Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm?

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Hallo zusammen, wir waren vor einer Woche beim Tierarzt, weil mein Hund (Tommi) Zahnschmerzen hatte, ihm wurden dann auch gleich ein paar Zähne gezogen. Als wir ihn dann wieder abholten, ging es ihm richtig gut, er freute sich uns zu sehen und daheim wollte er sofort fressen, was er natürlich noch nicht durfte.
Einen Tag später ging es ihm dann schlecht. Er freute sich nicht mehr, fraß nicht mehr viel und einen Tag später fing er dann auch an gelben Schleim zu erbrechen und hatte Verstopfung. Wir haben uns natürlich Sorgen gemacht und sind am nächsten Tag gleich zum Tierarzt. Der untersuchte ihn und fand heraus, dass er eine vergrößerte Prostata hat, also spritzte er ihm was, womit es ihm besser gehen müsste. Das war leider nicht der Fall. Drei Tage später gingen wir also wieder zum Tierarzt. Wieder untersuchte der Tierarzt ihn, und sagte, dass seine Prostata abgeschwollen war. Also lag das Übergeben nicht daran. Er stellte außerdem fest, dass er Blut im Kot hatte. Tommi bekam dann Infusionen, da er ja sonst austrocknet. Er nahm dann auch Blut ab und machte das kleine Blutbild, wo sich rausstellte, dass alles okay war, bis auf die Leukozyten. Er meinte, dass Tommi wahrscheinlich eine Entzündung hatte. Nichts schlimmes. Und er spritzte ihm Antibiotikum, womit es ihm dann auch besser ging und er einen Tag nicht mehr erbrechen musste. Der Tierarzt meinte aber, dass wir am nächsten Tag wieder herkommen sollten, damit er noch eine Infusion bekommt. Bei der Infusion musste er sich dann übergeben. Der Tierarzt sagte, dass er erstmal nichts mehr zu fressen bekommen sollte und nur Schwarztee zu trinken bekommen sollte (weil er das nur im Notfall trinkt).
Also mussten wir die nächsten zwei Tage nochmal kommen. Da unser Tierarzt auf Fortbildung war, war nur seine Vertretung da.
Am zweiten Tag, nachdem Tommi seine Infusionen bekommen hatte, sagte der Vertretungsarzt, dass wir am Montag nochmal kommen sollen, und, dass sie ihn dann röntgen, da er glaube, Tommi hätte einen Tumor, der auf den Magen drückt. Und wenn er das hätte, müsste er eingeschläfert werden.

So, jetzt meine Frage: Kann es wirklich sein, dass das an einem Tumor liegt? Hatte jemand von euch, schon mal einen ähnlichen Fall? Könnte es auch an etwas anderem liegen? Und was für eine Entzündung könnte das sein?
Ich hoffe ihr könnt mir schnell helfen, da ich mir echt richtig Sorgen mache und nicht will, dass Tommi eingeschläfert wird. :(

Danke
 
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  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #2
So, jetzt meine Frage: Kann es wirklich sein, dass das an einem Tumor liegt? Hatte jemand von euch, schon mal einen ähnlichen Fall? Könnte es auch an etwas anderem liegen? Und was für eine Entzündung könnte das sein?
Ich hoffe ihr könnt mir schnell helfen, da ich mir echt richtig Sorgen mache und nicht will, dass Tommi eingeschläfert wird. :(

Exakt den selben Fall hatte bestimmt noch niemand. Sicher könnte es ein Tumor sein. Aber bestimmt auch noch tausend andere Sachen. Warte doch erstmal das Röntgen ab. Dann kann man immer noch weiter sehen. Ans einschläfern würde ich nicht gleich denken. Holt euch mit dem Röntgenbild noch eine weitere Meinung ein. Wie alt ist denn der Hund überhaupt?
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #3
Wie oft erbricht er sich denn und ist es immer zu ähnlichen Zeiten?

Gelber Schleim deutet auf einen übersäuerten Magen hin, das kann z.B. auch passieren, wenn der Hund lange nichts frisst. Falls er nichts fressen mag würde ich das Problem erstmal weiterhin bei den Zähnen vermuten, vielleicht hat er noch Schmerzen von der Zahn-Op oder es wurde etwas übersehen.

Wenn er gut frisst und die Zähne okay sind wäre die nächste (wahrscheinliche und harmlose) Lösung, dass er vielleicht eine Gastritis hat oder nach der OP allgemein zu einem übersäuerten Magen neigt. Dem kann man entgegen wirken indem man die Mahlzeiten auf mehrere, kleinere Portionen aufteilt, bzw in schlimmeren Fällen Magensäure-bindende Medikamente gibt.

Der Tierarzt sagte, dass er erstmal nichts mehr zu fressen bekommen sollte
Das finde ich einen seltsamen Rat für einen Hund mit übersäuertem Magen, denn wenn der Hund nichts frisst staut sich die Magensäure nur noch mehr.
und nur Schwarztee zu trinken bekommen sollte (weil er das nur im Notfall trinkt).
Dem Hund nur Tee anzubieten, obwohl man weiß dass er dann nur sehr wenig ("im Notfall") trinkt finde ich überhaupt nicht gut. Warum sollte man einen Hund der durch das Erbrechen doch schon Flüssigkeit verliert auch noch vorsätzlich dehydrieren indem man ihm kein vernünftiges Wasser gibt?

Gegen Tee ist grundsätzlich nichts einzuwenden, ich würde jedoch auch dabei eher auf Kräuter- und Früchtetees ausweichen und nicht den aufputschenden, aber wenig gesundheitsförderlichen Schwarztee geben (Kamillen- oder Melissentee wären sehr viel sinnvoller).

Neben dem Tee sollte trotzdem immer ausreichendes Wasser bereitstehen, damit der Hund vernünftig trinkt.

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Falls das Erbrechen übrigens trotz gutem Appetit und Ernährungsumstellung nicht verschwindet, dann erst würde ich größere, weitergehende Diagnostik in Betracht ziehen.
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #4
Also ich würde auch mal den Tierarzt wechseln.
Schwarztee für Hunde halte ich für ungeeignet, Kamillentee kann helfen. Zudem langsamer Kostaufbau mit Reis, Hüttenkäse, Hähnchen, Möhren und zwei bis drei kleine Mahlzeiten.. Wasser sollte er auch trotzdem bekommen.
Wieso man sofort Einschläferung in den Mund nimmt, obwohl keine Diagnostik gelaufen ist, ist mir schleierhaft.
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #5
Huhu,

ich hätte auch zunächst an Übersäuerung gedacht. Theoretisch kann Erbrechen und Appetitlosigkeit auch durch die Bauchspeicheldrüse kommen, das hätte im Blutbild aber festgestellt werden müssen (sofern entsprechend untersucht wurde, wenn nicht würde ich nochmal eines machen lassen, bei dem die Organwerte mit geprüft werden). Solange da alles soweit in Ordnung ist würde ich zuerst einmal von der »einfachen« Lösung ausgehen und nicht gleich vom schlimmsten.
Das Blut im Stuhl kann von der Verstopfung kommen, manchmal platzen dann beim Drücken Äderchen und das Blut kommt mit raus. Das kommt darauf an, wie viel es war.
Ich würde ihm auch uneingeschränkt Wasser anbieten, zusätzlich Kamillen- oder Fencheltee und vielleicht erstmal Schonkost geben, falls der Magen durch das Erbrechen gereizt ist. Das Röntgen kann man bei Indikation ja machen lassen, ich würde aber erstmal davon ausgehen, dass dabei nichts gefunden wird und bis das nicht gemacht ist erstmal davon ausgehen, dass der TA nichts findet. Erstmal ruhig bleiben, noch steht ja nichts fest ;).
Eine zweite Meinung würde ich mir allerdings auch holen, weil ich es grundsätzlich schwierig finde, wenn bei Verdacht auf eine Entzündung einfach mal ABs gegeben werden und nicht die Ursache gesucht wird. Auch der Tipp mit dem Tee ausschließlich und er solle wenig trinken erscheint mir merkwürdig.

Gute Besserung!
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #6
Hallo,

Unser erster Hund hat sehr oft gelben Schleim erbrochen.

Bei einer Endoskopie wurde dann Helicobacter im Magen und Dünndarm festgestellt.
Das lässt sich sehr gut mit 2 verschiedenen Antibiotika und einem Magenschutzpräparat behandeln.
Ich würde mir aber überlegen, den TA zu wechseln.
Diese Aussagen sind doch etwas "seltsam"...

Alles Gute für Deinen Schatz

L.G.
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #7
Danke für die ganzen Antworten.
Er hatte leider einen bösartigen Tumor + Magenschleimhautentzündung und wurde am Montag eingeschläfert.
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #8
Oh Gott, damit habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet.
Das tut mir sehr leid.
Ich wünsche dir viel Kraft in der schweren Zeit.

Stille Grüße,
Schatti
 
  • Hund erbricht gelben Schleim - ist das wirklich so schlimm? Beitrag #9
Damit hätte ich nun auch nicht gerechnet...

Es tut mir unendlich leid.

Herzlichst:

Brigitte
 
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