Dobermann und Schutzhundesport.

Diskutiere Dobermann und Schutzhundesport. im Hundesport Forum im Bereich Hunde Forum; Ich möchte ja mal, hoffentlich in naher Zukunft, nen Dobermann in die Partnerschaft bringen. Am besten einen aus dem Tierschutz, nen Welpen möchte...
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #1
blackdobermann

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Ich möchte ja mal, hoffentlich in naher Zukunft, nen Dobermann in die Partnerschaft bringen. Am besten einen aus dem Tierschutz, nen Welpen möchte ich nicht.

Viele meinen, die einen haben, das Schutzhundesport das einzig wahre ist, um ein Dobiherz glücklich zu machen.
So eben jene Frau, die ich letztens als Kundin hatte. Wir unterhielten uns, sie hielt schon immer Dobermänner (ab Jugendlichen Jahren).
Ich solle am besten dann auch ihn (besser "sie". Würde mir am liebsten eine Hündin holen) in den Sport reinlassen.

So an sich ist es mir "egal". Ich bin für viele Sportarten zu begeistern, u.a. auch den Schutz. Würde aber auch gerne in Richtung ZOS, Dogdance, Obedience und soweiter gehen. Je nachdem, was meinem Hund dann gefällt, sie ausgleicht und befriedigt.

Nun frage ich mich ob man auch mit einem älteren Hund (also 5 Jahre ca. ) noch in den Schutzhundesport gehen kann? Gibt es da ein Maximalalter?
Und wenn ich nach nem halben Jahre merke, ich kann es nicht mehr betreiben oder möchte es nicht mehr, wie wirkt sich dies auf den Hund dann aus?
Einmal begonnen-immer weitermachen? Oder lassen sich die Hunde davon schnell wieder ab und sind dann mit den anderen Sportarten zufrieden?
Wie oft in ner Woche sollte man mit den Hund dort hingehen, maximal und minimal? (Ok, bestimmt auch wieder abhängig wie es der Hund braucht)

Und wie erkenne ich einen guten Schutzhundeverein?
Ich habe teilweise im Kopf: Die arbeiten mit Stachlern, Endloswürgern und viel Strenge
Ein Vorurteil sicher?
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #2
Hey,

bei den anderen Fragen kann ich leider nicht helfen, aber zu diesem Punkt hier
Einmal begonnen-immer weitermachen? Oder lassen sich die Hunde davon schnell wieder ab und sind dann mit den anderen Sportarten zufrieden?
vllt. schon;)

Wenn du einmal damit angefangen hast deinen Hund in diese Richtung auszubilden ist es fatal "mittendrin" abzubrechen.
Ich zitiere mich mal frecherweise aus einem anderen Thread selbst:
Da wird Hunden ein Verhalten beigebracht, dass normalerweise nicht erwünscht ist z.B. das Beißen in den Ärmel.
Hunde generalisieren allerdings ziemlich fix.
Das heißt es kann passieren, dass der Nachbar über den Zaun steigt um den Ball seines Kindes wiederzuholen und die Arme hochreißt, wenn der Hund angelaufen kommt - für beide Seiten nicht unbedingt schön.
Ihr müsstet dann dazu bereit sein wirklich die komplett aufwändige Ausbildung mit ihm zu durchlaufen. Mit zwischendurch mal auf dem Platz "am Ärmel üben" lassen ist es damit nämlich nicht getan.
Im schlimmsten Falle erzieht man sich durch sowas einen Lustbeißer, der irgendwann Spaß am Beißen hat.

Aber speziell dazu werden sich bestimmt noch mal die Experten zu Wort melden.[VERSTECK]Foss und Warp-One und Suno z.B. :mrgreen: [/VERSTECK]
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #3
Huhu,

vom Schutzhundesport direkt habe ich nur bedingt wissen (da ich ihn eben nicht betreibe). Habe aber nach einer Hundemesse mehrmals mit einem Schutzhundeausbildungsverein aus meiner Umgebung gesprochen, die damals ihre Zöglinge vorgestellt haben. Man merkte auf jeden Fall, dass es so einen gewissen Kreis an Rassen gibt, die "immer" oder "bevorzugt" da sind (z.B. Schäfis und Dobis). Einer der Trainer meinte noch stolz (ich sagte in Bezug auf Hanna - die aber an dem Tag nicht dabei war, weswegen er sie nicht sehen konnte -, dass meine Hunde wohl eher zu klein und zu alt (Jerry) sind), dass sie "auch mal einen Labrador" aufnehmen :lol:
Jerry wäre damit eindeutig zu alt gewesen (sagten sie mir auch so), aber zumindest die nehmen Hunde bis 4 Jahre auf, wenn es professioneller mit Prüfungen und Turnieren und allem drum und dran sein soll. Idealerweise natürlich Welpen- und Junghundalter.

Die benutzen keine dieser "Methoden", aber es war schon deutlich eine Männerdomäne, also weichlich bzgl. rauem Ton sollte man vermutlich nicht sein.

Die Dobi-Halter, die ich kenne, sind alle nicht im Schutzhundverein. Halte also den Zwang erstmal für ein Gerücht. Aber wenn man sich einen Sport aussucht, bietet sich dieser vermutlich am besten an. Da du ja keinen ganz jungen haben wirst, sieht du ja auch, ob das wirklich sein muss. Ich halte Dobis aber auch für zu intelligent, agil und sensibel, als dass man sie nur darauf reduzieren könnte.

Zum Rest kann ich nicht viel sagen. Zumindest meine Hunde sind nicht so drauf, dass sie später nicht mehr von Sportarten ablassen können, die ich aus bestimmten Gründen nicht mehr mache. Habe aber auch nichts davon professionell gemacht.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #4
Die Dobi-Halter, die ich kenne, sind alle nicht im Schutzhundverein. Halte also den Zwang erstmal für ein Gerücht. Aber wenn man sich einen Sport aussucht, bietet sich dieser vermutlich am besten an. Da du ja keinen ganz jungen haben wirst, sieht du ja auch, ob das wirklich sein muss. Ich halte Dobis aber auch für zu intelligent, agil und sensibel, als dass man sie nur darauf reduzieren könnte.

Haben ja durchaus auch den ein oder anderen Dobermann in der Hundeschule in Auslastungskursen und von denen macht keiner Schutzhundesport.
Und die Hunde wirken auch "nur" mit Agi, Longieren etc. extrem gut zufrieden;)
Ein Zwang besteht da mit Sicherheit nicht.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #5
Grüß dich,

Ich selbst liebe Dobis ja und auf dem Platz haben wir 2 Stück, absolute Traumhunde. Jedoch auch teilweise sehr schwer zu händeln. Die Hündin ist sehr sensibel, die muss man fast schon bitten während der Rüde knallhart ist und die Tendenz dazu hat, absolut nicht mehr auszulassen wenn er zu triebig ist. Da steht der Ausbilder dann locker 3 Minuten ruhig da während der Dobi im Anzug hängt und man darauf wartet, das er wieder "runterfährt".
Das Abrufen funktioniert bei dem Rüden sehr sehr schlecht - kann aber halt nur für die beiden aus dieser Erfahrung sprechen.

Hast du denn auch eine Wettbewerbs-Orientierung? Sprich später auch Wettbewerbe gehen oder nur "just4fun" um den Hund auszupowern? Je nachdem ist auch das Alter des Hundes wichtig. Ich denke durchaus, das man auch mit einem älteren Schutzsport ausüben kann, jedoch liegen Welten dazwischen wenn der Welpe bereits an das Raufen mit Beute gewöhnt wurde und der Trieb aufgebaut wurde oder ob der Hund im Alter das Ganze erstmal "nachholen" muss.
Viele nützliche Triebe können in einem bestimmten Alter gefördert werden, was für Wettkämpfe unabdingbar ist.

Wenn man einmal begonnen hat, heisst das keineswegs, das man immer dabei bleiben muss. Man kann einen Sportschutz-Hund auch zurücktrainieren, nur kostet das viel Zeit und manchmal auch eine gute Portion Nerven.

Wie oft du hingehst, hängt natürlich auch vom Alter des Hundes ab. Ich selbst bin 1x/Woche dort und absout zufrieden damit, muss jedoch sagen das ich nen Anreiseweg von einer Stunde habe. Jetzt bei Schienenersatzverkehr sogar 2 Stunden in eine Fahrtrichtung.
Und da bin ich froh, das ich "nur" einmal in der Woche hin muss.

(Gerade ein gut ausgebauter Beutetrieb läßt sich ja prima nutzen und ummützen: Frisbee etc.)

Ich definiere einen guten Verein daran, das sie genau solche Methoden nicht einsetzen - Ausnahme ist da ein Würgehalsband. Wobei wir selbst nur mit Geschirr und normalem Halsband arbeiten, was auch wunderbar klappt.
Am besten suchst du dir im Vorfeld eine HuSchu und läßt dich im Vorraus mit dem Figuranten/Mensch auf ein Gespräch ein. Nicht alle Figuranten haben Dobi-Erfahrung, nicht alle Figuranten haben Herder-Erfahrung. Ein Rottweiler muss ganz anders gehändelt werden als ein Malinois. Und genau da fängt das "Fachwissen" an.

Wenn du nicht mit X arbeiten willst oder über Y dann hat der Figurant das zu respektieren und muss sich eine andere Lösung suchen. Sprich er muss auch auf deine Wünsche/Vorstellungen eingehen können.
Achte darauf, das du einen kompeteten, ehrlichen und durchaus auch strengen Ausbilder findest. Einen, der dich nicht anschreit, der aber durchaus mal die Führung vorgibt und dich selbst dazu bringt, an dir zu arbeiten - verstehst du, was ich meine?

Meiner erlaubt keine Handys am Platz, kein Lästern, kein Stänkern über andere - er wird streng, wenn ich etwas nicht umsetze muss ich einen Kasten Bier springen lassen. Trotz allem lobt er mich jedes Mal am Ende und verpasst mir ein neues Rückgrat, sodass ich mit Freude und einem positiven Lob den Platz verlasse. Das find eich nämlich auch sehr wichtig!
Dauern nur Rumschreien und die Leute zur Sau machen kann jeder - aber ein gesundes Maß zwischen Strenge, Arbeit und Lob find eich sehr wichtig, damit auch der Spaß erhalten bleibt.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #6
Grüß dich,

Ich selbst liebe Dobis ja und auf dem Platz haben wir 2 Stück, absolute Traumhunde. Jedoch auch teilweise sehr schwer zu händeln. Die Hündin ist sehr sensibel, die muss man fast schon bitten während der Rüde knallhart ist und die Tendenz dazu hat, absolut nicht mehr auszulassen wenn er zu triebig ist. Da steht der Ausbilder dann locker 3 Minuten ruhig da während der Dobi im Anzug hängt und man darauf wartet, das er wieder "runterfährt".
Das Abrufen funktioniert bei dem Rüden sehr sehr schlecht - kann aber halt nur für die beiden aus dieser Erfahrung sprechen.

Würdest du bei der Hündin meinen, dass sie den Sport nicht braucht?


Hast du denn auch eine Wettbewerbs-Orientierung? Sprich später auch Wettbewerbe gehen oder nur "just4fun" um den Hund auszupowern? Je nachdem ist auch das Alter des Hundes wichtig. Ich denke durchaus, das man auch mit einem älteren Schutzsport ausüben kann, jedoch liegen Welten dazwischen wenn der Welpe bereits an das Raufen mit Beute gewöhnt wurde und der Trieb aufgebaut wurde oder ob der Hund im Alter das Ganze erstmal "nachholen" muss.
Viele nützliche Triebe können in einem bestimmten Alter gefördert werden, was für Wettkämpfe unabdingbar ist.


Nein habe ich nicht. Kann sich allerdings ja noch entwickeln, wenn ich einmal Blut geleckt habe, keine Ahnung. Glaube es wird ein Hobby bleiben, allgemein Hundesport.


Wenn man einmal begonnen hat, heisst das keineswegs, das man immer dabei bleiben muss. Man kann einen Sportschutz-Hund auch zurücktrainieren, nur kostet das viel Zeit und manchmal auch eine gute Portion Nerven.

Ah, also das meine ich. Dass man mit dem Hund nicht von einem Tag zum nächsten aufhört. Also muss man es zeitintensiv abbauen, gut zu wissen.

Wie oft du hingehst, hängt natürlich auch vom Alter des Hundes ab. Ich selbst bin 1x/Woche dort und absout zufrieden damit, muss jedoch sagen das ich nen Anreiseweg von einer Stunde habe. Jetzt bei Schienenersatzverkehr sogar 2 Stunden in eine Fahrtrichtung.
Und da bin ich froh, das ich "nur" einmal in der Woche hin muss.

(Gerade ein gut ausgebauter Beutetrieb läßt sich ja prima nutzen und ummützen: Frisbee etc.)

Ich definiere einen guten Verein daran, das sie genau solche Methoden nicht einsetzen - Ausnahme ist da ein Würgehalsband. Wobei wir selbst nur mit Geschirr und normalem Halsband arbeiten, was auch wunderbar klappt.
Am besten suchst du dir im Vorfeld eine HuSchu und läßt dich im Vorraus mit dem Figuranten/Mensch auf ein Gespräch ein. Nicht alle Figuranten haben Dobi-Erfahrung, nicht alle Figuranten haben Herder-Erfahrung. Ein Rottweiler muss ganz anders gehändelt werden als ein Malinois. Und genau da fängt das "Fachwissen" an.

Wenn du nicht mit X arbeiten willst oder über Y dann hat der Figurant das zu respektieren und muss sich eine andere Lösung suchen. Sprich er muss auch auf deine Wünsche/Vorstellungen eingehen können.
Achte darauf, das du einen kompeteten, ehrlichen und durchaus auch strengen Ausbilder findest. Einen, der dich nicht anschreit, der aber durchaus mal die Führung vorgibt und dich selbst dazu bringt, an dir zu arbeiten - verstehst du, was ich meine?

Ja ich verstehe. Dass finde ich auch in Ordnung, so ein "Arschtritt".


Meiner erlaubt keine Handys am Platz, kein Lästern, kein Stänkern über andere - er wird streng, wenn ich etwas nicht umsetze muss ich einen Kasten Bier springen lassen. Trotz allem lobt er mich jedes Mal am Ende und verpasst mir ein neues Rückgrat, sodass ich mit Freude und einem positiven Lob den Platz verlasse. Das find eich nämlich auch sehr wichtig!
Dauern nur Rumschreien und die Leute zur Sau machen kann jeder - aber ein gesundes Maß zwischen Strenge, Arbeit und Lob find eich sehr wichtig, damit auch der Spaß erhalten bleibt.

Ich habe mich mit der oben erwähnten Frau auch über den Hund der Schwester meines Freundes unterhalten. Vater wahrscheinlich Arbeitshund, Mutter Begleithund. Ihr Hund bellt gerne mal Fremde auf der Straße an, würde vlt auch zubeißen wenn er könnte oder er meint es müsse sein. Sie muss ständig auf ihn achten, sie sagt selber Spaziergänge sind anstrengend da sie sich immer auf ihn konzentrieren muss, wie er sich wohl fühlt, wie denkt er gerade, usw. Mittllerweile hat sie es schon geschafft, dass sie sich normal mit nem Fremden unterhalten kann. Nur darf der Fremde den Hund nicht anfassen oder gar ansprechen, dann tickt er aus.

Die Frau meinte die solle mit ihren Rüden auch diesen Sport betreiben.

Tja, es könnte meiner Meinung nach zwei was passieren:

Erstens: Der Hund findet den Sport toll, fühlt sich ausgeglichen und ist nicht in den ständigen "Bewachen" Modus.
Zweitens: Der Hund findet den Sport toll, kommt aber nicht davon runter und die Passanten haben gar nichts mehr zu lachen.
Letzteres währe auch ihre Angst. Ich möchte sie nicht dazu überreden, auf keinen Fall. Wenn sie es nicht möchte, dann ist es ok.


Währst du/oder die anderen, der Meinung dass es "top" laufen würde? Oder wie ich 50:50?
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #7
Also ich bin ein Absoluter Gegner von "Schutzhundesport" für Privatpersonen. Auch wenn 1000 mal erzählt wird der Hund ist gekürt und Hessenmeister und bla und laber und Familienverträglich und etc. Ein Schutzhund gehört in die Hände eines Wachmannes zum Objektschutz/Personenschutz oder eines Polizisten als Diensthund. Eben weil ein Schutzhund eine Waffe ist. Egal ob sportlich oder dienstlich ausgebildet.(Wobei da wenig unterschied gemacht wird bis auf die Zivilschärfe und selbst da bin ich mir nicht sicher ob die meisten "Schutzhunde" da nicht auch drauf getrillt werden obwohl es verboten ist)

Wenn du was machen willst was ihn auspowert mach Agility, Dogdance etc. aber keinen Schutzhundesport
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #8
Ich hatte auch mal die verrückte Idee im Wachdienst zu arbeiten.
Aber das Gehalt muss passen, nur finde ich da nichts drüber, wieviel man in den Beruf verdienen kann.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #9
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #10
Es gibt so viele Sachen, die "passieren" könnten, das ist jedoch großteils alles Hund/Ausbilder-abhängig. Es gibt Hunde die in dem Sport aufgehen und klar im Kopf bleiben, es gibt jedoch Hunde die von Anfang an falsch aufgezogen werden - genauso wie es super Ausbilder gibt, die ihr Handwerk verstehen wie auch Ausbilder, die jeden Hund nach ihren persönlichen Vorstellungen "drillen". Gerade in dem Sport ist ein guter Ausbilder enorm wichtig, sonst hat man am Ende einen Hund, mit dem man im schlimmsten Fall selbst nicht klar kommt.

Schutzhundesport kann man durchaus machen - wenn man eben einen guten Ausbilder findet, der dem Hund beibringt, das es "auf'n Platz" zählt. Viele Hunde können sofort unterscheiden, ob sie auf'n Platz arbeiten oder nicht. Ich habe in einem anderen Thread irgendwo mal erwähnt, das ich Schutzhunde kenne da kannst außerhalb des Platzes mit der Beute rumwedeln was du magst, der Hund schaut dich nur doof an. Auf'n Platz gibts aber ne Leistung von 0 auf 100 in wenigen Sekunden.
Gerade in diesem Sport steht und fällt halt sehr viel mit dem Ausbilder.

Deshalb finde ich es auch wichtig, das dir der Mensch erklären kann, welches Verhalten der Hund gerade zeigt, ob der Hund jetzt über den Selbsterhaltungstrieb oder über den Arterhaltungstrieb etc. geht. Das ist alles ein relativ komplexes Thema...da braucht man jemanden, der einem heranführt, der sich auskennt und nicht eine Person, die einem in Grund und Boden schreit.

Off-Topic
Wachdienst ist ein interessanter Beruf, wenn man es manchmal auch gerne rauer mag. Ich bin nicht der Typ Frau, der sich um ihre Fingernägel schert, genauso wenig wie ich vor einem Handgemenge zurückweiche. Das gehört halt alles dazu.
Was würde dich denn an dem Beruf interessieren, black?
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #11
Foss, aber genau das ist doch der Knackpunkt. Einen guten Trainer zu finden.
Off-Topic
hast übrigens ne pn
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #12
Off-Topic
Yay danke, grad gelesen :)


Ich weiß, auch wenn sich vieles schon geändert hat/oder gerade ändert...es kann lange dauern bis man einen guten Trainer findet oder man ist bereit auch notfalls ne längere Strecke zu fahren. Ich habe hier in den zwei Ortschaften rundherum zwei Vereine die Sportschutz anbieten - ich würde dort im Leben nicht hingehen :/
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #13
Wir hatten damals auf dem Platz auch einen Dobi, der hat auch toll gearbeitet, ist aber oft auch "über die Stränge geschlagen" und musste sich oft zwischendurch abreagieren.
Ich kenne aber auch einen Dobi der ZOS macht, der ist wirklich toll, super ausgeglichen und ich mag ihn :)

Mein nächster Hund wird zwar kein Dobi aber ich möchte mit ihm VPG machen und bin auf der Suche nach einem Verein.
Bis jetzt habe ich hier nichts gefunden, überall hieß es "Du bist zu jung, hol dir nicht so einen Hund" oder sie kannten die Rasse nicht und waren dann sowieso dagegen.
Ich suche weiter, vielleicht gibts doch noch vernünftige Plätze :)

Also, wenn du dich für VPG interessierst, dann schaue dir Plätze an, frag ob du zuschauen darfst, ob du öfter kommen darfst und dann vielleicht auch mal mitmachen darfst, wenn du da nicht so interessiert bist, dann such dir etwas anderes, ich finde, man kann einen Dobermann auch anders auslasten, je nachdem was für den Hund das tollste ist ;)
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #14
Ich habe mich mit der oben erwähnten Frau auch über den Hund der Schwester meines Freundes unterhalten. Vater wahrscheinlich Arbeitshund, Mutter Begleithund. Ihr Hund bellt gerne mal Fremde auf der Straße an, würde vlt auch zubeißen wenn er könnte oder er meint es müsse sein. Sie muss ständig auf ihn achten, sie sagt selber Spaziergänge sind anstrengend da sie sich immer auf ihn konzentrieren muss, wie er sich wohl fühlt, wie denkt er gerade, usw. Mittllerweile hat sie es schon geschafft, dass sie sich normal mit nem Fremden unterhalten kann. Nur darf der Fremde den Hund nicht anfassen oder gar ansprechen, dann tickt er aus.

Was wird denn generell mit dem Hund gemacht? Wird er überhaupt irgendwie ausgelastet? Ich meine, man muss ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Falls der Hund nur 2-3x am Tag für eine halbe Stunde rauskommt und sonst gar nichts gemacht wird, dann wäre es vielleicht sinnvoller, überhaupt erstmal was mit dem Hund zu machen, was auch seinen Kopf auslastet (das A und O m.E.). Das können ja aber auch erstmal kleinere Dimensionen sein (guter Hundetrainer mit Einzelstunden + "maßangefertigte" Auslastung) und nicht direkt professioneller Schutzhundesport. Interessant ist es allemal, aber manche Leute müssen dort ja erstmal langsam herangeführt werden.

Währst du/oder die anderen, der Meinung dass es "top" laufen würde? Oder wie ich 50:50?

Ich denke, das hängt auch davon ab, wie man sich außerhalb des Trainings zum Hund verhält. Ich kann jetzt nicht davon ausgehen, dass ich mit dem Hund Sport X betreibe, der seinen Trieb kontrolliert und überlass ihn den Rest der Zeit sich selbst, übernehme keine Führung und lasse ihn machen, was ich will. Da muss man auch danach weiter arbeiten. Also wenn ich da Hanna als Beispiel nehme: Ich kann mit ihr kein Antijagdtraining machen und nach dem Training sagen "so, ab jetzt ists mir egal, was sie macht" - dann würde sie mir natürlich ne Taube zum Abendessen mitbringen. Ich muss trotzdem drauf achten, sie abzurufen oder bei gefährlichen Situationen (eine Scharr Vögel vor uns) acht geben, dass sie konzentriert bei mir bleibt. Selbiges gilt für Jerry. Würde man außerhalb des Trainings nichts machen, würde er vermutlich nicht nur unser Haus bewachen wollen, sondern auch die der Nachbarn.

Ich denke aber schon, dass das Niveau nicht absinken darf. Also du kannst jetzt nicht vom Schutzhundesport zum 3x am Tag Gassi runtergehen. Da wird er mit Sicherheit irre. Das Pensum, was man dem Hund angewöhnt, kann man nicht mehr ohne Weiteres absenken. Man braucht dann schon eine Alternative, die Kopf und Körper ähnlich auslastet und fordert.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #15
Hey,

bei den anderen Fragen kann ich leider nicht helfen, aber zu diesem Punkt hier vllt. schon;)

Wenn du einmal damit angefangen hast deinen Hund in diese Richtung auszubilden ist es fatal "mittendrin" abzubrechen.
So einen Schwachsinn, habe ich selten gehört. :roll: Ein gut aufgebauteter Hund, der über den Beutetrieb gearbeitet wird, beißt nicht einfach so, weil jemand den Arm hochreißt. Warum sollte er? Können deine Hunde ihr Spielzeug auch nicht von einem Arm unterscheiden?

Lustbeißer? Jo, klar - der verfällt in einen richtigen Blutrausch, wenn dir Jemand die Hand geben will.
Habt ihr euch schon mal mit einem Schutzhundler unterhalten? Einen Helfer zu seiner Arbeit befragt? Versucht zu verstehen, WAS da beim Hund abläuft?

Tja, und dann ist da die Frage, was man unter einem Gebrauchshund versteht. Dass ein Dobermann nicht jedem Menschen auf der Straße freundlich entgegen kommt (oder auch beißen würde - denn das tun Hunde, wenn sie sich/etwas verteidigen wollen), finde ich nicht verwunderlich.

 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #16
So einen Schwachsinn, habe ich selten gehört. :roll: Ein gut aufgebauteter Hund, der über den Beutetrieb gearbeitet wird, beißt nicht einfach so, weil jemand den Arm hochreißt. Warum sollte er? Können deine Hunde ihr Spielzeug auch nicht von einem Arm unterscheiden?

Hierzu mal eine kleine Story: Wegas Vater wurde von kleinauf auf'n Platz in diesem Sport geführt, ist nicht mit anderen Hunden verträglich etc. und seit ein paar Monaten sind sie dabei, ihn umzutrainieren. Deshalb, weil die neue Besitzerin ein Kind bekommen hat und der Hund sofort nach dem Arm geschnappt hat, wenn es ein Spielzeug in der Hand hatte.
Als ich beim Welpentreffen war, hat er dieses Verhalten immer noch gezeigt. Kind kam daher, wollte Mutter etwas bringen, und Wegas Vater beisst dem Kind in die Hand als dieses den Arm hebt und am Hund vorbei latscht.

Damit will ich aber weder sagen "der Hund ist böse" oder sonst etwas - ich möchte nur einmal anmerken, das man sich deshalb einen guten (!) Ausbilder und keinen Egomanen suchen soll. Deswegen: Umhören, Reden und Infos suchen, damit man einen uten Trainer bekommt :)
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #17
So einen Schwachsinn, habe ich selten gehört. :roll: Ein gut aufgebauteter Hund, der über den Beutetrieb gearbeitet wird, beißt nicht einfach so, weil jemand den Arm hochreißt. Warum sollte er? Können deine Hunde ihr Spielzeug auch nicht von einem Arm unterscheiden?

Lustbeißer? Jo, klar - der verfällt in einen richtigen Blutrausch, wenn dir Jemand die Hand geben will.
Habt ihr euch schon mal mit einem Schutzhundler unterhalten? Einen Helfer zu seiner Arbeit befragt? Versucht zu verstehen, WAS da beim Hund abläuft?

Foss hat da ja jetzt schon eine kleine Anekdote zu erzählt;)

Aber davon abgesehen:
Doch, mein Hund kann das unterscheiden, aber es ging auch darum was passiert, wenn man mittendrin so eine Ausbildung einfach abbricht ohne sorgfältig wieder "abzutrainieren".
Hunde generalisieren nun mal und manche zu viel...Siehe die Story von Foss.
Das hat auch nichts mit Schutzhundesport zu tun, sondern liegt nun mal in der Natur jedes lernfähigen Lebewesens.

Mit Lustbeißer ist eben auch ein nicht korrekt aufgebauter Hund gemeint, der irgendwann seine Belohnung selbst holt...Und zwar durch das Beißen.
Denn, man merke, das Zubeißen ist ein selbstbelohnendes Verhalten- daher ist ein korrekter Aufbau so wichtig.
Off-Topic

Und ja, ich habe mich bereits mit privaten Schutzhundesportlern befasst und nein, ich finde trotzdem nicht, dass dieser "Sport" in Privathand gehört, da ich inzwischen zu viele Hunde erleben "durfte", die durch diesen Sport vollkommen bekloppt geworden sind, weil nicht richtig mit ihnen gearbeitet wurde, sondern "Ego-Trainer" nicht wussten was sie da tun.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #18
@ Foss: Es kam mir einfach mal als Idee, da ich halt in dem jetzigen Beruf nicht ewig bleiben möchte, gerne was mit Tieren mache, jedoch nicht ins Tierheim zurück kann, im Zoo muss man ne Ausbildung machen die in Bayern ist (zu weit....) und naja, mal gucken was ich noch finde. Da kam mir Wachdienst in den Sinn, da man mit seinem Hund seine Kontrollgänge geht. Was da noch alles auf mich zukommen würde, keine Ahnung. Wenn du mir was drüber erzählen kannst, gerne. Aber ich habe mich nun nur wegen Gehalt versucht kundig zu machen.

@Pewee: Klar, sie macht und trainiert viel mit ihm, macht aber keinen Sport. Sie fährt halt am Fahrrad, geht 2 Stunden spazieren und ihm reicht dass auch. Wenn er getobt hat und die beiden auf dem nach Hause weg sind, dann ist er auch entspannter. Was sie aber genau macht, weiß ich nicht da sie im Westen leben.
Off-Topic
Im August haben wir ihn dann für 10 Tage, ich freu mich schon :)
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #19
Ich denke nicht jeder Dobermann, Schäferhund, Rottweiler oder andere übliche Rassen für Schutzhundausbildungen ist für diese Art Hundesport geeignet.
Ganz schlimm finde ich es, wenn von Züchtern ausdrücklich daraufhin gewiesen wird, das "dies" die einzige vernünftige Auslastung für den Hund sei und bei allen anderen nur aggressiv oder sonst was für tolle schwachsinnige Ausführungen....
...sorry, ich ärgere mich über Bekannte. diese haben mit 15 oder 18 Wochen einen "Beißtest" auf einem Hundeplatz machen lassen.
Daran wollte dann jemand "Geschultes" gesehen haben, das die Hündin geeignet ist.
Nun nach 4 Monaten ist sie 2x die Woche auf dem Platz und kann nur schwer auslassen und runter fahren dauert seeeeehr lange.
Außerdem ist sie sonst ein "Schisser"...wie man so schön sagt, keinesfalls Wesensfest! Könnte da noch einiges zu schreiben, weil mich die Ignoranz und der falsche Stolz der Besitzer so sehr ärgert.
Sowas hat meiner Meinung nach NIX bei einer solchen Ausbildung zu suchen.
Gute Ausbilder zu finden ist mehr als schwierig, dazu kommt dann noch viel das Gequatsche und Aufgepusche von den Hundeleuten drumrum auf dem Platz.
Ich habe tolle Dobis gesehen, die noch während der Ausbildung plötzlich "unfähig" wurden einen normalen Alltag zu bestehen.
Kleine psychische Wracks...den Besitzern wurde sogar angeraten, diese Tiere ins TH oder komplett abzugeben, um mit einem neuen Hund zu starten.
Ihr werdet es vielleicht ahnen, es gibt Menschen, die dieses auch getan haben.

Aber ich habe auch andere super Dobis kennenlernen dürfen, die nach wie vor tolle und verträgliche Hunde blieben. Da waren aber auch die Besitzer immer souverän und wesensstark.... ;)
Ich hatte selbst nur einen Dobi mit Schutzhundausbildung und einen der noch eine "zusätzliche" Ausbildung hatte so richtig auf Menschen zu gehen. :evil:
Meiner Meinung sollten Schutzhundausbildungen nicht für jedermann sein. ich sehe immer das Problem am anderen Ende der Leine....
Das fängt schon damit an, das der Besitzer seinen Hund falsch einschätzt und sich einfach nur gerne damit brüstet, einen "abgerichteten" Hund zu besitzen und stolz zu verkünden, der Hund hätte eine "besondere" Hemmschwelle!

Meine beiden ausgebildeten Dobis habe ich sehr gut mit anderen Dingen auslasten können.
Tricks üben, DummyTraining, Agility in der Natur, clickern, etc.
Clickern war auch eine gute Ablenkung für den Dobi der in bestimmten Situationen anfangs unberechenbar war.
 
  • Dobermann und Schutzhundesport. Beitrag #20
Huhu :)
also zum Schutzhundtraining kann ich nicht viel beitragen. Allerdings kenne ich im Obedience Hunde die sehr wohl VPG machen und Obedience. Oder nach VPG mit Obedience anfangen. Alle haben keine Probleme, es sind Arbeitsfreudige Hunde, Fußarbeit kennen sie und Apportieren meist auch, den Rest beizubringen ist meist kein Problem.
Der Mali Rüde meiner Trainerin macht VPG und Obedience beides in den höchsten Klassen parallel.

In Agility sieht man die doch eher seltener. Ich persönlich würde die Hunde ab 30kg nicht zwingend in Agi ausbilden. (ist aber meine persönliche Meinung).
 
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