Schlachtpferd statt Traumpferd?

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  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #1
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Dancy

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Hallöchen, wusste grad nur nicht, wo ichs reinpacken soll, oder obs tatsächlich hier hin passt..

So, da ich vor 6 Jahren bereits eine Haflingestute vom Schlachter geholt hatte, würde ich mir gern meinungen einholen.

Und zwar, gibt es in den nächsten paar wochen wieder einige Schlachfohlen in der Umgebung, und ich wollt nun wieder zuschlagen, ein paar abkaufen, aufpäppen und später weiter vermitteln, so weit so gut..
aber ist das doch soo ratsam? durch meine haflingerstute weiß ich, wie schwer es ist das vertrauen eines schon aufgegebenen pferdes zu bekommen, und wieviele rückschläge es in der gesundheit geben kann..

mh, retten und weitervermitteln später, oder dem schicksal überlassen? bin mir noch nicht ganz schlüssig :|
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #2
Wir hatten damals auch ein Schlachtpferd, und es wäre besser gewesen wenn es dort geblieben wäre. im Endeffekt landete es wieder dort weil es krank war.

Seitdem ist meine Meinung zu solchen "Rettungen" anders geworden. gut bei dir handelt es sich um Fohlen, wobei ich mir da immer denke, das da auch die Nachfrage den markt bestimmt. (Weiß nicht ob ich damit so korrekt liege). Ich meine dann produziert man doch fleißig lauter Fohlen, wenn man sieht das sie abgekauft werden.
Zumal ein Schlachter Pferde eigentlich garnicht weiter verkaufen dürfte. Ich meine, wenn ich mein Pferd zum Schlachter bringe und sehe es einige Wochen später bei wem anderes, ich würde dem die Hölle heiß machen.

Und du hast doch schon Erfahrungen, wie schwer das sein kann. Ich weiß nicht, ich sehe das Thema wie gesagt anders.. für mich sind es in vielen Fällen keien Rettungen mehr, so hatte ich damals auch gedacht.
Meine Meinung, was du nun draus machst ist dir überlassen

Und weitervermitteln, der Markt ist zur Zeit doch so überschwemmt von Pferden, meinst nicht du gehst da mit nem ziemlichen Minus raus? Aufgepäppelt werden müssen die Tierchen ja auch wie du sagst. Wenn es dein Portemonaie zulässt ok...
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #3
Hatte vor einiger Zeit schonmal 2Fohlen geholt, wohnen jetzt schon seit ein paar Monaten bei ihren neuen Besitzern, und für ein Schlachtfohlen, da hat man schon für 20€ eins vom Schlachter gekauft.. Wenn man beim Gewinn des Verkaufes die ganzen Futter/TA - Kosten abrechnet, hab ich circa für die beiden einen Gewinn von 1500,-€ gemacht, die URsache für Schlachtfohlen hier, ist nicht das es zuviel sind, sondern sie waren ungewollt/haben keinen Platz etc.
Meine Dicke kam vor 6 Jahren total Abgemagert mit verdacht auf cushing zu mir, einmal gabs nenj rückschlag, seitdem aber alles tip top, cushing hatte sie dann doch nicht, wurde nochmal vom TA bestätigt.
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #4
Soviele "ungewollte" Trächtigkeiten? und dann versucht man nicht selber die tiere fürn Appel und nen Ei zu verkaufen? klingt für mich komisch.
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #5
Hm, ich kenne das bei Haflingern, dass da zu viele Fohlen gezüchtet werden und eben nur die besten (von Farbe etc.) bleiben. Die anderen gehen zum Schlachter. Und da sollte ja nichts dagegen sprechen, so ein Fohlen zu kaufen, wo die Blesse vielleicht nicht perfekt ist oder so etwas ;).

Wenn es gesundheitliche Gründe hat, würde ich mir schon überlegen, ob das fürs Pferd wirklich besser ist.
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #6
Wir hatten damals auch ein Schlachtpferd, und es wäre besser gewesen wenn es dort geblieben wäre. im Endeffekt landete es wieder dort weil es krank war.
Wie denn krank? Wenn ein Pferd z.B. nicht reitbar wäre, kann man mit dem ja dennoch arbeiten. Oder meinst du damit es von seinen Qualen zu erlösen? Dann hätte da auch ein TA getan, oder wie darf ich das verstehen :eusa_think: Auch wenn ich Fleisch esse, ich glaube ich würde trotzdem Einschläfern vorziehen. Kenne mich da aber nicht aus.
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #7
Calimero, ich kenns von Hafi's, das sie nur über den Sommer für Touristen und CO bleiben, und dann zum Schlachter gehen.. traurige wahrheit.
Werd mir wahrscheinlich eins aus ner Notstation holen..
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #8
Ihr meint die gleichen Hafis, zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstmal süß für Touris und dann kann man sich immer noch das beste aussuchen.

@Flecki Ich musste leider mit ansehen wie das einschläfern schief ging und das wollten wir nicht nochmal. Das Pferd hatte extreme Rehe und konnte so gut wie garnicht mehr laufen. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, das hat mein Ex Schwiegervater damals alles geklärt
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #9
Ich finde aufjedenfall das es sich lohnt. Klar so ganz weiß man vorher nie was man sich da für ein Pferd holt. Aber auch wenn es vielleicht krank ist und es nur das reiten einschränkt aber nicht ihre Lebensqualität, ist es immernoch ein prima Beistellpferd. Das soll jetzt nicht abwertend klingen aber ein Pferd kann auch ein wunderschönes Leben als Beistellpferd haben. Und die kann man auch fordern zB mit Zirkuslektionen oder Longieren oder sich was anderes ausdenken.
Wenn ich irgendwann mal eigenes Geld verdiene und auch die Zeit übrig habe, würde ich schon gerne ein Pferd vom schlachter nehmen. Ich würde mir kein Pferd kaufen was schwer krank ist aber wenn es ein paar leichte zipperlein hat, wär das ok. Und dem Pferd wurde das Leben geschenkt.

Ich hatte mal für ein paar Monate eine RB namens Troja. Die süße war zu dem Zeitpunkt 18 Jahre alt und lief vorher ein paar Jahre als Traber auf der Rennbahn.
Die Besitzerin hat sie und ihre Freundin Mirabell vor dem schlachter bewahrt und die beiden waren echte Goldschätze. Ja und sie konnten beide auch wunderbar galoppieren.
Klar hatten sie temprament aber ich habe mich immer sehr sicher mit ihr gefühlt und sie war auch immer sehr lieb.
Leider hat sich die Besi dann von ihrem Freund getrennt und ist weggezogen. So das ich sie nicht mehr als RB behalten konnte. Aber wenn ich mir vorstelle das die beiden schon beim schlachter standen. Echt gruselig der Gedanke
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #10
Hallo! Ich finde dein Vorhaben super!! Ich weiß aber auch, was du meinst wenn du sagst, dass es wirklich viel Zeit, Geduld und Geld kostet! Mein Großer hat auch ewig gebraucht, bis er mir vertraut hat und meine Zweijährige wurde wegen einer Bissnarbe auf dem Popo aussortiert, ansonsten ist sie kerngesund! Ich finds wirklich klasse und freue mich immer, wenn ich sowas von Anderen höre!!!! Also bitte, mach das!!!! Gerade mit den Jungpferden kann man in Sachen Vertrauen viel machen, dass sie nachher eben doch zu Traumpferden werden! Ich würde mich riesig freuen, wenn du weiter berichtest! Kannst mir auch gern eine PN schicken!
 
  • Schlachtpferd statt Traumpferd? Beitrag #11
Hm... ich sehe das zwiegespalten.
Ein Pferd landet nicht ohne Grund beim Schlachter. Viele sind einfach auch schlichtweg krank, haben Verletzungen/innere Schäden oder sind verhaltensgestört. Dass das alles Ursachen hat ist sicher ohne Frage, aber darum sollte es jetzt nicht gehen.
Natürlich gibt es auch eben jene Tiere, die einfach nicht dem Zuchtideal entsprechen und die Aufzucht mehr kostet als das Pferd je für einen Zuchtbetrieb einbringen könnte.
Jedoch muss man auch bei solchen Pferden sehen, dass es ein Leben lang Einschränkungen zur Folge haben kann. Bestimmte Exterieurmängel können von Laien einfach nicht ausreichend reiterlich ausgeglichen werden, sodass das Pferd wahrscheinlich sein Leben lang nur mit Schmerzen leben wird.

Ich habe so einige Pferde zum Schlachter fahren sehen - von unberrechenbar bis stark reheerkrankt - jung und alt. Und hätte ich mich da entscheiden können, hätte ich wirklich nicht jedes Pferd gerettet.
Und so brutal es nunmal klingt, aber auch Pferde kann man essen, was macht diese Tiere denn besser als Rinder oder Hühner ?
Es ist schön, wenn man ein Pferd retten kann und sich dieses auch als Glückstreffer erweist. Im Allgemeinen sollte man aber mit all dem sehr vorsichtig sein, kein Pferd wird wie gesagt zum Schlachter gebracht, ohne einen Grund.
 
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