Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen

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Ich habe das Thema hier schon öfters gesehen, möchte aber einfach nochmal ein paar konkrete Meinungen einholen.

Ich habe zwei Böckchen (knapp 4 Jahre alt), die bis jetzt nie etwas hatten. Ostersonntag ist mir aufgefallen, dass der eine nichts mehr frisst. Er wollte, konnte aber irgendwie nicht. Ostermontag war ich beim Tierarzt. Die Backenzähne waren falsch gewachsen und es hatte sich eine Brücke gebildet, so dass die Zunge darunter "festhing". Die Zähne wurde korrigiert, mir wurde Metacam mitgegeben. (Gewicht hier: 1080g).
Wir haben ihn dann mit Päppelbrei und (wenig) Banane gefüttert. Das ging einigermaßen, Gurke, Möhre, Löwenzahn, Zucchini etc. hat er versucht zu fressen, aber es hat zum einen ewig gedauert, zum anderen hat er kaum richtig hineingebissen. (Gewicht am Donnerstag: 1035g).

Donnerstag erneut zum Tierarzt. Zähne angeblich in Ordnung, nochmal etwas "nachgeschliffen", Vitamine gespritzt, erneut Metacam mitbekommen.

Fütterung danach identisch, Gewicht am Freitag 1044g, Samstag 1049g, gestern wieder 1035g.

Er hat auch oft gesabbert und verrenkt den Kiefer zwischendurch immer wieder. Heute wollte er den Brei nicht, ich musste dann mit einer Spritze füttern. Nach der Metacam-Gabe (ich weiß nicht, ob es wirklich an dem Schmerzmittel lag) hat er gerade ein Pfefferminz und ein Salbei Blatt (nicht zerkleinert!) gefressen. Diese Blätter hat er im gesunden Zustand nie gefressen. Vielleicht ein (zusätzliches) Problem mit der Nase?

Ich weiß nicht mehr weiter, direkt wieder zum Arzt? -> Geröntgt wurde er noch nicht.
Weiter päppeln und hoffen, dass es wieder besser wird?

Ab Mai habe ich jobtechnisch weniger Zeit, dann wird es mit dem Päppeln schwieriger. :(
 
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  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #2
Hallo und willkommen im Forum, :D

wie genau wurde die Zahnkorrektur vorgenommen?
Mit Maulspreizer und leichter Sedierung? Oder ohne Sedierung?

Auch wenn es nur ein kurzes Schleifen ist, sollte das Tier für eine solche Behandlung immer zumindest leicht sediert werden!
Andernfalls kann es zu Kieferverrenkungen/-Zerrungen bis hin zum Kieferbruch kommen, was dann zum wunden Zahnfleisch nochmal extra Probleme und vor allem Schmerzen verursacht! Das extreme Sabbern und Verrenken des Kiefers nach der Behandlung spricht für mich schon dafür, dass da eventuell etwas gezerrt ist und ihm zusätzlich weh tut!

Wurde denn auch ein Röntgenbild gemacht um auszuschließen, dass nicht nur nach oben, sondern auch nach unten etwas schief wächst?
Zahnwurzeln können nicht nur Abszessproblematiken hervorrufen, sondern auch schuld sein am oberflächlichen Schiefsein der Zähne!

Das gute Annehmen von Minze und Salbei kann auch daran liegen, dass er vielleicht durch die verringerte Futteraufnahme schon ein bisschen Bauchweh hat oder er spricht einfach auf die ätherischen Öle an. Bekommt er denn etwas für die Darmflora? Wenn man päppelt bzw. das Tier nicht so gut frisst, sollte man immer zur Unterstützung etwas geben, was Fehlgärung und Co vorbeugt.

Und was das Päppeln angeht, kann das nach Zahnbehandlungen schon mal 2 Wochen andauern, dass man zufüttern muss!
Gerade, wenn bei der Behandlung nochmal zusätzlich was "kaputt" gemacht wurde...
Und wenn er gar nicht wirklich selber frisst, bleibt dir nichts, als ihm alle 2 Stunden Brei anzubieten...:?
Wie sieht es denn mit Löwenzahn und Co aus? Das geht eigentlich fast immer rein! Und Grashalme lassen sich auch gut "hochsutscheln".

Du solltest auf jeden Fall nochmal zum TA und dir vielleicht auch noch mehr Schmerzmittel geben lassen.
Vielleicht kann man in der Dosis auch noch höher gehen, als jetzt. Aber das bitte mit dem TA klären!
Und dann sollte eben - falls nicht schon geschehen - eine genaue Röntgendiagnostik erfolgen
um weitere Problemquellen auszuschließen oder eben zu finden!
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #3
Hallo!
Ich würde jetzt erstmal weiterfüttern. Was gibst du denn für Päppelfutter?
Außerdem würde ich das Gemüse in kleine Stückchen schneiden; wenn das nicht gefressen wird, kannst du es in Stäbchen schneiden und versuchen, in den Mund zu schieben. Vielleicht nimmt er es ja dann!
Ansonsten solltest du schauen, dass er sein Gewicht hält; das heißt Brei füttern. Päppelbrei den ich kenne ist CriticalCare oder RodiCare. Dazutuen kannst du eventuell noch ein bisschen Karrottenbrei (Babynahrung) oder Schmelzfocken. Das Gemüse könntest du auch ganz klein raspeln oder pürieren und dann anbieten.

Zum Tierarzt würde ich aber auf jeden Fall nochmal gehen, denn das Problem könnte auch andere Ursachen haben!

LG Lizzy2000
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #4
Ich fände ein Röngtenbild wichtig!

Vielleicht wäre auch ein extra Zahntierarzt angebracht...
Ich hab hier eine Zahnpatientin, die letzten Freitag operiert wurde, 6 Wochen davor sind die Schneidezähne gekürzt worden (nutzen sich schief ab, Ursache ist bekannt) und wiederum 4 Wochen davor wurde sie ebenfalls operiert. Sprich: Alle 8-10 Wochen wird hier ne OP fällig sein. Ich fahre mit ihr ca. 25 km zu einer Zahntierärztin, sie hat sich in dem Bereich nunmal weitergebildet und kann daher mehr machen als mein normaler Tierarzt. Wir gehen ja schließlich mit Zahnschmerzen auch zum Zahnarzt und nicht zum Hausarzt ;)
Ihr schmeckt das Päppelfutter übrigens auch nur so, wie Lizzy es schreibt: Päppelpulver mit Karottenbrei & Schmelzflocken. Pur, ohne Karottenbrei, geht sie mir da nicht ran, deswegen hab ich immer ein, zwei Gläschen zu Hause.

Hast du immer zur selben Zeit gewogen? Der Unterschied ist ja nicht soo riesig, Interessant wäre vielleicht noch, was er vor den Problemen gewogen hat.
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #5
Danke schonmal für eure Antworten. Die Behandlung wurde in der Tat jedes Mal ohne Betäubung durchgeführt. Die Verrenkungen müssen zwangsläufig passieren, so ein Tier versucht eben immer den "Normalzustand" herzustellen, ist ja logisch. Ich werde dann zu einem anderen Tierarzt gehen, der mir empfohlen wurde und für Nagetiere sehr gut sein soll. Da bestehe ich dann auch aufs Röntgen unter Narkose, um den Kiefer auch nicht mehr weiter zu belasten.

Der Brei bzw. das Pulver heißt Herbi Care Plus. Vom Löffel nimmt er es öfters und scheint ihm auch zu schmecken, manchmal will er es aber absolut nicht annehmen, auch nicht mit Karottenbrei/etwas Banane hineingerührt. Das gesunde Schweinchen fährt übrigens voll auf den Brei ab, daran wird es dann wohl nicht unbedingt liegen. ;) (Er bekommt ihn natürlich nicht, ist mir nur beim Hinhalten aufgefallen).

Gänseblümchen frisst er gerne, das funktioniert auch, Gras und Löwenzahn nur teilweise. Er rupft auch eher Stücke aus den Blättern anstatt richtig abzubeißen. Wobei er vorhin ein wenig an einer Karotte am Stück herumgenagt hat.
Kleingeriebenes Gemüse frisst er praktisch nie, gelegentlich wenn man ihm das auf dem Löffel hinhält. Dann aber unglaublich langsam. Heu frisst er leider im Moment gar nicht. Getrockneten Löwenzahn und Petersilie auch nicht.

Das Gewicht lag mal vor einem Jahr bei 1200g, ich denke aber, dass es in letzter Zeit schon um die 1100g gelegen haben könnte. Das andere, fitte Tier wiegt 1050g und frisst normal. Von daher liegen sie diesbezüglich immerhin nah beieinander und er hat jetzt noch nicht so viel verloren. Es schwankt ja anscheinend auch immer etwas.

Also, Röntgen ist in den nächsten Tagen Pflicht. Werden Abszesse da auch festgestellt (falls vorhanden) oder müsste das der Tierarzt auch so sehen?
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #6
Bei Zahnproblemen sind Stunden entscheidend - nicht Tage. Wenn du Glück hast und das Tier wieder ans Fressen kommt können sich kleinere Schiefstellungen wieder durchs Zermahlen ausgleichen. Allerdings so wie hier behandelt wurde, würde ich dir sehr einen anderen TA empfehlen zumal da wohl doch schon einiges schief gelaufen ist. Ohne Narkose an den Backenzähnen rumschleifen, ohne Röntgenbild das man überhaupt sieht wie genau geschliffen werden muss geht in meinen Augen überhaupt nicht. :/
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #7
So, ich war heute bei einem anderen TA, der mir von Freunden empfohlen wurde.

Der hat ihm auch ins Maul geschaut, allerdings nicht mit den ganzen Werkzeugen, die alles auseinander ziehen wie beim anderen TA... Er ist der Meinung, dass die Zähne völlig in Ordnung sind und er nicht röntgen will. Röntgen deshalb nicht,weil er meint, das Tier wäre genug geschwächt und eine Narkose macht es für ihn nicht besser und eine Indikation fürs Röntgen sieht er nicht. Er hat auf Abszesse und andere Sachen am Kiefer, Hals, Kopf abgetastet. Vitamine, Appetitanreger u.a. gespritzt. Wenn das was bringt, soll ich Freitag nochmal vorbeikommen, dann spritzt er das erneut. Das Metacam soll ich nicht mehr geben, Nebenwirkungen davon sind zB Appetitlosigkeit, weshalb er das in diesem Fall nie verschreiben würde. Er glaubt, die Zahnbehandlung ohne Betäubung vom anderen TA könnten dazu geführt haben, dass das Schweinchen immer so Verrenkungen macht, weil da die Muskeln noch "gezerrt" sind (Muskelkater).

Tja... Jetzt heißt es wieder heute/morgen abwarten. Wenns nicht besser wird, muss ich tatsächlich zu einem richtigen Spezialisten. Wo auch immer der sein mag...
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #8
Wie ist es nun mit dem Fressen und Kötteln? Klappt das einigermaßen?
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #9
Wie ist es nun mit dem Fressen und Kötteln? Klappt das einigermaßen?

Kötteln ja, obwohl die nicht so aussehen, wie sonst. Kleiner oder unförmiger. Aber die Verdauung soll laut TA ok sein.

Fressen ist so eine Sache. Manchmal knabbert er selbst an Gemüse rum (ohne richtig abzubeißen), Heu und Brei will er gar nicht (mehr). Den Brei muss ich ihm leider mit viel Geduld "geben". Ich weiß nicht, was ich sonst noch machen soll.

Edit: Jetzt gab es wieder Futter. Brokkoli, Paprika, Gurke, Tomate + Paprika, Gurke, Möhre, Kohlrabi kleingerieben. Er guckt, riecht, beißt nirgendwo rein und geht in eine ruhige Ecke. Allerdings habe ich ihm auch vor 20 Minuten noch 6ml Brei "gegeben".

Es ist trotzdem frustrierend... :(
 
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  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #10
Hey,

Augen zu und durch - mehr bleibt einem da meistens nicht! ;)
Solange du gut päppelst und er von der Verdauung her nicht "einbricht" ist das ja schon mal gut!
Und so eine Kieferverrenkung kann schon mehrere Tage schmerzhaft sein und ihn am Fressen hindern,
da heißt es Geduld haben, päppeln und eben immer wieder Futter in allen Variationen anbieten!

Hier sind alle Pfoten und Daumen gedrückt!
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #11
Heute dachte ich, es wird schlimmer mit ihm. Absolutes Desinteresse am Morgen und null Appetit.

Nach 2 "Pflichtbreien" habe ich Löwenzahn und Gänseblümchen mitgebracht. Das ging dann ziemlich gut, kurz ansetzen am Maul und dann wurde, wenn auch langsam, gefressen. Was mir aufgefallen ist, seit gestern sabbert er nicht mehr, vielleicht ein gutes Zeichen.

Möglich, dass die Zähne auch zu kurz geschliffen wurden und jetzt wieder besser greifen können. Ich weiß es auch nicht ;), das Gewicht ist immer noch ok, knapp 1050g.
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #12
Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp.

Es ist wieder schlechter, Brei will er überhaupt nicht, Gewicht ist nur noch bei 1015g. Er kaut ewig auf den kleinsten Blättchen rum, dabei "quietschen" die Zähne. Nicht die üblichen Geräusche, die man von gesunden Tieren kennt.
Jetzt gerade atmet er merkwürdig. Dieses Geräusch kenne ich, wenn die Tiere niesen müssen und es immer etwas dauert. Bei ihm jetzt aber schon über eine Stunde... Trotzdem versucht er wieder alleine etwas selbständig zu fressen. Er kann nicht richtig abbeißen, als wenn er keine Kraft im Kiefer hätte. Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun kann. 3 Tierarztbesuche, alle im Endeffekt wirkungslos.
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #13
Das ist immer wieder das Proplem bei den Zahnschweinchen. :( Leider wirst du evtl. nochmal schleifen lassen müssen. Das knarrige Geräusch kommt daher weil eben hinten die Zähne nicht passen. Dazu wird er wohl auch ein paar Schleimhautverletzungen haben und das mahlen geht da ja dann gar nicht richtig. Ansonsten muss der Brei einfach rein - lieber päppelst du alle 2 Std. und dafür nicht zu große Mengen auf einmal. Je öfter der Kiefer in Bewegung ist um so mehr Chancen hast du das sich da überhaupt was abnutzt an den hinteren Zähnen.
Ich bin aber jetzt auch Realist (und vorgeschädigt mit drei Zahnschweinchen) und muss dir leider sagen das die Chancen nur dann noch gut stehen solange ordentlich Köttel kommen. :(
 
  • Auch hier Fressprobleme nach jetzt 2 Tierarztbesuchen Beitrag #14
Ich melde mich noch einmal.

Das Schweinchen hatte im Juni nur noch 800g auf den Rippen, es wurde für Montag ein letzter Termin zur Kontrolle angesetzt. Bei nicht vorhandener Besserung sollte es eingeschläfert werden. Zwei (!) Tage vorher hat es plötzlich angefangen zu fressen. Ich habe den Arzttermin abgesagt, weiter beobachtet und heute wiegt es wieder 1200g. Ab und zu macht es Verrenkungen mit dem Maul, aber solange es frisst, erspare ich den Arztstress.

Es ist schon Wahnsinn, das Tier wäre fast tot aufgrund seiner Zähne, frisst plötzlich wieder und es vergeht fast ein halbes Jahr ohne Arztbesuch.
 
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