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Diskutiere Peta im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; Moin. Da ich gestern eine kleine Diskussion mit ein paar Peta-Mitgliedern hatte (selbst Schuld, hätte ja nicht stehen bleiben müssen), wollte ich...
  • Peta Beitrag #1
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FelixS

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Moin.

Da ich gestern eine kleine Diskussion mit ein paar Peta-Mitgliedern hatte (selbst Schuld, hätte ja nicht stehen bleiben müssen), wollte ich mal fragen, was hier so die Erfahrungen mit diesem Verein sind? Gibt hier vielleicht sogar Mitglieder?

Meine persönliche Einschätzung ist, dass Peta oftmals sehr uninformiert ist über die Sachverhalte, die sie kritisieren. Und oftmals auch bewusst falsch und oberflächlich informiert. Bis auf fragwürdige Propaganda (Holocaust-Vergleich) und hanebüchene Vergleiche zwischen Menschen und Tieren, kann ich nicht viel inhaltliches bei Peta erkennen, weder auf der Internetseite, bei ihren Kampagnen oder gar im persönlichen Gespräch. So wollten mir gestern zwei Peta-Mitglieder erklären, oder mich eher davon überzeugen, dass man Tiere nicht artgerecht halten kann. Gleichzeitig konnten sie mir aber nicht sagen, was denn überhaupt artegerechte Tierhaltung sei. Daran scheiterte denn auch ihre ganze Argumentation: Wie kann ich denn sagen etwas funktioniert nicht, wenn ich garnicht beschreiben kann, was es überhaupt ist?
 
  • Peta Beitrag #2
Ich finde die Sache an sich ganz toll. Sie setzen sich für das Wohl von Tieren ein, ist ja was positives. Allerdings finde ich den ein oder anderen da ja schon recht extrem.
 
  • Peta Beitrag #3
Ich bin mir nicht sicher, ob man Tieren soviel hilft, wenn man über etwas spricht womit man sich garnicht selber beschäftigt hat. So ich die Argumentation "artgerechte Tierhaltung ist in Gefangenschaft nicht möglich, weil Tiere nur in der Natur artgerecht leben können" wesentlich zu kurz gegriffen, wenn man nicht mal sagen kann, was "artgerecht" überhaupt sein soll. Das ist in etwa so "das ist schlecht, weil es schlecht ist, weil ich das sage".
 
  • Peta Beitrag #4
Hey Felix,

ich hab genau die selben Erfahrungen mit denen gemacht (nur dass ich noch angepöbelt wurde für meine Hunde an der Leine....)

Fakt ist das Peta nur auf reißerische, schlecht gefälschte und präsentierte Artikel setzt. Argumente haben sie keine bis auf "das geht so nicht". Bisher konnte mich keiner überzeugen warum etwas nun schlecht sein soll...
 
  • Peta Beitrag #5
Mit einer solchen hirnrissigen Argumentation werden leider auch Initiativen und Personen diskreditiert, die sich mit viel Fachwissen um eine Umwetschutz und artgerechte Tierpflege bemühen.
 
  • Peta Beitrag #6
Ich habe schon einiges von Peta gelesen und finde, dass Peta nicht weiß, wo anfangen und wo aufhören. Sie wollen, dass alle Menschen vegan und alle Hunde und Katzen vegetarisch leben. Das finde ich ein bisschen absurd. Ich meine, manche Leute können auf ihr Fleisch oder tierische Produkte nicht verzichten, weil sie z.B gegen Ersatz für soetwas allergisch reagieren. Hunde und Katzen brauchen unbedingt ihr Fleisch, man kann ihnen es einfach nicht entziehen, wie soll den bitteschön ein Fleischfresser auf das verzichten, für das er "gemacht" wurde, allein schon von der Verdauung, den Zähnen und dem Körperbau her? Ich halte das für Unsinn. Dass alle Menschen jetzt sofort vegan sein sollen, finde ich übertrieben. Wenn man die Tiere vor Qual und Leid schützen will, sollte man über Missstände aufklären und zeigen, wo es tierische Produkte und Fleisch gibt, das/die wirklich gut hergestellt werden. Das halte ich für viel sinnvoller und auch fairer für diejenigen, die es herstellen.

Andererseits finde ich es gut, dass Peta zeigt, hinter welchen Dingen Tierqual steckt (Tierversuche usw.) und dementsprechende Listen anfertigt. Diese Listen sind teilweise ziemlich hilfreich. Ich bin da also eher gespaltener Meinung. Allerdings habe ich auch schon gehört, dass Peta sämtliche, unschuldige Tierheimhunde hat einschläfern lassen, was ich wiederum haarsträubend finde.

LG
 
  • Peta Beitrag #7
Diese vollkommen übertriebenen Forderungen resultieren doch einzig und allein daraus, dass Peta einfach, und ohne Not, selber definiert, was der richtige Umgang mit Tieren ist. Ohne allerdings dies sach- und fachgerecht begründen zu können.
 
  • Peta Beitrag #8
Huhu,

Peta-Links werden in diesem Forum nicht umsonst zitiert. Wir sind auch nicht ganz glücklich damit, wie reißerisch Vieles verfasst wird und ob das alles immer so der Wahrheit entspricht.

Nach meiner persönlichen Meinung ist Peta unglaublich naiv. Wenn man sich deren Programm und deren Ziele anschaut, habe ich immer den Eindruck, es dürfe bei ihnen kein Leiden geben. Es ist aber nun einmal so, dass es ohne Leben auch kein Leiden gibt und es immer passieren kann, dass mein bloßes Dasein als Mensch, Hund oder Katze der Grund ist, wieso andere Lebewesen leiden. Wir dürfen nach Peta keine Tiere gebrauchen (egal, ob die Tiere dabei am Leben bleiben, gut leben und Schutz durch uns erhalten) und als Heimtier dürfen wir sie erst recht nicht halten, weil es nicht "artgerecht" ist. Da habe ich mich ähnlich wie du gefragt, was in ihrem Sinn eigentlich "artgerecht" heißt. Und was passiert, wenn wir also alle ab sofort nicht mehr "in Symbiose" oder als "Familie" leben, sondern jede Spezies seiner Wege geht? Dann kommen wir wieder zu meiner Ausgangskritik, dass trotzdem kein Leben ohne Leid möglich ist. Hunde gehen Wild fangen, Katzen ihre Vögel, der eine Käfer frisst den anderen. Daran ändern wir nichts. Wenn wir uns als Menschen vermehren, brauchen wir mehr Platz zum Wohnen und verdrängen damit Tiere. Brauchen wir jetzt eine Geburtenkontrolle, damit wir uns nicht ausbreiten? Wie sollen sich Populationen regulieren, wenn Tiere ihre natürliche Nahrung (die eben in großen Teilen aus anderen Tieren besteht) nicht zu sich nehmen dürfen, weil doch bitte alle Lebewesen vegan leben sollen? Wer oder was reguliert? Wir dürfen es ja auch nicht nach Peta. Einerseits legen wir allen Tieren die vegane Ernährung auf, dürfen aber nicht den letzten Schritt gehen, in die Natur einzugreifen und zu schauen, wie wir die Verbreitung der Lebewesen unter Kontrolle kriegen. Das könnte ja bedeuten, andere Tiere töten oder eingrenzen zu müssen und das ist wieder falsch (außer bei der veganen Lebensweise, da ist es natürlich richtig, weil wir andere Wesen damit schützen... auch wenn wir damit Leid bei Fleischfressern herbeiführen - so müsste man nach Ansicht Petas wohl argumentieren).

Ich bin kein großer Freund von Ideen, die m.E. nicht zuende gedacht sind. Viele Tierschutzorganisationen sind Idealisten (das Wort "Utopie" klingt nicht so nett ;)), aber Peta übertreibt es m.E. maßlos. Ich hab immer den Eindruck, sie wollen einen Lebenstandard erreichen, ohne zu wissen, wie man den halten kann und wie die damit auftretenden Probleme gelöst werden können.

Ein weiteres Problem sind für mich deren Quellenangaben. Jeder kennt de reißerischen Aufmachungen mancher Artikel. Und wenn man dann nach der Ursprungsquelle sucht, ist es ganz häufig einfach nur Peta. Peta als Ursprungsquelle schreibt dann "Tierschutz und Mitarbeiter der Fabrik X haben uns mitgeteil...". Das ist für mich keine Quelle. Die Aussagen könnten verdreht sein oder manches ist vielleicht gar nicht passiert. Solchen Dingen vertraue ich einfach nicht. Vor allem dann nicht, wenn Peta regelmäßig in die Kritik kommt, "gerettete" Tiere selbst einfach zu töten, weil man nicht weiß, wohin damit.

Ja... da kann man einiges aufzählen, was an Peta nicht passt ;)

Liebe Grüße
Pewee
 
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