- Katze einschläfern lassen...wie geht man mit den Schuldgefühlen um? Beitrag #1
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funzi-1
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Hallo,
ich bin neu hier. Hab zwar schon den ein oder anderen Beitrag gelesen und verfolgt, mich aber jetzt endlich mal angemeldet, weil ich euren Rat brauche.
Es geht um eine meiner zwei Katzen, ich glaub ich muss etwas weiter ausholen (sorry schon mal dafür):
Sie wäre im August 14 geworden. Ich hatte sie, seit wir sie als Baby aus dem Tierheim geholt haben...eine wunderschöne Glückskatze!
Sie war, bis auf ihre letzten 4 Jahre eine reine Hauskatze und schon immer sehr kränklich, so mussten wir ihr, als sie noch klein war, sämtliche Zähne reissen lassen, da sich darunter tiefe Eitertaschen gebildet hatten. Der damalige Tierarzt hat es profan mit einer "Allergie auf den eigenen Zahnstein" beschrieben (ich hab davon noch nie was gehört und bin da auch kein Experte, deshalb mußte ich das ja glauben).
Dann hatte sie eine extreme Futtermittelallergie, welche wir aber mit entsprechendem Spezialfutter in den Griff bekommen haben.
Sie war sehr schreckhaft und empfindlich und fühlte sich durch alles gestört, was ausserhalb ihres normalen Tagesablaufes passierte. Als ich damals meinen jetzigen Mann kennenlernte, war das schon ein Schock für sie, lernte allerdings damit umzugehen. Dann kam eines meiner beiden Kinder und auch das war ihr zuviel! Sie zog sich immer total zurück, wenns rund ging und es lauter wurde. Als dann das zweite Kind zur Welt kam, wußte sie gar nicht mehr was hier los war.
Trotz ihrer Angst suchte sie ihr Heil in der Flucht und hielt sich den ganzen Tag draussen auf. Ich versuchte, ihr immer neue Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, eine Decke unter dem Kachelofen etc. Ich versuchte ihr auch klarzumachen, dass die Kids nix böses von ihr wollten, ich hab viel mit ihr geschmust (naja, so viel, wie man halt Zeit hat mit zwei kleinen Babys). Irgendwie half alles nix! Ich hätte ihr ein ruhigeres Zuhause gesucht, aber wer will denn schon ne 10-12 jahre alte Katze, die auf sauteures Spezialfutter angewiesen war und immer irgendwie kränkelte?
Ab 2011 hat sie dann ständig erbrochen und Duchfall gehabt. Ich bin mit ihr von Pontius zu Pilatus und niemand wußte so Recht, was sie hatte. Natürlich hab ich auch immer angesprochen, daß sie vllt unter seelischen Stress litte aber das wurde immer als Ursache verworfen.
Im Januar letzten Jahres hatte sie wohl eine Art "Schlaganfall" oder "Blutgerinsel im Hirn" (lt. Tierarzt). Sie konnte auf einmal die Hinterbeine nicht mehr kontrollieren, hat den Kopf nur noch ganz schief gehalten und war total dehydriert.
Ich bin natürlich sofort zum Tierarzt und der hat sie mit div. Medikamenten und Infusionen wieder hinbekommen, auch Durchfall und Erbrechen waren weg!
Aber seitdem hat sie kontinuertlich abgenommen. Sie fraß zwar halbwegs normal, nahm aber anscheinend immer zu wenig Flüssigkeit zu sich, so dass sie irgendwie ständig dehydriert war. Ich hab regelmäßig die Blutwerte checken lassen, die Nieren waren zwar nicht mehr die besten, aber durchaus noch akzeptabel für ne Katze in ihrem Alter. Auch Zucker oder sonstwas hatte sie nicht. Zum Schluss hat sie nicht mal mehr 2 kg gewogen! Ihre Hinterbeine versagten ab und zu den Dienst, weil sich die Muskeln auch schon abgebaut hatten.
Das Fell wurde immer struppiger, weil sie sich nicht mehr putzte und dann hat sie angefangen, nur noch neben das Katzenklo zu machen (das große Geschäft, gepinkelt hat sie noch im Katzenklo). Grund-unbekannt. Neue Katzenklos, neue Standorte, neues Streu...alles umsonst!
Im Januar diesen Jahres stellten wir bei ner Blutuntersuchung fest, daß sie unheimlich viele Leukozyten im Blut hatte...ein Zeichen für eine Entzündung. Also bekam sie Cortison und Antibiotika. Dann hat sie angefangen, wo sie geht und steht zu pinkeln....irgendwo, einfach drauflos. Nicht immer, aber immer öfter! Auch die Kothaufen wurden immer wahlloser in der Wohnung verteilt.
Leider wurde es nicht besser, so daß ich nun gestern den schweren Schritt gegangen bin und sie einschläfern hab lassen.
Bitte verurteilt mich nicht für diesen Schritt!!! Ich hab meine Miezi sehr geliebt und es ist mir schon so schwer gefallen.
Allerdings weiß ich jetzt nicht genau, wie ich mit der Trauer und den Schuldgefühlen umgehen soll!!!!
Vor allem die Schuldgefühle plagen mich!!!
War das wirklich der richtige Schritt? Hätte ich noch abwarten und ihr vllt noch einen schönen Sommer bescheren sollen? Hab ichs nur aus egoistischen Motiven gemacht (ich gebe zu, die Pipilachen und Kothaufen waren seeeehr unangenehm)? Der Tierarzt meinte zwar, daß sich ihr Zustand niiieee wieder bessern würde, sondern einfach nur noch verschlechtern würde, wir könnten jetzt vllt (!!!) mit Medikamenten noch für eine kleine Weile helfen, aber dann ginge es bergab, aber ich weiss nicht...hätte ich vllt auch ne zweite Meinung hören sollen? Zu nem anderen Tierarzt?
War einer von euch auch schon mal in so einer Situation? Und wenn ja, wie kommt man da wieder raus?
Ich danke euch schon jetzt mal fürs Lesen, is ja ziemlich lang geworden, aber ich wollte alle Infos bekanntgeben, damit ihr euch ein Urteil bilden könnt.
ich bin neu hier. Hab zwar schon den ein oder anderen Beitrag gelesen und verfolgt, mich aber jetzt endlich mal angemeldet, weil ich euren Rat brauche.
Es geht um eine meiner zwei Katzen, ich glaub ich muss etwas weiter ausholen (sorry schon mal dafür):
Sie wäre im August 14 geworden. Ich hatte sie, seit wir sie als Baby aus dem Tierheim geholt haben...eine wunderschöne Glückskatze!
Sie war, bis auf ihre letzten 4 Jahre eine reine Hauskatze und schon immer sehr kränklich, so mussten wir ihr, als sie noch klein war, sämtliche Zähne reissen lassen, da sich darunter tiefe Eitertaschen gebildet hatten. Der damalige Tierarzt hat es profan mit einer "Allergie auf den eigenen Zahnstein" beschrieben (ich hab davon noch nie was gehört und bin da auch kein Experte, deshalb mußte ich das ja glauben).
Dann hatte sie eine extreme Futtermittelallergie, welche wir aber mit entsprechendem Spezialfutter in den Griff bekommen haben.
Sie war sehr schreckhaft und empfindlich und fühlte sich durch alles gestört, was ausserhalb ihres normalen Tagesablaufes passierte. Als ich damals meinen jetzigen Mann kennenlernte, war das schon ein Schock für sie, lernte allerdings damit umzugehen. Dann kam eines meiner beiden Kinder und auch das war ihr zuviel! Sie zog sich immer total zurück, wenns rund ging und es lauter wurde. Als dann das zweite Kind zur Welt kam, wußte sie gar nicht mehr was hier los war.
Trotz ihrer Angst suchte sie ihr Heil in der Flucht und hielt sich den ganzen Tag draussen auf. Ich versuchte, ihr immer neue Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, eine Decke unter dem Kachelofen etc. Ich versuchte ihr auch klarzumachen, dass die Kids nix böses von ihr wollten, ich hab viel mit ihr geschmust (naja, so viel, wie man halt Zeit hat mit zwei kleinen Babys). Irgendwie half alles nix! Ich hätte ihr ein ruhigeres Zuhause gesucht, aber wer will denn schon ne 10-12 jahre alte Katze, die auf sauteures Spezialfutter angewiesen war und immer irgendwie kränkelte?
Ab 2011 hat sie dann ständig erbrochen und Duchfall gehabt. Ich bin mit ihr von Pontius zu Pilatus und niemand wußte so Recht, was sie hatte. Natürlich hab ich auch immer angesprochen, daß sie vllt unter seelischen Stress litte aber das wurde immer als Ursache verworfen.
Im Januar letzten Jahres hatte sie wohl eine Art "Schlaganfall" oder "Blutgerinsel im Hirn" (lt. Tierarzt). Sie konnte auf einmal die Hinterbeine nicht mehr kontrollieren, hat den Kopf nur noch ganz schief gehalten und war total dehydriert.
Ich bin natürlich sofort zum Tierarzt und der hat sie mit div. Medikamenten und Infusionen wieder hinbekommen, auch Durchfall und Erbrechen waren weg!
Aber seitdem hat sie kontinuertlich abgenommen. Sie fraß zwar halbwegs normal, nahm aber anscheinend immer zu wenig Flüssigkeit zu sich, so dass sie irgendwie ständig dehydriert war. Ich hab regelmäßig die Blutwerte checken lassen, die Nieren waren zwar nicht mehr die besten, aber durchaus noch akzeptabel für ne Katze in ihrem Alter. Auch Zucker oder sonstwas hatte sie nicht. Zum Schluss hat sie nicht mal mehr 2 kg gewogen! Ihre Hinterbeine versagten ab und zu den Dienst, weil sich die Muskeln auch schon abgebaut hatten.
Das Fell wurde immer struppiger, weil sie sich nicht mehr putzte und dann hat sie angefangen, nur noch neben das Katzenklo zu machen (das große Geschäft, gepinkelt hat sie noch im Katzenklo). Grund-unbekannt. Neue Katzenklos, neue Standorte, neues Streu...alles umsonst!
Im Januar diesen Jahres stellten wir bei ner Blutuntersuchung fest, daß sie unheimlich viele Leukozyten im Blut hatte...ein Zeichen für eine Entzündung. Also bekam sie Cortison und Antibiotika. Dann hat sie angefangen, wo sie geht und steht zu pinkeln....irgendwo, einfach drauflos. Nicht immer, aber immer öfter! Auch die Kothaufen wurden immer wahlloser in der Wohnung verteilt.
Leider wurde es nicht besser, so daß ich nun gestern den schweren Schritt gegangen bin und sie einschläfern hab lassen.
Bitte verurteilt mich nicht für diesen Schritt!!! Ich hab meine Miezi sehr geliebt und es ist mir schon so schwer gefallen.
Allerdings weiß ich jetzt nicht genau, wie ich mit der Trauer und den Schuldgefühlen umgehen soll!!!!
Vor allem die Schuldgefühle plagen mich!!!
War das wirklich der richtige Schritt? Hätte ich noch abwarten und ihr vllt noch einen schönen Sommer bescheren sollen? Hab ichs nur aus egoistischen Motiven gemacht (ich gebe zu, die Pipilachen und Kothaufen waren seeeehr unangenehm)? Der Tierarzt meinte zwar, daß sich ihr Zustand niiieee wieder bessern würde, sondern einfach nur noch verschlechtern würde, wir könnten jetzt vllt (!!!) mit Medikamenten noch für eine kleine Weile helfen, aber dann ginge es bergab, aber ich weiss nicht...hätte ich vllt auch ne zweite Meinung hören sollen? Zu nem anderen Tierarzt?
War einer von euch auch schon mal in so einer Situation? Und wenn ja, wie kommt man da wieder raus?
Ich danke euch schon jetzt mal fürs Lesen, is ja ziemlich lang geworden, aber ich wollte alle Infos bekanntgeben, damit ihr euch ein Urteil bilden könnt.