Hallo,
Asche auf mein Haupt für den Schreibfehler- es ist natürlich ne Wildratte- keine Farbratte.
Also: Ich selber habe 20 Jahre Rattenerfahrung - auch Wildratten! Leider kann ich hier wegen der Babyfotoregel keine Fotos zeigen.
Habe selber mehrere Jahre in der Notfallvermittlung gearbeitet- also ganz weit hergeholt ist meine Meinung nicht.
eine Wildratte KANN nicht guten Gewissens ausgewildert werden.
Ist es ein Bock, schickt man sie eigentlich direkt in den Tod- egal wie gut man sie "vorbereitet und ausgewildert hat".
Ein Fremdbock wird niemals in einem Rudel aufgenommen- er wird einfach getötet, wenn er sich nicht verjagen lässt. Allerdings wird eine Ratte als soziales tier immer wieder versuchen, Kontakt zu anderen Ratten aufzubauen- also etweder hat man grosses Glück und trifft einen Platz auf dem noch kein Rattenrudel sein Revier hat (und woher will man das wissen) oder man wirft sein mit Mühe gepäppeltes Tierchen in ein Fremdrudel......groß ist die Überlebenschance da nicht.
Ist es ein Weibchen ist die Chance, in ein Wildrudel aufgenommen zu werden größer- aber noch lange nicht gegeben. Immerhin könnte ein Weibchen helfen ,das Rudel zu vergrößern.......aber wenn sie sich auch nur ein bischen falsch verhält beim ersten Treffen (was bei einer Handaufzucht ohne Plan vom Rattigen Sozialverhalten schon wahrscheinlich ist), dann wird erst getötet und dan ngeschaut, was es für ein Geschlecht war.....
Fremdratten in ein Wildrudel einzubringen ist .......absolutes Glücksspiel.
Ich keine keine wildtierauffangstationen die Wildratten auswildern- weil es sich eben "nicht lohnt". Und eben weil sie natürlich auch als Schädlinge gelten.
Meine Freundin, studierte Biologin, ist die Wildtierauffangstation von einem örtlichen Tierschutzverein hier.
Sie päppelt alles - Füchse, Marder, Enten, Gänse, Eichhörnchenn, Hasen, Igel......auch Ratten.
Aber auch bei RAtten kapituliert sie - sie vermittelt sie an absolut erfahrene Rattenhalter in geeignete Haltung und Farbrattenanschluss.
Das "normale" PRozedere bei Wildrattenfunden sieht so aus:
Tier wird gepäppelt bis es alleine frisst, wird behandelt wie eine Farbratte. Angefasst, "normaler" Käfig (also kein Naturnaher)
Wenn es mehrere sind, werden wennn möglcih die Weibchen alle zusammen vermittelt, oder mit Farbrattenbabies im gleichen oder sehr ähnlichen Alter gemischt. und Sie werden nur an bekannte Rattenhalter in reine Weibchenhaltung abgegeben.
Die Jungs werden ALLE Kastriert. Und dann mit Farbrattenbabies gemischt (dies ist ja bis zur 8. Woche relativ problemlos möglich) und dannn auch an sehr erfahrene Rattenhalter vermittelt.
Zur Haltung benötigt man auf jeden Fall einen Vollmetallkäfig, da Wilde sehr viel mehr nagen als Farbratten.
Das Verhalten von Wilden kann sehr unterschiedlcih ausfallen - Handaufzucht hin oder her.
Ich habe Wilde gekannt, die zutraulich waren und geschmust haben wir Farbis. Und ich kannte Wilde, die als Baby superlieb waren und dann ihre natürliche scheu zurückerobert haben. Heißt: Die Tiere waren praktisch nie zu sehen im Käfig, hatten aber ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Farbrattenrudel und waren mit ein paar Tricks händelbar (z.b. rausholen mit Transportbox, Klickertraining).
Es gibt hals soclche, die sich "arangieren" mit den Menschen, und solche, die es komplett ablehnen mit den Menschen was zu tun haben zu wollen.
Trotzdem war es keine Option die Tiere "auszuwildern". Denn ein Wildrudel kann man mit lauter Brüder und schwestern ja auch nicht bilden.
Wollte das nur noch mal klar legen. Wildratten sind immer wieder mal in der Vermittlung.
Conny