Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch!

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  • Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch! Beitrag #1
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Benni&lucky

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Hallo an alle,
ich bin ganz neu hier. Ich habe mich hier angemeldet weil ich finde das es wirklich wenig über das Thema Chemo bei Hunden hier im Forum und allgemein im Internet zu finden gibt. Ich hoffe ich kann das hiermit ändern.

So nun mal zu meiner Geschichte. Mein Hund Benni ist ein Bernersennenhund und er wird im Mai 2014 7 Jahre alt. Es geht bzw ging ihm wirklich sehr gut er hatte keine gesundheitliche Probleme und war auch sonst wirklich gut drauf. Vor etwa 2 Wochen ging es los das er aufeinmal sehr viel Gewicht verloren hatte und er aß nicht mehr richtig. Daraufhin habe ich ihm Hühnchen mit Reis gekocht, dieses hat er auch gegessen. Ihm ging es allmählich wieder besser. Am Samstag Abend jedoch verschlimmerte sich sein Zustand sehr. Er aß nicht mehr, brach die ganze zeit, war wie weggetreten und wollte alleine sein. Ich bin sofort zum Tierarzt gefahren. Dieser machte verschiedene Untersuchungen und hatte den Verdacht auf einen Tumor. Er gab ihm Schmerzmittel und am sonntag( einen Tag später) sollten wir wieder kommen. Er entfernte einen der Knoten (insgesamt 8) und schickte ihn zum Pathologen. Am Montag haben wir dann das Ergebnis erhalten. Es war Leukämie. Am Dienstag haben wir sofort, jedoch nach langer Diskussion und Überlegung, mit der Chemo angefangen. Er hatte die Chemo als Infusion bekommen. Am Abend ging es ihm super. Er spielte wieder mit unserem anderen Hund fraß sehr viel und war allgemein wirklich gut drauf. Wir müssen nun auf das weitere Ergebnis des Pathologen warten, ob es Typ b ist. Seit heute morgen frisst er ziemlich schlecht und er hat nur wenig Appetit. Er isst z.b. Hühnchen mit Reis 2 Bissen, dann hat er keine Lust mehr darauf. Dann isst er ein leckerli, aber auf das hat er dann auch den ganzen Tag keine Lust mehr. Ist das normal? Ansonsten geht es ihm immer noch sehr gut er spielt gern und kuschelt sehr gerne. Wie immer eigentlich. Weiß jemand von euch was ich ihm noch zu essen geben könnte oder wie ich ihn zum essen animieren könnte?

Am samstag stellt sich raus ob die Chemo anspricht. Drückt mir die Daumen!

Alles es in allem würde ich bis jetzt jedem empfehlen es mit einer Chemo zu versuchen. Wenn jemand fragen hat kann er sich gerne melden. Genauso wenn jemand Rat auf die oben genannten fragen hat.

Ich hoffe auf viele Rückmeldungen!

Liebe Grüße
benni&lucky (karina )
 
  • Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch! Beitrag #2
Hallo Karina, Herzlich Willkommen hier im Forum.

Erstmal drück ich die Daumen, dass die Chemo bei Benni gut anschlägt. Ein trauriges, aber auch Interessantes Thema. Du hast Recht, hier im Forum liest man nicht viel darüber. Aber Gedanken hat sich vielleicht jeder schonmal gemacht, wie er in so einem Fall reagieren würde. Wir mussten im November unseren Beagle Yoshi gehen lassen. Er war knapp 10 Jahre und hatte Tumore in der Milz. Leider wurde es zu spät entdeckt. Wenn die Tumore noch nicht geplatzt wären, hätte man wohl noch versuchen können zu operieren und dann eine Chemo machen können. Allerdings hätte es sein Leben im Erfolgsfall höchstens ein halbes Jahr verlängert. Es kam für ihn nicht mehr in Frage, aber wir hätten uns wohl auch dagegen entschieden.

Ich würde Benni jetzt im Moment alles anbieten, was er jemals gerne gefressen hat. Aber wahrscheinlich geht es ihm jetzt wie den Menschen während der Chemo auch. Einer verträgt sie gut, ein anderer nicht. Du kannst wirklich nur probieren, was er mag.

Ich drück die Daumen, dass er auf die Chemo anspricht. Sei so lieb und berichte bitte weiter.
 
  • Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch! Beitrag #3
Hallo Karina,

deine Geschichte bedrückt mich sehr und auch ich will dir, bzw. deinem Hund alle Daumen und Pfoten drücken, die ich zu bieten habe.

Viel kann ich dir nicht zu diesem Thema sagen, aber meiner Tante erging es genau wie dir.
Auch sie hatte einen Berner Sennenhund, der an Leukämie erkrankt war. 8 Jahre war er alt, fast 9.

Chemo sollte die letzte Option sein, aber wir sind nicht drum herum gekommen.
Bei Rocky verschlechterte sich der Zustand aber radikal.
Er lag nur noch, hatte keinen Appetit, hat mich und meine Familie nich mehr so begrüßt, wie früher einmal...

Entweder wurde einfach zu spät mit der Chemo angefangen oder er hat sie einfach nicht vertragen.

Kurz vor Weihnachten musste wir ihn gehen lassen..

Ich wünsche euch weiterhin von ganzem Herzen viel Glück und dass ihr euren Kampf gewinnen werdet.
 
  • Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch! Beitrag #4
Danke an euch zwei für die schnelle Antwort :).

Heute morgen hatte Benni ziemlich starken Durchfall und hat immer noch nicht gefressen. Daraufhin sind wir mit ihm zum Tierarzt gefahren. Dieser stellte eine Viruserkrankung fest. Also ne Magen-Darm-Grippe sozusagen. Er erklärte uns das dies ganz normal sei, da Bennis Imunsystem von der Chemo geschwächt sei. Benni bekam eine Infusion mit Glukose, Antibiotika und Aufbaupaste. Nach der Infusion ging es ihm, im allgemeinen schon viel besser. Er schläft heute viel und bis jetzt isst er ( außer der Paste) nicht wirklich viel. Bis jetzt aß er zwei Leckerlistangen. Mehr wollte er nicht. Naja, mal schauen ob er später etwas will.
Der Tierarzt hat seine Knoten ( einer liegt direkt unter der Haut) betastet und kam zu dem Ergebnis, das dieser geschrumpft ist. Morgen schauen wir per Ultraschall ob das wirklich stimmt. Ich möchte mir jetzt noch nicht sooo starke Hoffnungen machen.

Zum Fressen habe ich versucht:
Rinderhack
Reis
Hühnchen
Leberwurst
Leckerli
Trockenfutter
Nassfutter
Flockenfutter

Hat jemand noch Ideen, was ich auspobieren könnte?

Danke für eure Anteilnahme. Ich finde es sehr schade und traurig, das es bei euch nicht geholfen hat bzw. ihr es nicht versuchen konntet.

Ganz viel Kraft an alle da draußen, die gerade auch eine Chemo bei ihrem Hund durchführen.

Liebe Grüße

Karina mit Benni und Lucky
 
  • Chemo bei Hunden- Erfahrungsbericht und Austausch! Beitrag #5
Huhu,

kurz zu dem Durchfall: Hat der TA Darmbakterien gespritzt? Das wäre sinnvoller als ABs, wenn nicht sicher ist, ob es wirklich ein Infekt ist (nur durch Abtasten kann das nicht festgestellt werden, wird aber gerne gesagt und dann mit ABs behandelt, was in eurem Fall eher nachteilig sein dürfte).

Mit Chemo beim Hund habe ich keine Erfahrungen, allerdings habe ich mir vom TA sagen lassen, dass es beim Hund wohl dieselben Auswirkungen haben kann wie beim Menschen, deswegen ist es auch so umstritten. Ab einem gewissen Stadium stehen die Chancen leider mit Chemo genauso schlecht wie ohne, der Hund begreift aber nicht, warum er nun die Haare verliert oder ihm schlecht ist. Es gibt wohl immer wieder gute und schlechte Phasen. Bei unserem TA ist derzeit nur ein Hund mit Chemo, den habe ich einmal gesehen und der schien derzeit echt fit, obwohl die Chemo schon eine Weile lief. Es muss also nicht dauerhaft schlecht bleiben.
Das schwierige bei der Chemo ist, dass der Hund 24 Stunden am Tag unter Beobachtung sein sollte, das kann einfach nicht jeder leisten.

Welche Paste frisst er denn derzeit gut? Carnikur für den Darm oder eine Vitaminpaste? Wenn ihr noch keine Vitaminpaste habt würde ich die noch besorgen, die gleicht wenigstens etwas den Verlust durch die Appetitlosigkeit aus. Es gibt auch Sachen wie Reconvales, eine Flüssigkeit, die den Appetit anregen soll. Einfach mal den TA fragen. Wenn die Durchfälle weitergehen würde ich mich auch – wenn er keine normale Schonkost nimmt – nach Diätfutter vom TA umschauen, am besten Nassfutter (Hills i/d). Außerdem könntest du – wenn es scheinbar an Übelkeit liegt, dass er nicht frisst – den TA bitten, auch dagegen etwas entsprechendes zu spritzen. Nur auf Dauer kann dem Hund natürlich nicht ständig ein Medikament gegeben werden, damit er frisst. Vielleicht verschafft es euch aber einen kleinen Vorsprung.

Ich würde mal sagen, in so einer Situation darf der Hund fast alles haben, was er will, versuch es also ruhig mal mit Nudeln mit Soße, gekochtem Gemüse oder Fleisch.

Liebe Grüße und alles Gute!
 
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