Das Jagen

Diskutiere Das Jagen im Wildtiere Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Hi, Ich bin Gestern durch Zufall über diesen Artikel gestolpert...was haltet ihr davon...
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  • Das Jagen Beitrag #2
Mal wieder ein total überzogener Bericht weichgespülter Tierschützer
 
  • Das Jagen Beitrag #3
Ich habs jetzt mal überflogen, da werden m.E. aber einige Aspekte nicht bedacht:
Wie wird denn gejagt? Hier wird von Hatz und ähnlichem gesprochen, in Deutschland wird aber weitestgehend nur noch in Form der Drückjagd gejagt.
Dass es für Füchse keine Schonzeit gibt stimmt ebenfalls nicht. Hier wird zu entsprechenden Zeiten überhaupt nicht gejagt, habe unseren Jagdpächter erst letzte Woche getroffen.
Es gibt auch immer einen Unterschied zwischen dem Jagdpächter und dem vernünftigen Jäger und dem, der eben mal einen Jagdschein gemacht hat.

Selbst regulierende Naturgebiete mit Nationalparks zu vergleichen hinkt doch stark, sind diese nicht einmal alt genug, um einen "ursprünglichen" Baumbestand zu besitzen.

Ganz Unrecht mit der Kritik an manchen Jägern hat der Artikel sicher nicht, aber es wird nicht differenziert und nur reißerisch drauf gehauen. Wer sowas schreibt sollte sich auch mal an die eigene Nase fassen, denn wieso wird denn ein Wildschwein zur Gefahr? Weil es im eigenen Lebensraum von Joggern, Walkern und vermeintlichen Naturfreunden gestört wird, das kommt weit öfter vor, als man denkt. So wie sich manche über die Jäger aufregen regt sich der Jagdpächter über Leute auf, die morgens um sieben den Trampelpfad im Unterholz lang stolpern.
 
  • Das Jagen Beitrag #4
Okay, ich hab mir das jetzt durchgelesen...
Allererst möchte ich sagen, mein Vater ist Jäger, ich möchte später auch einmal die Jagdprüfung machen (aber wer weiß bis es bis dahin aussieht)

Meiner Meinung nach ist es teilweise nicht ganz so schlimm.

Natürlich gibt es überall solche Vollidioten, die alles abknallen, was ihnen vor die Büchse läuft.
Mein Vater sagt immer, gewisse Filme über Jagd darf man sich nicht ansehen. Da läuft einer herum und ist stolz, wenn er einem Reh die Vorderbeine abknallt :evil:
Und das mit der Schweißarbeit stimmt auch nicht ganz.
Da wird schon darauf geachtet, dass das Tier nicht unnötig leidet. Wenn man es anschießt, holt man seinen Hund oder einen Kumpel mit einem Hund und lässt nachsuchen. So macht man das bei uns immer.

Und die Tiere lassen sich aus vielen Gründen in Städten nieder. Ganz ehrlich, wo würdest du leben wollen? dort, wo man alles suchen muss, vielleicht sogar kämpfen, oder wo man nur zur nächsten Bio-Mülltonne rennen braucht ;)
Es stimmt sicher, was da geschrieben wird. Jedenfalls ist es bestimmt mit ein Grund, warum sich so viele Tiere in Stadtgebieten ansiedeln.

Ja, Jäger hegen das Vieh auch. Das mit den Trophäen... okay, da muss ich zustimmen.
Aber was ich eine absolute Frechheit finde ist, dass Tierschutzvereine immer zum Spenden aufrufen, damit sie die Wildtiere versorgen können und die Jäger prangern sie deshalb an.

Mein Vater schießt auch manchmal Füchse. Aber bei uns gibt es so viele. Er nimmt ja echt wenige. Und sonst fressen sie bei uns die Hühner (vor ein paar Jahren waren innerhalb von 2 Wochen zehn Hühner weg)
Und während den Monaten, in denen die Füchse Junge haben, schießt man bei uns auch keine (Ob in Österreich da Schonzeit ist, weiß ich nicht)

Ja, dass mit den Wildschweinen stimmt ausnahmsweise.
Mein Vater sagt immer: "Setz einmal ein Paar Mäuse in einen Käfig und wirf jeden Tag eine Hand voll Mais rein. Das ist das selbe."

Und was ich noch anmerken möchte:
Bei uns am Berg gibt es keine Fasane und Hasen mehr, weil Katzen immer die Jungen fressen.
Und es werden auch regelmäßig Hunde geschossen. Aber nur, wenn sie beim Wildern erwischt werden.
Auch wenn es dumm ist:
Solange ein Hund nicht am Weg ist, darf er geschossen werden! Also Hunde an die Leine!!!


Liebe Grüße, Flamme


Meine Meinung. Muss nicht jedem passen und sie ändert sich ebenso dauernd.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@*Mischling*:
Ganz meine Meinung!
Mein Vater hatte Mal ein schwer verletztes Reh gesehen und in dem Moment, in dem er zum Schuss anlegte, kamen zwei laut plaudernde Walkerinnen daher.
 
  • Das Jagen Beitrag #5
Ich korrigiere nur ungern, aber:

Landesjagdschutzgesetz NRW § 25 (4) 2. Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind befugt, wildernde Hunde und Katzen abzuschießen. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 m vom nächsten Haus angetroffen werden. Die Befugnis erstreckt sich nicht auf solche Hunde und Katzen, die sich in Fallen gefangen haben, es sei denn, die unverzügliche Tötung ist aus Gründen des Tierschutzes geboten. Sie gilt auch nicht gegenüber Hirten-, Jagd-, Blinden- und Polizeihunden, soweit sie als solche kenntlich sind und solange sie von dem Berechtigten zum Dienst verwandt werden oder sich aus Anlaß des Dienstes vorübergehend der Einwirkung ihres Führers entzogen haben.

Da wage ich doch zu bezweifeln, dass ein Jäger, der einen Hund direkt neben dem Weg erschießt nicht mind. ein kleines juristisches Problem bekommen würde.
Wobei unser Nachbar regelmäßig behauptete Hunde für Rehe gehalten zu haben...Wäre das mein Hund gewesen hätte der mind. seinen Jagdschein dafür abgeben müssen, dass er nicht mal weiß auf was er schießt.
Off-Topic
Wobei Hunde sowieso im Wald an die Leine gehören oder aber im Fuß zu laufen haben m.E. nach. Getobt werden kann woanders.


Aber zurück zum Artikel: Reißerisch ja, ganz falsch nein.
Dass Tiere sich stärker vermehren je höher der Beutegreiferdruck sollte jedem bekannt sein, der in der 10. Klasse noch Biologie hatte von daher ist hier durchaus die Argumentation stimmig, dass künstliche Populationsgrößen "erjagt" werden, die dann natürlich wieder beseitgt werden müssen.

Insgesamt würde ich auch nicht alle Jäger über einen Kamm scheren, jedoch wankt für mich persönlich die Glaubwürdigkeit eines "guten" Jägers, wenn er mir stolz erzählt bzw. zeigt was er so alles an der Wand hängen hat.
Ich kenne einen Jäger, den ich als "guten" Jäger bezeichnen würde und den interessiert es herzlich wenig, ob er jetzt einen besonders tollen Zwölfender oder eine Ricke schießt solange es der Population im Sinne von Entnahme von kranken Tieren etc. zugute kommt. Im ganzen Haus gibt es auch keine einzige Trophäe.
Mit solchen Jägern kann ich auch ganz gut leben.

Was ich besonders daneben finde ist der indirekte Bezug zur rechten Szene.
Dass da aus der NS-Zeit noch Passagen übernommen wurden...Schön.
Und jetzt?
Das macht nicht jeden Jäger zum Göring-Anhänger.
Wirklich unterste Schublade...
Mal abgesehen davon, dass es den Trophäen-Kult immer schon gab und nicht erst seit Göring.
(Selbst in der Steinzeit wurden schon Trophäen "gesammelt")

Was ebenfalls vergessen wurde: Die Zahl wurde leicht geschönt. Genau genommen waren es nämlich im Jagdjahr 11/12 422 0 179 Tiere.
Hab´s extra nochmal nachgerechnet.
[VERSTECK][/VERSTECK]
Wenn man schon mit Zahlen Eindruck schinden will dann doch auch bitte mit den richtigen.

Und wenn dann noch "Welt der Wunder" als Quelle angegeben wird hilft auch der doppelte Rückbezug auf eine Universität nicht mehr...Da ist die Glaubwürdigkeit dahin.
 
  • Das Jagen Beitrag #6
Das mit den Katzen meinte ich auch nur, weil da stand, dass sie wegen der Jäger bedroht wären.
Das ein Hund an die Leine gehört, ist mir klar. (Aber was man immer in den Medie hört von 'Hund erschossen' etc)

Außerdem darfst du mich gerne Korrigieren, wenn ich Müll rede
Off-Topic
Bei uns sterben so viele Hunde, weil sie wildern. Die Besitzer wollen die Hunde einfach nicht erziehen :(
 
  • Das Jagen Beitrag #7
Noch kurz ein paar Worte zu Hunden und Katzen:
Ja, Jäger dürfen theoretisch auf wildernde Tiere schießen, wie Midoriyuki bereits zitiert hat (wozu ich auch noch eine genaue Quelle brauche, wenn du es nicht direkt aus dem Gesetzesbuch hast ;)). Aber wie formulierte es der Jagdpächter hier so schön: Wenn der Hund dem Reh direkt an der Kehle hängt und nicht, wenn er durchs Unterholz stolpert. Dazu muss ich auch sagen, dass ich durch einen Arbeitstermin (seeehr lange Geschichte und völlig unwichtig hier^^) einige Jäger kennen lernen durfte, zusätzlich zu unserem hier. "Einfach so" schießt von den vernünftigen Jägern sicher keiner auf einen Hund. Die Jäger waren lange dazu angehalten, wurden deswegen auch oft verklagt, und sind inzwischen zumindest hier zu einem guten System übergegangen: Hund laufen lassen, Waldweg nach Besitzer absuchen, Anzeige wegen Wilderei aufgeben. Kein vernünftiger Jäger schießt gerne auf einen Hund und viele bemühen sich, Alternativen zu finden. Hier haben sie sogar wochenlang versucht, eine streunende Katze mit der Falle einzufangen, leider ohne Erfolg. Das Ende vom Lied war ein fast vollständig ausgerotteter Rebhuhnbestand (die Tierchen müssen gezählt und gemeldet werden, da Artenschutz) und am Schluss eine dennoch tote, völlig abgemagerte und mit Ungeziefer übersäte Katze.

Btw wurde bei uns zumindest in den letzten Jahren noch kein einziger Hund wegen Wilderei erschossen. Demnach breche ich hier gerne mal eine Lanze für unsere hiesigen Jäger, denn besser erzogen sind die Hunde hier auch nicht.

So einfach, wie es in dem Artikel dargestellt wird, ist es also nicht immer und genau das meinte ich mit differenzieren. Es gibt durchaus Jäger, denen etwas an den Tieren liegt, die sich um Alternativen bemühen uns ich kümmern, bei uns zum Beispiel durch Entwurmung und Auslegen der erjagten Reste für die Aasfresser.

Mit den Trophäen habe ich übrigens kein Problem, solange der Jäger nicht ausschließlich deswegen ein Tier erschießt. Erschießt er aber ein altes und krankes Tier und hängt sich dann das Geweih an die Wand finde ich es nicht einmal schlimm, er hätte das Tier so oder so töten müssen.
 
  • Das Jagen Beitrag #8
Off-Topic
Kommt direkt aus dem Gesetzesbuch:) Hab ja relativ viele von denen hier rumliegen:)


Das ist ein sehr schönes Gegenbeispiel, Mischling. So sollte es meiner Meinung nach auch eig. laufen.

Hier gibt es leider sehr viele Jäger, die einfach drauflos schießen...
 
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