Revierkämpfe

Diskutiere Revierkämpfe im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, eine Frage. Unsere Mieze ist jetzt so ca. 10 Monate alt. Da sie ein Herbstkätzchen vom Bauernhof ist haben wir sie erst im Frühjahr raus...
  • Revierkämpfe Beitrag #1
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Hallo, eine Frage.

Unsere Mieze ist jetzt so ca. 10 Monate alt. Da sie ein Herbstkätzchen vom Bauernhof ist haben wir sie erst im Frühjahr raus gelassen und seither ist sie glückliche Freigängerin. Von Anfang an hatte sie einen Kumpel, den sie auch neben sich duldet (auch auf Gegenseite). Ein stattlicher (rießig, aber etwas räudiger) Kater. Mit dem hatte sie schon Kontakt, als sie noch drin war (Fliegentür). Andere Katzen sind eher Problematisch. Da knurrt sie lauter, als so macher Hund....

Bisher ging jedenfalls immer alles gut, aber vor 3 Wochen kam sie schwankend nach Hause. Lies sich nicht anfassen, hat nicht mehr gefressen, nur noch geschlafen, matt und jämmerliches miauen... Der TA stellte einige entzündete Bisswunden fest, hat sie mit Antibiotika und Schmerzmitteln vollgepumpt und es ging ihr gleich viel besser. Am nächsten Tag konnte sie schon wieder raus und alles war gut (Anfangs war sie noch etwas ängstlich draußen).

Jedenfalls war soweit dann alles ruhig, bis sie gestern schon wieder humpelnd heim gekommen ist. Diesesmal haben wir gleich einen Termin beim Doc gemacht und während wir warteten konnte man zusehen, wie sie abgebaut hat. Wieder Bisswunden an Schwanz und Hinterbeinen/Hüfte, Kratzer am Ohr und 41° Fieber!

Jetzt machen wir uns Gedanken, was wir machen sollen? Madamme wiegt nur 2,6kg und verteidigt ihr Revier mit einer großen Klappe. Drin lassen können wir vergessen, denn das wollen wir uns und ihr nicht antun. Bei uns rennen halt gefühlt Millionen von Katzen rum. Ich befürchte, wir müssen der Natur ihren lauf lassen und einfach hoffen. Oder habt ihr eine bessere Idee?
 
  • Revierkämpfe

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  • Revierkämpfe Beitrag #2
Ich bin da ehrlich etwas überfragt, vor allem weil ich selbst auch keine Freigänger habe.

Ist sie denn kastriert?

Gibt es vielleicht eine Regelmäßigkeit bei den Uhrzeiten, zu denen so was passiert, dass man vielleicht versuchen könnte, sie da etwas vermehrt drinnen zu behalten :eusa_think:?
 
  • Revierkämpfe Beitrag #3
Hallo Ina,

danke für deine Antwort. Ich glaube zwar nicht, dass das was mit ihrem Verhalten zu tun hat, aber ja: sie ist kastriert, geimpft, gechip, tätowiert und ent-ohr-milbt ;-)

Es ist schwierig eine Zeit auszumachen, zumal die Katze direkt nach einem Kampf wahrscheinlich so mit Adrenalin vollgepumpt ist, dass sie die Schmerzen so gar nicht wahrnimmt (vermute ich mal). Da wir dieses mal zuschauen konnten (mussten) wie sich der Zustand verschlimmerte, denke ich, dass sie erst kürzlich eins abgekriegt hat. Letztes Mal hatte ich gemeint, ich habe nachts was gehört....

Man hört immer wieder Katzenkämpfe um´s Haus (auch, wenn unsere drin ist). Wir haben sie eigentlich nur ab Nachmittag bis wir ins Bett gehen im Haus. Oder sie kommt mal gar nicht, oder will früher raus... Naja.. Katze halt :)
Nachts will sie lieber raus. Obwohl sie sich gut zu benehmen weiß, dreht sie nachts so auf, dass die Bude sonst aussehen würde, wie eine Hotelsuit nach eine Besuch von Ozzy Osbourne zu seinen besten Zeiten :-D

Wir haben schon über eine Katzenklappe nachgedacht, aber in Anbetracht der Masse an Fremdkatzen wollen wir das nicht und eine elektrische per Senderhalsband steht nicht zur Debatte.

Frank
 
  • Revierkämpfe Beitrag #4
danke für deine Antwort. Ich glaube zwar nicht, dass das was mit ihrem Verhalten zu tun hat, aber ja: sie ist kastriert, geimpft, gechip, tätowiert und ent-ohr-milbt ;-)
Kastriert oder nicht kastriert kann gewaltig viel damit zu tun haben bei Katzen ;). Potente Tiere stehen rangmäßig quasi über den kastrierten Tieren und das kann für ordentlich Zündstoff sorgen. Deswegen ist es auch sehr schwierig, kastrierte und potente Tiere zusammen in reiner Wohnungshaltung zu halten. Nur als Info, warum diese für dich unverständliche Frage kam.
Da sie aber kastriert ist, ist das leider auch nichts, wo man noch ansetzen könnte.

Es gibt mittlerweile auch Katzenklappen, die auf den Chip der Katze eingestellt werden können. Vielleicht wäre das eine Alternative?
 
  • Revierkämpfe Beitrag #5
Hallo.

Warum steht eine elektrische Katzenklappe nicht zur Debatte? Wegen Geld oder dem Halsband? Wenn es wegen dem Halsband ist, kann ich nämlich von was tollen berichten ^^ Bekannte von uns haben jetzt so eine Klappe eingebaut, da bekommt die Katze einen Chip wie von Tasso implantiert, auf den die Katzenklappe reagiert :) Ist somit ungefährlich für die Katze und andere Katzen haben weiterhin keinen Zutritt.

edit: ich bin aber auch immer zu langsam ^^
 
  • Revierkämpfe Beitrag #6
Hey,

Könnte es nicht auch einfach sein, dass eure Katze schlicht und ergreifend keine Ahnung hat wie man vernünftig mit anderen Katzen umgeht und dadurch immer wieder in ernste Streitereien gerät?
Wie alt war sie denn als ihr sie bekommen habt?

Kontakt durch eine Fliegengittertür ist nun wirklich absolut nicht das was man als grundfeste Sozialisation bezeichnen kann;)
 
  • Revierkämpfe Beitrag #7
Ja, das ist sicher das Problem. Wir hätte sie abholen sollen, da war sie offiziell 6 Wochen alt. Das kam uns spanisch vor, weil sie und ihre Geschwister schon noch arg klein waren. Also haben wir sie nochmal 2 Wochen bei der Mutter auf dem Hof gelassen. Nach 2 Wochen haben wir sie aber mitnehmen müssen. Lasst uns einfach weiterhin glauben, dass sie "schon" 8 Wochen war (was immernoch zu jung wäre... wir wissen das).

Jedenfalls hat sie die Trennung echt absolut unproblematisch durchgemacht. Kein übermäßiges weinen oder so. Sie hat gleich mit uns gespielt, als wir sie aus dem Körbchen gelassen haben. Wir haben uns auch 2 Wochen Frei genommen, Klo funktionierte auch gut und ihre Krallen& Zähne hatte sie von Anfang an im Griff. Ich hatte nur ein einziges mal eine Schramme, weil ich mit dem Wollknäuel zu langsam war :-D

Wir haben mit ihr ja auch sonst keine Probleme. Ok, sie tretelt immernoch und schleckt am Teppich rum :)

Wir hätten sie gerne nochmal ein paar Wochen gelassen, aber es ging nicht. Abgesehen davon hilft uns das jetzt leider auch nicht mehr.

hmmm... Katzenklappen kenne ich nur mit Halsband-Sender und ein Halsband kommt unserer kleinen sicher nicht um den Hals; gerade als Freigänger. Es gibt tatsächlich Klappen, die auf den Tasso-Chip reagieren? Dann muss ich quasi die Nummer in die Klappe programmieren und Mieze muss nicht nochmal gechippt werden oder sowas? Hui! Ich glaube, wir haben einen Gewinner !!!

Ich hoffe, sie nimmt die Klappe dann auch an und dass sie auch flüchtet, wenn sie merkt, dass sie keine Chance hat...
 
  • Revierkämpfe Beitrag #8
hmmm... Katzenklappen kenne ich nur mit Halsband-Sender und ein Halsband kommt unserer kleinen sicher nicht um den Hals; gerade als Freigänger. Es gibt tatsächlich Klappen, die auf den Tasso-Chip reagieren? Dann muss ich quasi die Nummer in die Klappe programmieren und Mieze muss nicht nochmal gechippt werden oder sowas? Hui! Ich glaube, wir haben einen Gewinner !!!

Schau mal hier ;): .
 
  • Revierkämpfe Beitrag #9
Ich habe meinem Kater damals einfach einmal die Klappe von außen & von innen gezeigt und zack - es hat geklappt. Zwar benutzt er sie nicht, wenn wir daheim sind, da wir ihm auch immer brav die Tür öffnen, wenn er davorsitzt und maunzt, aber das ist ein anderes Thema wie wir erzogen werden :roll:

Dass sie so früh von der Mutter getrennt wurde, kann schon ein Grund sein. Sie hat evtl. nie richtig gelernt wie man mit anderen Katzen kommuniziert - wobei ich das hier noch nicht einmal denken würde, da sie ja einen Katzenkumpel hat und mit dem muss sie ja auch kommunizieren. Mein Beitrag ist wieder total hilfreich :eusa_doh:

Ich hoffe es klappt, dass sie die Katzenklappe als Fluchtmöglichkeit sieht und annimmt und nicht mehr verletzt wird.
 
  • Revierkämpfe Beitrag #10
da wir ihm auch immer brav die Tür öffnen, wenn er davorsitzt und maunzt, aber das ist ein anderes Thema wie wir erzogen werden
haha... dann läufts bei euch wie bei uns :)

da sie ja einen Katzenkumpel hat und mit dem muss sie ja auch kommunizieren
das war anfangs echt witzig mit anzuschauen. So ein kleines Würmchen, das einen rieeeeßigen Katzenbuckel macht und fürchterregend knurrt (also eher fiept). Den Kater hat das nicht eine Sekunde beeindruckt. Nach ein paar wochen sind sie schon -getrennt durch das Gitter- aneinander gelegen und als wir sie raus gelassen haben (ok; sie ist ausgebüchst; und dann gabs für sie kein Zurück mehr), war das komplett unproblematisch. Sie haben noch am ersten Tag ein gemeinsames Sonnennickerchen gemacht.

Ich danke euch so, mit dem Tip mit der Katzenklappe!!!!
 
  • Revierkämpfe Beitrag #11
Falls du das mit der Katzenklappe machst, wäre ich an einem Erfahrungsbericht interessiert ;). Ich grübel immer noch, unser Freigehege per Katzenklappe zugänglich zu machen :eusa_think:.
 
  • Revierkämpfe Beitrag #12
Also, ich möchte mich nochmal zu Wort melden.

Wir wollten eine Katzenklappe einbauen, aber erst im nächsten Jahr, wenn wir an der Kellertüre sowieso Hand anlegen müssen.

Unsere Madamme hat jedenfalls das Spiel noch einige male gleich getrieben. Das bisher letzte mal wurde sie so übel zusammengeklopft, dass der TA zuerst dachte, sie wäre unter ein Auto gekommen.

Jedenfalls hat sie es seither wohl gelernt: Abends möchte sie jetzt (bisher jedenfalls; so genau weiß man das bei ihr nie :D ) nicht mehr raus und seither ist auch Ruhe. Keine Klopferei mehr, keine Bisse, keine Kratzer....

Wir sind auch desshalb so froh darüber, weil jetzt (vielleicht) bald die kalte Jahreszeit anfängt und uns nicht wohl wäre, wenn die Nase bei Minustemperaturen draußen schlafen "müsste".

Das mit der Katzenklappe behalten wir jedenfalls mal im Hinterkopf, denn wenn es Fühling wird, wird es wahrscheinlich wieder anders laufen


Das nur zur Info :)
 
  • Revierkämpfe Beitrag #13
Altes Thema...immernoch ungeklärt.


Die letzte Zeit hatten wir ja relativ Ruhe und Madamme verhielt sich ganz anständig. Mit einsetzen des Hornungs aber gings wieder von vorne los. Als sie vor letztens wieder total zernudelt ankam war es aber echt knapp. Wir waren über Ostern 10(!!!) mal beim TA und sie hatte eine "massiv nekrotische Entzündung" (oder so) und sie mussten die Katze 10cm aufschneiden. Heute kommen die Fäden raus.


Das Thema Freigang hat sich somit erledigt.

Eine Katzenklappe (auch mit Chip-Steuerung) hat keinen Wert, weil sie sich ja auch klopft, wenn wir zuhause sind und die Terrassentüre offen steht. Sie flüchtet einfach nicht oder erst zu spät. Dazu muss ich aber sagen, dass ich ihr auch nur eine Teilschuld geben kann. Was hier an verwahrlosten und ramponierten Katzen rum rennt ist erschreckend, aber es interessiert keinen; auch vom Tierschutz "...was sollen wir da machen" und "wer Zahlt so eine Einfang-- Kastrations-Aktion"). Ein Kater hat abgefressene Ohren...
 
Wie auch immer:
Drin lassen geht auch nicht, weil sie anfängt, die Bude zu zerlegen und auch das Ein oder Andere Frust-Tröpfchen hat sie schon verloren. Vom Krallenwetzen mal ganz zu schweigen. Klar, der isses halt scheiß langweilig.
 
Ich bin jetzt dabei, den Hühnerauslauf Ein- und Ausbruchsicher zu machen. Eine andere Idee haben wir nicht, weil sie defintiv raus können muss. Wir lassen sie jetzt wieder morgens in den Hühnerstall, wo auch genug Maus-Arbeit auf sie wartet. Ich glaube, das ist keine ganz schlechte Lösung, zumal sie bisher auch immer morgens mit uns zu den Ladies geht. Der Schieber öffnet dann so gegen 9 Uhr und alles Getier kann raus. Jetzt hoffe ich nur, dass der Zaun auch dicht genug ist und sie nicht rein und vor allem die Anderen nicht rein kommen.
Wir haben einen 1,6m Mäschndröhttsaon, Teilweise unten mit einem zusätzlichen Hühnernetz abgesichert (Fuchs &Marder). Oben habe ich jetzt noch ein 1m-Hühnernetz aufgesetzt. Das sieht aus wie Alkatzraz, aber normalerweise sollte es das Meiste abwehren. Der Nachbar schütteln schon mit dem Kopf....


Meine Fresse, sind wir frustriert... da zieht man an den Arsch der Welt, denkt, da ist seine Katze sicher und dann sowas.

 
  • Revierkämpfe Beitrag #14
Ich glaube ja, der grundlegende Fehler wurde schon in Deinem Eingangspost geschildert: Du hast EINE Katze geholt, noch dazu viel zu jung.
Ok, sie mag sich mit dem anderen Freigängerkater sowas ähnliches wie angefreundet haben - aber einen wirklichen kätzischen Spiel-, Rauf- und Kuschelkumpel hatte sie nie. Und da ist es kein Wunder, wenn sie Euch die Bude zerlegt.
Wie alt ist sie jetzt? Ungefähr 2 Jahre? Habt Ihr jemals an einen Katzenkumpel gedacht - also einen "eigenen"? Noch ist es dazu vielleicht nicht zu spät, auch wenn die Katze so wenig Sozialverhalten gelernt hat. Da wäre ein eher ruhiges Partnertier etwa gleichen Alters vielleicht nicht verkehrt, und evtl. würde sie dann auch das "In-der-Wohnung-Sein" besser ertragen bzw. sich dran gewöhnen, wenn sie eben einen Kumpel zum Spielen und Kuscheln und Toben hätte...

LG seven
 
  • Revierkämpfe Beitrag #15
Hi seven, danke dir für deine Gedanken.



Natürlich war eine Zweitkatze im Gespräch. Nur glauben wir, dass sie sich nicht an einen "Kumpel" gewöhnen wird. Nachdem man dermaßen oft und derbe den Hintern voll gekriegt hat, kann ich das nachvollziehen. Wir glauben nicht, dass sie sich dran gewöhnen wird und dann haben wir nicht eine Problemkatze, sondern zwei.



Wir haben den Auslauf jetzt zusätzlich abgezäunt. Sie WÜRDE zwar wahrscheinlich raus kommen, wenn sie es drauf anlegen würde, aber sie macht (noch) keine Anstalten. Ich glaube, das wichtigste ist (ihr), dass keine andere Katze rein kommt und dass sie weiß, dass sie sicher ist.

Sie ist ja sehr auf uns geprägt und solange wir nicht da sind, ist sie bei den Hühnern zufrieden.


Wenn wir dann zuhause sind, will sie bei uns sein. Das merkt man; dann wird sie hibbelig und sucht Kontakt. Wenn wir sie dann raus lassen, ist sie ja immer in unserer Nähe. Naja... "will/ist immer" ist bei Katzen ja bekanntlich so ne Sache, ne ;)

 
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