Diabetes

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Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

unser Hund, Labrador-Mischling, 10 Jahre, kastriert und 34,7 kg leicht ist leider an Diabetes erkrankt. Wir waren beim Arzt und spritzen nun zweimal täglich Insulin. Er bekommt im Moment 12 Einheiten, unsere Entscheidung (Anfangs empfohlene vom Tierarzt: 17,5 Einheiten) gespritzt. Wir haben natürlich die Ernährung auf Frischfleisch umgestellt. Anfangs frass er es noch roh. Im Moment schwankt es. Wir kochen oder braten es auch. Dazu Gemüse und Salate.
Ich habe mich hier nun in diesem Forum angemeldet, um Euch nach euren Erfahrungen zu fragen. Und weil Diabetes unter Tieren wohl noch ein totes Thema in Internet ist. Zum Beispiel hat unserer Tierarzt gesagt, das der Hund ja kein Getreide mehr darf. Was heißt ich soll nicht mehr mit Getreidemehlen Leckere Sachen für den Hund backen. Ist dies richtig, denn man liest unterschiedliches im Internet. Dann bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich auf eine Seite lass, das man dem Hund kein rohes Fleisch füttern darf, wenn er an Diabetes erkrankt ist. Was denn nur? Will man an Informationen von Fachleuten, dann muss man tief in die Tasche greifen. Ich hatte mal recherchiert und wollte Rat einer Tierheilpraktikerin. eMail-Beratung ab 30 Euro. pffff.
Ach ja, da die Werte im Moment sehr schwanken, machen wir des öfteren ein Tagesprofil. Gestern Abend hatte er zum Beispiel kurz vor der Spritze über 500 und heute morgen wieder 232. Schwankt das immer so, oder kann man es hinbekommen das es nur ein wenig schwankt?
Was denkt und meint ihr zu all dem?

Freundliche Grüße
Marko
 
  • Diabetes

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  • Diabetes Beitrag #2
Huhu,

was das Getreide und das Backen angeht: Da kommst du wunderbar drum herum ;). Du kannst die meisten Rezepte ohne machen, zum Beispiel einfach Thunfisch mit Ei und Kräutern ausbacken und dann in Stücke brechen, oder auch Gemüse/Obst pürieren und mit etwas Ei und Quark »zusammenkleben«. Fast alles, was du irgendwie zerkleinern kannst, kannst du zu einer Pampe mischen, auf einem Backblech ausstreichen und dann durchbacken und in Stücke schneiden/brechen. Du kannst auch Hühnerherzen oder Leber in Stücke schneiden und im Backofen trocknen, je nach Größe etwa 2 Stunden bei ca. 120 Grad.

Habt ihr denn die Dosissenkung mit dem TA abgesprochen? Sicher ist es möglich, bei Erfolg die Dosis etwas auszuschleichen, aber der TA sollte über sowas immer informiert werden bzw. das begleiten, allein schon, falls es Probleme gibt. Gewisse Schwankungen lassen sich auch je nach Futteraufnahme sicher nicht vermeiden, aber 500 klingt für mich heftig. Normal sollte m.W. etwa 100 sein. Vielleicht ist die Dosis einfach zu niedrig?

Was mir noch auffällt: 34,7 kg für einen Labbimix – –das klingt recht viel, hat er Übergewicht? Das sollte auf jeden Fall auf Normalgewicht reduziert werden, das würde euch auch schon helfen.

Wegen der Ernährung hab ich mal in mein Diätetikbuch geschaut:
  • Kleine Mahlzeiten (2 bis 3 pro Tag, empfohlen morgens und abends 25%, mittags 50%)
  • keine zuckerhaltigen Futtermittel (Mono- und Disaccharide im besonderen)
  • Fasergehalt anpassen (vermindern die Glukoseabsorption im Darm): maximal 2g/kg KM/Tag, bei Zellulose 1,5g. Lösliche Fasern (z.B. Weizenkleie, Zellulose, Guar) eignen sich besonders.
  • Die Rationen sollen eine möglichst gleiche, ausgewogene Zusammensetzung vorweisen, um Schwankungen im Insulinhaushalt zu vermeiden (vermutlich euer derzeitiges Problem).
  • Vermeidung von Übergewicht
 
  • Diabetes Beitrag #3
Hallo und danke für deine Antwort.

Das Backen mit Quark und Ei habe ich mir auch schon überlegt, aber ich verstehe nicht warum ein Tierarzt sagt keine Getreidemehle und andere wiederum sagen man kann ruhig mit Getreidemehlen backen. :(

Er wiegt jetzt 31,7 kg. Was ist den das Idealgewicht eines Labbimixes? Was die Fütterung angeht wurde jetzt auf relativ hochwertiges Dosenfutter umgestellt, weil er das rohe Fleisch verweigert hat. Dazu bekommt er Möhren und Zucchini. Ab heute auch regelmäßig Brokkoli und Grünkohl. Habe in verschiedenen OnlineShops gesehen, dass es auch Zusätze in Pulverform gibt. Was hälst du davon?

Grüße
Marko
 
  • Diabetes Beitrag #4
aber ich verstehe nicht warum ein Tierarzt sagt keine Getreidemehle und andere wiederum sagen man kann ruhig mit Getreidemehlen backen. :(
Getreide ist in der Hundeernährung ein ganz, ganz schwieriges Thema, besonders unter Leuten, die viel selbst herstellen bzw. barfen. Es fängt an mit Gluten, geht über Allergien (wobei Getreide da nicht einmal der Hauptauslöser ist, sondern tierische Proteine) bis hin zu Entzündungsförderung durch Getreide. Dazu gibt es auch Studien, ob es nun wirklich so ist oder nicht – wenn ich die Wahl und ein konkretes Problem habe, würde ich das zur Sicherheit ernst nehmen und Getreide meiden.
Bei dir wird das Hauptthema folgendes sein, also in Bezug auf Diabetes: Die Glukose im Getreide ist eine Form von Zucker, die der Hund im Verlauf der Verdauung aufspaltet (ob bereits im Fang oder erst im Magen sei mal dahingestellt, ich halte es für fragwürdig, dass die Spaltung bereits im Maul geschehen und dadurch Zahnstein auslösen soll, dafür ist die Konzentration der dafür notwendigen Alpha-Amylase im Speichel m.E. zu gering) und wie wir wissen fördert Zucker Übergewicht und hat Einfluss auf den Zuckerspiegel des eigenen Körpers. Wer sagt, man könne damit backen, geht wohl davon aus, dass der Hund das Getreide nicht verdauen oder zumindest die Kohlehydrate nicht spalten kann, das stimmt aber wie wir inzwischen wissen nicht. Der Hund ist durchaus imstande, entsprechend vorbearbeitetes Getreide zu werten, d.h. wenn es zerkleinert ist kann der Hund die Inhaltsstoffe auch spalten. Bei Getreidemehlen ist dies mehr als der Fall, denn feiner gemahlen geht kaum. Lediglich ein ganzes Maiskorn kommt vermutlich auch ganz wieder raus, da es im Maul nicht zerkleinert werden und dann auch nicht verdaut werden kann.
Wer hat dir denn gesagt, dass es ginge? Wir sind hier zwar auch ein Forum, aber grundsätzlich bevorzuge ich die Meinung eines TAs und nicht, was ohne Quelle in einem Forum gepostet wurde. Wenn du unsicher bist hol dir eine zweite Meinung von einem TA, aber grundsätzlich würde ich dem ersten erstmal zustimmen.


Was ist den das Idealgewicht eines Labbimixes?
Kommt drauf an, ob Chihuahua oder Bernhardiner mit drin ist :lol:. Grundsätzlich sollte von oben eine Taille sichtbar sein, die Rippen sollten gut tastbar sein und von der Seite im Stehen betrachtet sollte so ein Schwung nach oben zu sehen sein, ausgehend vom Brustkorbende. Du kannst gerne mal ein Bild im Stehen von oben und im Stehen von der Seite einstellen. Frag auch mal den TA, ihr müsst vermutlich eh nochmal zur Kontrolle hin?


Was die Fütterung angeht wurde jetzt auf relativ hochwertiges Dosenfutter umgestellt, weil er das rohe Fleisch verweigert hat. Dazu bekommt er Möhren und Zucchini. Ab heute auch regelmäßig Brokkoli und Grünkohl. Habe in verschiedenen OnlineShops gesehen, dass es auch Zusätze in Pulverform gibt. Was hälst du davon?
Halte ich für eine gute Lösung, also das Dosenfutter. Darf ich fragen, welches es ist? Zeigs am besten auch mal dem TA, solche Sachen würde ich bei chronischer Krankheit immer abstimmen und wenn es nur dazu dient, das in der Akte zu vermerken, für den Fall, dass mal Schwankungen o.ä. auftreten.
Was die Pulver angeht gibt es viele verschiedene, aber grundsätzlich: Finger weg. Wenn es Mineralstoff- und/oder Vitaminpulver sind sind sie völlig überflüssig, wenn ihr ein Alleinfuttermittel füttert (davon gehe ich mal aus?). Da ist bereits alles drin, alles andere ist eine Überdosierung und ebenso wenig wünschenswert.
Sonstige Ergänzungssachen für Gelenke und Co. würde ich nur geben, wenn auch die medizinische Notwendigkeit besteht. Und Fellkuren o.ä. kannst du ganz einfach selbst mischen, ohne was künstliches zugeben zu müssen (im Falle von Fellproblemen Bierhefe und Eigelb). So hast du einen besseren Überblick, was der Hund genau gefressen hat, was ich bei solchen Erkrankungen für sehr wichtig halte.

Ich nehme an, ihr führt Buch über Fütterungen und Zuckespiegelmessungen? Wenn nicht würde ich es anfangen, um eventuelle Fütterungsfehler mit Auswirkung auf den Zuckerspiegel zurück verfolgen zu können.
 
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