Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen

Diskutiere Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen im Ratten Verhalten Forum im Bereich Ratten Forum; Hallo Zusammen, vielleicht könnt ihr mir einen Tip geben was in meinem 3er Männergespann schief läuft. Die 3Rattenböcke sind jetzt knapp über ein...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen Beitrag #1
Schnevi

Schnevi

Beiträge
46
Punkte Reaktionen
0
Hallo Zusammen,
vielleicht könnt ihr mir einen Tip geben was in meinem 3er Männergespann schief läuft.
Die 3Rattenböcke sind jetzt knapp über ein Jahr,habe Sie von klein auf zusammen und Sie haben auch einen großen käfig, die Royal Suite 1,60 hoch,1m lang und 65cm tief über mehrere Etagen. Es gab immer mal zoffige Zeiten unter den Herren, aber nun finde ich es für die Gruppe schon sehr belastend. Die aktivste Ratte Wusel ist auch gleichzeitig am aggressivsten.Wenn Er sich mit den anderen zofft, reißt Sie auch mal Fell mit aus,Bisse konnte ich nicht feststellen,aber durch das rausreißen des Felles ist die Haut ab und an auch in Mitleidenschaft gezogen. Mit dem rangniederen Löry werden sich regelrechte Hetzjagden betrieben.Teilweise habe ich das Gefühl die arme Ratte traut sich auch nur noch zum Futter und im Stall zu bewegen wenn sie weiß das Wusel nicht in der Nähe ist oder schläft. Löry is schon ganz angespannt und wirft sich schon prophylaktisch bei Erschrecken zur Seite! Grobi schmeißt sich im Konflikt auch oft dazwischen weil es Wusel nicht zu kümmern scheint wenn sich Jmd. Unterwirft und einfach weiterstänkert. Habe schon 3 Futternäpfe im Käfig in der Hoffnung es wäre entspannter, aber Wusel platziert sich dann immer genauso, das niemand an ihm zu den anderen Näpfen vorbeikommt, Löry traut sich dann garnicht ran, verkriecht sich in den Sputnik und sitzt aus. Damit grenzt sich Wusel aber selber aus, er schläft auch oft alleine und muss sich förmlich aufzwingen, damit mal Jmd. Mit ihm kuschelt, habe aber das Gefühl das er den Kontakt auch irgendwie sucht.Das Ganze erinnert mich manchmal an ein impulsives vernachlässigtes Kind was durch die Agressionen doch nur Aufmerksamkeit haben will. Auslauf haben sie auch täglich circa 1std. Und in einem ganzen Zimmer 16 qm. Was kann ich noch tun damit wieder mehr Harmonie einkehrt und dieser Stress im Rudel ein Ende hat?
Lg Schnevi
 
  • Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen Beitrag #2
Hey,

das erinnert mich stark an meinen Cali - den habe ich letzte Woche kastrieren lassen, weil er jetzt anfing, seine Brüder blutig zu beissen. Das war bei mir dann Dead Line. Vorher war es nervig, aber für mich noch nicht "too much" - vor allem, wenn man an die Risiken denkt (und er hat natürlich einen Kastra-Abszess bekommen :roll:)
In nicht mal einer Woche hat sich sein Verhalten um 180 Grad gedreht (normalerweise rechnet man mit 4-6 Wochen) und das Rudel ist deutlich entspannter geworden.

Mehr Auslauf als eine Stunde könnte man ihnen schon bieten, aber hier haben selbst 10 Stunden Auslauf nur 2-3 Tage Besserung gebracht, der Junge war einfach zu hormongesteuert.
Im Gegensatz zum Pixel, der dies hier noch richtig deutlich zeigte und seine Brüder durchgehend prügelte und jagte, war der Cali noch relativ "nett" und tat es nur 2-3 Mal am Tag und nicht durchgehend, er zeigte auch Respekt vor Ranghöheren.
Aber durch die schnelle Veränderung nach der Kastra und die Entspannung im Rudel, wird auch deutlich, dass die Hormone bei ihm auch ein Problem waren.

Ich glaube, vor allem wegen Löry, der ja schon panisch auf Wusel reagiert, würde ich den Wusel entmannen lassen. Aber Wusel kann das auch sehr gut tun, wenn er dann auch entspannter ist und auch angenehm sozial mit den anderen interagieren kann.
Auch wenn ich ungern zur Kastra rate, in meinen Augen hat Wusel eine Grenze überschritten, sodass sie nötig erscheint.
 
  • Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen Beitrag #3
Hallo Nienor, Danke für die schnelle Antwort! An Kastration habe ich auch schon gedacht nur ist es halt ein großer Schritt und auch meine Sorge das er daran verstirbt oder evtl. Am Ende nichts bringt weil das Problem vielleicht woanders liegt. Hast du hierzu Erfahrungen bzgl. Der Risiken? Gehört so eine OP eher zu den ,,kleinen Eingriffen"? Und gibt es evtl. Auch pflanzliche Alternativen die aggressive Ratten etwas entspannter werden lassen!Wobei ob das auf Dauer das Mittel der Wahl bestimmt auch nicht ist. Aber bzgl Löry kann ich dir nur Recht geben, für ihn ist ja jeder Tag Stress pur und er war nicht immer so schreckhaft, sein Verhalten hat sich denke ich aus den Attacken her verfestigt. Manchmal haben Sie auch mehr Zeit zum Auslauf, das bringt aber höchstens für den Tag selbst Ruhe. Macht das mit den vielen Futternäpfen denn überhaupt Sinn?
Lg Schnevi
 
  • Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen Beitrag #4
Hey,

Mehrer Näpfe helfen bei Futterneid - Wusel ist aber nicht futterneidisch, er sucht Streit. Schaden tut es nicht, aber helfen ? Wusel verhindert ja trotzdem, dass die anderen ran gehen und findet seinen Streit.

Kastrationen sind eher kleinere, kurze Eingriffe beim Bock.
Aber du hast das Narkoserisko und generell das Problem der Naht. Die Ratte kann sich sowas auffressen, die Ratte kan auf die Fäden reagieren und einen Abszess bekommen. Und wenn sie ein Schwein ist, kann sich das Ganze auch von aussen entzünden.

Meine Tierärztin hat bisher kastriert und hatte nie Probleme. Jetzt mit meinen Brüdern hat sie die ersten Abszesse - und die kommen von innen, von aussen sieht immer alles bestens aus und die Jungs sind echte Schweine.
Ich nehme an, die haben eine genetisch bedingte Allergie oder sowas.

Es gibt Fäden, auf die viele Ratten reagieren. Da meine Ärztin bisher problemlos kastriert hat, ist das bei uns eher auszuschliessen.
Frag deinen Arzt, wie oft er kastriert und wie häufig Abszesse sind. Wenn er wenig hat, ist das gut. Hat er viele, frag, ob es am Nahtmaterial liegen könnte und ob er für Wusel anderes probieren würde.

Was auch passieren kann, aber nicht sollte, ist, dass die Ligatur nicht hält und das Tier verblutet. Aber ein guter Tierarzt bindet richtig ab, da passiert das nicht. Das ist dann ganz klar ein Fehler des Arztes.

Ein Risiko besteht, aber es ist nicht grösser als bei einer TumorOP. Deshalb sollte der Eingriff schon begründet sein. Von dem, was du beschreibst, klingt es so.

Es gäbe eine chemische Kastration. In der Theorie könnte man das probieren. Es sind aber Hormone und da ist das Krebsrisiko unklar.

Ansonsten gäbe es noch Bachblüten und vllt Homöopathie .. aber die Sache hier ist zu ernst, da würde ich nicht auf Zuckerkügelchen oder Wassertropfen setzen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Eine Ratte stresst mit ihrem Verhalten ständig die anderen

Oben