- Fruchtfliegen als Lebendfutter Beitrag #1
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FelixS
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Ich möchte mal ein Lebendfutter für Fische vorstellen, dass in der Aquaristik meist weniger auftaucht: Die Fruchtfliege - Drosophila.
Eigentlich ein sehr geniales Futter. Einfach zu züchten und entspricht dem natürlichen Futter- und Fressverhalten vieler Aquarienfische. Alle Fische mit oberständiem Maul (Labyrinther, Lebendebährende Zahnkarpfen, viele Samler) sind mit ihrem Körperbau und Fressverhalten auf s.g. Anflugnahrung spezialisiert, sprich: sie picken Insekten von der Wasseroberfläche. Mit dem verfüttern von lebenden Fruchtfliegen wird man dieser natürlichen Fressweise gerecht.
Zu dem gibt es seit Jahren schon flugunfähige Varianten der Drosophila im Handel zu kaufen, so dass meine keine Sorgen wegen umherschwirrenden Viechern haben muss
Aber warum kaufen, wenn man die auch selber züchten kann. Dazu werden benötigt
Ein Apfel, eine Banane, 1 1/2 Esslöffel Essig, eine Messerspitze Hefe und Haferflocken:

So dann werden Apfel und Birne klein gerieben und vermengt. Darauf kommt der Essig und die Hefe. Auf diese Pampe werden dann soviele Haferflocken gegeben, bis eine relativ feste Masse entsteht. Es darf nicht zu nass und nicht zu trocken sein. Fertig sieht das dann so aus:

Sieht nicht lecker aus, aber ist ja auch nicht für unsereins gedacht.
Diese Masse wird dann in handelsübliche Gurkengläser gefüllt, etwa 2cm hoch. Zusätzlich kommt noch etwas zerknülltes Küchenpapier rein, worauf die Fliegen dann später laufen können.

In die so präparierten Gläser können dann die besorgten flugunfähigen Drosophila gegeben werden. Verschlossen werden Gläser mit Küchenpapier und Gumminband. Dadurch kommt noch genügend Luft ins Glas. Das von mir beschriebene Rezept reicht für zwei Gurkenkläser.

Wie man sieht: alles sehr einfach. Nach etwa einer Woche sind die ersten Larven zu sehen. Abhängig von der Außentemperatur gibt es ca. vier bis sechs Wochen lang ausreichend Nachwuchs zum verfüttern. Lässt die Fliegenpopulation nach, sollten neue Gläser angesetzt werden. Zu beachten ist, dass es zwei unterschiedliche Arten der Fliegen gibt: eine große (Drosophila hydei) und eine kleine (Drosophila melanogaster). Ich persönlich verfüttere die D. melanogaster, da diese auch von kleineren Fischen gefressen wird. Beide Arten lassen sich eigentlich Problem im Handel oder bei anderen Aquarianern oder Terrarianern besorgen.
Aufpassen sollte man nur, dass nicht versehentlich flugfähige Fruchtfliegen in die Gläser gelangen. Sonst werden aus den flugunfähigen wieder ganz schnell kleine Flieger.
Geschickt in das Aquarium bekommt man die kleinen Insekten übrigens mit dieser Methode.
Eigentlich ein sehr geniales Futter. Einfach zu züchten und entspricht dem natürlichen Futter- und Fressverhalten vieler Aquarienfische. Alle Fische mit oberständiem Maul (Labyrinther, Lebendebährende Zahnkarpfen, viele Samler) sind mit ihrem Körperbau und Fressverhalten auf s.g. Anflugnahrung spezialisiert, sprich: sie picken Insekten von der Wasseroberfläche. Mit dem verfüttern von lebenden Fruchtfliegen wird man dieser natürlichen Fressweise gerecht.
Zu dem gibt es seit Jahren schon flugunfähige Varianten der Drosophila im Handel zu kaufen, so dass meine keine Sorgen wegen umherschwirrenden Viechern haben muss
Aber warum kaufen, wenn man die auch selber züchten kann. Dazu werden benötigt
Ein Apfel, eine Banane, 1 1/2 Esslöffel Essig, eine Messerspitze Hefe und Haferflocken:

So dann werden Apfel und Birne klein gerieben und vermengt. Darauf kommt der Essig und die Hefe. Auf diese Pampe werden dann soviele Haferflocken gegeben, bis eine relativ feste Masse entsteht. Es darf nicht zu nass und nicht zu trocken sein. Fertig sieht das dann so aus:

Sieht nicht lecker aus, aber ist ja auch nicht für unsereins gedacht.
Diese Masse wird dann in handelsübliche Gurkengläser gefüllt, etwa 2cm hoch. Zusätzlich kommt noch etwas zerknülltes Küchenpapier rein, worauf die Fliegen dann später laufen können.

In die so präparierten Gläser können dann die besorgten flugunfähigen Drosophila gegeben werden. Verschlossen werden Gläser mit Küchenpapier und Gumminband. Dadurch kommt noch genügend Luft ins Glas. Das von mir beschriebene Rezept reicht für zwei Gurkenkläser.

Wie man sieht: alles sehr einfach. Nach etwa einer Woche sind die ersten Larven zu sehen. Abhängig von der Außentemperatur gibt es ca. vier bis sechs Wochen lang ausreichend Nachwuchs zum verfüttern. Lässt die Fliegenpopulation nach, sollten neue Gläser angesetzt werden. Zu beachten ist, dass es zwei unterschiedliche Arten der Fliegen gibt: eine große (Drosophila hydei) und eine kleine (Drosophila melanogaster). Ich persönlich verfüttere die D. melanogaster, da diese auch von kleineren Fischen gefressen wird. Beide Arten lassen sich eigentlich Problem im Handel oder bei anderen Aquarianern oder Terrarianern besorgen.
Aufpassen sollte man nur, dass nicht versehentlich flugfähige Fruchtfliegen in die Gläser gelangen. Sonst werden aus den flugunfähigen wieder ganz schnell kleine Flieger.
Geschickt in das Aquarium bekommt man die kleinen Insekten übrigens mit dieser Methode.