- Mutter plötzlich gegen Rattenhaltung, warum und was tun? Beitrag #1
G
Gast57332
Guest
Hallo ihr lieben,
ich muss etwas weiter ausholen, also bitte zerstückelt mich nicht wegen meinem Roman gleich
Also, vor ca. 10 Jahren begann ich das erste mal Ratten zu halten, zuerst waren es zwei, schnell wurden es aber dann drei. Das Rudel verstarb und das nächste kam und so weiter. In den 10 Jahren hatte ich 4(?) Rudel verschiedenen Alters, einige starben recht schnell, die letzten wurden 2, 2.5 und 3 Jahre alt. Meine Mutter hat natürlich alle Kosten getragen, die Versorgung, Reinigung sowohl als auch alle Besorgungen und sonst alles waren aber meine Aufgaben.
Die letzte Ratte starb dann mit 3 Jahren im Dezember, sie schlief einfach ein. Seitdem hatte ich also über 7 Monate um mir klar darüber zu werden, ob ich wieder welche wollen würde oder nicht. Schon beim letzten Rudel, als aus zweien dann drei wurden war mir klar: Ich möchte keine mehr. Meine Mutter und ich waren uns also einig, dass nie wieder Ratten einziehen werden. Mitten im Abi hatte ich einfach nicht mehr die Zeit/Nerven abends noch 2 Stunden auf sie aufzupassen im Auslauf, jedes Wochenende den Käfig zu putzen, mich mit ihnen noch zu beschäftigen, was darauf hinaus lief, dass sie halt immer weniger menschlichen Kontakt hatten, der Auslauf auf 30-60 Minuten am Tag begrenzt war, der Käfig auch mal nur alle 10 Tage geputzt wurde, was gottseidank aber trotzdem relativ selten vor kam. Die Ratten hat es aber offensichtlich nicht gestört, sie hatten ja sich untereinander und waren trotzdem super zahm und dankbar um jede Minute mit mir, der Käfig war auch ziemlich groß, der hat es also auch verkraftet mal 3 Tage länger aufs Putzen zu warten, die Ratten wurden seltsamerweise auch nie krank. Trotzdem alles eben nicht optimal.
Meine Mutter hat damals eigentlich nur die Streu aufgeregt, die gelegentlich im Flur in den Teppichen hing, so lange bis ich mich dazu durchgerungen hab das wegzusaugen und eben, dass sie teilweise so viel kosteten (die beliebten tollen Tierarztstories bei Kindern/Jugendlichen eben :roll
.
So, mein Leben hat sich nun geändert und ich habe nun geregelte Arbeitszeiten und komme um 17 Uhr heim und das mindestens die nächsten 3-4 Jahre, verdiene dementsprechend auch mein eigenes Geld. Dadurch ist es mir möglich mein Zimmer so umzubauen, dass ein Auslauf rein passt in dem sie NICHTS zerstören könnten, dementsprechend nicht beaufsichtigt werden müssten und ein anderer Käfig, der verhindert dass Streu oder Zeitung oder sonst was raus fliegt und super leicht zu putzen ist (Kaskadendom) wäre dementsprechend auch drin. Theoretisch dürfte meine Mutter also nichts mehr nerven.
Nun ist aber das Problem: meine Mutter will es mir partout nicht mehr erlauben. Ich wohne bei ihr zuhause, bin 19 Jahre alt. Also bin mir durchaus sämtlichen Verantwortungen etc. bewusst. Im Urlaubsfall hat sie übrigens auch immer die kleinen Racker gefüttert und bespaßt, nur der Auslauf ist eben flach gefallen. Den Käfig hab ich dann immmer direkt davor und danach gereinigt und ich war nie länger weg als 5 Tage/4 Nächte. Die Ratten standen bisher immer und würden auch in Zukunft nur in meinem Zimmer stehen. Ich könnte knapp 2.8qm freie, abgesperrte und sichere Fläche für Kaskadendom und Auslauf bereitstellen. Also eigentlich super Voraussetzung, da ja alles mögliche an Erfahrung vorhanden ist, ich alles selbst bezahlen kann und mich um alles selbst kümmere.
Ich liebe Ratten über alles, habe knapp mein halbes Leben mit Ratten verbracht und ich KANN einfach nicht ohne. Ich brauche den nächtlichen Lärm (seit die Ratten weg sind habe ich seltsamerweise Schlafstörungen, werde nachts wach, schlafe nicht ein etc.), ich höre manchmal Geräusche in meinem Zimmer, zum Beispiel ein Knarren und denke "der olle alte Käfig quietscht wieder", aber dann wird mir bewusst, da ist garkein Käfig mehr, sondern nur gruselige leere Stille. Und ich denke alle von euch kennen dieses Gefühl, wenn man seine Nase in das flauschige Fell der Kleinen steckt und als Belohnung noch die Nase abgeschlabbert bekommt und quasi in Liebe ertränkt wird. Sie waren immer meine treuen Wegbegleiter, meine Zuhörer, meine Babies. Sogar mein letztes Hemd, im wahrsten Sinne des Wortes, wurde zu ihrem Kissen in den Häuschen umfunktioniert! Also es ist definitiv nicht so, als wäre es ihnen schlecht gegangen oder als würde es ihnen schlecht gehen.
Der Grund, warum ich keine mehr haben darf, ist: Sie will das nicht, es kommt ihr nix mehr ins Haus.
Nunja, ich wollte jetzt mal hier nachfragen, da ich nicht sicher bin, wie ich vorgehen soll.
Für mich gibt es momentan folgende Möglichkeiten:
Die Überredungstaktik:
Mutter so lange bequatschen bis sie ja sagt, relativ erfolglos da ich seit 7 Monaten ja immer mal wieder sage ich hätte gerne welche und sie jedes mal mit Vehemenz dagegen feuert und sagt es gibt keine mehr. Eventuell gibt es ja doch noch Aussicht? Aber zum einen würde sich das Verhältnis zu meiner Mutter wohl nur verschlechtern und Ratten wären immernoch keine da.
Die Vollendetetatsachentaktik:
Ich kaufe einfach dem Kaskadendom und stell ihn mir ins Zimmer, bau den auf und hole mir die Ratten, das am besten wenn sie in Urlaub ist für einige Tage und wenn sie zurück kommt den Schock ihres Lebens bekommt. Da muss ich sagen wären die Chancen relativ gut, denn abgeben müsste ich sie wohl dann nicht mehr wenn ich sage, was für arme, arme ARME Tierheimbabies sie doch waren und wie SCHLECHT es ihnen dort im Tierheim ging und dass der Käfig ja SO teuer war blabla. Die negative Seite: Ich hätte wohl den Streit meines Lebens mit meiner Mutter und wir würden wohl nie wieder miteinander reden. Eventuell würde sich das dann aber wieder entspannen. Ich weiß es aber nicht.
Ich bin mir nicht sicher was besser wäre oder ist. Taktik 2 hätte ich sofort mein Ziel erreicht, aber anders gesehen, wenn Taktik 1 nicht funktioniert bleibt ja immernoch Taktik 2. Nur graut es mir total vor Taktik 1 :roll:
Deswegen wollte ich jetzt mal eure Meinung hören zu meinen Taktiken und vielleicht habt ihr ja auch Ideen, was mit meiner Mutter los ist und warum sie so drauf ist. Sie hat wirklich absolut keine Begründung oder Argumente warum/weshalb/wieso, die dagegen sprechen oder ihre Aussage unterstreichen. Wenn ich frage warum sie nichts mehr im Haus haben will, sagt sie dass sie das eben nicht will und wenn ich sie frage warum sie das nicht will, sagt sie, sie wolle nichts mehr im Haus haben. :roll:
Sorry für den ellenlangen Roman, aber es liegt mir wirklich sehr am Herzen und für mich steht fest, dass Ratten wieder einziehen sollen. Ich möchte nur nicht einfach meine Mutter über- oder hintergehen und hätte schon gerne, dass sie guten Gewissens "Ja" zu der Sache sagt.
Im Keller steht sogar noch die riesige Weidenbrücke, sowohl als auch noch Käfig samt Etagen und einem kleinen Häuschen. Jedes mal wenn ich in den Keller gehe bricht es mir das Herz.
Liebe Grüße und vielen Dank!
ich muss etwas weiter ausholen, also bitte zerstückelt mich nicht wegen meinem Roman gleich
Also, vor ca. 10 Jahren begann ich das erste mal Ratten zu halten, zuerst waren es zwei, schnell wurden es aber dann drei. Das Rudel verstarb und das nächste kam und so weiter. In den 10 Jahren hatte ich 4(?) Rudel verschiedenen Alters, einige starben recht schnell, die letzten wurden 2, 2.5 und 3 Jahre alt. Meine Mutter hat natürlich alle Kosten getragen, die Versorgung, Reinigung sowohl als auch alle Besorgungen und sonst alles waren aber meine Aufgaben.
Die letzte Ratte starb dann mit 3 Jahren im Dezember, sie schlief einfach ein. Seitdem hatte ich also über 7 Monate um mir klar darüber zu werden, ob ich wieder welche wollen würde oder nicht. Schon beim letzten Rudel, als aus zweien dann drei wurden war mir klar: Ich möchte keine mehr. Meine Mutter und ich waren uns also einig, dass nie wieder Ratten einziehen werden. Mitten im Abi hatte ich einfach nicht mehr die Zeit/Nerven abends noch 2 Stunden auf sie aufzupassen im Auslauf, jedes Wochenende den Käfig zu putzen, mich mit ihnen noch zu beschäftigen, was darauf hinaus lief, dass sie halt immer weniger menschlichen Kontakt hatten, der Auslauf auf 30-60 Minuten am Tag begrenzt war, der Käfig auch mal nur alle 10 Tage geputzt wurde, was gottseidank aber trotzdem relativ selten vor kam. Die Ratten hat es aber offensichtlich nicht gestört, sie hatten ja sich untereinander und waren trotzdem super zahm und dankbar um jede Minute mit mir, der Käfig war auch ziemlich groß, der hat es also auch verkraftet mal 3 Tage länger aufs Putzen zu warten, die Ratten wurden seltsamerweise auch nie krank. Trotzdem alles eben nicht optimal.
Meine Mutter hat damals eigentlich nur die Streu aufgeregt, die gelegentlich im Flur in den Teppichen hing, so lange bis ich mich dazu durchgerungen hab das wegzusaugen und eben, dass sie teilweise so viel kosteten (die beliebten tollen Tierarztstories bei Kindern/Jugendlichen eben :roll
So, mein Leben hat sich nun geändert und ich habe nun geregelte Arbeitszeiten und komme um 17 Uhr heim und das mindestens die nächsten 3-4 Jahre, verdiene dementsprechend auch mein eigenes Geld. Dadurch ist es mir möglich mein Zimmer so umzubauen, dass ein Auslauf rein passt in dem sie NICHTS zerstören könnten, dementsprechend nicht beaufsichtigt werden müssten und ein anderer Käfig, der verhindert dass Streu oder Zeitung oder sonst was raus fliegt und super leicht zu putzen ist (Kaskadendom) wäre dementsprechend auch drin. Theoretisch dürfte meine Mutter also nichts mehr nerven.
Nun ist aber das Problem: meine Mutter will es mir partout nicht mehr erlauben. Ich wohne bei ihr zuhause, bin 19 Jahre alt. Also bin mir durchaus sämtlichen Verantwortungen etc. bewusst. Im Urlaubsfall hat sie übrigens auch immer die kleinen Racker gefüttert und bespaßt, nur der Auslauf ist eben flach gefallen. Den Käfig hab ich dann immmer direkt davor und danach gereinigt und ich war nie länger weg als 5 Tage/4 Nächte. Die Ratten standen bisher immer und würden auch in Zukunft nur in meinem Zimmer stehen. Ich könnte knapp 2.8qm freie, abgesperrte und sichere Fläche für Kaskadendom und Auslauf bereitstellen. Also eigentlich super Voraussetzung, da ja alles mögliche an Erfahrung vorhanden ist, ich alles selbst bezahlen kann und mich um alles selbst kümmere.
Ich liebe Ratten über alles, habe knapp mein halbes Leben mit Ratten verbracht und ich KANN einfach nicht ohne. Ich brauche den nächtlichen Lärm (seit die Ratten weg sind habe ich seltsamerweise Schlafstörungen, werde nachts wach, schlafe nicht ein etc.), ich höre manchmal Geräusche in meinem Zimmer, zum Beispiel ein Knarren und denke "der olle alte Käfig quietscht wieder", aber dann wird mir bewusst, da ist garkein Käfig mehr, sondern nur gruselige leere Stille. Und ich denke alle von euch kennen dieses Gefühl, wenn man seine Nase in das flauschige Fell der Kleinen steckt und als Belohnung noch die Nase abgeschlabbert bekommt und quasi in Liebe ertränkt wird. Sie waren immer meine treuen Wegbegleiter, meine Zuhörer, meine Babies. Sogar mein letztes Hemd, im wahrsten Sinne des Wortes, wurde zu ihrem Kissen in den Häuschen umfunktioniert! Also es ist definitiv nicht so, als wäre es ihnen schlecht gegangen oder als würde es ihnen schlecht gehen.
Der Grund, warum ich keine mehr haben darf, ist: Sie will das nicht, es kommt ihr nix mehr ins Haus.
Nunja, ich wollte jetzt mal hier nachfragen, da ich nicht sicher bin, wie ich vorgehen soll.
Für mich gibt es momentan folgende Möglichkeiten:
Die Überredungstaktik:
Mutter so lange bequatschen bis sie ja sagt, relativ erfolglos da ich seit 7 Monaten ja immer mal wieder sage ich hätte gerne welche und sie jedes mal mit Vehemenz dagegen feuert und sagt es gibt keine mehr. Eventuell gibt es ja doch noch Aussicht? Aber zum einen würde sich das Verhältnis zu meiner Mutter wohl nur verschlechtern und Ratten wären immernoch keine da.
Die Vollendetetatsachentaktik:
Ich kaufe einfach dem Kaskadendom und stell ihn mir ins Zimmer, bau den auf und hole mir die Ratten, das am besten wenn sie in Urlaub ist für einige Tage und wenn sie zurück kommt den Schock ihres Lebens bekommt. Da muss ich sagen wären die Chancen relativ gut, denn abgeben müsste ich sie wohl dann nicht mehr wenn ich sage, was für arme, arme ARME Tierheimbabies sie doch waren und wie SCHLECHT es ihnen dort im Tierheim ging und dass der Käfig ja SO teuer war blabla. Die negative Seite: Ich hätte wohl den Streit meines Lebens mit meiner Mutter und wir würden wohl nie wieder miteinander reden. Eventuell würde sich das dann aber wieder entspannen. Ich weiß es aber nicht.
Ich bin mir nicht sicher was besser wäre oder ist. Taktik 2 hätte ich sofort mein Ziel erreicht, aber anders gesehen, wenn Taktik 1 nicht funktioniert bleibt ja immernoch Taktik 2. Nur graut es mir total vor Taktik 1 :roll:
Deswegen wollte ich jetzt mal eure Meinung hören zu meinen Taktiken und vielleicht habt ihr ja auch Ideen, was mit meiner Mutter los ist und warum sie so drauf ist. Sie hat wirklich absolut keine Begründung oder Argumente warum/weshalb/wieso, die dagegen sprechen oder ihre Aussage unterstreichen. Wenn ich frage warum sie nichts mehr im Haus haben will, sagt sie dass sie das eben nicht will und wenn ich sie frage warum sie das nicht will, sagt sie, sie wolle nichts mehr im Haus haben. :roll:
Sorry für den ellenlangen Roman, aber es liegt mir wirklich sehr am Herzen und für mich steht fest, dass Ratten wieder einziehen sollen. Ich möchte nur nicht einfach meine Mutter über- oder hintergehen und hätte schon gerne, dass sie guten Gewissens "Ja" zu der Sache sagt.
Im Keller steht sogar noch die riesige Weidenbrücke, sowohl als auch noch Käfig samt Etagen und einem kleinen Häuschen. Jedes mal wenn ich in den Keller gehe bricht es mir das Herz.
Liebe Grüße und vielen Dank!