Umzug, Baby und sensible Katze

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  • Umzug, Baby und sensible Katze Beitrag #1
Breathe

Breathe

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Hallo ihr Dosenöffner,

ich hab ein Problem und weiß momentan keine Lösung. Vielleicht habt ihr ja Ideen.

Folgende Situation:

Umzug vor 3 Wochen
Schwanger in der 34 SSW
2 Katzen (2 und 3 Jahre, beide kastriert, BKH)

Wir sind aus einer Zwei- in eine Vierraumwohnung gezogen. Die Katzen dürfen, wenn wir nicht zuhause sind, nicht in die Küche und ins Wohnzimmer. Das war auch in der alten Wohnung schon so, das ist keine neue Situation für beide. Der Grund liegt einfach darin, dass unsere Große ein echter Rumbuff ist und liebend gern am Sofa kratzt und Blumentopfe vom Fensterbrett schupst. Die Kleine war schon immer sehr sensibel. Obwohl wir sie von klein auf haben, versteckt sie sich vor Fremden (und wartet dann den ganzen Besuch über unterm Bett) und hat sogar manchmal vor uns Angst, vor allem, wenn wir stehen. Wenn wir auf dem Sofa liegen, auf Toilette sitzen oder im Bett liegen, ist sie die verschmusteste Katze, die man sich vorstellen kann und wird mitunter sogar ganz schön penetrant, wenn wir schlafen und sie kuscheln will. Wenn wir TV schauen, legt sie sich schlafend auf unseren Schoß, nachts liegt sie neben uns im Bett. Aber sobald wir aufstehen und mal zu schnell oder ruckhaft an ihr vorbei laufen..Zack, unters Bett.

Mein Freund und ich waren uns einig, dass die Katzen in der neuen Wohnung NICHT ins Schlafzimmer dürfen, dafür haben sie ihr eigenes Katzenzimmer bekommen. Wenn das Baby dann mit im SchlaZi schläft, ist das einfach zu gefährlich.

Da der Umzug aber echt stressig war (auch, wenn wir versucht haben, die Katzen da möglichst fern zu halten), hab ichs nicht übers Herz gebracht, die Kleine nachts allein in der neuen Wohnung hinter der verschlossenen Schlafzimmertür zu lassen. Wir haben gesagt, bis zur Eingewöhnung darf sie, dann muss sie in ihr eigenes Zimmer ziehen.

Na ja, nach drei Wochen hat sich die Situation noch nicht sehr gebessert. Sie kommt wirklich selten mal ins Wohnzimmer, verbringt fast den ganzen Tag im Schlafzimmer. Dort zwar nicht nur untern Bett, sondern auch viel auf dem Bett und der Fensterbank, aber eben im Schlafzimmer. Wenn wir sie rausholen wollen, verkriecht sie sich wieder. :-(

Ich dachte mir, dass ihr einfach ein schönes Versteck im Katzenzimmer fehlt, aber das ist für Katzen echt paradiesisch eingerichtet. Sie darf da sogar auf die Bücherregale, kann sich in ihrer Höhle verstecken, die sie im alten Zuhause echt oft genutzt hat.

Ansich würde ich sagen, ich lass ihr noch Zeit. Hier war bis vor ein paar Tagen echt viel los. Ständig noch Handwerker (ist Erstbezug nach Sanierung, nur dass die Bauarbeiten im Verzug waren und bisschen mti unserem Umzug kollidierten), Küchenbauer, Besuch von den Eltern und Schwiegereltern, weil ich selbst ja derzeit nicht so viel räumen und tragen kann.
Aber die Zeit ist halt nicht da.

Heut morgen stand mein Freund auf und macht aus Angewohnheit die Schlafzimmertür zu. In der alten Wohnung ging er immer duschen, die Katzen hinterher mit ins Bad und er machte die Tür zu, damit ich in der Zeit noch bisschen liegen bleiben konnte und vom Duschen nicht wach werde. Hat er heut gedankenversunken auch so gemacht und dachte sich dann später ...ohje, die Juno ist ja noch drin. Er bemerkte dann aber, dass sie im Katzenzimmer auf der Fensterbank schlief, sodass alles in Ordnung war. Er steig in die Dusche, Juno bemerkte dann die geshclossene Tür zum Schlafzimmer und schrie wie am Spieß. Ernsthaft, ich hab schon aufs Klingeln der Nachbarn gewartet. Total herzzerreißend. :( Wenn sie das auch macht, wenn die Kleine da ist, kann sie unmöglich schlafen.

Habt ihr eine Idee, wie ich Juno bisschen selbstbewusster und weniger ängstlich krieg? Sie tut mir echt leid und ich würde ihr am liebsten ihre Ruhe lassen und Zeit geben, aber daran mangelts halt leider...:-(

Die Große, Luna, hat sich schon am Abend des Umzugs in alle Räume vorgewagt und hat alles in Beschlag genommen. Momentan bringt sie mich auch um den Verstand, aber auch nur, weil sie wieder alle Grenzen neu austestet...kann ja sein, dass sie jetzt mehr darf als vorher....tzz, das wird aber nichts, Madame...:)

Habe wegen Juno schon an Bachblüten gedacht...aber in Stresssituationen frisst sie - die verfressenste Katze der Welt - nicht mal mehr. :-(

LG
 
  • Umzug, Baby und sensible Katze Beitrag #2
Also die Katzen dürfen in eurer Abwesenheit weder in die Küche, noch ins Wohnzimmer oder ins Schlafzimmer, dass ist aber ganz schön eingeschränkt. Darf ich mal fragen wie es mit der katzengerechten Einrichtung bei euch aussieht. Wieviel Kratz- und Klettermöglichkeiten, Spielzeug, Ruheplätze usw. stehen ihnen zur Verfügung und wie sind die räumlich verteilt? Oft vergreifen sich Katzen mangels Alternativen an den Möbeln. Ich habe auch BKHs, zwei Kater und eine Kätzin, von klein auf, die sind jetzt 2-3 Jahre alt, habe beste Erfahrung mit ihrer Erziehung gemacht. Bei mir vergreift sich zum Glück keine meiner Katzen am Mobilar.

Sofas kann man meist ganz gut mit einer "stärkeren" Decke schützen, die man über die bevorzugten Kratzstellen hängt. In welchem Alter sind die beiden kastriert worden, weil Kratzen auch ein Markierverhalten sein kann. Ist eine der Katzen schon potent gewesen?

Clickern soll nicht nur eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für Katzen sein, sondern auch das Selbstbewußtsein fördern, wäre für euer Sensibelchen vielleicht eine Möglichkeit sie positiv zu bestärken.

Wie sieht euer normales Beschäftigungsprogramm für die Katzen aus, wie oft und wielange spielt ihr mit ihnen? Welches Spielzeug zur Selbstbeschäftigung haben die Katzen? Man sollte das Spielzeug immer regelmässig abwechseln und austauschen, damit es nicht langweilig wird.

Bachblüten sind soweit ich gehört habe, auch eine Möglichkeit um Katzen Stress zu nehmen, ist sicher einen Versuch wert.

Was aber gerade für ängstliche Katzen wichtig ist, sind sichere Rückzugsorte, sie muss also in den einzelnen Räumen auch Versteckmöglichkeiten haben oder auch höher gelegene Rückzugsmöglichkeiten, Katzen flüchten ja gerne nach oben, wo sie sich jederzeit hinflüchten kann und sich sicher fühlt. Ich denke, dass es ihr nicht gut tut, wenn die Türen mal auf und mal zu sind, so hat sie keine festen Fluchtwege, ist sie früher gerne unters Bett geflüchtet, so ist es natürlich jetzt irritierend, wenn der Fluchtweg jetzt versperrt ist. Ich würde zumindestens in der Eingewöhnungsphase die Küchen- und Wohnzimmertür offen lassen, damit sie die Räume in Ruhe erkunden kann. Bei manchen Katzen klappt es ganz gut, wenn sie in manche Räume mal dürfen und mal nicht, andere Katzen kommen damit nicht gut zurecht.

Ich kann verstehen, dass sie wegen dem Baby später nicht ins Schlafzimmer sollen, da würde ich aber die Tür von Anfang an zulassen und da sollte man sehr konsequent sein. Sie durften ja bisher immer ins Schlafzimmer und da ist es für die Katzen leichter zu lernen, wenn sie jetzt in der neuen Wohnung von Anfang an nicht reindürfen.

Gerade bei unsicheren Katzen, tust du ihr keinen Gefallen damit, wenn sie mal zu dir ins Bett darf und dann wieder nicht. Unsichere Katzen brauchen feste Strukturen, vertraute Umgebung und Rituale und nicht zuviel Neues auf einmal und keine ständigen Änderungen.

Ein Katzenzimmer ist als Rückzugsort sicher nicht schlecht, ich persönlich halte nichts von Katzenzimmern, meine Katzen leben bei mir und mit mir, die sollen sich in der ganzen Wohnung wohl und zuhause fühlen, außerdem haben Katzen lieber alles getrennt, also Schlafgelegenheiten, Spielen, Kratzen, Katzenklo, usw. sollten nicht in einer Ecke schön ordentlich beieinander stehen, dass finden wir zwar aufgeräumt und praktisch, aber Katzen mögen nicht mal Fressen und Trinken in der gleichen Ecke, konnte ich anfangs auch nicht glauben, ich hatte das erste Jahr immer einen Trinknapf neben den Fressnäpfen stehen und einen zweiten Trinknapf im Wohnzimmer und ich habe nie eine Katze in der Küche trinken sehen, auch nicht wenn ich die Näpfe getauscht habe, die sind zum Trinken immer ins Wohnzimmer.
 
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Umzug, Baby und sensible Katze

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