Welcher Hund passt zu mir?

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Baelor

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Hallo liebe Hundefreunde, mich würde es interessieren welche Hunderasse zu mir passt, vielleicht könnt ihr mir da helfen.

Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund?


Nein, leider noch keine Erfahrung mit Hunden gehabt. Jedoch sollte das keine große Rolle spielen, da ich auch gerne schwierige Hunde halten würde, wenn sie mir gefallen. Man lernt mit der Zeit J

Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior)
Ich hätte gerne einen Welpen.

Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden?
Ich hätte gerne einen Hund vom Züchter. Gerne würde ich einen aus dem Tierheim halten, jedoch kommen diese meist nicht gut mit Kindern klar.

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)


Der Hund sollte ein Familienhund sein, mit einem Wachtrieb. Er sollte sein Herrchen kennen und ihn als seine Vertrauensperson sehen. Mit kleinen Kindern sollte er gut umgehen können und auch verspielt sein. Ich lege hohen Wert auf die Erziehung des Hundes, er sollte also nicht der größte Sturrkopf überhaupt sein. Ein bisschen Dickköpfigkeit ist in Ordnung, ich bin ein geduldiger Mensch.

Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells?
Mein Hund sollte ungefähr 60cm Widerristhöhe haben, gerne auch größer. Ich persönlich stehe total auf Stehohren beim Hund, das ist fast ein Muss. Das Fell sollte kurz oder mittallang sein aber nicht lang. Die Farbe spielt eigentlich keine große Rolle. Im großen und ganzen sollte der Hund ästhetisch aussehen. Meine bisherigen Traumhunde, vom Aussehen her, sind Malinois, Dobermann, Thai Ridgeback, Parson Terrier (leider zu klein).

Fragen zum Halter

Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich?
Miete oder Eigentum? Wohnung oder Haus? Steht ein angrenzender Garten zur Verfügung?
(Falls Wohnung: Welches Stockwerk? Ist ein Aufzug vorhanden bzw. wie viele Stufen müsste der Hund bewältigen?
Falls Miete: Ist Haltungserlaubnis des Vermieters für einen Hund vorhanden?)



Ich lebe in einer größeren Vorstadt in Hessen, ca 30.000 Einwohner, jedoch in einem sehr ländlichen bereich. Wir haben ein großes Haus, wo wir nur einen Nachbarn in der Nähe haben. Sonst sind weit und breit nur Felder, jedoch sind da viele Spaziergänger, Fahrradfahrer und Kinder auf der Straße vor dem Haus, welche aber nur durchlaufen. Der Hund hätte keine Chance unerlaubt auf die Straße zu kommen, da überall Sichtschutzwände aufgestellt sind. Das Haus hat ca. 3 Gärten. Einmal direkt vor der Terasse 3000m² groß, dann vor dem Eingang ca 1500m² groß und dann nochmal angegrenzt 1000m² groß.

Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt?
Nicht direkt. Im Haus leben keine Kinder, jedoch ist auf dem Grundstück eine kleine Wohnung wo meine kleinen Cousins (2 Jahre, 5 Jahre und 8 Jahre) samt ihrer Familie einziehen werden. Diese sind aber sehr hundescheu und haben eher Angst vor dem Hund, sie bleiben also auf Distanz. Dieser Faktor sollte also nicht relevant.



Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche?

Nein. Nachdem aber der Hund gut sozialisiert wurde, ist ein weiterer Hund geplant.

Bist du Schüler, in der Ausbildung, berufstätig? Passt ein Hund auch zukünftig in dein Leben?


Ich bin noch Schüler. Ein Hund passt bestens in mein Leben, da ich trotz Schule genug Zeit habe um mich um meinen Hund zu kümmern. Während ich abwesend bin, ist immer jemand Zuhause der die Hunde betreut und ggf. fördert.



Wie viel Zeit steht täglich für Aktivität mit dem Hund zur Verfügung?

Ich komme meist Nachmittags nach Hause. Ab 16 Uhr fängt dann die Zeit an wo ich für meinen Hund da bin. In der Zeit wo ich weg bin, sind natürlich immer andere Personen da die sich um den Hund kümmern würden.

Wie viel Geld hast du für die Anschaffung des Hundes eingeplant?
(Diese Frage dient in erster Linie als Denkanstoß, da man einen Rassehund mit Stammbaum nicht für 300 Euro bekommt. Muss also nicht zwangsläufig beantwortet werden.)



Das Geld für die Anschaffung ist da, es sollte ungefähr 500€ kosten. Das ist aber natürlich nur ein Anhaltspunkt. Ich bin da sehr variabel, ich könnte auch mehr ausgeben, wenn mir der Hund sehr gefällt.


Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage?


Ja, jedoch nicht regelmäßig, also nur in der Anfangszeit. Hundesport ist nicht in Planung, falls der Hund dies jedoch zur Ausgeglichenheit benötigt gerne.


Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen?

Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er?
(Bitte bedenke: Mit Auslastung sind keine Tätigkeiten wie Spaziergänge, Joggen oder Radfahren gemeint.
Gemeint sind z.B. Hundesport wie Agility, Fährtenarbeit oder Obedience.)



Ich würde gerne mit dem Hund abundzu gerne längere Fahrradtouren machen, so drei bis fünf Stunden sollten es schon sein. An Hundesport habe ich noch nicht gedacht aber falls der Hund bei mir nicht genug ausgelastet wird, dann würde ich einen Hundesport in Betracht zeihen.


Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben?

Eigentlich gar nicht.

Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht?


Ich habe eine sehr große Familie, wohne auch mit denen also sollte das kein Problem sein.


Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? (Futter, Zubehör, Steuer, Hundehaftpflicht, Besuche beim Tierarzt)
Hast du dir Gedanken gemacht, ob du die Kosten für akute oder gar chronische Erkrankungen tragen könntest?


Alle Kosten wären gedeckt. Meinen Hund möchte ich möglichst auf normalen Haushaltskost erziehen.


Ich bedanke mich schon mal im vorraus und freue mich auf konstruktive Antworten.
LG

Denkt bitte nicht ich will einen Prollhund, um auf der Straße jemanden zu beeindrucken oder um meinen Ego zu pushen. Ich möchte keinen Prollhund, der Jack Russel Terrier meiner Freundin springt mich auch an, wenn ich mit meiner Freundin rumalbere oder sie im Spaß etwas schubse. Das ist mit Schutztrieb gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #2
Uff. Ich finde es immer recht schwer jemanden einen Hund zu empfehlen der einen ´beschützt´ grundsatzlich würde dich auch ein Labrador beschützen wenn Not an Mann ist. Für mich hat das aber immer ein faden Beigeschmack von jemanden der sein Ego mit einem gefährlichen Hund aufputschten will.

Bist du dir im klaren das der Hund nicht differenzieren wird? Ala; der ist gefährlich und der ist nicht gefährlich. Wenn du da erziehungstechnisch was verbockst wird der Hund selber entscheiden und dann kann aus Bellen und Warnen durchaus beißen werden und dann ist der Hund schneller weg wie du schauen kannst oder hat Maulkorb und Leinenpflicht. Grundsätzlich sollte der Hund von dir beschützt werden und du ihm keinen Anlass geben Menschen einfach so anzuknurren. Selbst wenn jemand einbricht bei dir und der Hund beißt kann der Einbrecher dich verklagen und dein Hund ist der der darunter dann leidet. Noch dazu sind alles was in die Sparte Schutzhund läuft keine einfachen Hunde die ich jemanden der keine Hundeerfahrung hat empfehlen würde.


Davon abgesehen bist du jetzt noch Schüler, du musst nen paar Jahre weiter denken irgendwann bist du in der Ausbildung und vielleicht 9 Stunden unterwegs. Ein Malinois und co sind sicher keine Hunde die 9 Stunden im Garten rumdöddeln wollen, die suchen sich dann ihre Aufgabe und unausgelastete Hunde die von dir auch noch das Ok zu ´agressiven´ Verhalten bekommen haben, sind sicherlich nocht schneller im Maulkorb oder im Tierheim wie du schauen kannst zu mal du sagst das da kleine Kinder auf den Grundsatück sind. Was wenn der Hund mal irgendwas bewacht? Seinen Ball oder sonstiges und das Kind geht hin will ihn aufheben und der Hund stürzt hin weil er von dir gelernt hat das es völlig Ok ist zu bellen und zu knurren usw. Meinste die Eltern von den Kids finden das toll wenn so ein großer Hund ihre Kinder angeht?
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #3
Ich habe den Text bezüglich dem Charakter und den Eigenschaften etwas geändert, anscheinend hast du mich da falsch verstanden.
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #4
Ich habe den Text bezüglich dem Charakter und den Eigenschaften etwas geändert, anscheinend hast du mich da falsch verstanden.

Naja, dann erst Mal sry, aber dann mal provokant gefragt; wozu brauchst du einen Hund mit Wachtrieb? Lebst du in einer stark kriminellen Gegend? Dann sei dir einfach im klaren das der Hund leider selbst wenn er dich beschützen will nicht beißen darf und es richtig ärger geben kann, allen vorran für deinen Hund. Oder fühlst du dich im allgemeinen bedroht, dann solltest du mit der Polizei reden. Ich als Frau hab nen Labrador- Mix und fühle mich z. B. sicher genug. Aber in Frankfurt kanne s ja anders sein...

Ich hab irgendwie den Eindruck deine vorherige Beschreibung war einfach ehrlicher was du vom Hund willst. Grunsätzlich wie gesagt kann dich auch ein Yorkshire Terrer verteidigen wollen.


Und ein Rassehund kostet weit über 500€ dazu dann noch Anmeldegebühren und Anschaffung. Ein guter Rassehund bekommst du meist ab 800- 900€ aufwärts. Alles darunter sind meist Vermehrer und davon rate ich dir einfach mal tunlichst ab!
Im Tierheim kosten Hunde 300-400€ bei mir im Ort, aber bei einer Hundeanschaffung aufs Geld achten würde ich persönlich nicht. Man investiert ja auch in eine gute Sozialisierung wo der Züchter ja den ersten Anfang macht, in Gesundheit (auch wenn man die nie 1000% garantieren kann) und in einen Ansprechpartner auf Lebzeit.

Das was der Jack Russel macht ist kein Schutztrieb, er kann diese Situation nicht einordnen. Unter Tieren gibt es ´Splitterer´ die wenn sie denken dort ist die Stimmung gerade gereizt dazwischen gehen und eben splitten, das dürfte der Jack Russel machen. Wüsste nicht ob ich das sonderlich erstrebenswert finden würde.
Schon allein zum Schutz meines Hundes achte ich darauf das dieser sich nicht zum eingreifen genötigt sieht.
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #5
Grüß dich,

Grundsätzlich ist es toll, das du dich für Hunde interessierst und bei so einem großen grundstück ist das natürlich für den Hund sicherlich toll. Jedoch denke ich, das ein Hund zum Beschützen der falsche Gedanke ist. heutzutage ist die Rechtslage nicht mehr so einfach und selbst wenn ein Einbrecher einen Fernseher bei dir rausträgt und dann von dem Hund gebissen wird, musst du Schadenersatz/Körperverletzung zahlen, weil der Hund (falls überhaupt) gebissen hat. Da helfen rechtlich keine Hundewarnschilder der Welt.

Um sich sicher zu fühlen lege ich jedem daher einen Selbstverteidigungskurs oder eben auch die Ausübung eines Kampfsportes ans Herz.
Es ist oftmals ein Irrglaube, das Hunde einem verteidigen - viele Hunde sind in so einer Situation so überfordert, das sie in so einer Situation ohne entsprechender Ausbildung gar nichts tun und vielleicht um euch beide herumtänzeln wenn ihr rangelt. Bei mir wurde im engen Freundeskreis eine gute Freundin bei der täglichen Gassirunde trotz Beisein ihres Hundes vergewaltigt...und das war kein kleiner Hund.
Eine Garantie, das ein Hund einem verteidigt - egal welcher Rasse - ohne entsprechende Ausbildung gibt es nie.


Die Rassen, die sich für dich gut anhören, würde ich euch als Hundeanfänger nicht empfehlen. Die meisten sind sensibel, brauchen eine sehr punktgenaue Belohnung/Bestätigung und viel, viel Kopfarbeit um happy zu sein. Man muss sie lesen lernen, ein fairer Hundeführer sein, man muss/sollte wissen wie man einen Hund und dessen Körpersprache liest.
Weißt du, ob ein Hund jetzt im Beutetrieb oder im Wehrtrieb ist? Und dabei meine ich nicht jetzt "Knurren und böse sein". ;)

Mit viel Kopfarbeit meine ich nicht 4 x Sitz hintereinander und dann Leckerlie reinschieben. Einem Mali und co. ist nach dem dritten Mal schon langweilig und irgendwann sucht sich der Hund dann halt eine Beschäftigung.

"Ein Mali ist an der Grenze zu Genie und Wahnsinn gezüchtet" - habe ich einmal gehört und daher erfordert so ein Hund sehr viel Wissen und Feingefühl. Wenn man irgendwann einmal nicht mehr zurecht kommt und versucht mit einer "Hau drauf Methode" den Hund zu erziehen, stellen dich solche Hunde beinhart an die Hand.

Ich selbst denke, das Anfänger durchaus mit den Belgiern zurecht kommen, zumal natürlich jeder rigendwann einmal mit der Hundehaltung anfängt. Jedoch braucht es dazu die Bereitschaft, sich sehr viel weiterzubilden, sich eine gute Hilfe zur Seite zu holen (Trainer, der sich auch mit diesen Rassen auskennt) und bereit sind, dem Hund viel Zeit und Energie zu opfern.
Denn nur allzu leicht kann man diese Hunde bei falscher Handhabung zu einer Waffe machen und das wäre einfach zu schade um diese tolle Rasse.

Befasse dich daher mal mit den allgemeinen Themen der Hundehaltung wie Körpersprache, Verhalten, Triebe, Gesundheit, Ernährung....geh am besten regelmäßig auf einen Hundeplatz, schau dir von den Welpengruppen bis hin zu großen Prüfungen alles an. Dann siehst du einmal, was dahinter steckt und wie viel Arbeit ein Hund fordert, damit er glücklich und ausgelastet ist.
Malinois und co. blühen erst richtig auf, wenn sie für "ihren" Menschen arbeiten dürfen.

Es ist sehr toll diese Hunde bei der Arbeit zu sehen, aber da steckt von Welpe an schon viel harte Arbeit und auch Erfahrung darin.

LG Foss
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #6
Ich würde dir, wenn für dich wirklich nur ein großer in Frage kommt, einen der 'gemütlichen Riesen' ans Herz legen.
Nur werden sie wohl nicht in dein optisches Beuteschema passen.
Das wären : Bernersennenhund, Bernhardiner, Leonberger und der Landseer.
Alles Rassen die es einem nicht sooo übel nehmen, wenn es mal einen Tag wirklich nur in den Garten geht.
Sie sind alle recht groß und schrecken schon allein deshalb Leute ab. Vom Charakter her sind sie aber alle Engel. Ich kenne sogar von jedem je einen.
echt tolle Hunde.

Der Leonberger und Landseer zB leben zusammen und werden beide als Besuchshunde im Altenheim sowie Kindergarten eingesetzt. Weil sie auch einfach sehr geduldig sind.
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #7
Naja, Kekslein, die von dir aufgezählten Rassen können es auch gut in sich haben. Bernersennenhunde muss man aus vernünftigen Linien echt suchen, wo auch auf die Lebenserwartung geachtet wird- weiß von einem Züchter, der eben genau darauf (auch) achtet, dass er jetzt schon für einen Wurf Ende des Jahres über 20 fixe Anfragen hat. Bernhardiner schützen und wachen- und meinen das sehr ernst. Da ist nix mit dem netten Bernhardiner, der jeden aufs Grundstück lässt. Dann lieber einen wütenden Rottweiler als einen ernsthaft schützenden Bernhardiner- der mäht dich um bevor du "Piep" sagen kannst.

Leonberger gehen in eine ähnliche Richtung- sind schließlich ursprünglich aus Bernhardiner, Landseer und Pyrenäenberghund entstanden. Da wird auch nicht lange gefackelt.

Landseer sind ebenfalls nicht ohne- gerade die Rüden sind gelinde gesagt durchaus motiviert sich gegenseitig mal kräftig Bescheid zu stoßen und Fremde werden auch nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen.

"Engel" können sie alle sein, aber da steckt man eben auch die entsprechende Arbeit rein. Sie verzeihen einem gerne mal einen Tag ohne Action, aber eine sehr konsequente Erziehung brauchen gerade diese Hunde erst recht.
"Gemütlich" ist da nicht viel;) Zumindest nicht auf dem heimischen Grundstück und der Möglichkeit, dass da mal jmd. aufkreuzt.

Würde ich definitiv die Finger von lassen.

Zudem würde das auch nicht dazu passen, dass der Hund keinen "Sturkopf" haben soll;)
Bis auf den Bernersennenhund sind die alle doch recht...eigen;)
[VERSTECK]Landseer im Obedience sind z.B. sehr schöne Beispiele- verstehen sehr schnell was man will, machen das exakt 2 Mal und dann soll man sich doch bitte was Neues überlegen:p[/VERSTECK]

Ansonsten stimme ich Foss und Smoothie mal zu;)
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #8
Überlege dir bitte genau, was du von dem Hund erwartest und was du leisten KANNST und willst. Und erst ganz zum Schluss, was dir gefällt. Der Malinois ist einer der letzten Hunde, die ich als Familienhund mit ein bisschen Schutz- und Wachtrieb empfehlen würde - und ich halte selbst einen Belgier. Ich liebe belgische Schäferhunde (die übrigens extrem unterschiedlich sein können), wirklich, mit all ihren Eigenschaften - und ihrem ganzen Wahnsinn!

Jedoch braucht es dazu die Bereitschaft, sich sehr viel weiterzubilden, sich eine gute Hilfe zur Seite zu holen (Trainer, der sich auch mit diesen Rassen auskennt) und bereit sind, dem Hund viel Zeit und Energie zu opfern.
Das denke ich zum Beispiel nicht. Man braucht leider mehr, als die Bereitschaft sich weiterzubilden, oder die ersten Fehler werden schon so früh gemacht, dass man hinterher nur noch wenig retten kann... ist aber kein Mali-Problem sondern mMn generell so, bei anspruchsvolleren Rassen.

Die Hunde sind unglaublich sensibel (sensibel ist NICHT nur "leicht zu erziehen und mitfühlend"), haben eine sehr sehr geringe Reizschwelle (= reagieren sehr schnell auf Reize; hier vor allem "Bedrohung" und "Beweungsreize - Busse, Autos, Jogger, kleine Hunde, rennende Kinder"), eine niedrige Frustrationstoleranz (= Hund flippt schnell aus, kann mit Frust generell schlecht umgehen und Frust begegnet einem Hund im Alltag enorm häufig), niedrige Stresstoleranz (s. Frust) und neigen zu Übersprungshandlungen (in Stresssituationen, um sich schnappen, in irgendwas reinbeißen, sich drehen, bellen, usw.).

Du fragst dich dann sicher, wer so einen Hund halten kann?
Guck dir mal an, wofür so ein Hund gemacht ist:
Den machst du mir ein bisschen laufen (das Programm schafft sogar mein Yorkimix) und Grundstück bewachen glücklich. Hundesport planst du nicht, würdest du aber machen... das klappt so nie im Leben. ;)

Meine Hündin wissen, dass ich ihr "Frauchen" bin, sie liebt mich, wenn es sowas bei Hunden gibt, aber sollte ich sie, ihrer Ansicht nach, irgendwie unfair behandeln (z. B. zu viel "Härte" in der Erziehung oder gar einen Ausraster meinerseits, Nerven verlieren, etc.), dann würde sie mich das ganz schnell spüren lassen - und zwar mit ihren tollen Zähnchen. Diese Hunde sind einfach bereit dazu, sich zu wehren, auch gegen ihren Halter, wenn du sie nicht richtig führst und das ist nicht einfach! Sie fordern, sie motzen, sie versuchen sich durchzusetzen und das schon als Welpen!

Ich kenne Malihalter, die mit ihren Welpen im Hochsommer in dicken Pullovern rumgelaufen sind, weil die Welpen noch nicht gelernt haben, dass man nicht einfach ins Bein beißen darf, weil die Leine zu Ende ist oder weil man den Grashüpfer nicht fangen darf. Es gibt das ein nettes Gedicht: [VERSTECK]
Der Malinois ist ein Extremist, ein Macher, ein Woller, ein Immer.​
Ein Arbeitshund, ein Gebrauchshund.​
Ein Hund voller Energie, die wenn sie staut, explodiert. Ein Beschützer und Wächter.​
Ein Fulltimejob. Ein Zerstörer. Ein Läufer und Jäger.​
Ein Kuschler. Ein Schatten. Ein Draufgänger. Eine Waffe.​
Er himmelt seinen Führer an, wenn er richtig geführt wird oder er zerbeißt ihn. Bei roher Gewalt.​
Alternativ bricht er zusammen. Er ist in allem ein Extremist ... in allem.​
Ganz oder gar nicht. Dazwischen gibt es nichts.​
Er ist der beliebteste Hund im Dienst. In allen Punkten.​
Er muss arbeiten oder er wird unausstehbar.​
Er ist einer der intelligentesten Hunde, die man sich vorstellen kann und dies fordert er ein.​
Er ist Opportunist und nutzt dies gnadenlos aus.​
Der Halter muss fit sein. Er muss bereit sein, alles über sein bisheriges Hundeleben​
in Frage zu stellen, zumindest zu hinterfragen.​
Er ist kein Hund wie viele andere, die wesentlich einfacher zu halten sind!
[/VERSTECK]

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass du IPO trainierst (meiner Meinung nach am sinnigsten für Malinois in Deutschland), dann stehst du 2-3x die Woche auf dem Hundeplatz. Typischer Ablauf eines IPO-Tages:
- ca. 8 - 10 Leute, oder mehr, je nachdem
- die dazugehörigen Hunde
______________________________________
JEDER trainiert ALLEIN (+ Ausbilder) mit jedem Hund auf dem Platz, in der Zeit, wo du nicht da bist, wartest du, dass du dran kommst. Du kannst dir ausrechnen, wie lang das in etwa dauert.
Es ist nicht so, dass man um 16:00 Uhr hinfährt und um 16:30 Uhr wieder fährt. Nein, man bleibt dabei, hilft in der Küche mit, macht Vereinsarbeiten, bespricht hinterher noch das Training usw. effektiv trainiert man vielleicht 20 Minuten, ist aber locker vier Stunden am Platz. Man muss "Gebrauchshund" leben! Sonst klappt es nicht.

Am Wochenende ist dann noch frühs Fährten, da heißt es früh aufstehen, in der Kälte rumstehen und mit dem Hund eine Spur verfolgen.

Wenn du das willst, okay. Mach dich weiter über die Rasse schlau, informiere dich wirklich gründlich, fahr auch öfters mal zu einer passenden Ortsgruppe, spar dir noch mal 800€ an, besuche Züchter und suche dir den passenden Hund aus. Wenn du dir sicher bist. Wenn nicht, lass es bleiben. So toll diese Hunde sind, sie werden irre schnell zum Alptraum.

Ich wusste ziemlich genau, worauf ich mich einlasse, ich hatte vorher schon mehrere Jahre Kontakt zu einer Malihalterin mit mehreren Hunden, hatte vorher schon Hunde, habe mich ewig und drei Tage über diese Hunde schlau gemacht... und trotzdem, will ich diesen Hund manchmal einfach nur an die Wand nageln!
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #10
Das Halten von kastrierten Hunden unterstütze ich nicht so gern, da mir das als Tierquälerrei erscheind.

Was würdet vom Dobermann halten?
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #11
Off-Topic
Das Halten von kastrierten Hunden unterstütze ich nicht so gern, da mir das als Tierquälerrei erscheind.
Ehm...diese Tiere kommen aus dem Tierschutz- und da wird eben viel kastriert um weitere ungehinderte Vermehrung zu verhindern. Fragwürdig, ob das bei so jungen Hunden wirklich sinnig ist- absolut. Sinnloses Kastrieren in Privathand- sollte vermieden werden.

Aber kastr. Hunde aus dem TS zu übernehmen ist nun wirklich eine Tierquälerei O_O
 
  • Welcher Hund passt zu mir? Beitrag #12
Hallo,
du magst Stehohren (ja ich auch) aber der Doberman hat keine Stehohren, ausser er ist Kupiert und das ist in D und vielen anderen Ländern Europas verboten.

hier mal was cooles von einer Schülerin zum natürlichen "Wachtrieb" Hund untrainiert und trainiert.

[YOUTUBE]/watch?v=z4ZIGHkGF-M[/YOUTUBE]
Ergebnis kann ich nur unterschreiben - ohne ernsthaftes Training ist ein Schutztrieb eher zufällig und vollkommen unkontrolliert.


Wie kommt ihr auf die Idee Leonberger und Co - die Themengeberin sprach von stundenlangen (4-5 Stunden) Fahrradtouren.....Die einzigen Hunde, die ich kenne und ernsthaft und ohne gesundheitliche Probleme öfters so lange laufen können sind Huskys und Co:



Die wollen , dann aber schon täglich richtig laufen - und sind im Allgemeinen als sehr eigenwillig bekannt.

Mit meinen wirklich gut trainierten Schäferhunden kann ich max. 3 Stunden am Stück bei mittlerer Geschwindigkeit (Wolfstrab) fahren. Es darf dabei auch nicht zu heiß sein, der Hund muss komplett gesund sein und vor allem auch ausgewachsen - und das sind sie eben erst mit einem Jahr....

Ansonsten paßt zu deinen Vorstellungen alles, was mittelgroß bis groß ist, nicht zu schwer mit nicht zu kurzen Beinen, eher kein Herder und auch kein Jagdhund. Ich denke schon daß du mit einem Hund in Richtung "Schutzhunderassen" glücklich werden könntest. Also Boxer / Doberman / Schäferhund / Hovawart...

Aber wie gesagt....die brauchen alle neben vieol Auslauf auch geistige Beschäftigung und wirklich gesund und kräftig zu werden und zu sein.

LG Suno
 
Thema:

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