- darf ich jammern? Beitrag #1
E
EpiErich
- Beiträge
- 36
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallo ihr Lieben,
manche von euch haben vielleicht schon von mir und meinem Kater gelesen.
Wir haben es momentan nicht so leicht. Und da ich weiß, dass hier ganz viele und ganz tolle Leute rumhängen hoffe ich von euch ein paar nette Worte zu hören, die mir das Durchhalten etwas erleichtern.
Unser Erich ist ja nun erst seit Anfang September bei uns. Er ist Epileptiker und im Tierheim sagt man uns 'der ist gut eingestellt und verträgt die Medis gut und hatte den letzten Anfall vor ca. 8 Wochen'. Wir also ein bisschen in die Materie eingelesen, viele Berichte verfolgt und für uns festgestellt, kriegen wir hin, der hats verdient dass er ne Chance kriegt. Insgeheim hatten wir gehofft, dass er bei uns wenn er Ruhe hat ein wenig aufblüht, da im Tierheim ja immer mehr Stress für die Tiere ist.
So, nun ist das noch gar nicht lange her, aber von Aufblühen ist keine Spur, vielmehr geht es immer weiter abwärts. In zwei Monaten war er drei mal über Nacht in der Klinik wegen Epi Anfällen. Außerdem hat er vom ersten Tag an sehr schlecht gefressen. Nicht die leckersten Sachen für die andere Katzen töten würden, möchte er. Nimmt keine Milch, keine Leckerchen, Leberwurst, Hackfleisch, nix. Auch beim normalen Futter ist er sehr sehr wählerisch. Daher müssen wir ihm seine Tabletten ins Maul geben. Das erträgt er zwar, fängt aber natürlich mittlerweile an uns doof zu finden. Er lässt sich nicht streicheln und klar, wenn man das Ärgern bei den Medis weder mit Futter noch mit Streicheleinheiten wieder gut machen kann würde ich diese doofen Menschen auch blöd finden. Nun hat er mich heute morgen als ich ihn geschnappt hab das erste mal angefaucht, was mir einen richtigen Stich versetzt hat und worüber ich auch jetzt noch traurig bin.
Weiter geht es mit der ständigen Sorge wenn ich die Haustür aufschließe. Ist alles gut und er schläft in seinem Körbchen, oder liegt er wieder in einer Ecke und krampft? Kann ich ihn heute alleine lassen? Passiert was schlimmeres, hat er vielleicht einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bei einem Krampf und stirbt?
Dass das so belastend ist hätte ich nicht gedacht. Von der Aussage im Tierheim er sei gut eingestellt sind wir lange weg und es ist auch keine Besserung in Sicht.
Seine Medikamente machen ihn zudem sehr belämmert. Er schläft mindestens 20 Std./pro Tag was ja sogar für Katzen zu viel ist.
Und seit einigen Wochen macht er ja auch auf den Boden. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass dies weder an Sauberkeit, Größe oder Höhe und Anzahl der Klos hängen kann. Das Streu kann es auch nicht sein. Er möchte nur scheinbar jeden Haufen an eine andere Stelle machen und es hilft auch nix wenn sofort sauber gemacht wird, der nächste Haufen ist garantiert auf dem Boden.
Hierfür meinte unser TA heute (organisch ist übrigens alles i.O.), dass durch die Tabletten die er bekommt diese Verwirrtheit kommen kann, dass er einfach nicht mehr überreißen kann wo das Klo anfängt und wo es aufhört.
Jetzt bekommt er ab heute noch Tabletten gegen Demenz, die das Gehirn mehr durchbluten sollen, damit er wieder besser mitdenken kann.
Das wiederum bedeutet noch mehr Tabletten, noch länger festhalten, noch genervtere Katze, noch traurigere Besitzerin...
Ich bin momentan einfach an Ende. Mein Freund und ich machen abends eigentlich nichts anderes mehr als nur zu kucken, macht er auf den Boden? Hat er gefressen? Geht es ihm gut?
Mann, ich dachte wir tun ihm etwas Gutes wenn wir ihn holen, aber mittlerweile tut er uns leider überhaupt nicht mehr gut.
Mir wiederstrebt es ein Tier wieder ins Tierheim zu geben nur weil ich es nicht gebacken kriege, aber ganz ehrlich gesagt, wir sind so fertig, dass wir darüber tatsächlich nachdenken. Und das macht mich noch trauriger. Ich hatte schon viele Katzen und auch die waren zum Teil schwer krank, aber ich habe sie immer begleitet bis zum Schluss weil man das eben einfach so macht.
Aber er macht es einem so schwer und dabei kann er ja gar nichts dafür, aber wir können ihm auch einfach nicht helfen. Es gibt keine andere Behandlungsmethode. Wie soll es also besser werden?
So, das ist jetzt ein eeeecht langer Text und danke jedem der ihn gelesen hat:clap:
Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben weil ich sonst nicht weiß wohin mit mir...
Liebe Grüße an euch alle!
Lena
manche von euch haben vielleicht schon von mir und meinem Kater gelesen.
Wir haben es momentan nicht so leicht. Und da ich weiß, dass hier ganz viele und ganz tolle Leute rumhängen hoffe ich von euch ein paar nette Worte zu hören, die mir das Durchhalten etwas erleichtern.
Unser Erich ist ja nun erst seit Anfang September bei uns. Er ist Epileptiker und im Tierheim sagt man uns 'der ist gut eingestellt und verträgt die Medis gut und hatte den letzten Anfall vor ca. 8 Wochen'. Wir also ein bisschen in die Materie eingelesen, viele Berichte verfolgt und für uns festgestellt, kriegen wir hin, der hats verdient dass er ne Chance kriegt. Insgeheim hatten wir gehofft, dass er bei uns wenn er Ruhe hat ein wenig aufblüht, da im Tierheim ja immer mehr Stress für die Tiere ist.
So, nun ist das noch gar nicht lange her, aber von Aufblühen ist keine Spur, vielmehr geht es immer weiter abwärts. In zwei Monaten war er drei mal über Nacht in der Klinik wegen Epi Anfällen. Außerdem hat er vom ersten Tag an sehr schlecht gefressen. Nicht die leckersten Sachen für die andere Katzen töten würden, möchte er. Nimmt keine Milch, keine Leckerchen, Leberwurst, Hackfleisch, nix. Auch beim normalen Futter ist er sehr sehr wählerisch. Daher müssen wir ihm seine Tabletten ins Maul geben. Das erträgt er zwar, fängt aber natürlich mittlerweile an uns doof zu finden. Er lässt sich nicht streicheln und klar, wenn man das Ärgern bei den Medis weder mit Futter noch mit Streicheleinheiten wieder gut machen kann würde ich diese doofen Menschen auch blöd finden. Nun hat er mich heute morgen als ich ihn geschnappt hab das erste mal angefaucht, was mir einen richtigen Stich versetzt hat und worüber ich auch jetzt noch traurig bin.
Weiter geht es mit der ständigen Sorge wenn ich die Haustür aufschließe. Ist alles gut und er schläft in seinem Körbchen, oder liegt er wieder in einer Ecke und krampft? Kann ich ihn heute alleine lassen? Passiert was schlimmeres, hat er vielleicht einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bei einem Krampf und stirbt?
Dass das so belastend ist hätte ich nicht gedacht. Von der Aussage im Tierheim er sei gut eingestellt sind wir lange weg und es ist auch keine Besserung in Sicht.
Seine Medikamente machen ihn zudem sehr belämmert. Er schläft mindestens 20 Std./pro Tag was ja sogar für Katzen zu viel ist.
Und seit einigen Wochen macht er ja auch auf den Boden. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass dies weder an Sauberkeit, Größe oder Höhe und Anzahl der Klos hängen kann. Das Streu kann es auch nicht sein. Er möchte nur scheinbar jeden Haufen an eine andere Stelle machen und es hilft auch nix wenn sofort sauber gemacht wird, der nächste Haufen ist garantiert auf dem Boden.
Hierfür meinte unser TA heute (organisch ist übrigens alles i.O.), dass durch die Tabletten die er bekommt diese Verwirrtheit kommen kann, dass er einfach nicht mehr überreißen kann wo das Klo anfängt und wo es aufhört.
Jetzt bekommt er ab heute noch Tabletten gegen Demenz, die das Gehirn mehr durchbluten sollen, damit er wieder besser mitdenken kann.
Das wiederum bedeutet noch mehr Tabletten, noch länger festhalten, noch genervtere Katze, noch traurigere Besitzerin...
Ich bin momentan einfach an Ende. Mein Freund und ich machen abends eigentlich nichts anderes mehr als nur zu kucken, macht er auf den Boden? Hat er gefressen? Geht es ihm gut?
Mann, ich dachte wir tun ihm etwas Gutes wenn wir ihn holen, aber mittlerweile tut er uns leider überhaupt nicht mehr gut.
Mir wiederstrebt es ein Tier wieder ins Tierheim zu geben nur weil ich es nicht gebacken kriege, aber ganz ehrlich gesagt, wir sind so fertig, dass wir darüber tatsächlich nachdenken. Und das macht mich noch trauriger. Ich hatte schon viele Katzen und auch die waren zum Teil schwer krank, aber ich habe sie immer begleitet bis zum Schluss weil man das eben einfach so macht.
Aber er macht es einem so schwer und dabei kann er ja gar nichts dafür, aber wir können ihm auch einfach nicht helfen. Es gibt keine andere Behandlungsmethode. Wie soll es also besser werden?
So, das ist jetzt ein eeeecht langer Text und danke jedem der ihn gelesen hat:clap:
Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben weil ich sonst nicht weiß wohin mit mir...
Liebe Grüße an euch alle!
Lena