Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum

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  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #1
SoylentGreen

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Hallo !

Ich brauche ganz dringend eure Hilfe !
Es geht um meinen Ponywallach, er ist 19 Jahre alt.
Im letzten Winter grassierte im Stall ein Infekt, der durch Husten, Schnupfen, Fieber und dicke Beine gekennzeichnet war. Alle Pferde konnten therapiert werden, nur bei meinem Wallach half leider nichts.

Zunächst bekam er über einen längeren Zeitraum Antibiotika (es ist auch ein Antibiogramm gemacht worden) und Schleimlöser gegen den Husten.
Da kein Erfolg festzustellen war, wurde vom Tierarzt eine Endoskopie vorgenommen, diese ergab eine starke Entzündung des Luftsacks. Diese wurde dann mit weiterer Gabe von Anitbiotika und Spülungen zunächst im Stall und später auch in der Klinik behandelt. Von der Möglichkeit einer operativen Ausschabung rat der Tierarzt ab aufgrund des Alters des Tieres und weil die Erfolgschancen gering standen.
In Absprache mit dem Tierarzt kam er dann wieder als "austherapiert" zurück in den Stall. Das Pferd ist fit, hat aber nach wie vor gelblichen Nasenausfluss.

Vor einiger Zeit kamen nun 2 neue Einsteller mit in den Offenstall in dem mein Wallach steht. Diese soll mein Pony angesteckt haben, es ist ein Verdacht, genau nachgewiesen worden ist das ganze bis jetzt noch nicht.
Die Stallbesitzerin stellte aber daraufhin ein Ultimatum: In einer Woche soll mein Pony den Hof verlassen.

Was soll ich nun tun ? Bitte helft uns ! Wenn wir ihn schon nicht heilen können, können wir die Ansteckungsgefahr irgendwie verhindern ? Ist er überhaupt tatsächlich ansteckend ? Wer nimmt mein Pony auf ? Ich kann ihn doch so schlecht bei einem anderen Reiterhof einstellen ?! Aber wir können ihn doch auch nicht einfach einschläfern, es geht ihm doch ansonsten gut!

Bitte, bitte helft uns !
Wir sind verzweifelt !
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #2
Eine Entzündung entsteht durch Bakterien und nicht durch Viren. Eine Erkältung hat immer einen Virus als Ursache. Von daher scheidet Dein Wallach als Übertrager aus. Was ich für wahrscheinlicher halte ist die Möglichkeit, dass die den Virus mitgebracht haben und durch den Umzugsstress nun krank geworden sind. Im Zweifelsfall von denen einen Abstrich machen und mit Deinem vergleichen.
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #3
Wir halten das auch für eher unwahrscheinlich. Die stallbesitzerin will davon aber nichts wissen. Für sie ist unser Pferd schuld. Wir wollen nun mit der pferdebesitzerin über die Möglichkeit einer tupferprobe sprechen (das weitere Pferd ist schon längst wieder gesund).Nichts desto trotz will die stallbesitzerin uns nicht mehr in ihrem stall haben. Ob sie das darf oder nicht, wirklich dableiben, will man dann ja nun nicht...Der Tierarzt gibt uns keine Garantie dass unser Pferd nicht ansteckend sein könnte, sagt aber auch, dass der keim (irgendein streptococcus, Name ist mir entfallen) den er in sich trägt in jedem Pferdestall vorkommt und sich gezwungener maßen jedes Pferd auf die eine oder andere weise damit auseinander setzen muss...
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #4
Jeder Tipp, jede Antwort hilft uns weiter ! Und sollte nur Jemand eine kleine Stalgemeinschaft Raum Hamburg oder Ostfriesland kennen, die dieses Risiko mit uns eingehen würden...
Die Zeit ist knapp... wenn wir nichts artgerechtes für unseren Wallach finden, sind wir gezwungen ihn einzuschläfern. Wir wollen ihn nicht quälen, in dem wir ihn unter Quarantäne setzen, wir wollen ihn aber auch nicht töten, so lange es ihm noch gut geht.
Bitte helft uns !
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #5
Ich würd dir sooo gerne helfen! Aber ich weiß auch nichts dazu...

Nein töten ist eigentlich keine Lösung. Hast du zur Not noch mal nach einem anderen Stall geschaut? Und zur Not übergangsweise weniger optimal?

Mein Pony steht nähe Celle, aber das ist bestimmt zu weit weg für dich.

Die Stallbesitzerin ist doch doof. Oder mal einen anderen TA wegen der Ansteckungsgefahr konsultieren?
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #6
wenn wir nichts artgerechtes für unseren Wallach finden, sind wir gezwungen ihn einzuschläfern.

Also da muss ich jetzt doch auch mal etwas sagen. Ich habe leider keine Lösung für dich, aber bevor ihr ihn einschläfert ist eine nicht ganz artgerechte Haltung vorüber gehend definitiv die bessere Wahl. Was wenn ihr ihn einschläfert und 3 Wochen später hört ihr von einem tollen Plätzchen wo etwas frei geworden ist?
Ich möchte nicht wissen wie verzweifelt ihr dann seid, weil ihr euch nicht ein paar Wochen durchgebissen habt und es nicht ganz optimal war. Also da geht meiner Meinung nach zur Überbrückung bis etwas gutes gefunden ist Leben vor optimaler Haltung. Und dann muss halt geguckt werden, dass man diesen Zustand nur so kurz wie möglich hält.
 
  • Eine chronische Luftsackentzündung und ein Ultimatum Beitrag #7
Ich wollte euch hier noch einmal wissen lassen, dass wir einen Platz für unser Pony gefunden haben. Es ist ziemlich weit weg, aber, wenn er dort leben kann mit anderen Pferden zusammen, dann ist uns das recht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass er mit dem umzugsstress zurecht kommt. Er ist in seinem leben noch nicht häufig weg vom stall gewesen. In den letzten Jahren sowieso nicht mehr.Und ich muss da widersprechen, eine kurzzeitige Lösung ist für mich keine Lösung. So hart es klingt. Aber er hat es einfach nicht verdient auf seine alten Jahre und in seinem zustand von a nach b und wieder hin und her geschoben zu werden. Und er hat es nicht verdient, dass ich ihn aufgrund meiner belange mit Einsamkeit quäle. Ich bin froh über die Lösung die wir gefunden haben. Dort kann er mit seiner Art vielleicht noch den ein oder anderen sehr glücklich machen, so wie er es bei mir, meiner Schwester und all unseren reitbeteiligungen, ob groß oder klein getan hat. Er ist ein tolles Pferd, das beste, das ich kenne! Ich habe nun abschied genommen, am Wochenende geht er dann zu seinem neuen zuhause.Vielen dank für eure Bemühungen!
 
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