Ausbinder

Diskutiere Ausbinder im Pferde Zubehör Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo ihr Lieben, habe gerade diesen Ausbinder gefunden: http://www.zooplus.de/shop/pferde/pferdezubehoer/longieren/112904 Was haltet ihr davon?
  • Ausbinder Beitrag #2
Ich nicht viel, aufgrund der elastischen Verbindungsstücke die immerzu einen gewissen Zug aufs Maul ausüben.
Lieber doppellonge. Das kommt dem Ausbinder oben sehr ähnlich
 
  • Ausbinder Beitrag #3
Ich sehe das wie Beatbonbon.

Zusätzlich halte ich das, was in der Beschreibung "kleine und sanfte Impluse an das Maul" und "permanente, sanfte Hilfengebung" genannt wird, für nicht sehr sanft und pferdefreundlich. Beim Reiten gibt man nach Bedarf Zügelimpulse, nicht permanent ohne Rücksicht darauf, was das Pferd macht und wie es reagiert.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Impulse besonders sanft sind. Die Hinterhand bewegt sich an der Stelle, an der das Geschirr verläuft, ja doch sehr deutlich. Wenn man das mit dem Schließen der Zügelfaust - was in der Regel als Zügelhilfe vollkommen ausreicht - vergleicht, ist das ein himmelweiter Unterschied.
 
  • Ausbinder Beitrag #4
Das ist doch genau so wie die Pessoa Longierhilfe.
Ich finde, das sind immer Abkürzungsinstrumente.

Das Pferd sowie der Mensch sollten das Longieren ordentlich von klein auf an lernen
und nicht durch irgendein Werkzeug die fundierte Ausbildung verkürzen.

Meine Meinung.
 
  • Ausbinder Beitrag #5
da schließe ich mich auch an. beatbonbon hat doppellonge erwähnt. ich finde das ist viel besser, nur habe ich es selbst noch nicht gemacht weil das händling am anfang wohl schwierig ist mit allem so zurecht zu kommen. vll hast jemanden der dich unterstützt oder dir tipps gibt :)
 
  • Ausbinder Beitrag #6
ich hatte gerade die ähnliche Überlegung und bin nach Abwägen allen für und wider zu dem Schluss gekommen, ich lasse mir und dem Eselchen lieber mehr Zeit, als dass ich am Eselchen ws kaputt amche mit Ausbindern oder irgendwelchen Longier Hilfen. Der hat genug, viel zu schnell lernen müssen, der darf jetzt solange Zeit haben, wie er braucht.
 
  • Ausbinder Beitrag #7
Ich hab die Dinger nur gesehen und dachte mir, Hmm ob die wohl so toll sein können...

Danke für Bestätigung:D Wird auf jeden Fall nicht gekauft;)
 
  • Ausbinder Beitrag #8
Ein Schlaufzügel eben, egal ob mit Rolle oder ohne. Schlaufzügel bleibt Schlaufzügel.

Bei über 80% der Reiter, die eine Schlaufzügel oder ähnliches verwenden, wird das Pferd nicht korrekt von hinten nach vorn geritten. Schonend ist das nie. Dem Pferd wird der Kopf einfach runtergezogen.
Aber Ostheopathen, Akkupunkteure, Physiotherapeuten, Tierärzte, Hersteller von Wärmelampen und schonenden Rückenauflagen wollen ja auch leben.

Wer sein Pferd korrekt von hinten nach vorn ausbilden oder korrigieren will braucht eigentlich nur 2 Stretchbandagen (Kosten 5-9€) als Körperband gebunden und evtl. noch einen sehr locker verschnallten Wienerzügel. Das sieht aber bei Weitem nicht so cool aus, wie ein Schlaufzügel.

Der alte Satz meines ersten Reitlehrers 'Je mehr Leder am Pferd, je schlechter der Reiter', greift auch hier.
 
  • Ausbinder Beitrag #9
Machtnix, magst du mal kurz erläutern mit den Stretchbandagen?
Bin nämlich sehr deiner meinung mit dem was du da sagst.
Wie machst du das mit den Strechbandagen und keine Panik, ich mach nix was ich nicht kann, also ich mach keine Experimente mit meinem Eselchen, ich mags nur wissen.
 
  • Ausbinder Beitrag #10
Kein Problem Jefferson. Die Sache mit den Stretchbandagen ist gar nicht schwer. Wer ein klein wenig Ahnung hat, kann das auch ruhig probieren, da es sich um eine wirklich sanfte Trainingsethode handelt, bei der man wenig fasch machen kann.

Wichtig ist, dass man 2 superelastische Bandagen nimmt.
Das Pferd sollte vorsichtig daran gewöhnt werden, dass es hinten berührt wird. Mit der Hand abstreichen und dann locker einen Strick um die Krupe legen - oberhalb des Sprunggelenks. Da ich weiß, dass du einen Blüter hast, musst du dir bei der Vorbereitung sehr viel mehr Zeit nehmen, denn Blüter reagieren manchmal auf Druck mit Hektik und das muss unbedingt vermieden werden. Ein hektisches oder ängstliches Pferd lernt nicht und das Pferd soll diese Trainingsart als angenehm und nicht als beängstigend empfinden, denn die Arbeit it dem Körperband ist noch für andere sehr wichtie Dinge gut.
Wenn du also den Strick um die Kruppe gelegt hast, halte diesen mit der Hand auf dem Rücken zusammen und führ das Pferd, ganz ohne Druck. Das Pferd soll sich einfach an die Reibung dort hinten gewöhnen und sich eher eingerahmt und sicher fühlen. Oft reichen ein paar Schritte.

Beherrscht das Pferd dieses, beginnst du mit dem eigentlichen Körperband. Beide Bandagen werde am Gurt befestigt. Ich longiere grundsätzlich mit Sattel und Longiergurt darüber. Ein gut sitzender Sattel ist einfach die beste Druckverteiung auf dem Pferderücken.
Die Bandagen werden nach hinten geführt und zusammengeknotet. Sie sollen oberhalb der Sprunggelenke liegen. Die Bandagen müssen so stramm sein, dass sie nicht über die Sprunggelenke rutschen können, wenn das Pferd das Hinterteil mehr einzieht (Hüfte bei aufen abkippt). Sie dürfen auch nicht so stramm sein, dass permanent ein solcher Druck entsteht, dass dem Pferd quasi die Hinterbeine unter den Körper gezogen werden. Das Pferd soll nicht mit permanent aufgewölbten Rücken laufen, gewollt ist ein An- und Abspannen der Bauchmuskulatur und nicht das Verspannen. Daher ist ja Stretch so wichtig. Der Schweif wird über das Körperband gelegt.
Dann beginnt schon das Longieren. Die meisten Pferde reagieren darauf schon mit sehr schneller Lösung und Hinterhandaktivität. Damit das Pferd den Hals fallenlässt, ist dann meist nur noch geschicktes Longieren mit Biegung des Halses und Peitscheneinsatz an der Schenkellage (Biegen) notwendig. Sollte das Pferd darauf nicht reagieren (meist Unterhalspferde), kann man einen Dreieckszügel in Wienerzügelverschnallung verwenden.
Der Dreieckszügel wird so verschnallt, dass das Pferd Kopf und Hals weit heben kann, den Unterhalsmuskel aber nicht herausdrücken kann. Bisher hatte ich noch nie ein Pferd, das sich nicht nach kurzer Zeit vorne schön gedehnt hat und hinten aktiv weitergelaufen ist (kein Kippen auf die VH).

Man kann dann auch mit dem Körperband reiten, bei korrekter Schenkellage stört das überhaupt nicht. Bei Reiten ist das Körperband zudem Hilfreich für Übungen wie Schulter vor, Rückwärtsrichten und alle Übungen, die eine gute HH Koordination benötigen. Die meisten Pferde haben keine Idee über ihre eigenen Ausmaße. In Kombination mit den richtigen Bodenarbeitsübungen kann man dem Pferd auch hier helfen und die Pferde bekommen eine gute Koordination der HH und eine Idee über die eigenen Ausmaße. Das erleichtert sehr viele Übungen, da die HH vom Pferd nicht 'vergessen' und mitgeschleift wird.
 
  • Ausbinder Beitrag #11
Hallo machtnix,

danke für die ausführliche Erläuterung. Ich sprech mal mit meiner Reitlehrerin. Die macht das bislang alles super mit mir und dem Eselchen, wir behandeln den mehr oder weniger, als wäre er nicht eingeritten und machen alles von ganz vorne mit ihm.
ich versuch mal ihr zu erläutern was du geschrieben hast, bzw. evtl. kennt sie das ja auch. Wir longieren jetzt auch mit Sattel und das mit hektisch und ängstlich war auch mein/unser erstes Projekt mit dem Eselchen, immer erst mal schauen, dass er sich entspannt und das Training annimmt. Is viel geduld und Training, aber wir kommen langsam aber sicher hin.

Ich berichte weiter.

Danke für deine Mühe, das alles so ausführlich zu erläutern, ich find, das hört sich extrem sinnvoll an.
 
  • Ausbinder Beitrag #12
@ Jefferson
Hast eine PN mit Bodenarbeitsübungen, zur Vorbereitung. Diese Übungen sind sicher auch sonst sehr gut für dein Pferd.
 
  • Ausbinder Beitrag #13
darf ich dich mal umarmen? DANKEEEEE!!!! :)
 
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