Leider viele Parallelen
Ich möchte hier wirklich keine Panik schüren oder falsche Behauptungen verbreiten, aber ich kann jedem nur raten, beim Einsatz von Metacam vorsichtig zu sein, aber wahrscheinlich muß man das bei jedem Schmerzmittel. Folgendes Drama ist uns gestern passiert: Unser 14 Jahre alter Dackel 'Mausi' hatte sich eine kleine Augenverletzung zugezogen. Normalerweise ist sowas nicht so schlimm, aber bei Mausi war die Sache etwas problematisch, weil sie Cortison gegen ihre Dackellähme bekam. Cortison verhindert die Wundheilung und kann in einem solchen Fall schnell zum Verlust des Auges führen. Also mußte das Cortison abgesetzt werden. Um Mausi's Schmerzen auf ein Minimum zu reduzieren bekamen wir von unserem Tierarzt Metacam Tabletten mit. Nach drei Tagen wurde unser Schatz plötzlich apathisch und pinkelte schließlich mehrmals auf den Teppich. Wir dachten uns nichts dabei, denn so hatte sie auch damals reagiert, als ihre Rückenschmerzen das erste Mal auftraten. Am gleichen Abend, also gestern, mußte sie sich schließlich 3 Mal innerhalb von 2 Sunden schwallartig übergeben. Auch das versetzte uns leider nicht in Panik, denn der Tierarzt hatte uns gewarnt, dass Metacam mehr oder weinger stark auf den Magen gehen könnte. Mausi schlief dann erschöpft neben uns auf dem Sofa ein. Als ich sie schließlich vor dem Zubettgehen nochmal richtig knuddeln wollte, war sie tot. Ich habe so ein schlechtes Gewissen. Warum habe ich ihren Zustand nicht richtig gedeutet? Was soll ich bloß ohne meinen Schatz tun? Sie war in den letzten 14 Jahren immer für mich da. Mausi war der liebste und loyalste Hund, den man sich vorstellen kann, und ich habe sie so erbärmlich im Stich gelassen, als sie mich wirklich gebraucht hätte. Für mich war sie mein bester Freund und ein Familiemitglied und jetzt ist sie nicht mehr da...
Natürlich, Mausi war ein alter Hund und sicherlich auch nicht mehr die Fitteste. Es gibt wahrscheinlich einige mögliche Ursachen für ihren Tod. Meine Familie glaubt, dass sie einfach eingeschlafen ist, und dieser sanfte Tod ist uns allen ein Trost, aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass ihr Ableben irgendetwas mit diesem Medikament zu tun hat, und so bin ich schließlich, nach einer schlaflosen Nacht, auf dieser Seite gelandet. Vielleicht bin ich ja paranoid, aber die Parallelen, das Urinieren und heftige Übergeben genauso wie der plötzliche Tod nach der Metacam Einnahme sind schon sehr auffällig. Ich kann nur jedem raten beim Einsatz von Schmerzmitteln generell sehr vorsichtig zu sein, Beipackzettel gründlich zu lesen, und vor allem seinen Hund genauer umd kritischer zu beobachten, als ich das tat. Für Mausi kommt diese Einsicht leider zu spät, und das werde ich mir nie verzeihen. Sie hätte bestimmt noch 2 gute Jahre haben können, wenn ich nicht so ein Idiot gewesen wäre. Mausi wurde 14 Jahre alt. Ob Metacam ihren Tod verursacht hat, weiß ich nicht und auch die Tierklinik nimmt eher Altersschwäche als mögliche Ursache an. Ihr Auge war fast abgeheilt, eine Infektion ist also auszuschließen. Es konnten auch keine Bakterien im Auge festgestellt werden. Ich wünschte mir, ich könnte die Sache mit dem Einschlafen glauben, aber jetzt, nachdem ich diesen Thread gelesen habe, kommen mir zunehmend Zweifel.