Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen?

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DaRealSlumShady

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Nach einjähriger Pause hab ich mir vor ungefähr fünf Monaten wieder Gesellschaft ins Zimmer geholt. Es sind 5 Böcke, vier Brüder und der Vater. Der Rattenpapa ist eineinhalb oder zwei Jahre alt und extrem bissig. Das war er schon von Anfang an und eigentlich wollte ich auch nur vier Ratten haben, aber der 'Züchter' (wenn man es so nennen kann, da offensichtlich Inzest im Spiel ist) hat mir irgendeine Trauerstory a la 'der Platz geht langsam aus und ich bekomme jetzt schon wieder Nachwuchs, wenn du ihn noch mitnehmen kannst bekommst du ihn gratis' erzählt und dann bin ich weich geworden, vor allem als ich gesehen habe in was für kleinen Käfigen die Tiere dort steckten. Als er sie dann auch noch am Schwanz hochgehoben hat, war die Sache für mich endgültig durch: Der taugt nichts. Naja, da die Ratten aber nunmal nichts dafür konnten und mein Käfig groß genug für fünf ist, hab ich ihn dann mitgenommen. Dann gings aber auch schon los als ich Bobbel von der Transportbox in den Käfig packen wollte. Er hat nach mir geschnappt! Ich hab es erst auf die Aufregung geschoben und die Box so hingehalten, dass er in den Käfig krabbeln konnte. Bei den vier anderen klappte alles reibungslos, auch wenn sie ein bisschen scheu waren. Danach kam das nächste Problem. Nachdem sich alle ein wenig eingelebt hatten, fing Bobbel an jedes Mal, wenn ich neues Futter in den Käfig packen wollte an, nach mir zu schnappen. Ich habe einen vierstöckigen Eckkäfig, das heißt er hatte genug Möglichkeiten mir auszuweichen. Aber nein, immer wenn ich in der Mitte die Tür aufmachte und an den Napf ging, kam er entweder hoch- oder runtergefetzt, beäugte das Ganze erst kritisch und fing dann an meine Hand aus dem Käfig zu 'jagen'! Käfig saubermachen ging dann gar nicht mehr, und als er auch noch anfing beim Flasche wechseln durch die Käfiggitter zu schnappen, war für mich klar, dass er da raus musste. Ich hatte vorher auch versucht, ihm Leckereien in meiner Hand anzubieten, doch egal was ich da hatte er schnappte immer nur nach meinen Fingern. Vor zwei Monaten hat es mir dann gereicht, vor allem weil ich so auch nicht mehr an die anderen rankam und sie auch nicht rauslassen konnte. Um ihn aus dem Käfig zu kriegen musste ich mir dickste Gartenhandschuhe anziehen, ihr könnt euch gar nicht vorstellen was das für ein Gezeter war. Er ist jetzt in einem ganz normalen Hasenkäfig, alleine. Ich hatte erst noch die Hoffnung, dass er so, wo er alleine ist, vielleicht eher dazu 'gezwungen' ist mit mir in positiven Kontakt zu treten, weil er ja keinen sozialen Umgang mehr hat. Nichts. Immer noch die gleiche Leiher. Ich hab mittlerweile eine Flasche drangemacht die man oben aufmachen und einfach nachfüllen kann, so hab ich den Ärger mit dem Gummiband nicht mehr und er kann nicht mehr durch die Gitter beißen. Seit zwei Wochen werf ich ihm das Futter einfach nur noch oben rein. Saubermachen kann ich ihn nicht und wenn, dann nur mit extremem Aufwand und viel Gezeter. Ich hab ehrlich gesagt langsam keine Lust mehr, ich weiß, dass es nicht an der Ratte sondern an der falschen Haltung des Vorbesitzers liegt, aber ich kann einfach nicht mehr. Meine Hände sind mit Wunden übersäht und jeder Rat den ich, auch vom Tierarzt und erfahrenen Züchtern, angewandt habe, hat keine Wirkung gezeigt. Dem Tierheim möchte ich ihn auch nicht zumuten. Ich bin jemand, der mit seinen Ratten immer viel macht und sich viel Zeit nimmt, die anderen vier sind mittlerweile so zahm, das glaubt ihr gar nicht. Umso mehr frustriert und verletzt es mich, dass Bobbel einfach nicht zu helfen ist. Ich meine es hilft alles nichts mehr und ich hab nur Ärger mit ihm. Ich halte seit meinem 8. Lebensjahr Ratten, also schon fast 10 Jahre und ich hatte NOCH NIE eine solche Ratte. Dabei hab ich von Zoohandlung über Tierheim bis hin zum Züchter schon alles durch. Ich denke in letzter Zeit häufig darüber nach, ihn einschläfern zu lassen. Ich weiß es klingt hart, aber ich weiß einfach nicht weiter. Ich kann ihn ja schlecht einfach aussetzen und gut. Abgeben will ich ihn auch nicht, weil mit so einer Ratte niemand etwas anfangen kann. Ich weiß nicht mehr weiter. Es ist kaum zu übersehen wir er im Käfig alleine leidet, aber er kann ja nicht zu den anderen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einschläfern lassen oder was? Bitte helft mir!
 
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  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #2
Mir würde einfallen, in dem großen Käfig eine Trennwand ein zu bauen. Da du für jeden Rat dankbar zu seien scheinst, finde ich es als kleinstes Problem sowas ein zu bauen. Denn dann kannst du ihn in die eine Hälfte sperren und in Ruhe die Tiere füttern und Wasser geben, sowie sauber machen. Zahm bekommste den sicher nicht mehr. Und so musst du dann auch den Käfig gestalten.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #3
Um ehrlich zu sein, ich bin schockiert, wie wenig deine Ratgeber auf das Tier eingehen.

Du hast da einen klassischen Revierbeisser sitzen, damit muss man sich abfinden und mit dem Tier Kompromisse aushandeln und es nicht in Isolationshaft oder gar in den "Todestrakt" setzen.

Es liegt auch nicht unbedingt an der Haltung beim Vermehrer, auch wenn die nicht gerade toll war, auch Ratten aus bester Aufzucht können solch ein Revierverhalten entwickeln. Das ist natürliches Verhalten, das ist keine Strafe für den Besitzer.
Der Junge ist einfach so.

Und weil er missverstanden wird, wurde er nun isoliert und vegetiert vor sich her ..
So ein Verhalten kann so nicht besser werden. Warum auch ? Isolation allein kann die Tiere aggressiv machen.

Ehrlich, da ist ein Tierheim, dass von einem erfahrenem Vermittler betreut wird, der sich um das Tier kümmert und ein passendes Zuhause findet, die bessere Lösung.
Aus welcher Ecke kommst du denn ?

Es ist nunmal so, dass Ratten Zähne haben und manche ihr Revier verteidigen. Da gibt es Strategien und vor allem Rituale, wie man trotzdem mit den Tieren umgehen kann.

Aber hier läuft so viel falsch, dass das Tier dringend woanders hin gehört, wenn du schon daran denkst, ihn töten zu lassen, weil den Verhalten dir nicht passt.
Er wäre sicher mit seinen Söhnen prima klar gekommen bis zu seinem Lebensende.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #4
Ich hoffe man versteht dass mit der Trennwand bei meinem Post nicht falsch. Die sollte natürlich nur benutzt werden wenn du im Käfig hantieren willst. So kann er bei seinen Artgenossen bleiben. Oder wie obige userin schrieb, in kompetente Hände abgeben.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #5
Der arme Kerl sitzt scheinbar seit über 2 Monaten isoliert - der kann ohne korrekte Integration nicht mehr zu seinen Söhnen.
Bei den Artgenossen bleiben ist also nicht :?

Einen Teil absperren wäre aber ein Weg, mit Revierbeissern umzugehen. Viele lernen aber auch, dass sie auf einer anderen Etage z.B. Brei bekommen und bleiben von allein dort, sodass man gefahrlos hantieren kann.
Genauso lernen Ratten schnell und zuverlässig, dass man in Häuser mit Boden gehen kann, um in den Auslauf zu kommen oder einen anderen Käfig während des Putzens.

Man braucht dazu einfach Geduld, Einfühlungsvermögen und artgerechtes Zubehör, dann können auch nicht zahme Ratten und Revierbeisser artgerecht gehalten werden und zwar so, dass auch der Mensch nicht tagtäglich einen Nervenzusammenbruch erleidet. Aber man muss am Ende auch wollen. Und das Wollen seh ich hier rein gar nicht, wenn man schon über Töten nachdenkt. Deshalb gibt es nur die Abgabe als Lösung.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #6
Aber hier läuft so viel falsch, dass das Tier dringend woanders hin gehört, wenn du schon daran denkst, ihn töten zu lassen, weil den Verhalten dir nicht passt.
Er wäre sicher mit seinen Söhnen prima klar gekommen bis zu seinem Lebensende.

Also soll ich es jetzt einfach akzeptieren, dass mir bei jedem Griff in den Käfig beinahe Fleischwunden zugefügt werden nur weil der Kerl das sein Eigen nennt? Klar wäre er mit seinen Söhnen prima klargekommen. Was nützt das aber, wenn ich seine Söhne mit ihm im Käfig nicht saubermachen kann? Sollen sie im Dreck ertrinken? Ich hab mir monatelang den Arm ausgerissen und alles versucht, alles erdenkliche. Glaubst du nicht, dass man nach 10 Jahren Rattenhaltung, insbesondere wenn man mit ihnen aufgewachsen ist gewisse Erfahrung mit den Tieren hat? Ich möchte mich nicht emporheben, aber ich fühl mich schon ziemlich angegriffen, wenn ich nach all der Arbeit so runtergestuft und mit einem Rattenanfänger gleichgesetzt werde. Und dann noch sagen, ich hätte ihm nicht helfen wollen.


@blackdobermann
Danke für deine ernstgemeinte Hilfe! Leider ist eine Trennwand sehr schlecht dort anzubringen, weil die Stockwerke allesamt 'offen' sind, das heißt, ich müsste da irgendwie eine riesige Platte reinschieben, doch dafür sind die Gitter nicht ausgelegt. Ich werd mich die Tage mal in der Richtung schlau machen, vielleicht lässt sich der Käfig noch irgendwie umbauen.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #7
Also soll ich es jetzt einfach akzeptieren, dass mir bei jedem Griff in den Käfig beinahe Fleischwunden zugefügt werden nur weil der Kerl das sein Eigen nennt?

Wenn du nicht siehst, dass das Problem am Halter und seinen Handlungen liegt, dann ja.
Es sei denn, der Junge hat so viel Glück, dass du ihn in kompetente Hände vermittelst.

10 Jahre Erfahrung sind nichts - man kann seine Sache auch 10 Jahre lang falsch machen.
Und wenn du nie einen Revierbeisser hattest - was bei 10 Jahren schon mit viel Glück verbunden ist - dann bringt dir die Erfahrung rein gar nichts.

Das A und O bei Revierbeissern ist es, Situationen, in denen sie beissen, zu verhindern.
Und das geht bestens über Rituale, die man den Tieren mit Geduld bei bringt.
Es gibt unzählige Rattenhalter, die ihre Revierbeisser gut handeln können und da muss niemand im Dreck leben.

Aber da muss der Mensch sich um das Tier verbiegen, nicht anders herum.

Und dann noch sagen, ich hätte ihm nicht helfen wollen.

Du überlegst, ihn zu töten. Zum Glück macht sich ein Tierarzt strafbar, wenn er ein gesundes Tier auf Wunsch des Halters tötet.
Wo ist der Tötungswunsch Hilfe ?
Wo ist die Isolationshaltung Hilfe ?
Ich seh keine Hilfe für das Tier in deinem Verhalten.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #8
Hallo
Ich hatte bis her 2 Revierbeisser
Einen Kastraten der noch sehr jung war , dort haben wir das so geregelt das er auf der obersten Etage im Käfig seine malzpaste bekam & ich unten in ruhe füttern konnte.
Beim sauber machen habe ich ihm die tb box in Gehege gestellt , er ist rein und ich ko nnte in ruhe Putzen keiner musste im Dreck leben.
Das selbe beim Auslauf
Das andere war ein Weibchen was hier geboren ist & eigentlich die Hand kannte bei ihr haben wir es genauso geregelt bzw mein Vater macht es bis heute noch so.
Und es klappt alles obwohl sie blind ist..

Ich habe bei keinen der beiden einen Grund gesehen sie einschläfern zu lassen.
Persönlich ohne die angreifen zu wollen würde ich drüber nach denken ihn in Hände abzugeben die sich mit reiverbeissern auskenne und sie Händeln kônnen
Lg
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #9
Hallo,

hast du schonmal über eine Kastration nachgedacht? Ich glaube, er ist nicht kastriert, oder?
Einige Rattenmännchen werden dadurch ja um einiges ruhiger, das ist zwar keine Garantie, aber versuchen würde ich es.

Eventuell ist er dann nicht mehr so hartnäckig und wird etwas zutraulicher.
Besprech das am besten mal mit deinem Tierarzt.

So als letzte Notlösung würde ich das zumindest in Betracht ziehen, da du ihn ja nicht abgeben willst und einschläfern ja auch nicht unbedingt das Schönste ist.

Und wenn du ihn einfangen muss: Schmeiß einfach ein dickes Handtuch über ihn. Damit habe ich sogar die scheuesten Ratten problemlos einfangen können, ohne irgendwelche Verletzungen zu bekommen oder gar die Ratte zu verletzen. Nach dem 3ten/4ten Mal war das dann auch nur noch Gemotze und kein richtiges Gezeter mehr. Mit den starren Gartenhandschuhen bin ich nie sonderlich weit gekommen, aber mit dem Handtuch gings immer.

Liebe Grüße.
 
  • Ratte zu aggressiv - einschläfern lassen? Beitrag #10
Ich finde, Jean hat tolle Tipps gegeben! Die wären auf jeden Fall einen Versuch wert!
Es wäre so unendlich schade, wenn er seinen Lebensabend in Einzelhaft verbringen müsste - er sollte auf jeden Fall zurück zu seinen Söhnen, was nach der langen Zeit der Trennung allerdings auch wieder nicht ganz so einfach werden dürfte, da muss eine Vergesellschaftung von Anfang an her...

Unsere Chiqui war auch Revierbeißerin - allerdings nicht in so extremem Ausmaß - sie war eher "Klobeißerin". Will heißen, man konnte im Käfig hantieren, sie kam auch auf die Hand, ließ sich kraulen, ließ auch im Auslauf alles mit sich machen, hat oft in meinem Ärmel geschlafen - aber wehe, man wollte an ihr heiliges Klo. Dann wurde man auch zerhackt. Das Problem ließ sich natürlich leichter lösen, indem ich das Klo dann gesäubert haben, wenn Chiqui im Auslauf war.
Vielleicht wäre das auch noch eine Möglichkeit zur Käfigreinigung? Ratten in den Auslauf, Käfig saubermachen in der Zeit?

LG, seven
 
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