- Mein Rüde wird erwachsen. Beitrag #1
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Brigitte1971
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Hallo Ihr Lieben,
ich bin ganz neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Auch habe ich einige Beiträge mit richtig tollen Anworten hier gefunden, weshalb ich mich hier angemeldet habe. Natürlich habe ich auch gleich eine Frage, bzw. ein kleines Problem.
Ich (42 Jahre) habe einen Rhodesian Ridgeback Rüden, 2 Jahre alt (mein erster Rüde), und zwei Hündinnen mit 3 und 6 Jahren. Die 3 jährige Hündin ist trächtig (in der 4ten Woche), vom Rüden gedeckt. Wir haben Kontakte zu Welpen aus unserem letzten Wurf, die sind jetzt 11 Monate alt (von der 6-jährigen Hündin). Mein Rüde wurde mit 17 Monaten von einem Schäferhund ins Gesicht gebissen und hat seitdem eine Leinenaggression, an der wir arbeiten. Vorher gab es überhaupt keine Probleme. Er war 17 Monate ein Traumhund - total unkompliziert. Meine Hündinnen sind beide sehr lieb, brav, gehorsam. Genauso der Rüde. Er ist super gehorsam, sehr lieb und verschmust, zu jeder Zeit abrufbar, auch mitten im Spiel, genauso wie die Hündinnen. Alle 3 Hunde sind sehr gut sozialisiert, alle 3 sind freundlich zu fremden Hunden und sie haben keine Probleme wenn andere Hunde (auch fremde) uns zuhause besuchen. Jetzt das Problem.
Seit die 3-jährige Hündin trächtig ist, will er bestimmen. Er will nicht das die Hündinnen mit den Rüden von unserem vorherigen Wurf spielen. Er stoppt sogar die 6-jährige, die eigentlich die Chefin von den dreien ist. Seit gestern macht er aber nun auch Anstalten mich einzugrenzen, was er früher nie nie nie gemacht hätte. Gestern hat er sich noch quer vor mich gestell (T) und die jungen Rüden weggenknurrt. Das habe ich nicht geduldet und heute hat er das schon nicht mehr gemacht. Die jungen Rüden unterwerfen sich (legen sich auf den Rücken) und er steht über sie und blebt stehen. Die jungen Rüden lecken ihm dann das Maul und er knurrt sie dabei an. Bis vor 2 Wochen hatte ihm das gereicht und er hat mit ihnen gespielt. Jetzt macht er aber weiter und gibt sich damit nicht zufrieden. Er läuft auch mit hoch erhobenen SChwanz durch die Gegend und wirkt auf mich wie ein Macho.
Er ist vom Charakter her eher ein unsicherer Hund, der gar nicht dominant ist. Er geht (bis vor eingie Tagen) jedem Streit aus dem Weg. Zeigt körpersprachlich, dass er keinen Ärger will (Kopf zur Seite, nähert sich seitlich...) und wenn ihm ein Hund blöd kommt, geht er weg. Er hat sich dann auch mal hinter mich gestellt. Ich habe das Gefühl, das ihm die jetzige Situation auch nicht gefällt und sie ihm richtig Streß bereitet. Er fühlt sich in diese Situation gezwungen. Ich kann ihm im Moment noch nicht helfen, weil ich hier an meine Grenzen komme und nicht weiß, wie ich ihm helfen soll, was mich sehr traurig macht, denn er ist so ein toller lieber Hund.
Wenn er die jungen Rüden unterwirft (mit knurren und starrer Körperhaltung), lasse ich es zu bis sie sich unterworfen haben. Wenn er dann nicht nachlässt, gehe ich dazwischen. Bis vor kurzem hörte er ja dann von selbst auf. Wenn das in Entfernung geschieht, rufe ich seinen Namen, dann kommt er sofort zu mir. Aber er macht das auch direkt vor mir und dann kann ich ihn ja nicht rufen. Dann schiebe ich mich dazwischen oder sage mal laut "Nein, lass das" und schiebe ihn weg. Leider kommt dann der junge Hund schon wieder an und leckt wieder die Lefzen. Dann schuppse ich noch vorsichtig den jungen Hund weg. Also diese Situationen hatte ich gestern und heute.
Meine Frage nun an euch: Kennt ihr solch eine Situation? Wie geht ihr damit um?
In Bezug auf die jungen Rüden, soll ich ihn schon vorher stoppen? Also noch bevor sich die Rüden unterwerfen? Aber bleibt dann die Situation nicht ungeklärt?
Ich will ihn nicht vor den anderen (rangniedrigeren) schimpfen, wenn er knurrt, damit ich keinen Frust fördere. Oder sehe ich das falsch?
Wie würdet ihr damit umgehen?
Klar könnte ich jetzt getrennt mit den Hunde gehen, denn ich denke nicht, dass er sich so verhält, wenn die 3-jährige nicht dabei ist. Oder sollte ich für die nächste Zeit getrennt gehen? Ich hoffe, dass sich sein Verhalten nach der Welpenzeit wieder legt. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn mit dieser Situation so alleine lasse. Ich befürchte, dass ich doch nicht die Rudelführerin bin, wie ich eigentlich immer dachte.
Bisher gab es nie einen Grund getrennt mit den Hunden zu gehen (außer zum Training), denn auch wenn er seine Leinenaggression zeigte, hat er nur geblöfft und hat nicht wirklich an der Leine gezogen. Die Hündinnen sind ruhige und entspannt und ziehen sowieso nicht. Also kein Grund getrennt zu gehen.
Falls etwas noch unklar ist, fragt ruhig, bevor wild interpretiert wird.
Danke euch schon einmal für eure Antworten.
Liebe Grüße
ich bin ganz neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Auch habe ich einige Beiträge mit richtig tollen Anworten hier gefunden, weshalb ich mich hier angemeldet habe. Natürlich habe ich auch gleich eine Frage, bzw. ein kleines Problem.
Ich (42 Jahre) habe einen Rhodesian Ridgeback Rüden, 2 Jahre alt (mein erster Rüde), und zwei Hündinnen mit 3 und 6 Jahren. Die 3 jährige Hündin ist trächtig (in der 4ten Woche), vom Rüden gedeckt. Wir haben Kontakte zu Welpen aus unserem letzten Wurf, die sind jetzt 11 Monate alt (von der 6-jährigen Hündin). Mein Rüde wurde mit 17 Monaten von einem Schäferhund ins Gesicht gebissen und hat seitdem eine Leinenaggression, an der wir arbeiten. Vorher gab es überhaupt keine Probleme. Er war 17 Monate ein Traumhund - total unkompliziert. Meine Hündinnen sind beide sehr lieb, brav, gehorsam. Genauso der Rüde. Er ist super gehorsam, sehr lieb und verschmust, zu jeder Zeit abrufbar, auch mitten im Spiel, genauso wie die Hündinnen. Alle 3 Hunde sind sehr gut sozialisiert, alle 3 sind freundlich zu fremden Hunden und sie haben keine Probleme wenn andere Hunde (auch fremde) uns zuhause besuchen. Jetzt das Problem.
Seit die 3-jährige Hündin trächtig ist, will er bestimmen. Er will nicht das die Hündinnen mit den Rüden von unserem vorherigen Wurf spielen. Er stoppt sogar die 6-jährige, die eigentlich die Chefin von den dreien ist. Seit gestern macht er aber nun auch Anstalten mich einzugrenzen, was er früher nie nie nie gemacht hätte. Gestern hat er sich noch quer vor mich gestell (T) und die jungen Rüden weggenknurrt. Das habe ich nicht geduldet und heute hat er das schon nicht mehr gemacht. Die jungen Rüden unterwerfen sich (legen sich auf den Rücken) und er steht über sie und blebt stehen. Die jungen Rüden lecken ihm dann das Maul und er knurrt sie dabei an. Bis vor 2 Wochen hatte ihm das gereicht und er hat mit ihnen gespielt. Jetzt macht er aber weiter und gibt sich damit nicht zufrieden. Er läuft auch mit hoch erhobenen SChwanz durch die Gegend und wirkt auf mich wie ein Macho.
Er ist vom Charakter her eher ein unsicherer Hund, der gar nicht dominant ist. Er geht (bis vor eingie Tagen) jedem Streit aus dem Weg. Zeigt körpersprachlich, dass er keinen Ärger will (Kopf zur Seite, nähert sich seitlich...) und wenn ihm ein Hund blöd kommt, geht er weg. Er hat sich dann auch mal hinter mich gestellt. Ich habe das Gefühl, das ihm die jetzige Situation auch nicht gefällt und sie ihm richtig Streß bereitet. Er fühlt sich in diese Situation gezwungen. Ich kann ihm im Moment noch nicht helfen, weil ich hier an meine Grenzen komme und nicht weiß, wie ich ihm helfen soll, was mich sehr traurig macht, denn er ist so ein toller lieber Hund.
Wenn er die jungen Rüden unterwirft (mit knurren und starrer Körperhaltung), lasse ich es zu bis sie sich unterworfen haben. Wenn er dann nicht nachlässt, gehe ich dazwischen. Bis vor kurzem hörte er ja dann von selbst auf. Wenn das in Entfernung geschieht, rufe ich seinen Namen, dann kommt er sofort zu mir. Aber er macht das auch direkt vor mir und dann kann ich ihn ja nicht rufen. Dann schiebe ich mich dazwischen oder sage mal laut "Nein, lass das" und schiebe ihn weg. Leider kommt dann der junge Hund schon wieder an und leckt wieder die Lefzen. Dann schuppse ich noch vorsichtig den jungen Hund weg. Also diese Situationen hatte ich gestern und heute.
Meine Frage nun an euch: Kennt ihr solch eine Situation? Wie geht ihr damit um?
In Bezug auf die jungen Rüden, soll ich ihn schon vorher stoppen? Also noch bevor sich die Rüden unterwerfen? Aber bleibt dann die Situation nicht ungeklärt?
Ich will ihn nicht vor den anderen (rangniedrigeren) schimpfen, wenn er knurrt, damit ich keinen Frust fördere. Oder sehe ich das falsch?
Wie würdet ihr damit umgehen?
Klar könnte ich jetzt getrennt mit den Hunde gehen, denn ich denke nicht, dass er sich so verhält, wenn die 3-jährige nicht dabei ist. Oder sollte ich für die nächste Zeit getrennt gehen? Ich hoffe, dass sich sein Verhalten nach der Welpenzeit wieder legt. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn mit dieser Situation so alleine lasse. Ich befürchte, dass ich doch nicht die Rudelführerin bin, wie ich eigentlich immer dachte.
Bisher gab es nie einen Grund getrennt mit den Hunden zu gehen (außer zum Training), denn auch wenn er seine Leinenaggression zeigte, hat er nur geblöfft und hat nicht wirklich an der Leine gezogen. Die Hündinnen sind ruhige und entspannt und ziehen sowieso nicht. Also kein Grund getrennt zu gehen.
Falls etwas noch unklar ist, fragt ruhig, bevor wild interpretiert wird.
Danke euch schon einmal für eure Antworten.
Liebe Grüße