Spatzenküken erstickt

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  • Spatzenküken erstickt Beitrag #1
I

Icamelie

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Hallo!

Vor sechs Tagen habe ich ein nacktes Spatzenküken vor der Haustür gefunden. Das nackte unbefiederte Ding lebte noch und schnell trug ich es ins Haus, fackelte nicht lang, legte es auf eine Wärmflasche und versorgte es mit Traubenzuckerlösung.
Nest war leider nicht mehr auffindbar, also beschlossen wir, das Baby aufzuziehen. Mir begegnen des Öfteren hilflose Vögel: Einmal saß ein winziges Entenküken vor meiner Haustür (ja, auch da wieder direkt vor der Haustür ;-))... damals lebte ich aber noch nicht einmal in der Nähe eines Sees, geschweige denn von anderen Entenfamilien. Das Küken gaben wir damals in eine Aufzuchtstation. Einige Monate später retteten wir ein Spatzenästling, das bei seinen ersten Flugversuchen von einem Auto angefahren wurde. Niemand gab dem blutverschmierten Ding eine Chance, aber der kleine Kerl erholte sich sehr schnell und konnte alsbald zurück in die Freiheit.

Doch der Spatz hier hat es leider nicht geschafft und ich bin darüber untröstlich, denn der Kleine hätte es sicher geschafft, ist aber leider gestern Abend in meiner Hand erstickt. Wie gesagt war der Spatz ein Nestling und unbefiedert, hat aber in der Woche, in der er bei uns gelebt hat, rasch an Gewicht, Größe und Gefieder zugelegt. Er hatte die Woche über Verdauungsprobleme, ich dachte, dass es an falscher Ernährung liegen würde und massierte ihm unentwegt das Bäuchlein, mehrmals jeden Tag, damit er ausscheiden konnte. Ernährt wurde er mit Nutri Bird A21, eingeweichten Beoperlen und Insekten. Für Montag entschied ich bereits den Tierarztbesuch, doch dazu kam es dann ja nicht mehr.
Gestern Abend wollte ich ihm so gegen 22 Uhr seine letzte Mahlzeit diesen Tages verabreichen, seine Grillen hatte er schon intus, nun fehlte noch ein wenig Nutri Bird Brei aus der Spritze.... hätte ich das doch nur nicht gemacht! Ich gab ihm die Spritze, er sperrte und alles lief wie gehabt: Ich führte ihm vorsichtig und so langsam wie immer den Brei ein, den er gierig verschlang. Doch plötzlich zuckte er, würgte und binnen weniger Sekunden war er tot. Er hat den Brei wohl in die Luftröhre bekommen. Das einzige, das mich tröstet, ist, dass es sehr schnell ging und er dabei nicht allein war.

Ich bin so wahnsinnig traurig darüber, wir haben so um den Kerl gekämpft. Wie konnte das nur passieren? Und was hab ich falsch gemacht? Was mach ich nächstes Mal besser? Ich frage mich, ob die Fütterung via Spritze wirklich so gut war oder ich ihm den Brei lieber über eine Löffelstielspitze hätte geben sollen? Ach Mensch, er war schon so fit :-( , hat sich stets angeregt mit unseren Wellensittichen unterhalten, hat auf unser Pfeifen reagiert und ich war mir schon fast sicher, dass er bald zu seiner Familie zurück in die Freiheit kann. Und jetzt das!
 
  • Spatzenküken erstickt Beitrag #2
Ich denke mal, das Küken war noch zu klein und zu schwach und es hätte selbst in der Natur keine Überlebenschance gehabt.
Vielleicht ist es von seinen Geschwistern oder Eltern schon aus dem Nest geworfen worden.
Die Natur kann grausam sein, denn dort wird nur der Stärkste überleben.
Das Du traurig bis, verstehe ich gut und es würde jedem Tierfreund so gehen.
Denke nun daran, dass das kleine Küken keine Schmerzen mehr hat und für immer in Ruhe schlafen wird,
 
  • Spatzenküken erstickt Beitrag #3
Du hast dem kleinen helfen wollen, ich denke auch er war zu jung und zu schwach.
Sicher wäre ich auch traurig, aber manchmal sind wir Menschen machtlos und uns werden unsere Grenzen gezeigt.

Liebe Grüße
Dosenöffner10 und Conny
 
  • Spatzenküken erstickt Beitrag #4
Danke für eure Antworten. Aber mir kam es eigentlich mehr wie ein Unfall vor, dass er gestorben ist. Es ging ja auch so plötzlich, innerhalb weniger Sekunden. :-(
 
  • Spatzenküken erstickt Beitrag #5
Vielleicht melden sich ja noch ein paar Vogelexperten. Aber ich glaube, ich habe schon öfter gelesen, dass sich kleine Vögelchen manchmal verschlucken bzw. Futter in die Luftröhre bekommen. Davor wird in Aufzuchtthemen gewarnt. Aber Du hast es versucht und nicht weggeschaut, als der Vogel in Not war. Tut mir leid, dass das Vögelchen es nicht geschafft hat.
 
  • Spatzenküken erstickt Beitrag #6
Dieses "Ersticken" ist meist die finale Schnappatmung und ist die Einleitung des Sterbens. Es gibt viele Gründe warum ein nacktes Vogelküken nicht überlebt. Meist ist es zu ausgekühlt, die Temperatur zu schwankend, zu viel Flüssigkeit kann aspiriert werden und es entsteht eine Schluckpneumonie, auch werden Beoperlen von den Nackedeis noch nicht gut vertragen, vielleicht auch daher die Verdauungsprobleme...
 
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