- Tüte 18.02.2005 - 03.11.2005 Beitrag #1
N
Nicole_B.
Guest
Hallo auch! Ich möchte meiner Wut über das ach so tolle Tierheim Braunschweig Luft machen. Dieses Tierheim scheint sich von Lügen, Lügen, Lügen bei der Vermittlung zu ernähren, anscheinend können die tollen Mitarbeiter und ihr „super kompetenter“ Tierheimleiter nicht anders! Alles fing an bei der Vermittlung unserer ersten Katze. Die damalige Vermittlerin, die noch heute trotz vieler Kundenbeschwerden zuständig für die Kleintiere und den Tierrettungsdienst ist, erzählte uns dass die Katze die wir uns ausgesucht hatten, Mimi hieß und von einer Nachbarin ihrerseits abgegeben wurde, da die jetzt einen menschlichen Pflegefall hat und dort das Tier nur noch stören würde. Außerdem litt sie kurz nach ihrer Geburt an Katzenschnupfen, den sie im Tierheim bekam da sie dort auch geboren sein sollte, und welcher ihr den linken Sehnerv zerstört hatte. Wegen diesem „Schönheitsfehler“ wie sie ihn nannte, würde Mimi keine Chance haben überhaupt von jemandem aufgenommen zu werden. Mimi sollte auch damals wegen ihrem Katzenschnupfen zwangsernährt wurden sein, weil sie sich wohl selber aufgegeben hätte…warum sie uns diese Lügen (Beweise kommen noch) erzählt hatte, obwohl wir uns von Anfang an für diese Katze interessierten frag ich mich noch heute. Damals viel mir nicht auf das wir für Mimi einen brandneuen Impfpass bekommen hatten, obwohl sie doch eigentlich, wenn sie bei der Nachbarin aufwuchs und die alle Vorsorgemaßnahmen laut ihrer Seite getroffen hatte, diesen schon haben müsste. Naja…wie auch immer…Mimi war nun also bei uns zu Hause, natürlich wurde sie vom Tierheim auch nicht kastriert weil sie ja angeblich auch noch nie, laut Aussage der Vermittlerin, rollig gewesen sein soll. Nach drei Tagen war sie rollig und wir durften auch gleich den Tierarzt aufsuchen da Mimi nicht nur die Rolligkeit, sondern auch Würmer mitgebracht hatte! Komisch, wo sie doch angeblich eine Wurmkur vom Tierheim bekommen haben sollte! Im Mai 2003 fanden wir auf der Strasse einen kleinen verängstigten Vogel, der sich so gut wie nicht mehr bewegen konnte. Wir packten ihn in eine Decke und fuhren sofort Richtung Tierheim. Dort angekommen erklärte uns der pausierende Tierrettungsfahrer das es sich um einen jungen Mauernsegler handelt dem wohl seine Mami schon vermissen würde. Er ging mit uns zur großen Wiese und wollte uns dort zeigen dass es dem Vogel an nichts fehle. Keine Untersuchung kein gar nichts. Er schmiss den kleinen Kerl ca. 3 Meter in die Luft und mit hoher Geschwindigkeit sauste dieser dann auf den Boden. Es kam nur ein kurzes „Upps jetzt ist der Schnabel gesplittet und der Flügel gebrochen, den bringen wir nach Walsrode“ und schon war er mit dem Tier weg. Ob er wirklich dahin fuhr können wir nicht bezeugen, weil der Wagen noch über 30 Minuten stehen blieb. Zurück zu Mimi. Mimi hatte irgendwie langeweile und da wir wegen Arbeit und Ausbildung immer so lange außer Haus waren wollten wir Mimi ein Stiefschwesterchen dazu holen. Auf der Tierheimpage befand sich die Katze Lara die Mimis Zwillingsschwester hätte sein können, gleiche Schildpatt, gleiches Alter, verträglich mit anderen Katzen. Kurzum Mimis Spiegelbild blitzte uns dort an. Wir fuhren also mal wieder ins Tierheim und wollten uns die Katze rausholen. Es kam anders. Die diesmalige Vermittlerin und Ausbilderin die zuständig für die Katzen ist erklärte uns, sie könne uns die Katze nicht rausgeben. Auf unsere Frage hin warum, überlegte sie etwas länger und meinte dann das sie Krank wäre und ein Fremdkörper in ihren Körper gefunden wurde und außerdem lieber Einzelkatze sein möchte (woher Sie das nur wusste, faszinierend, anscheinend ist die gute Frau Katzenflüsterin nebenberuflich) Sie verwies uns auf einen Herren der die damaligen Internetseiten betreute, und Lara in seine Obhut nahm. Warum auch immer Lara sich noch auf den Vermittlungsseiten befand, keine Ahnung. Ich rief ihn an und er meinte ich könne sie mir ja, wenn sie wieder gesund ist anschauen und das es wohl ein Irrtum von der Vermittlerin sein musste, da Lara doch verträglich mit anderen Katzen ist. Nebenbei fragte ich ihn weil mir das mit Mimis Impfpass und das sie nie auf ihren Namen in der Anfangszeit hörte ziemlich suspekt vorkam, ein wenig über Mimi aus. Er wollte nachschauen und mich wenn er was raus gefunden hätte zurückrufen. Das tat er dann auch nach 3 Tagen. Es gab keine Katze die Mimi hieß, die Katze die wir nun bei uns zu Hause hatten war namenlos und Fundtier. So erklärte sich also auch der neue Impfpass. Ich fuhr mit dieser Info 2 Tage später zum Tierheim hin, um die damalige Vermittlerin zur Rede zustellen, warum sie uns so ne scheiß Lüge aufgetischt hatte, obwohl wir die Katze doch eh von Anfang an haben wollten. Sie wich uns aus und verzog sich stillschweigend ins Kleintierhaus. Wieder zu Hause angekommen rief mich Laras „Pflegevater“ an und erklärte uns das Lara doch lieber Einzelkatze sein möchte. Komisch, komisch. Also suchten wir weiter nach einer Spielpartnerin für Mimi. Die beiden Katzen Quirly und Gurke die für uns diesmal in Frage kamen, hatten sich urplötzlich zwei Mitarbeiterinnen aus dem Tierheim ausgeguckt. Dieses plötzliche starke Interesse an den zwei Kätzinnen die schon seit 5 Wochen auf den Tierheimseiten warteten, war echt überwältigend. Also ging die Suche monatelang weiter und Mimi blieb noch immer Einzelkind. Doch dann an einem Sonntag im April 2004 sahen wir sie. Felina. Von Beruf Perserkatze. Wir fuhren sofort hin und hatten uns sofort in dieses Tier verliebt. Der an diesem Tage zuständige Azubi sagte uns sofort zu, aber wir sollten sie erst am Montagmittag abholen, da Sonntags keine Vermittlung ist, er sie uns aber vormerken ließ. So mussten wir trotz grummeln die arme Felina zurücklassen und standen am nächsten Tag überpünktlich vor dem Tierheimtore. Felina war echt noch da und die nebenberufliche Katzenflüsterin die uns mal wieder von oben bis unten musterte,zierte sich auch nicht uns die Katze sofort raus zugeben. Wir waren verblüfft, was war geschehen? Woher dieser plötzliche Sinneswandel? Auf dem Weg zum Vermittlungsbüro erzählte uns mal ganz kurz nebenbei die gute Katzennanny, das Felina Herzkrank ist und daher ihr ganzes Leben lang medikamentös behandelt werden muss. Aha, deswegen also diese schnelle Zusage. Felina kostete gleich mal 110 Euro anstatt der üblichen 55 Euro da sie ja „Rassekatze“ wäre und das so sein muss. Haben die Felina gezüchtet? Egal wir wollten Felina trotzdem haben. Das Tierheim gab uns erstmal, um die nächsten 2 Tage überbrücken zu können, ein Herzmedikament mit, welches sich dann kurze Zeit später als völlig falsch und gefährlich für das Tier herausstellte. Felina bekam Husten und hatte jede Menge Wasser im Bauch angesammelt. Unsere Tierärztin war entsetzt, stellte Felina medikamentös um, gab ihr Entwässerungstabletten dazu und meinte beiläufig das dies nix neues wäre. Das Tierheim verabreicht öfters falsche Medikamente, Hauptsache die Kosten bleiben gering, egal obs dem Tier schadet oder nicht. Tolle Perspektive. Mimi und Felina verstanden sich, nach etwas Anlaufszeit relativ gut und tun es auch heute noch, obwohl sich wahrscheinlich beide auch gut ein Leben ohne den anderen vorstellen könnten. Am 17.02.2005 dieses Jahres sahen wir auf der Tierheimseite zufällig eine neue Katze, obwohl wir eigentlich keine weitere mehr haben wollten. Cleo sollte sie heißen, war Fundtier, weiblich, rot und ca. 5-8 Jahre alt. Sie gefiel uns so sehr, das wir spontan meinten das ne dritte Katze auch nicht ganz verkehrt sei. Also fuhren wir hin. Das kleine Wesen namens Cleo befand sich in einem schrecklichen Zustand, wog gerade mal knapp 2 Kilo und sah auch so nicht ganz fit aus. Die Katzenflüsterin war natürlich auch mal wieder da. Sie erzählte uns das Cleo, bei dem zum Zeitpunkt sehr niedrigen Temperaturen, draußen mit Katzenschnupfen, der jetzt aber wieder völlig weg gewesen wäre, aufgefangen wurde, sonst völlig Gesund sei und ca. 12-15 Jahre alt sein müsste. Komisch war sie nicht eben noch 5-8 Jahre alt? Da ich im Glauben war das das Tierheim EC-Karte nahm und ich kein Bargeld dabei hatte, sollten wir am nächsten Tag wieder kommen, Cleo wird für uns vorgemerkt. So war dann endlich der 18.02.2005 und wir rückten mit unserem Katzenkorb und Bargeld an. Cleo sah merkwürdig aus, nieste und hustete im Tierheim vor sich hin, hatte verklebte Augen, der Rotz lief ihr aus der Nase und sie befand sich allgemein in ziemlich schlechter Verfassung. Die Katzenflüsterin konnte sich dieses auch nicht erklären, schaute ihr kurz in den Mund und meinte dann flüchtig, das Cleo sich wohl nen Zug geholt hätte. Nebenbei erklärte sie uns das Cleo nicht kastriert wäre, dies hätte sie vergessen zu sagen, da auf der Internetseite ja stand das sie es sein sollte. Und übrigens, Cleos Alter, welches auf der Seite angegeben war, würde doch stimmen, sie hätte Cleo mit einer anderen Katze verwechselt. Na dann! Zuhause angekommen rotzte Cleo, die wir dort in Tüte umbenannten erstmal kräftig rum, fraß ne 400 Gramm Dose in Rekordzeit weg und legte sich erstmal pennen. Mimi und Felina wussten nicht so richtig, wie sie sich der neuen gegenüber Verhalten sollten und meideten sie erstmal kräftig. Felina war nur am knurren, Tütes Gesundheitszustand verschlechterte sich innerhalb 24 Stunden zunehmend und wir suchten einen Tierarzt auf. Wo dieser Tüte sah erschrak er, gab ihr Aufbauspritzen und meinte das uns das Tierheim mit dem Alter angelogen hatte und Tüte ca. 18 Jahre alt sein müsste. Außerdem hätte sie starke Lungenentzündung und wahrscheinlich Diabetes, Katzenaids oder zumindest Katzenleukose, das Tierheim wusste dieses bestimmt und wir sollten zusehen das wir diese Katze schnellstens wieder an sie loswerden, da Tüte die anderen beiden im schlimmsten Fall anstecken würde oder dies bereits getan hätte. Diese Prophezeiung stellte sich nach weiteren 3 Tagen dann wirklich ein. Felina wurde krank, verweigerte die Futteraufnahme, pinkelte sich ständig ein, hatte total tränende Augen und rotzte jetzt ebenfalls vor sich hin. Ihr zustand verschlimmerte sich immer mehr, so das sie in ner knappen Woche von 5 auf 3 Kilo abmagerte. Wir hatten einen neuen Tierarzt aufgesucht, weil ich das alles nicht glauben wollte was sein Vorgänger uns erzählt hatte. Er tippte bei Felina, die sich das von Tüte eingefangen hatte, ebenfalls auf Katzenaids oder Katzenleukose, wollte sie prompt einschläfern und gab uns auch den Tipp, Tüte schnellstens wieder wegzugeben. Für mich kam dieses gar nicht erst in Frage, weil ich mir sicher bin und hiermit unterstelle ich bewusst dem Tierheim das sie die Tiere, die nach ner gewissen Vermittlungszeit in der sie kein neues zu Hause finden konnten, 100%ig beseitigen werden. Wir sollten 3 Tage warten bis das Blutbildergebnis von Felina vom Labor kam. Zu diesem 3. Tag kam es vorerst nicht da wir Felina die kurz vorm Tod stand als Sonntagsnotfall zu unserer alten Tierärztin bringen mussten und wir mit Einschläferung nun doch rechnen konnten. Felina war echt fertig und wir ebenso. Frau Dr. A. erwartete uns schon vor der Praxis, sah Felina und fragte uns was wir tun wollten. Einschläfern oder es erst doch noch versuchen weil sie noch ein wenig Hoffnung in ihr sah. Wir heulten Rotz und Wasser und stimmten natürlich der zweiten Version zu. Sie spritzte Felina Aufbaumittel und jede Menge Wasser, da Felina kurz vorm Austrocknen war, was eigentlich dem vorherigen Tierarzt auffallen hätte müssen. Sie schaute Felina in den Mund und meinte das Felina sich einen schwierigen Katzenschnupfen eingefangen hätte, den wohl Tüte mit aus dem Tierheim gebracht hatte welcher ihrer Zunge und dem Rachenraum totale Schmerzen verbreitete und sie deswegen auch keine Nahrung mehr aufgenommen hatte. Felina war zwar gegen Katzenschnupfen geimpft, aber Frau Dr. A. erklärte uns das es auch Erreger geben würde die man nicht impfen kann. Sie meinte dass sie mit Felina sehr zuversichtlich sei, es eine Frechheit wäre das Tier einfach so einschläfern zu wollen und wir am nächsten Tag wieder kommen sollten, da jetzt eine längere Behandlung anstehen würde. Den Notzuschlag erließ sie uns. Felina miaute immer wieder kläglich vor sich hin und sah am nächsten Tag wieder etwas besser aus. Das Wasser hatte tatsächlich bei ihr angeschlagen. Tüte hingegen hatte nun auch noch ständigen Juckreiz und war total ausgemerkelt. Also planten wir am nächsten Tag auch Tüte mit zur Tierärztin zu nehmen. Morgens hatte ich den alten Tierarzt angerufen um die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu erfahren. Es bestätigte sich zum Glück nicht dass es Katzenaids oder Katzenleukose war, aber es sich um akutes Nierenversagen handeln würde. Ich bat ihn die Ergebnisse zur Tierärztin rüber zu faxen, weil wir die Behandlung bei ihr weiter machen wollten. In der Praxis angekommen erschreckte sich Frau Dr. A. beim betrachten von Tüte. Sie meinte, Tüte wäre höchstens 1 Jahr alt, und der reinste Virenherd. Auch sie meinte wir hätten nicht lange was von Tüte und wir sollten sie zurückbringen. Ich konnte dieses echt nicht mehr hören. Sie behandelte nun beide Katzen gleichzeitig und es ging endlich bergauf mit den beiden, aber leider auch den Rechnungen. Wir konnten das alles nicht glauben wie hinterfotzig dieses Tierheim hier ist und machten die Rechnungen geltend, da ich von einer Arbeitskollegin erfuhr das das Tierheim die Arztkosten tragen müsste, wenn man beweisen könnte das alles nur wegen denen ihren Verschulden zustande kam. Dies war hier auf alle Fälle so. Herr Nagel wollte natürlich abwinken und meinte, er und seine Leute hätten damit auf keinem Fall was zu tun, das müssten wir ihm erst mal beweisen, es dem Tierheim ja so schlecht gehen würde und wenn überhaupt das Tierheim nur die Kosten für die letzte Katze aus seinem Tierheim übernehmen wird (alle waren aus seinem, aber dies interessierte ihm nicht), aber das müsse er erstmal mit seinem Vorstand abklären, er würde sich dann bei mir melden, und aus Kulanz natürlich die Katze wieder zurücknehmen. Ich fragte ihn ob er irgendwas falsch verstanden hätte, er und sein Superteam die Katze nie wieder bei sich sehen wird und verließ den Raum, weil ich kurz vorm platzen war. Er meldete sich übrigens nicht, also tat ich dies. 15 Tage wurden wir dann noch vertröstet mit den unterschiedlichsten Ausreden und dann weil er ja angeblich im Urlaub wäre und die anderen nix davon wissen würden. Wir bekamen dann auch wirklich nur das Geld für Tüte wieder, welches ungefähr etwas unter der Hälfte der Rechnungen lag, aber immerhin etwas. Die Kosten waren schließlich schon bei über 500 Euro insgesamt angekommen. Felina war wieder völlig Gesund und bei Tüte tat sich nicht wirklich was, zwar war die Lungenentzündung nun endlich weg, zunehmen tat sie aber nicht, obwohl sie wirklich großen Appetit hatte und stank seit neusten nun ziemlich eigenartig und stark aus dem Mund. Mimi musste eh im September zur jährlichen Impfungserneuerung und so wurde Tüte ebenfalls dortiger Gast. Unsere neue Tierärztin Frau Dr. S.- A. schluckte, als sie Tüte sah und meinte Tüte hätte eine Entzündung im Mund welche nach Tumor aussähe und evtl. bösartig sein könnte. Sie müsse Tüte Zahnstein entfernen, evtl. sogar alle Zähne ziehen und tippte wegen ihrer Unterernährung auf Diabetes. Also sollte auch gleich noch am nächsten Tag ein Blutbild gemacht werden. Narkose wollte sie Tüte ersparen, da sie dieses wohl nicht überleben würde und wollte Tüte also mit Gas, welches weniger schädlich sei, beruhigen. Als ich Tüte morgens hinbrachte hätte ich sie am liebsten wieder sofort mitgenommen da mir Frau Dr. S.- A. eröffnete, falls es sich um einen Tumor handeln sollte ich ihr die Erlaubnis geben sollte Tüte gar nicht erst mehr aufwachen zu lassen. Ich heulte wieder Rotz und Wasser und verneinte dieses. Sie versuchte mich zu trösten und meinte das die Menschen zu egoistisch handeln würden, wenns ums einschläfern geht, das Operationen etc. alles nur Quälereien für die Tiere sind, nur damit wir Menschen unsere weitere Freude an dem Tier hätten, und das Tier trotzdem so gut wie keine Chance mehr in der Zukunft hätte da der Krebs zu dem Zeitpunkt wo man ihm entfernt hat, kurz zuvor sich bestimmt weiter ausgebreitet hätte. Ich stimmte trotzdem nicht zu und erkundigte mich mittags wie es gelaufen sei. Alles super, aber Tüte hat Diabetes. In der Praxis angekommen erwartete mich schon eine kleine glücklich aussehende Katze. Die Tierärztin erklärte mir dass das Tierheim das mit dem Diabetes gewusst haben müsste, dies wäre unübersehbar und Tüte müsste entweder ca. 14 Jahre alt sein oder tatsächlich noch unter 1 Jahr. Tüte musste also ab sofort Diätfutter bekommen. Sie roch nun wieder völlig normal aus dem Mund, verweigerte ihr Diätfutter und fraß sich an den Näpfen von Felina und Mimi voll. Egal, Hauptsache sie würde wieder zunehmen dachten wir uns. Es dauerte nicht lange und Tütes Mundgeruch kam zurück. Sie putzte sich wieder nicht, fraß kaum noch was, schlief fast den ganzen Tag und bekam einen kleinen Schnupfen. Sie magerte in dieser Woche wieder auf ca. 1,5 Kilo ab und stand desöfteren ziemlich neben sich. Der Schnupfen war vorbei und nun eine Woche danach kam sie ziemlich schlecht auf Waschmaschine, Spüle etc. drauf. Seit Mittwoch hatte sie nun auch noch einen Ausfallschritt und kippte zur Seite. Am Donnerstag, den 03.11.2005 hielt ich Tütes Zustand nicht mehr aus und begab mich zu unserer Tierärztin. Als sie Tütes Katzenkorb und mich sah, sagte sie erstmal gar nichts. Ich erklärte ihr das Tüte wieder stinkt und beim gehen, ich kam nicht zum beenden dieses Satzes weil sie das Wort ergriff und meinte zum weg bzw. umknicken. Dann nahm sie Tüte aus dem Korb schaute ihr in den Mund, guckte mich nicht an und meinte das Tüte Gelbsucht hätte und der Gestank nicht von den Zähnen sondern von weit unten herkommen würde und es jetzt letztendlich, um Tüte nicht weiter diese ganzen Qualen zu bereiten, an der Zeit wäre sie einzuschläfern. Bevor sie dieses Aussprechen konnten, war mir klar was sie sagen wird und ich fing an zu weinen und stimmte diesmal schweres Herzens zu. Ob dieses die richtige Entscheidung war, ich weiss es nicht. Ich mach mir Vorwürfe dass ich zugestimmt habe. Vielleicht hätte man sie doch noch nicht aufgeben und ne Behandlung anfangen sollen. Ich glaub niemand der noch nie bei einer Einschläferung dabei war kann sich vorstellen wie scheisse das alles ist. Du hältst deine Katze, die froh ist die Untersuchung überlebt zu haben und die sich an dich klammert um endlich wieder nach Hause mit dir zu dürfen, in deinen Armen und kommst dir dabei wie das letzte vor, weil du ihr auch noch dieses Gefühl von Geborgenheit vorgaukelst. Dann kommt die Spritze und die Katze schaut dich während sie einschläft, starr an und alles dauert ca. 10 Min. bis es „endlich“ vorbei ist. Ich glaub niemand kann sich vorstellen wie sehr ich jetzt Braunschweigs Tierheim hasse! Sie sind mit Schuld an Tütes (und Felinas beinahen) Tod. Sie hätten uns sagen müssen dass Tüte Diabetes hat, sie wussten es garantiert. Tüte ich bin froh dich wenigstens 8 ½ Monate kennen und lieben lernen dürfen. Ich vermiss dich so sehr!