Haltung im Terrarium:
Nicht allein die Größe der Individuen sondern auch deren Aktivität verlangt einen entsprechend großzügigen Behälter. Auch im Landhabitat zeigt sich Triturus cristatus recht aktiv und benötigt entsprechend viel Platz.
Wichtiger noch als die angebotene Fläche ist die Struktur der Einrichtung. Das Aquarium sollte mit vielen Verstecken und natürlichen Wasserpflanzen versehen sein. Macrophytenfreie Gewässer werden gemieden und es scheint auch bei der Haltung so zu sein, dass die Tiere wesentlich leichter in Fortpflanzungsstimmung kommen, wenn Wasserpflanzen vorhanden sind, die wahrscheinlich olfaktorisch wahrgenommen werden. Bevorzugte Ablaichpflanze im natürlichen Habitat ist die Flutende Wasserschwade, Glyceria fluitans, sofern diese vorhanden ist. Obgleich die Tiere im Wasser sehr behände und gute Schwimmer sind, sollte die obligatorische Schwimminsel nicht weggelassen werden auf die sich geschwächte Tiere zurückziehen. Der Wasserstand sollte nicht unter 30 cm Höhe liegen. Der hohe Futterbedarf und Stoffwechsel macht eine gute biologische Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel notwendig. Auf Grund der vorhandenen Pflanzen ist eine Belichtung des Beckens vorzusehen, die entweder natürliches Sonnenlicht oder aber elektrische Lampen nutzt. In jedem Fall sollte aber eine Aufheizung des Beckens über 18°C vermieden werden. Eine Abdeckung ist unerlässlich. Ein entsprechend großer Behälter kann als Aquaterrarium eingerichtet werden. Zweckmäßiger hat sich allerdings die getrennte Einrichtung von Aquarium und Terrarium erwiesen. Auch der Landteil sollte reichlich gegliedert sein, um ausreichend Unterschlupfmöglichkeit für die Tiere zu bieten. Der Bodengrund sollte leicht feucht sein, niemals jedoch nass. Da für den Wasserhaushalt eines derartigen Terrariums vor allem die Luftfeuchtigkeit der Umgebung ausschlaggebend ist, können hierzu keine absoluten Angaben gemacht werden. Grundsätzlich ist Triturus cristatus an verhältnismäßig kühle, feuchte Habitate angepasst. Auch die maximalen Sommertemperaturen erreichen kaum Werte über 18°C und liegen nachts mit 14-16°C deutlich darunter.
In der Zeit von Ende November bis Anfang März werden die Tiere überwintert. Hierfür ist eine Temperatur von 4-5°C anzustreben.
Als Futter eignen sich vor allem kräftigere Brocken wie: Tauwürmer, Regenwürmer, Wachsraupen, Fliegenmaden, Mehlwürmer, Heimchen. Futterpräparate, totes Futter oder gefrorene Organismen werden im allgemeinen nicht akzeptiert.