen ein wenig eindämmen. Der TA sagte mir dann noch, dass ich die Entwässerungstablettendosis ruhig selber erhöhen darf, wenn ich merke, dass es mit dem Husten gar nicht besser wird. Gesagt, getan. Mittlerweile muss ich ihm morgens und abends jeweils eine ganze Entwässerungstablette geben, damit er nicht ganz soviel hustet.

Vorletzte Woche Freitag dann ein neues Problem: Er fing aufeinmal an mit den Hinterbeinen wegzuknicken und blieb liegen. Wenn er versuchte aufzustehen, torkelte er rum und lies sich dann wieder fallen. Es war auffällig, dass er beim laufen das rechte Hinterbein so komisch hochgezogen hat. Ich dachte im 1. Moment, dass es ein Schlaganfall ist und rief sofort beim TA an. Wir haben dann eine Std später einen Termin bekommen. Er tastete die Wirbelsäule usw ab und sagte, dass er Schmerzen hat. Daraufhin bekamen wir ein Fläschchen Metacam mit. Ich sollte ihm morgens immer dem Gewicht entsprechend ein bisschen davon mit einer Spritze in die Schnauze geben. Gesagt getan. Nach 2 Tagen merkte ich, dass er total apathisch ist. Er hat aufgehört zu fressen, nur noch ganz ganz wenig getrunken und hat 23 von 24 Std am Tag nur geschlafen. Spazierengehen wollte er auch nicht. Dann kam noch Durchfall mit etwas Blut dazu. Ich muss dazu sagen, dass es schon immer so war, dass etwas Blut dabei war, wenn er Durchfall hatte. Eine andere Tierarztin sagte mir damals, dass es davon kommt, weil er so stark drückt und kleine Äderchen reissen. Trotzdem wurde es mir etwas unheimlich und ich rief wieder beim TA an. Er sagte, dass ich das Metacam absetzen soll, weil Übelkeit und Bauchschmerzen (leider) bekannte Nebenwirkungen von dem Zeug sind. Ich hab es dann letzte Woche abgesetzt und vom TA andere Tabletten bekommen. Ich war jetzt noch nicht wieder da (habe aber heute einen Termin!!), aber ich merke, dass er trotzdem Schmerzen hat. Er wurde vor 2 Jahren an beiden Hinterbeinen operiert, weil er im Abstand von 6 Monaten 2 Kreuzbandrisse hatte. Erst im linken, dann im rechten Bein. Das Röntgenbild hat damals schon ganz ganz leichte Anzeichen von Arthrose gezeigt und man sagte mir, dass das irgendwann schlimmer werden wird. Das ist jetzt denke ich mal der Fall.

Seit 2 oder 3 Tagen ist es ganz schlimm. Er geht keine Treppen mehr, er springt nicht mehr alleine ins Auto, wenn er aufsteht, dann nur ganz langsam. Spazierengehen ist kaum noch möglich. Maximal 5-10 Minuten, dann kann und will er nicht mehr, weil ihm hinten die Beine wehtun. Gestern habe ich ihn nach hause getragen, weil ich gemerkt habe, dass es ihm wehtut weiterzulaufen. Er ist auch total schnell ausser Atem, was wahrscheinlich wieder vom Herz kommt. Streichelt man ihm über den Rücken merkt man hinten richtig die Wirbelsäule und die Beckenknochen.

Es tut mir in der Seele weh ihn so zu sehen. Es hört sich vielleicht doof an, aber ich merke, dass er ab und zu traurig ist. Ich habe im Web gelesen, dass Hunde sogar depressiv werden können, wenn sie merken, dass sie selber nicht mehr so können wie sie gerne wollen und das sie sich nutzlos für das Rudel fühlen.

Ich weiss nicht, was richtig oder falsch ist. Ich weiss, dass wir, wenn wir nachher zum TA gehen wahrscheinlich wieder irgendwelche anderen Tabletten gegen die Schmerzen bekommen werden. Aber wieviele Tabletten soll man ihm denn noch zumuten? Ich liste mal auf, wieviele er jetzt aktuell bekommt:

Morgens: 1 Vetmedin 2,5mg
1 Dimazon 40mg
1/4 Lanitop E 0,15
1/4 Verapamil
1/4 Prednisolon (als alternative für das Metacam, was eigentlich gegen die Schmerzen helfen soll. Tut es aber nicht wirklich)

Mittags: 1/4 Verapamil


Abends: 1 Vetmedin 2,5mg
1 Dimazon 40mg
1/2 Lanitop E 0,15mg
1/2 Benefortin
1/4 Verapamil


Ich bin echt ratlos und weiss nicht, was man machen soll. Es weiter versuchen und immer und immer mehr Tabletten geben? Weiter mit ansehen, wie schwer es ihm fällt vernünftig spazieren zu gehen? Mit ansehen, dass er keine Treppen usw mehr gehen kann? Mit ansehen, dass er sich (momentan) nichtmal mit der Hinterpfote am Ohr/Kopf kratzen kann, weil er Schmerzen hat? Mit ansehen, dass er, wegen seinem Herz ständig ausser Atem ist und selbst beim Schlafen eine viel zu hohe Atemfrequenz hat?

Oder sollte man ihn erlösen und ihm all das ersparen, bevor es noch schlimmer wird? Aber was ist, wenn das doch die falsche Entscheidung ist? Natürlich gibts Phasen am Tag bei denen er halbwegs normal durch die Wohnung "rennt" und mir sein Spielzeug bringt, damit ich mit ihm spiele. Und natürlich freut er sich, wenn z.b. meine Schwester hierher kommt, oder er jemand anderen aus unserer Familie sieht. Wenn ich sage "Sollen wir spazierengehen??" dann freut er sich ebenfalls....auch wenn wie oben schon geschrieben nach 5-10 Minuten schon Ende ist und er nichtmehr kann. Und natürlich freut er sich, wenn ich mich zu ihm auf den Boden lege/setze um ihn zu knuddeln. Aber es gibt halt auch Phasen da freut er sich nicht und wirkt traurig.

Ich arbeite nachts und verteile Zeitungen. Ich nehme ihn immer im Auto mit, weil er nicht gerne alleine zuhause bleibt. Bis jetzt war es immer so, dass ich ihn im letzten Stück meines Zustellgebiets mit aus dem Auto genommen hab, damit er etwas läuft. Das ist jetzt auch nichtmehr machbar. Er bleibt im Auto liegen und WILL auch nicht mit raus. Wir kamen gerade nach hause und er war von den paar Metern vom Auto in die Wohnung total am japsen. Jetzt liegt er hier und ich höre beim Atmen ein leichtes rasseln. So kann es doch nicht weitergehen :(

Ich weiss nicht, was richtig oder falsch ist. Wäre es nicht Mord ihn einschläfern zu lassen, obwohl er sich über einige Sachen ja noch so freut und anscheinend ja noch Lebenswillen hat? Aber auf der anderen Seite: Wäre es nicht unfair und egoistisch ihn leiden zu lassen und ihm immer mehr Tabletten zu geben??? Was würdet IHR tun??

Sorry, dass der Beitrag so lang geworden ist. Danke fürs lesen!!

P.s. Ich habe vor 3 Wochen ein Video bei Youtube hochgeladen, wo man ihn husten hört. Ich find, dass es sich schon ziemlich krass anhört. Hier der Link-- > (lasst euch nicht vom Sound im Hintergrund irritieren. War ein Horrorfilm :D )
Selbst der Husten hat sich in diesen letzten 3 Wochen verändert. Er hustet nicht mehr richtig ab und nicht mehr so laut. Es hört sich jetzt an, als hätte er 10 Schachteln Zigaretten geraucht. Er hustet ganz schnell und kurz, fast wie hecheln. Und man hört kaum ein Geräusch. Man kann es mit dem Geräusch vergleichen, wenn wir Menschen durch den Mund ganz tief volle Wucht ausatmen. Man hört dann so ein fiepsen. SO hört sich sein Husten momentan an. Sorry, ich kann es nicht anders/besser beschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #2
Hallo du!
Oh das klingt ja wirklich heftig auf dem Video. Allerdings kann ich dir nicht helfen da ich noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Was sagt denn der Tierarzt? Auch zur Einstellung der Medikamente? Frisst und trinkt er denn noch gut?
Prinzipiell würde ich auf meinen Bauch hören. Wenn mein Hund nicht mehr kann, würde ich den Schritt gehen und ihn erlösen. Aber ich sitze hier vor dem PC und stecke nicht in deiner Situation. Ich weiß nicht ob ich das so "locker" sagen könnte, wenn es mich betreffen würde. Man nimmt sich vor das Tier nicht leiden zu lassen und das ist genau der richtige Moment um die Entscheidung zu treffen. Beobachte deinen Hund.
Ich denke es werden sich noch User melden die solche Erfahrungen gemacht haben und sich auch mit den Medikamenten besser auskennen.
Ich möchte dir viel Kraft für den weiteren Weg wünschen und hoffe das du die richtige Entscheidung treffen kannst.
Sowas ist immer schwer und ich wünschte ich könnte dir irgendwie helfen bei der Entscheidung.
Aber das kann ich nicht.

Alles Liebe für euch!
LG
Schatti
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #3
Hallo du!
Oh das klingt ja wirklich heftig auf dem Video. Allerdings kann ich dir nicht helfen da ich noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Was sagt denn der Tierarzt? Auch zur Einstellung der Medikamente? Frisst und trinkt er denn noch gut?
Prinzipiell würde ich auf meinen Bauch hören. Wenn mein Hund nicht mehr kann, würde ich den Schritt gehen und ihn erlösen. Aber ich sitze hier vor dem PC und stecke nicht in deiner Situation. Ich weiß nicht ob ich das so "locker" sagen könnte, wenn es mich betreffen würde. Man nimmt sich vor das Tier nicht leiden zu lassen und das ist genau der richtige Moment um die Entscheidung zu treffen. Beobachte deinen Hund.
Ich denke es werden sich noch User melden die solche Erfahrungen gemacht haben und sich auch mit den Medikamenten besser auskennen.
Ich möchte dir viel Kraft für den weiteren Weg wünschen und hoffe das du die richtige Entscheidung treffen kannst.
Sowas ist immer schwer und ich wünschte ich könnte dir irgendwie helfen bei der Entscheidung.
Aber das kann ich nicht.

Alles Liebe für euch!
LG
Schatti


Danke für deine Antwort!! Er frisst seit ca. einer Woche schlecht. Sonst hat er immer ca 170-200g Happy Dog Neuseeland am Tag gefressen. Jetzt steht der Napf seit fast 5 Tagen da und es fehlen grad mal ein paar Stückchen. Es KANN noch vom Metacam und den Nebenwirkungen kommen. Wenn ich ihm ein Leckerli hinhalte nimmt er es. Nudeln frisst er auch gerne und die Wurst in die ich immer seine Tabletten "einwickel" frisst er auch. Trinken ist ok. Er trinkt sowieso viel, wegen den ganzen Tabletten.

Ich werde nachher beim TA nach seiner ehrlichen Meinung fragen.

Oh man, ich wünschte mein Wuffl würd mir die Entscheidung abnehmen, indem es ihm wieder besser geht, oder er, wenn es gar nicht mehr geht friedlich einschläft. :(

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Fast 2 Std später und es rasselt immernoch beim atmen. So als wenn man ne Luftblase im Hals hat und sie nicht abhusten kann. Er atmet auch schwer :/
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #4
oh man, das hört sich echt nicht gut an! Nur leider denke ich, dass das nicht wieder besser wird. Dafür hast du einige gravierende Baustellen, die selbst medikamentös nur vorrübergehend "erleichtert" werden. Ich weiß, Hunde soll man nicht vermenschlichen, aber denke mal an uns. Es ist echte Quälerei...ständig neue Tablette, neue Nebenwirkungen, kein Apettit, keine Motivation, kaum noch Lebenswillen und die Schmerzen und Wehwechen sind trotzdem noch da... Würdest du das für dich wollen? Es ist kein MORD! Sei froh, dass es die Möglichkeit gibt, dass wir unsere Lieblinge erlösen können *oh man, da kullern bei mir auch schon Tränen*.

ich habe mir damals eine frist gesetzt, Er konnte nicht mehr wirklich spielen, aufstehen, fressen und spass am leben haben. wie auch bei dir waren einige tage besser, andere schlechter. irgendwann wusste ich einfach, dass trotz tabletten es nie wieder besser werden wird. Habe dann Termin beim TA gemacht (also habe ihm gesagt, dass ich innerhalb der nächsten 3 tage abends komme zum erlösen). habe den für ihn schönen tag abgepasst, an dem er mit mir gespielt hat, abends richtig kaputt war und dann zum doc...

hört sich definitiv leichter an, als es letztendlich ist!!! und ich beneide dich nicht. meiner ist jetzt auch 13 geworden und ich muss mich jetzt auch wieder damit beschäftigen, ob es nicht besser wäre, dass er morgens einfach "weiterschläft".

aber für mich kommt nie wieder in frage, dass ich die über monate mit tabletten und infusionen quäle, wenn eigentlich klar ist, dass es nicht besser wird!

Lass dich drücken und würde mich über antwort freuen, wenn du heut vom tierarzt kommst.

GLG ALexa
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #5
Also ich würde auch mal den Tierarzt um seine ehrliche MEinung fragen, wie es denn tatsächlich um ihn steht. Ich werde dir hier auch keine empfehlung geben, was ich in deinem Fall tun würde, denn wir kennen jetzt nru deine Schilderung uns sehen bzw kennen deinen Hund ja gar nicht. Das kannst du am besten eisnchätzen und wie du schon sagst, es kann dir niemand abnehmen.

Allerdings kommt mir deine Leidensgeschichte schon bekannt vor. Der HUnd meiner Schwiegereltern in Spe "Dino" ist im Herbst vor 1 1/2 Jahren von uns gegangen. Mit Dion hat mich auch sehr viel verbunden weil ich einige Zeit bei ihnen gewohnt habe und denn Frauchen nicht da war, war ich sein Rudelführer und nicht mein Freund. Die ist fast 14 geworden und zum Schluss ging es ihm schon wirklich schleht. Auch Herzprobleme, mit denen er lange gut mit Medikamenten leben konnte, aber zum Schluss war er dadurch auch sehr schnell außer puste. Hüfte operiert und zum Schluss ist er dauernd hingefallen, weil es ihm die Hinterbeine weggezogen hat und einiges mehr. Zum schluss habe ic nicht mehr dort gewohnt und die ganze Krankheitspalette haben wir gar nicht mitbekommen. Es war nur den letzten Sommer immer wenn wir auf Besuch waren sehr erschreckend wie sehr er sich plagt. Im Hebst hatte er dann auf dem Weg zum Tierarzt (für ein Röntgen) einen Herzinfarkt und musste daraufhin eingeschläfert werden. Hier hätte man ihn meiner Meinung nach schon etwas früher erlösen können und er hätte in aller Ruhe zu Hause ohne Stress einschlafen können.

Am Donnerstag erst mussten wir meine langjährige RB mit 27 Jahren einschläfern. Ich habe Rotz und Wasser geheult und es wurde vorher alles versucht, damit es ihr besser ging, aber obwohl es immer wieder lichte Momente gab, in denen sie kurz wieder Lebenslustig war, hat man gemerkt, dass sie einfach nurnoch müde war und nicht mehr gekämpft hat. Sie selbst hat sich damit abgefunden. Und das hat mri auch sehr geholfen das zu verarbeiten. Es war nicht plötzlich, sondern absehbar und sie hatte ein wundervolles Leben. Ich spüre zwar einen Stich in der Brust, wenn ich daran denke, aber es war das einzig richtige und das sagt mir nicht nur mein Kopf, sondern auch mein Herz. SIe war bereit für diesen Schritt.

Hier haben wir bei Tieren das Glück dem Leiden ein Ende zu setzen.
Natürlich darf vorher nichts unversucht bleiben, um dem Tier noch ein schönes Leben zu ermöglichen. Aber du scheinst ja alles für deinen Lieben zu tun und ich bin sicher du wirst wissen, wann er tatsächlich nicht mehr möchte. Wenn die guten Momente den Schlechte überwiegen ist es denke ich noch nicht an der Zeit. Wenn dem aber nicht mehr so ist sollte man sich langsam mit dem Gedanken befassen Abschied zu nehmen. Diese Entscheidung ist die schwerste überhaupt und tut unglaublich weh, aber man sollte nicht krampfhaft an etwas festhalten was nicht mehr ist.
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #6
Danke für eure Beiträge und Meinungen. Wir haben heute um 16:15 Uhr den Termin und ich werde danach hier bescheid sagen, was der TA gesagt hat
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #7
Oh Mann...das ist echt eine schlimme Sache:( Es ist immer sehr schwer, wenn so eine Entscheidung ansteht. Ich kann zwar nichts zum Thema Herzprobleme sagen, aber zum Einschläfern:

Meinem kleinen Leo ging es damals immer schlechter. Ich wohnte in dem Moment nicht mehr zu Hause, kam dann aber schnellstmöglich für ein paar Tage vorbei, als ich es von meinen Eltern erfuhr, wie es um ihn steht. Es hatte sich ein Tumor im Maul gebildet. Er wurde auf Medikamente eingestellt, die aber nicht wirklich anschlugen. Es wurde immer schlimmer. Er fraß kaum noch, nahm stark ab, zeigte aber trotzdem noch Lebenswillen. Ich erinnere mich noch, als ob es gestern war, wie er sich gefreut hat, wenn man ihn animieren wollte. Aber er wurde eben immer schwächer. Auch ich suchte damals im Internet Rat, um eine Entscheidung zu fällen. Ich weiß nicht mehr genau, was mich letztendlich dazu bewegte - aber dann wusste ich, dass ich ihn nicht weiter leiden lassen möchte. Ich machte ihm einen schönen Tag, er schlief bei mir im Bett, wie in alten Zeiten und dann stand der Gang zum Tierarzt an. Ich war bei ihm bis zum Schluss - so schwer es mir auch viel. Er hat mich in meiner Kindheit immer treu begleitet, deshalb musste ich einfach bis zum letzten Atemzug bei ihm bleiben und ihm beistehen. Und heute hat er einen Ehrenplatz im Garten, den ich auch immer besuche, wenn ich da bin.

Leider kann dir niemand die Entscheidung abnehmen. Aber irgendwann wirst du genau wissen, dass es nun soweit ist. Man wird nie wirklich darüber hinwegkommen. Auch mir kommen manchmal noch die Tränen, aber ich habe trotzdem ein gutes Gewissen, weil ich ihm seine Schmerzen genommen habe und ihn in Würde gehen lassen habe. Man kann wirklich froh sein, dass es die Möglichkeit gibt, Tiere einzuschläfern - was gibt es "schöneres" als einfach friedlich einzuschlafen. Ich wünsche dir viel Kraft, die nächste Zeit zu überstehen.
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #8
Danke!! Eure Worte hier helfen total. WENN es soweit ist, werde ich auch bis zum letzten Atemzug bei ihm sein. Ich lasse ihn nicht alleine. Er hat mich auch nie alleine gelassen. Das bin ich ihm schuldig!!
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #9
Hallo.

Hatte auch vor kurzem so nen aehnliches Problem. Hund hatte Durchfall und erbrechen, bekommt Herztabletten. Vor einer Woche ging nichtsehr er lag nur lief nicht mehr und konnte den Kopf nich mehr heben. Ab zum TA. Hatte an den Hinterbeinen keinen Puls mehr. Wenn das Herz so schwach ist kommt hinten nichts mehr an. Hatte nur gesagt heute oder morgen uiui..... naja hat infusion und Spritze bekommen. Jetzt frisst und trinkt er mittlerweole. Jetztacht er in die Bude aber dad ist jetzt nichtejr so schlimm. Aber heute zittert er oft und hechelt manchmal ist aber fit. Weiss im moment auch nicht weiter. Sehe im moment zu das er nicht aufm kalten Boden liegt. Ich fuehle mit dir und hoffe das beste.. egal wie es dann ausgeht. Manchmal ist es dann besser so.
Gruesse..
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #10
Da bin ich wieder und ich habe schlechte Nachrichten. Ich muss ihn diese Woche einschläfern lassen. Der TA hat ihn abgetastet und meinte, dass der Bauch sich komisch anfühlt. Genau das gleiche habe ich heute morgen auch gedacht, als ich mit ihm auf dem Boden lag und ihn gestreichelt hab. Wir haben dann ein Ultraschall gemacht und es stellte sich raus, dass er nun auch noch einen Tumor im Bauch hat :( Der TA sagte, dass wir das nicht mehr hinbekommen. Selbst wenn er 3 Jahre jünger und gesund wäre, würde er so einen krassen Eingriff nicht machen. Ich soll eine Nacht drüber schlafen und ihn beobachten. Wenn ICH persönlich merke, dass sich gar nichts mehr besser und unterm Strich keine ausreichende Lebensqualität mehr da ist, soll ich ihn anrufen und dann in die Praxis kommen, damit wir ihn erlösen :((
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #11
Da denkt man es kann nicht noch schlimmer kommen und dann das... Es tut mir wirklich unendlich Leid für euch:( Macht eurem Schatz noch ein paar schöne Tage bis es dann soweit ist. Oh Mann...man will echt gar nicht daran denken. Mir kommen da auch schon wieder die Tränen...Seid stark und denkt daran, dass ihr das richtige tut. (Dieser Gedanke hat es mir damals auch minimal leichter gemacht) Macht euch auf keinen Fall Vorwürfe - ihr habt soviel für ihn getan. Ich denke an euch:(
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #12
Oh nein das tut mir so leid.
Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Verwöhne ihn, zeig ihm nochmal deine ganze Liebe.
Ich denke auch an euch und wünsche ganz ganz viel Kraft!

LG
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #13
Vielen vielen dank an euch alle!! Ich habe die Entscheidung getroffen. Ich werde ihn am Donnerstag erlösen. Der TA sagte gestern, dass es jetzt nicht auf ein paar Tage ankommt. Und ich möchte erst alles abklären. Ich habe morgen bzw heute früh einen Termin bei einem Tierbestatter hier in unserer Stadt. Ich möchte ihn nicht beim Tierarzt lassen und ich möchte ihn auch nicht einfach hier irgendwo begraben.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich muss mich korrigieren. Ich werde heute mit ihm zum TA gehen und ihn erlösen lassen. Es geht nicht mehr. Ihm gehts immer schlechter und ich merke, dass er nichtmehr kann und will. Er röchelt und hustet manchmal so komisch. Ich nehm an, dass der Tumor im Bauch irgendwo gegen drückt. Es hört sich an, als wär seine ganze Lunge, trotz Entwässerungstabletten, voller Wasser. Er möchte dauernd nach draussen. Aber nicht zum pipi machen, sondern einfach nur um da zu stehen und den Wind zu genießen. Er guckt mich ganz traurig an, als wolle er sagen, dass ich ihn bitte gehen lassen soll. Den "Wunsch" werde ich ihm erfüllen. Ich will nicht, dass er so leidet.
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #14
Der arme Kerl, das ist wirklich schlimm. Aber bestimmt ist es für ihn so die beste Entscheidung. Ich wünsch dir viel Kraft für den Gang zum TA und die nächste Zeit ...
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #15
also hat er dir die entscheidung doch abgenommen und dir gezeigt, wann die richtige zeit dazu ist. mach dich nicht fertig, es ist die richtige und eine gute entscheidung, die möglichkeit der erlösung zu nutzen. wir menschen haben das glück leider nicht.

bewundere deine stärke und wüsste nicht, ob ich meinen selber wegbringen könnte.

wir sind in gedanken bei dir.:010:
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #16
Das tut mir unendlich leid für dich, aber so komisch es immer klingt wenn man hört "Du wirst es erkennen, wenn es so weit ist". Aber es ist nun mal sehr oft so.

Ich wünsche dir ganz viel kraft für diesen Schritt. Es ist unendlich schwer und mit so viel Trauer verbunden. (wie schon geschrieben musste ich diesen Weg erst vergangenen Donnerstag gehen und bin dankbar, dass ich bis zum Schluss dabeisein durfte)
Aber es hat auch etwas befreiendes. All die Sorgen "Geht es ihm Gut? Tut ihm etwas weh? Möchte er noch weitermachen oder quäle ich ihn? Wirken die Medikament oder haben sie schlimme Nebenwirkungen?" Das alles ist dann nicht mehr da. Er ist schmerzfrei und ich bin zwar nicht religiös, aber ich glaube dass es irgendwie weitergeht. Ich weiß zwar nicht wie, aber ich glaube der Tod ist nicht das Ende.
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #17
Hey,

auch ich werde keine nicht sagen wie du dich entscheiden sollst. Nur schlage Dir das bitte aus dem Kopf das wenn du Ihn erlösen solltest das es Mord ist. Das ist es wirklich nicht, ein Tier kann einem nicht sagen * Hey es geht mir gut oder mir gehts bescheiden bitte erlös mich*. Dafür sind nunmal leider wir Menschen da. Aber wenn ich sehen würde wie es meinem Tier immer schlechter geht und keine BEsserung in Sicht ist, würde ich ihm weitere Qualen ersparen wollen...Auch wenn es für mich als Mensch nicht leicht ist, aber Qualen hat niemand verdient kein Tier und kein Mensch ... Und so schlimm ds Wort * Einschläfern* auch klingen mag, so sanft ist es doch für unsere Lieblinge, sie sehen den Menschen der ihnen die ganzen Jahre liebe gegeben hat spüren nochmal seine Nähe und Streicheleinheiten und schlafen ohne Schmerzen ein.

Ich selber hab keinen Hund, aber ich musste damals den Alterstodeskampf meines Kaninchen miterleben, und hätte mir gewünscht das sie *nur* die Spritze bekommen hätte. :(

Frag den Doc wie er es sieht, und dann setze dich nochmal in Ruhe hin und denk über alles nach. ;)

lg
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #18
Die Entscheidung ist schon gefallen, Nadine. Dem kleinen Mann geht es leider zu schlecht. Aber ich stimme dir zu. Einschläfern ist eine Möglichkeit, mit der wir zumindest die Chance haben, unseren Lieblingen das Schlimmste zu ersparen, wenn es hart auf hart kommt. So unglaublich schwer und schmerzhaft, wie es für uns ist, das mit unserem Tier durchstehen zu müssen, so sehr ist es manchmal auch ein Geschenk, diesen Weg gehen zu können.

@ DarkAngel
Dein Hund wird dir sehr dankbar dafür sein, dass du *ihn* gesehen hast und nicht nur dich.
In solchen Situationen fällt vielen Menschen das verständlicherweise sehr schwer.

Ich wünsche dir für den heutigen Tag ganz viel Kraft und hoffe, ihr könnt in Frieden voneinander Abschied nehmen.
Deinem kleinen Schatz wünsche ich eine gute und sanfte Reise über die Regenbogenbrücke...
Wo er ohne Schmerzen auf dich warten und mit Hundefreunden über die Wiese tollen wird, die schon vor ihm gegangen sind.

Drücke dich, wenn du magst. :056:
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #19
Danke <3

Es ist so schwer :( In einer Stunde machen wir uns auf den Weg zum Tierarzt. Wir waren vorhin beim Tierbestatter und haben alles geklärt und ausgefüllt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Er hat es geschafft und ist über die Regenbogenbrücke gegangen :frown::frown::frown::frown::089::089::089::089:
 
  • Würdet ihr ihn erlösen? Beitrag #20
Lass dich Drücken!

Es tut mir sehr leid für dich, aber du hast alles getan für ihn und warst bis zum Schluss für ihn da. Er wird immer ein Teil von dir bleiben!
 
Thema:

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