Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen?

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  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #1
Domicela

Domicela

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Hallo!

Man weiss ja wie es eigentlich laufen soll im Tierschutz aber habt ihr schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?
Würde mich sehr interessieren...
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #2
Hallo

ich weiß nicht genau was du mit schlechten Erfahrungen meinst, aber ich denke ich hatte noch keine. Inzwischen habe ich meinen 3. Hund aus dem Tierschutz (Spanien, Griechenland) und keiner von denen war schlechter als andere Hunde. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass Hunde aus dem Tierschutz lieber sind, als manch andere, aber das ist nur meine Erfahrung.

LG Kanaan
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #3
Meinst du damit, die Hunde selbst oder den Tierschutz (Tierheim, Orga, etc.)?

Bei den Hunden kommt es sicher auf den jeweiligen Hund an. Manche haben einfach schlechte Erfahrungen gemacht, wo man halt mit Arbeiten muss.

Und unter Tierheimen / Orgas gibts natürlich auch schwarze Schafe.

Ich hab zwar noch keinen Hund aus dem Tierschutz, aber dafür fast alle meine Kleintiere und weder bei der Nothilfe / dem Tierheim noch mit den Tieren selbst schlechte Erfahrungen gemacht.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #4
Eher den Tierschutz Orga,Verein wie auch immer nach dem Motto "der beste Hund der Welt nehmen sie ihn am besten schon heute"(überzogen gesagt) und dann stellt sich raus das man nicht DEN richtigen Hund (von Eigenschaften her) bekommen hat und auch noch dafür Zwischenmenschlich aufs unterste Niveau runtergemacht wird da es einfach nciht passt und klappt...
Käse das ist jetzt so grob beschriebn das keiner so wirklich anfangen kann...
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #5
Tierschutz ist ein sehr weitläufiger Begriff, das geht über die örtlichen TH bis ins Ausland und diverse Vermittlungsstellen. Leider vermehren sich auch in letzter Zeit, dass TS gerne missbraucht wird und dahinter schon organisierter Tierhandel verborgen ist. Ich kann immer nur anraten als erste Anlaufstelle den örtlichen TS oder TH zu konsultieren und von dort aus sichere Adressen zu bekommen oder sogar Quervermittlungen für Auslandshunde (wovon ich pers. nicht ganz überzeugt bin).
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #6
Ich habe keine eigenen Hunde, kann aber von Freunden&Bekannten berichten.

Einmal sehr positiv: Eine Freundin hat jetzt ihren zweiten Tierheimhund (Nr.1 ist an Altersschwäche gestorben) und ist überglücklich mit ihr. Natürlich gibt es ein- zwei Macken, die abtrainiert werden müssen, aber das ist kein Problem.
Auch in meiner Familie gibt es Tierheimhunde, die allesamt unglaublich lieb sind. Eine Tante hatte beides, einen Hund, den sie als Welpe hatte und später eine Hündin aus dem Tierheim. Gleiche Rasse, gleiches Alter und doch: Die Tierheimdame war viel lieber und glücklicher. Das könnte aber auch am Charakter liegen :D

Leider habe ich auch negative, was allerdings nicht am Hund sondern eher am Besitzer liegt.
Da wurde sich ein Hund aus der Türkei angeschafft, der bisher ein unschönes Leben hatte, allerdings auch nicht gelernt hatte, bei Menschen zu leben. Die Besitzer sind totale Hundeanfänger und haben die Hündin gleich beim ersten Besuch mitgenommen, da sich der Hund in die Frau verliebt hatte.
Bei der Frau ist der Hund ungaublich lieb, hört aufs Wort und würde für sie ihr Leben geben.
Allerdings ist er nur bei ihr so. Ansonsten gibt es einige grobe Macken wie ständiges Bellen, sogar Beißen, übermäßiger Wachdrang, der schon zum Stress für das Tier wird. Angst vor Gewittern und Bodenerschütterungen. Teilweise tagsüber Langeweile usw.
Da wurde vorher einfach nicht gut genug nachgedacht, was man dem Hund wirklich bieten kann und was er braucht.

Wie bei jedem Tier, egal ob Hund, Katze, Meerschwein oder Vogel und egal ob vom Züchter oder aus dem Tierschutz gilt: Man sollte es sich dreimal überlegen, ob das Tier zur Familie passt und hat man ein "Nein" Gefühl, sollte man die Finger davon lassen.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #7
Huhu,

ja, ich habe schon schlechte Erfahrungen gemacht. Mein Rüde ist aus dem "Tierschutz" und nachher stellte sich raus, dass er nie geimpft wurde. Sein Bruder, den wir vorher hatten, ist dadurch an Parvo gestorben. Mein Rüde hat es Gott sei Dank überlebt, weil alle dann rechtzeitig handeln konnten. War ganz klar eine miese Orga bzw. Partnerorga, die der Orga, von der wir Jerry hatten, die Hunde übergeben haben. War aber auch ganz klar unsere Schuld. Meine Eltern haben sich nicht informiert und ich hatte mit 15 auch nicht das Wissen, das ich jetzt habe. Ich denke, in den wenigsten Fällen kann man Orgas allein verteufeln. Einen Teil der Schuld muss man bei sich selbst suchen.

Habe aber sonst viele gute Erfahrungen mit dem Tierschutz gemacht. Unser erster Hund kam aus dem Tierheim in unserer Stadt. Er war genau wie beschrieben und sie haben sich viel Mühe gegeben, ihn zu päppeln (wurde damals misshandelt und an der Autobahn ausgesetzt). Auch viele Hunde in meinem Freundeskreis kommen aus tollen Orgas sowohl im In- als auch Ausland. Dass ein Hund mal nicht so ist wie beschrieben, empfinde ich nicht als schlechte Erfahrung. Manchmal zeigen die Hunde erst im Zuhause ihr wahres Wesen. Da kann die Orga nichts für und da muss man sich drauf einstellen.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #8
Ich hatte immer Vorbehalte gegenüber ehemaligen Straßenhunden, aus der einfachen Überlegung heraus, dass die dann ja in der Prägephase nicht beim Menschen (und vllt. auch nicht beim Muttertier waren). Ich hab mich immer gefragt, ob Sachen wie die Beißhemmung oder Stubenreinheit noch nachträglich "anerzogen" werden können oder ob die ständige Sorge um Futter etc. in der Prägephase nicht dazu führt, dass sich problematische Verhaltensweisen einschleifen. Deswegen habe ich die Leute, die ich beim Spazierengehen getroffen habe einfach gefragt und bislang war die Rückmeldung vor allem, dass die Dankbarkeit mögliche Probleme überwiegt. Die Hunde hatten schon alle ihre "Macken" (z.B. extreme Trennungsangst, Territorialität, Schreckhaftigkeit), die auch mal schwierig waren. Da ich aber nur die Besitzer fragen konnte, die ihren Hund trotz der Probleme behalten haben, haben die eigentlich alle gesagt, dass das Wesentliche (der Hund ist seinem Besitzer gegenüber treu und loyal) stimmt und sie deswegen mit den Problemen leben können. Aber man kriegt wohl schon echte "Überraschungseier", die sich auch nicht zwingend entsprechend zu den Beobachtungen im Tierschutz verhalten.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #9
dass die Dankbarkeit mögliche Probleme überwiegt
Nur dazu kurz was, da wir das hier auch schon öfter hatten: Wir nennen es gerne Dankbarkeit, aber ein Hund kennt sowas nicht. Das möchte ich mal in aller Deutlichkeit betonen, weil ich so oft mit Leuten spreche, die glauben, mit ein wenig Liebe und Geduld (und da reden wir realistisch betrachtet von 2-3 Monaten in der Vorstellung der meisten) seien alle Probleme behoben. Der Hund müsse ja dankbar sein, dass man ihn gerettet hat. Für den Hund ist es aber keine Rettung, sondern er wird aus seinem gewohnten Lebensraum gerissen und in einen neuen, ihm völlig fremden Lebensraum gesetzt, in der er sich erst einmal einpassen muss.

In so einem Straßenhund steckt viel, viel Arbeit, bis er sich hier eingefügt hat. Es gibt sicher Exemplare, die schon auf Pflegestellen waren oder zuvor im Haus gelebt haben und das sehr schnell hinter sich bringen. Nicht jeder Straßenhund ist komplett verstört. Aber man bekommt eben ein Überraschungsei, das den Umzug ins Haus u.U. gar nicht toll findet.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #10
Hallo,
grundsätzlich 2 Dinge
1. gut dass es Tierschutzverbände gibt
2. schlimm dass dies überhaupt Notwendig ist
..und darin liegt doch schon mal die Problematik. Solange Organisationen zum Schutze wehrloser ( Tiere/Kinder/Flüchtlinge...)notwendig sind , krankt die Gesellschaft. Solange diese krankt...wird es auch innerhalb besagter Organisationen zu Schlechtem kommen.

Erfahrungsberichte Einzelner untermauern nur jeweils die ein oder andere Meinung....erörtern aber nicht das Grundproblem.

DANKE MISCHLING!
Der Hund müsse ja dankbar sein, dass man ihn gerettet hat. Für den Hund ist es aber keine Rettung, sondern er wird aus seinem gewohnten Lebensraum gerissen und in einen neuen, ihm völlig fremden Lebensraum gesetzt, in der er sich erst einmal einpassen muss.

LG Suno
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #11
Klar, "Dankbarkeit" ist da vielleicht nicht der richtige Begriff, aber die Leute haben den verwendet, um auszudrücken, dass Hunde die regelmäßige Versorgung mit Futter und den warmen, sicheren Schlafplatz durchaus schätzen lernen können und deswegen ihr Mißtrauen gegenüber dem Menschen genauso wie andere Verhaltensweisen aus der Straßenhunde-Zeit (z.B. Bunkern von Fressen) ablegen können. Im Wesentlichen ging es um die Bindung zum Besitzer: Die Besitzer hatten nicht das Gefühl, dass ihr Hund sie als "fremd" und "Bedrohung" betrachtet - womit die Basis für's Zusammenleben da war.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #12
Man muss bei Straßenhunden auch betrachten, dass sehr viele den Umgang mit dem Menschen tatsächlich gewöhnt sind. Durchaus auch positiven Kontakt. Schwierig wirds bei ländlich lebenden Hunden oder Hunden, die misshandelt wurden. Man muss sich vor Augen halten, dass diese Hunde nicht durch ihr Leben auf der Straße wieder zu Wildtieren oder verwilderten Haushunden wurden, die sie vor zich tausend Jahren waren. Wenn man nicht gerade einen 7 Jahre alten Straßenhund zu sich nach Hause holt, hat man gute Chancen, den Hund gut in eine Familie einzugliedern. Nur das braucht eben viel, viel Zeit und auch Hundesachverstand. Das Problem ist, dass viele Menschen - und das meine ich neutral - keine Ahnung von Hunden haben. Wenn man sich mal die Leute mit Sachverstand betrachtet - die haben noch fast jeden Hund an den Menschen gewöhnt. Damit will ich zwar nicht sagen, dass jeder Straßenhund wieder perfekt eingegliedert werden kann. Aber ich bin recht sicher, dass solche Hunde mit ausreichend Hundeverstand an den Menschen gut gewöhnt werden könnten - was nicht gleichbedeutend damit ist, dass er dann auch perfekt erzogen ist. An den Menschen gewöhnen und ihn erziehen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #13
Hallo,

ich habe lange hauptberuflich im Tierschutz gearbeitet und mache es nun noch privat nebenher.
Von meinen eigenen Hunden kommen zwei aus dem Tierschutz, der andere ist eine Übernahme von privat.

Ich kann für mich nur die Grundeinschätzung abgeben, dass es auch im Tierschutz vieles gibt, was schief läuft (gerade THs, die kaum Geld und Personal) und dass es sicher viele Leute gibt, die mit dem einen bestimmten Hund nicht hätten nach Hause geschickt werden sollen.

Auslandshunde, die direkt aus der Tötung oder von der Straße zu ihren Leuten kommen - ein Riesenproblem und leider oft ein Projekt welches scheitert. Deshalb mein Credo: nur bei Orgas nach Hunden suchen, die mit Pflegestellen oder Partnertierheimen arbeiten und die Hunde auch wirklich kennen, die sie vermitteln. Orgas, bei denen ich nur anrufen muss und schon habe ich einen Katalog mit Hunden auf dem Schoß und soll mir einen aussuchen, sind mir von vorneherein suspekt. Wenn kritisch nachgefragt wird und mir sofort eine Vorkontrolle "angedroht" wird, fühle ich mich schon besser aufgehoben - auch wenn genau das viele andere Menschen wohl eher abschreckt, ist das für mich ein wichtiges Kriterium.

Dann das Problem der deutschen THs, kein Geld, kein oder nur schlecht ausgebildetes Personal (ja, es werden immer weniger gelernte Kräfte beschäftigt, sondern man arbeitet mit Aushilfen oder 1€-Jobbern), Leute, die selbst nur Katzen und keine Ahnung von Hunden haben, vermitteln Hunde. Leute, deren Hunde verfettet und völlig verwöhnt sind - also bei denen schon die Einstellung zum eigenen Hund zweifehaft ist, vermitteln Hunde. Leute, die bei einem Hund vorne und hinten nicht unterscheiden können, vermitteln Hunde. das klingt jetzt hart, ist aber in vielen THs Realität. Leider. Auch das ist ein Riesenproblem. So landen einjährige Jagdhunde beim Renterehepaar aus dem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt und Herdenschutzhunde bei der jungen Familie mit zwei kleinen Kindern, die nicht mal einen Garten haben. Und hinterher sind alle Beteiligten unglücklich. Ebenso der "Druck" bei der Vermittlung - THs sind überfüllt, d.h. jeder Hund der weg ist, ist gut. Da wird dann auch mal schnell ein wichtiges Detail nicht erwähnt. Ein Charakterzug des Hundes runtergespielt und es wird etwas "übers Bein gebrochen", was eigentlich Zeit und Muse bräuchte.

Mein Credo: auch TH-Hunde muss man kennenlernen. Argumente wie "wenn sie ihn heute nicht mitnehmen, ist er weg" lassen mich kalt, wer mir so kommt, ist mir schon mehr als suspekt. Man sollte mehrmals Gassigehen können, man sollte sich mit dem Hnd beschäftigen dürfen und man sollte auf jede Frage auch ein Antwort bekommen, kein "das wird schon, wenn er erstmal bei Ihnen ist", sondern Tipps und Tricks wie man dieses oder jenes Verhalten abtrainiert bzw. in den Griff bekommt. Wenn ein Hund mehrere Interessenten hat, dann hat der Interessent, der am Besten passt den Hund zu bekommen und nicht der, der am schnellsten war. Meine Meinung. Trotzdem gibt es das oft genug. Manchmal wird es auch nur gesagt um die Leute unter Druck zu setzen, wenn man gesehen hat, dass ihnen der Hund gefällt. Sowas finde ich absolut bescheuert und das hat mit Tierschutz nichts mehr zu tun. Denn der Hund (also das Tier) wird damit nicht geschützt, sondern im Zweifel an die völlig falschen Leute vermittelt!

Falsch wäre es aber auch jetzt die ganze Verantwortung an die schwarzen Schafe unter den THs und Orgas abzugeben!
Wer mit ein bisschen Verstand an eine Hundeadoption rangeht und nicht nach dem Motto "Ich will aber und zwar jetzt sofort" arbeitet, sondern sich Zeit lässt, abwägt, sich selbst hinterfragt, der bekommt ganz sicher einen wundervollen Hund aus dem Tierschutz und kann mit diesem Tier glücklich werden - weil es dann passt! Und da kann auch ein HSH in eine junge Familie passen oder ein Jagdhund zu einem Rentnerpaar - aber eben nur, wenn die Passung auch geprüft wurde! ;)
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #14
Off-Topic
Wenn man einen Hund aus dem Ausland holt, der noch nie wirklich Kontakt zu Menschen hatte, dann hat man einen Fall, an dem man richtig zu knacken hat.
Dann ist da nichts mit "Dankbarkeit". Was man schon sehr oft sieht, ist diese "Flitterwochen"-Phase. Die ersten paar Monate ist alles tip top, dann kommt so etwas wie eine zweite Pubertät und der Hund fängt an zu testen.
Da schätze ich aber, dass es nichts mit Dankbarkeit sondern eher mit Planlosigkeit zutun hat. Der Hund ist völlig fremd, weiß nicht was er will, fragt also nicht und macht einfach.

Bei Mo hatte ich das auch. Leinenführigkeit wurde innerhalb von wenigen Tagen perfektioniert. Dabei trug er noch nie zuvor ein Halsband und war schon ein Jahr alt. Aber dankbar war er gewiss nicht. Ich hatte gut zutun, ihn durch Futter von mir abhängig zu machen. Beim Gassigehen, ging er einfach zu fremden hin und bettelte da, machte sich auf Streife, um selbst etwas zu finden etc.


Zu den schlechten Erfahrungen:
Es gibt überall schwarze Schafe, auch im Tierschutz. Grade in Auslandstierschutz sieht vielleicht die ein oder andere Person hier in Deutschland Potential ein Bisschen Geld zu scheffeln.
Manchmal verlangen die Pflegestationen drüben nicht viel für ihre Hunde, wenn überhaupt etwas. Sie wünschen sich dann einfach nur, dass der Hund ein schönes zuhause bekommt. Da fließen die 350€ Schutzgebühr dann gern mal in die Tasche der Kontaktperson in Deutschland. Habe ich tatsächlich mal live so mitbekommen..

Mit den Hunden kann man auch ins Klo greifen... Grade, wenn man sich viele dieser Internetgesuche ansieht. Da sitzt dann ein Hund auf der Straße, in irgend eine Ecke gequetscht, völlig verängstigt geknipst und dran steht: Soundso sucht dringend ein neues Zuhause!
Auch hier sollte man m.M.n. Mitleids"käufe" vermeiden.. Ich habe es auch schon oft genug erlebt, dass ein völlig unpassender Hund angeschafft wurde und dann im Tierheim gelandet ist. Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein. Wobei es hier, wie ich finde, auch Sache der Orga in Deutschland ist, zu schauen, dass die Familie einen einigermaßen geeigneten Hund bekommt. Das kann man aber natürlich nur mit akuraten Angaben.

Von einem Hund, bei dem ich wusste, dass er sehr laut ist und viel Jagttrieb hat, stand z.B. dran: "Anfängerhund, versteht sich mit Kindern und Katzen.." und was weiß ich noch...

Natürlich ist das nicht immer so. Deshalb wäre mein Tipp immer, wenn man sich einen Hund aus dem Ausland holt:
Nie direkt aus dem Container, der grade aus Ungarn angefahren kommt. Entweder man übernimmt einen Hund, der bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland ist und den man besuchen kann, oder man wird erst Pflegestelle mit eventueller Übernahme. Damit der Hund eben nicht sofort im Tierheim landet, wenn es doch nicht passt.

Klar, "Dankbarkeit" ist da vielleicht nicht der richtige Begriff, aber die Leute haben den verwendet, um auszudrücken, dass Hunde die regelmäßige Versorgung mit Futter und den warmen, sicheren Schlafplatz durchaus schätzen lernen können und deswegen ihr Mißtrauen gegenüber dem Menschen genauso wie andere Verhaltensweisen aus der Straßenhunde-Zeit (z.B. Bunkern von Fressen) ablegen können.
Schätzen lernen viel weniger, als gewöhnen. Hunde denken nicht zurück. Und noch viel weniger können sie einen Unterschied machen "Da ging es mir schlecht, hier geht es mir gut.".
Wie gesagt, m.M.n. ist diese "Dankbarkeit" eher eine Fehlinterpretation.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #15
Ich bekomme immer öfter mit, dass deutsche Tierheime auch mit Partnerorgas im Ausland zusammenarbeiten. Ich finde, das ist auch eine gute Anlaufstelle, wenn man seinem örtlichen Tierheim vertraut. Manche guten Orgas stellen auch viele Videos ihrer Schützlinge ein. Das ersetzt natürlich nicht das Kennenlernen auf einer Pflegestelle, aber man sieht zumindest halbwegs die Herkunft des Hundes und kann auch einen gewissen Grad Seriösität erkennen.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #16
Bisher hatte ich überwiegend schlechte Erfahrungen in meinem Umkreis und bei mir selber erfahren müssen.
Es gibt halt keine Hunde aus dem "Katalog", das funktioniert einfach nicht. Man kann sich keinen Hund im Internet aussuchen, sich in ihn verlieben und meinen, der würde 100% zu uns passen. Wenn man sich dann den Text unter dem Tier durchliest, ist es um einen geschehen. Natürlich, die Texte hören sich einfach unendlich traurig an, wer bekommt da nicht ein blutendes Herz von? Aber genau darauf verlassen sich viele Orgas einfach. Wenn man sich mal auf verschiedenen Seiten einliest, merkt man klar:
JEDER Hund ist ein armes Würstchen. JEDER Hund wünscht sich ein Zuhause, ja, und zwar nur bei IHNEN!
Probleme werden da kaum bis garnicht angesprochen. Eine Nachbarin suchte wochenlang nach einem Hund, Auswahl ist ja genug da. Ein Hund sprang ihr dann ins Auge, trauriger weggeworfener Hund, er kennt nichts als Leid in seinem Leben. Kurz danach steht dann:Er liebt Kinder...
da frage ich mich, ein Hund, der auf der Straße großgezogen worden ist, liebt Kinder?!
Das kann einfach nicht sein, man muss klar sagen, dass die meisten einfach Angst vor Menschen haben. In diesen Ländern sind die Hunde wie hier die Tauben oder Ratten - es ist hart aber wahr. Steine werden geschmissen, die Tiere werden getreten, verscheucht... aber er liebt Kinder.

Ich frage mich, wann der Trend aufhört, massenhaft Hunde einzufliegen und zu "retten". Viele dieser Hunde haben ein Trauma, ein Mensch, der kurz zuvor ihn verletzt hat, holt ihn ab und steckt ihn in ein Haus. Dann muss er auch noch mit dieser gemeinen "Rasse"-Mensch leben.
Aber besonders traurig macht es mich, die Tiere wie Waren zu behandeln. Alles perfekt, tip top, kinderfreundlich, liebt Menschen... obwohl es doch nicht so ist. Man sollte klar sagen, was für Probleme diese Hunde haben damit man gezielt zu Familien bzw. Menschen die alleine wohnen, vermitteln kann.
Viele Orgas stecken sich einfach "so viele Tiere wie möglich" ein und möchten die natürlich so schnell vermitteln.
Da kaum einer die Tiere kennt, wird einfach ein Text dazugeschrieben. Man könnte sagen, es ist immer ein Standarttext der für alle Hunde genommen werden kann.

Bei mir hört hier der Tierschutz seit Rumänien schon lange auf. Deshalb ist es besonders wichtig, IM Land was zu unternehmen und endlich Straßentiere so gut es geht zu kastrieren. Die Lösung kanns einfach nicht sein, einfach alle Hunde zu nehmen und in fremden Ländern zu vermitteln. Die überbrückende Hilfe danach sucht man teils auch verzweifelt. Wenn das Tier erst mal da ist, hilft kaum einer, so meine Erfahrung.

Das heißt nicht, dass ich den Tierschutz allgemein verteufel. Es gibt viele seriöse Hilfen, die man aber leider heutzutage wie die Nadel um Heuhaufen suchen muss. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt. Die Tierhilfe Griechische Pfötchen ist super, sie kämpfen aktiv auch im Ausland, vermitteln die Tiere mit allen Informationen, schlechten sowie guten Eigenschaften. Sie wollen die Leute kennen lernen, machen Treffen und stehen mit Rat zur Tat zur Seite. Sowas gibt es auch, aber wie gesagt, man muss diese suchen. Denen biete ich gerne meine Hilfe an, habe auch oft vermittelnd geholfen und diente auch als Pflegestelle.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #17
Ich bin seit mehr als sieben Jahren aktiv im Tierheim tätig, sehe viele Hunde kommen und gehen. Immer wieder kommen Hunde zurück. Nicht immer liegt es an schlechter Beratung, sondern auch oft daran, dass die Menschen Dinge verheimlichen.
Zwei Fälle, die ich miterlebt habe.
Fall A:
Junges Ehepaar mit Säugling kommt ins Tierheim. Sie möchten gerne einen kleinen bis mittelgroßen, jungen Hund. Sie haben ein großes Haus, einen Garten und die Frau ist wegen des Kindes den ganzen Tag zu Hause oder der Hund kann eben mitkommen. Es werden verschiedene Hunde gezeigt, man entscheidet sich für einen sechs Monate jungen Rüden. Sehr niedlicher Kerl.
Auf der Rückfahrt übergibt sich der Kleine mehrfach. Hmm, nee ist ja ekelig! Frau muss es weg machen, weil der Mann sich ekelt. Zuhause angekommen ist der kleine total verängstigt. Riesiges Haus und oh ha, da ist ja noch ein Kind, das total hibbelig ist, zwei weitere Menschen plus dem kleinen Knirps von Mensch.
Der Hund zieht sich in die hinterste Ecke zurück. Die zwei neuen Zweibeiner gehen. Zurück bleiben die Menschen, die ihn geholt haben, der Knirps und der Säugling.
Es kommt wie es kommen muss: der Hund ist so unsicher, weil der Knirps ständig was von ihm will, wirklich Ruhe halten darf er nicht.
Die Frau bittet um Rat, wie sie damit umgehen kann, weil der Hund sich übergibt beim Auto fahren und weil er den Knirps angeknurrt hat. Es werden viele Ratschläge gegeben.
Einen Tag später steht der Mann mit dem Hund im Tierheim und sagt "der wird sich nie an das Auto fahren gewöhnen hat unser Tierarzt gesagt. Meine Frau fährt aber täglich 200km mit dem Auto wo er mitfahren muss und da passt er einfach nicht rein". Warum man ihn nicht langsam ans Auto fahren gewöhnen kann etc. wird gefragt, aber der Mann bleibt dabei: der Hund muss zurück.
Im Nachhinein beginnt die Frau zu erzählen, dass der Knirps mit seinen fünf Jahren starkes ADHS hat, sie das Kind im TH tatsächlich verschwiegen haben und bewusst nur den Säugling dabei hatten. Sie sei total gestresst, weil sie den Knirps immer in den Kindergarten begleiten müsste und dann noch der Säugling und der Hund hätte auch mit dort hin gemusst. :shock: DAVON haben sie im Tierheim aber nichts gesagt. Sie wollte bloß das Familienbild vervollständigen, da sie nun nach einem Monat im Haus zu dem zweiten Kind auch noch einen Hund haben wollten. :(
Der Hund war glücklich, als wir ihn wieder in seinen Auslauf gepackt hatten.

Fall B:
Ein Mädchen, sechs Jahre wünscht sich sehnlichst (wie das bei Kindern so ist) einen Hund. Die Tante hat noch einen Katalog (ja, das war wirklich wie ein Katalog, habe das Teil selbst gesehen) zu Hause liegen gehabt von der Orga, von dem sie ihren Hund geholt hat. Rumänien, SMEURA. In diesem Katalog suchten sich Mutter und Tochter zwei Hunde aus. Einen alten gebrechlichen, der sein ganzes Leben in der SMEURA verbracht hat, super lieb zu allem und jedem ist, vor allem Kinder sehr gerne mag, verspielt, verschmust und wünscht sich doch nur noch einen schönen Ruheplatz für die letzten Jahre.
Der zweite Hund, ein junger (zwei jährig) wuscheliger, zuckersüßer Hund, auch kinderlieb, verspielt, verschmust, hat bis vor kurzem auf der Straße gelebt und wurde vom Tierarzt mit einem Blasrohr betäubt und anschließend eingesammelt. Sehr zutraulich und menschenbezogen. Beide Hunde sitzen in die Ecke gedrängt, vollkommen dreckig (Kot, Schlamm und wer weiß was noch) und verängstigt auf den Fotos. Die Rute, insofern man sie erkennen konnte bei einigen, klebt unterm Bauch, sie hecheln, die Ohren liegen an, die Augen stehen groß hervor usw.

Als das Mädchen mir diesen Katalog mit den Bildern zeigt, rufe ich am Nachmittag die HP des Vereins auf und fülle den Steckbrief aus, wie ihn viele Orgas haben. Die Familie scheint laut Fragebogen/Steckbrief perfekt für zwei Hunde zu sein.
Immer wer zu Hause, ländlich, Haus mit großem Garten, keine Nachbarn die sich aufregen könnten, mehr als ein Erwachsener und alle wollen die Hunde haben. Denn in dem Steckbrief wird nicht danach gefragt: Gibt es einen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder sozial-emotionalen, psychischen oder anderen Behinderung bei ihnen in der Familie? Denn diese Einschränkungen auf dem einen oder anderen Gebiet können leider auch genau der Grund sein, warum der Hund nicht in die Familie sollte. Ich arbeite selbst im Bereich der Behindertenhilfe und habe schon mehrfach gesehen, dass es Hunde gibt, die mit hyperaktiven Kindern nichts, aber auch wirklich gar nichts anfangen können. Nun stelle man sich vor, dass da so ein älterer Hund, der noch nie Kontakt zu Kindern hatte, weil er Zeit seines Lebens in der SMEURA verbracht hat, zu einer großen Familie kommt, wo immer Aktion angesagt ist, drei von fünf Kindern schweres ADHS aufweisen, viel Besuch kommt usw. Das kann nur schief gehen! Denn Ruhe zum Ankommen wird er Hund nicht bekommen.
Am nächsten Tag habe ich mit der Mutter des Mädchens gesprochen, ob sie ich schon über das Herkunftstierheim schlau gemacht hat, wie es aussieht usw. Sie verneint und ich kläre sie auf. Denn ich habe bereits einige ehemalige Bewohner aus der SMEURA in einem Tierheim im Osten Deutschlands kennen lernen dürfen. Jeder von ihnen war bissig, menschenscheu und futterneidisch.
Ich schlug der Frau vor, dass sie lieber in einem deutschen Tierheim schauen soll, wo auch viele Auslandtiere sitzen, wenn sie unbedingt was im Auslandstierschutz helfen will, aber sich keinen Hund einfach bestellen solle. Denn Hunde sind Lebewesen und kein Mantel, den man sich bestellt und den man, wenn er nicht passt, wieder zurück schicken kann. Auch wenn die Frau ansonsten nicht schnell einlenkt, bei dieser Sache habe ich sie davon überzeugen können. Es kamen noch andere Faktoren hinzu, die ich hier nicht weiter erläutern will, aber die Familie hat sich bis heute keinen Hund geholt, weil sie eingesehen haben, dass sie dem Tier nicht gerecht werden können.

Was ich damit sagen will: die Menschen, die einen Hund haben wollen, müssen genauso ehrlich zu den Pflegern sein, wie sie wollen, dass die Pfleger ihnen die Wahrheit über den Hund sagen!! Wenn die Interessenten was verschweigen oder sich so super darstellen, wie sie meinen, dass das TH es hören will, tun sie weder sich selbst noch dem Tierheim oder dem Hund einen Gefallen. Diese Steckbriefe können noch so perfekt aussehen, aber gerade bei den Auslandshunden, die direkt aus dem TH in Spanien oder sonst wo kommen, muss eine gute Vorkontrolle Pflicht sein!! Immer wieder Fragen stellen, die Widersprüche herausfiltern können, die Menschen einzeln befragen, Nachbarn mit einbeziehen oder sowas.


Es gibt viele schwarze Schafe, denen ich nie Geld zustecken würde.
Wenn eine Orga Hunde herüberholt und ihnen fällt erst nach der Hälfte der Strecke auf: Oh, da ist ja einer zu viel! Wir haben ja neun Hunde statt nur acht dabei. :eusa_think: Also wenn es bei 60-80 Hunden, die manche Orgas rüberholen erst beim Ausladen auffällt, dass da einer mehr ist als gedacht, kann ich es ja nachvollziehen, da bei der großen Menge echt der Überblick verloren gehen kann, wenn 15 Leute so einen Transporter beladen, aber bei acht Hunden eine große, zusätzliche Flugbox übersehen??? Das spricht nun unbedingt für Seriosität.
Mit Pflegestellen arbeiten kann gut sein, kann aber auch für den Hund noch mehr Stress bedeuten. Dann hat er sich einmal in der PS eingelebt und dann kommen Fremde und reißen ihn wieder da raus. Er beginnt im Grunde wieder bei null bei den neuen Leuten. Wie viele Hunde sind aufgrunddessen, dass sie nie wirklich ankommen konnten/durften schon zum Wanderpokal geworden? Denn sie konnten sich nicht an Gassizeiten gewöhnen, an ihren Platz und alles.

Mein Exfreund sagte mal "Alle spanischen Hunde sind futterneidisch, stur und werden nie stubenrein" Er wollte sich von mir auch nie eines anderen Tonus belehren lassen, denn er kennt "sie" ja ... dass er nur einen (!) ehemaligen Straßenhund aus Spanien kennen gelernt hat und ich um die 500 aus Spanien, um die 50 Slowaken, 120 Rumänen und woher sie sonst noch alle kamen. Meine Erfahrungswerte waren wesentlich breiter gefächert, aber nein, er wusste ja, wie "die Spanier alle" so sind... Wenn er meinen Hund, ebenfalls Spanier, hier sehen würde. Owei! Der Hund entspricht ja so gar nicht seinem Vorurteil!

Ich habe mit deutschen Tierschützern positive wie negative Erfahrungen gemacht. Es gibt viele Tierheime, die meinen "wenn der Hund sechs Stunden alleine bleiben muss am Tag, dann ist er hier besser aufgehoben" Klar, weil man bei 150 Hunden und drei Pflegern auch mehr Zeit für das Tier hat als ein Ehepaar Zuhause für einen Hund/eine Katze. Das ein Hund keine 12-14h alleine bleiben soll, klar. Aber es soll auch Hunde/Katzen geben, die sind glücklicher, wenn Herrchen und Frauchen mal einige Stunden weg sind und nicht die ganze Zeit um sie herum schwirren.
Mein Hund stammt auch aus dem TS und besucht mit mir jeden Samstag sein Tierheim. Wenn ich ihn rufe, damit wir gehen, freut er sich ein Loch in den Bauch, aber er freut sich auch, wenn er mit seinem Kumpel oder seinem Bruder mal frei laufen darf in einem der großen Ausläufe dort.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #18
Ich habe mit Tierheimhunden gute Erfahrungen gemacht. Mit Hunden aus Auslandstierschutzorganisationen gemischte.
wir haben uns als erstes einen Hund aus dem Tierheim geholt. Der aber leider mehrfach Besucher bei uns gebissen hat. Wir würden sehr gut vom Tierheim beraten, es würden verschiedene Hilfsangebote gemacht und zum Schluss im beidseitigen Einvernehmen nach länger schwerer Entscheidung der Hund zurückgebracht.
Unser jetziger Hund ist ebenfalls aus dem Tierheim. Nach mehreren Besuchen haben wir ihn bekommen und er war vom ersten Tag an unproblematisch. Er ist ein tolles kinderliebes Tier, er bleibt alleine, gehorcht gut, ist stubenrein und kerngesund.
 
  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #19
Vor längeren Wochen mussten wir uns leider von unserer Jackie verabschieden! Sie hat plötzlich mit 14 Jahren so heftige Krampfanfälle gehabt, dass wir uns keine Heilung mehr vorstellen konnten uns sie haben einschläfern lassen! Wir haben gedacht, wir machen eine Pause, fahren erstmal ohne Hund in den Urlaub, halten sie in treuem Angedenken!
Hat aber nicht funktioniert.....ein Leben ohne Hund ist eben doch weitgehend sinnlos.....
Dann haben wir uns halt ein bisschen umgeguckt....eines der Tierheime der Region besucht....einfach mal gucken.....vielleicht einen Hund zum Spaziergang ausführen.....
Und dann wurden wir doch ein bisschen überrumpelt....Joker war stürmisch aber nett, wurde uns gleich für drei Tage zur Probe an die Hand gegeben, Futter dazu....fehlte nur noch das Schleifchen.

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Uns war bekannt:
- seine Familie ist berufstätig und die ältere Dame, die sonst für ihn da war, war erkrankt und man mochte ihn nicht so lange allein lassen, deshalb Tierheim!
- er geht hinter Joggern, Radfahrern, Autos etc. her
- er ist "vorsichtig" gegenüber Fremden, fasst aber schnell vertrauen

Er ist sofort ins Auto gehüpft, war kuschelig, ließ sich nach kurzer Zeit schon abrufen, etwas stürmisch mit den Katzen und nicht gern allein.....nach 3 Tagen Probezeit haben wir um eine Woche verlängert, weil wir nicht wussten, ob das mit den Katzen funktioniert und ob er allein sein kann, wenn ich 3 Stunden dienstlich außer Haus bin.....
An der Tür hat er Menschen angesprungen und an die Hand gegriffen, schonmal eine Schramme hinterlassen.

Insgesamt waren wir der Meinung, all die kleinen Schwächen beüben zu können, haben dann den Vertrag unterschrieben....danach hat er sich gesteigert, war äußerst wehrhaft unseren Gästen gegenüber, hat diverse Schrammen hinterlassen und Löcher in Hosen gebissen, hat dann angefangen, uns nicht mehr aus dem Haus zu lassen, indem er an unserer Kleidung zog und sich nicht zurechtweisen ließ.

Auf unsere Frage nach Hilfe hieß es nur "darüber haben wir doch gesprochen". Äh....neee....darüber, dass er in Leute beißt, hatten wir nicht gesprochen....

- keine Vorkontrolle
- keine Überprüfung unserer Eignung
- keine Abfrage unserer Lebensgewohnheiten


Wir haben ihn unter vielen Tränen und nach heißen Diskussionen zurück gebracht, seine Beschreibung auf der Tierheimseite lautet immer noch wie folgt:

edit: Zitat entfernt, bei Fragen PN an mich/das Modteam

Unser Vertrauen ist nachhaltig geschädigt, zumal beim zweiten Treffen (als wir die Probezeit verlängert haben) schonmal ganz vorsichtig gefragt wurde, wie es denn wäre, wenn Leute an die Tür kämen.....ich gehe davon aus, dass die Problematik durchaus bekannt war.
 
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  • Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen? Beitrag #20
Hab negative Erfahrungen

Ich bin mir im Nachhinein nicht einmal sicher ob es sich wirklich um eine tierschutzorga handelt.
Die Hunde werden als perfekt da gestellt, es wird nicht darauf geachtet was der hund eigentlich benötigt, wo seine Bedürfnisse liegen, hauptsache vermittelt und kohle kassiert.
dann stellte sich heraus, dass es nicht passt und wollten ihm ein passendes zuhause suchen, indem er genau das bekommt wad er braucht, aber das durften wir nicht, er musste wieder zurück zu seiner unfähigen pflegestelle(konsequent gleich null) und die olle hat sich entschieden ihn zu behalten, nun hat er es nicht besser als vorher
 
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Tierschutz (Hunde) "schlechte" Erfahrungen?

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