- Gesundheitscheck Beitrag #1
Nienor
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Ratten sind krankheitsanfällige Tiere, die zudem als Beutetiere ihre Gebrechen lang zu verbergen versuchen. Es ist daher wichtig, bei Auffälligkeiten schnell einen Tierarzt zu konsultieren, da die Krankheit in der Regel schon weit fortgeschritten ist, wenn das Tier offensichtliche Symptome zeigt.
Um den Gesundheitszustand der Tiere im Blick zu halten, sollte man die Tiere täglich kontrollieren und einmal die Woche einen intensiveren Gesundheitscheck durchführen.
Tägliche Kontrolle:
Atmung
Atmet das Tier normal? Oder hat es Flankenatmung? Schnappt es nach Luft?
Weitere Informationen und Anschauungsmaterial findet ihr hier: https://www.tierforum.de/t193430-vi...pen-und-fressen-trotz-miserablem-zustand.html
Fressverhalten:
Dem Tier etwas zu fressen anbieten und es dabei beobachten. Hat es Appetit? Kaut es normal? Frisst es mit gewohnter Geschwindigkeit?
> Hinweise auf Zahnfehlstellungen, abgebrochene Zähne, Kieferabszesse, allgemeines Unwohlsein, aber auch neurologische Störungen
Bewegungsabläufe:
Bewegt sich das Tier normal? Ist es ungewöhnlich ruhig? Lahmt es? Läuft es unsicher? Dies lässt sich alles gut im Auslauf beobachten.
> Hinweise auf Verletzungen des Bewegungsapparates, allgemeines Unwohlsein, neurlogische Störungen
Schmerz kann durch ungewöhnliche Bewegungen zum Ausdruck gebracht werden:
Flanken-Einziehen
Stecken
Bitte umgehend einen Tierarzt konsultieren ! Tiere, die solch ein Schmerzverhalten zeigen, haben sehr starke Bauchschmerzen (Hinweis auf innere Tumore, Blasenentzündung, Gebärmutterproblematik). Das Verhalten kann auch nach OPs gezeigt werden, dann sollte mit dem Tierarzt über eine Anpassung der Schmerzmittel gesprochen werden.
Kopfschiefhaltung, unsicherer Gang und Gleichgewichtsstörungen können auf Ohrenentzündung, Entzündungen und Tumore im Hirn und Schlaganfälle hinweisen.
Aussehen:
Wirkt das Fell sauber? Wirkt das Tier struppig? Ist Sekret an Augen und / oder Nase vorhanden? Sieht man Verletzungen? Ist das Tier am Bauch / Intimbereich nass?
> Hinweis auf allgemeines Unwohlsein, nasse Stellen an Bauch / Intimbereich können Hinweise auf Blasenentzündungen geben, ein nasses Maul auf ein Lungenödem
Harder’sches Sekret an Nase und / oder Augen (“Bluttränen”) deutet auf allgemeines Unwohlsein hin. Dies kann bei Stress und Krankheit beobachtet werden.
Auch eine Kontrolle des Geheges ist täglich ratsam. Man sollte bei den täglichen, kleineren Reinigungen auch auf mögliche Blutspuren (Verletzungen, Blasenentzündungen, bei Weibchen Gebärmutterproblematik) und Durchfall achten.
Wöchentliche Kontrolle:
Sichtkontrolle:
Augen, Ohren, Nagezähne, Pfoten (Rötungen, Ballenabszesse), Schwanz, Haut (Rötungen, Kratzspuren, sichtbare Parasiten, Nissen), Fell (kahle Stellen)
Fehlstellung der oberen Nagezähne sorgt für ungleichmässige Abnutzung aller Nagezähne
Geruchskontrolle:
Ohren, Maul, Intimbereich
> ungewöhnlicher Geruch kann auf Entzündungen hinweisen
Tastkontrolle:
Maul, Körper, Beinchen – je nach Stelle ist etwas Kneten erlaubt, aber nie grob.
> Hinweis auf Abszesse, Tumoren und Verletzungen
Intimkontrolle:
beim Weibchen : Vagina sauber ohne Ablagerungen, Geruch normal, die Öffnung kann je nach Zeitpunkt im Östruszyklus mehr oder weniger offen sein und sich auch in der Färbung verändern
beim Böckchen / Kastrat : Penis vorlagern, Kontrolle auf Smegma (bei Jungtieren lässt sich das gut trainieren, sodass sie das im Alter kennen, wenn es nötig werden kann !) Wenn Smegma-Ablagerungen vorhanden sind, müssen diese zum Teil (mehrfach) täglich entfernt werden, dann reicht eine wöchentlich Kontrolle nicht mehr aus
Gewichtskontrolle:
Wiegen in einer geeigneten Transportbox / Schale (Tara nicht vergessen) auf einer Waage, die aufs Gramm genau misst und den Gewichtsverlauf notieren.
> Viele Erkrankungen zeigen sich zuerst durch eine Gewichtsabnahme.
Wichtig: Jegliche Abweichungen von der Norm notieren und bei Unsicherheit oder klarer Erkrankung einen Tierarzt konsultieren. Ein Post im Forum kann zusätzlich helfen, ersetzt aber bei ernsthaften Erkrankungen keinen veterinärmedizinischen Fachmann!
Viele Untersuchungen klappen nicht auf Anhieb, dies kann man bei jungen und neuen Tieren langsam. mit Geduld und Belohnung aufbauen.
Gerade die Intimkontrolle beim Bock wird oft nicht direkt geduldet, wenn man das Tier dafür auf seinen Po oder gar den Rücken legt. Da ist es wichtig, zunächst die Haltung zu trainieren, eh man weiter am Tier manipuliert. Die frühzeitige Übung kann aber im Ernstfall viel Stress vermeiden.
Um den Gesundheitszustand der Tiere im Blick zu halten, sollte man die Tiere täglich kontrollieren und einmal die Woche einen intensiveren Gesundheitscheck durchführen.
Tägliche Kontrolle:
Atmung
Atmet das Tier normal? Oder hat es Flankenatmung? Schnappt es nach Luft?
Weitere Informationen und Anschauungsmaterial findet ihr hier: https://www.tierforum.de/t193430-vi...pen-und-fressen-trotz-miserablem-zustand.html
Fressverhalten:
Dem Tier etwas zu fressen anbieten und es dabei beobachten. Hat es Appetit? Kaut es normal? Frisst es mit gewohnter Geschwindigkeit?
> Hinweise auf Zahnfehlstellungen, abgebrochene Zähne, Kieferabszesse, allgemeines Unwohlsein, aber auch neurologische Störungen
Bewegungsabläufe:
Bewegt sich das Tier normal? Ist es ungewöhnlich ruhig? Lahmt es? Läuft es unsicher? Dies lässt sich alles gut im Auslauf beobachten.
> Hinweise auf Verletzungen des Bewegungsapparates, allgemeines Unwohlsein, neurlogische Störungen
Schmerz kann durch ungewöhnliche Bewegungen zum Ausdruck gebracht werden:
Flanken-Einziehen
Stecken
Bitte umgehend einen Tierarzt konsultieren ! Tiere, die solch ein Schmerzverhalten zeigen, haben sehr starke Bauchschmerzen (Hinweis auf innere Tumore, Blasenentzündung, Gebärmutterproblematik). Das Verhalten kann auch nach OPs gezeigt werden, dann sollte mit dem Tierarzt über eine Anpassung der Schmerzmittel gesprochen werden.
Kopfschiefhaltung, unsicherer Gang und Gleichgewichtsstörungen können auf Ohrenentzündung, Entzündungen und Tumore im Hirn und Schlaganfälle hinweisen.
Aussehen:
Wirkt das Fell sauber? Wirkt das Tier struppig? Ist Sekret an Augen und / oder Nase vorhanden? Sieht man Verletzungen? Ist das Tier am Bauch / Intimbereich nass?
> Hinweis auf allgemeines Unwohlsein, nasse Stellen an Bauch / Intimbereich können Hinweise auf Blasenentzündungen geben, ein nasses Maul auf ein Lungenödem
Harder’sches Sekret an Nase und / oder Augen (“Bluttränen”) deutet auf allgemeines Unwohlsein hin. Dies kann bei Stress und Krankheit beobachtet werden.
Auch eine Kontrolle des Geheges ist täglich ratsam. Man sollte bei den täglichen, kleineren Reinigungen auch auf mögliche Blutspuren (Verletzungen, Blasenentzündungen, bei Weibchen Gebärmutterproblematik) und Durchfall achten.
Wöchentliche Kontrolle:
Sichtkontrolle:
Augen, Ohren, Nagezähne, Pfoten (Rötungen, Ballenabszesse), Schwanz, Haut (Rötungen, Kratzspuren, sichtbare Parasiten, Nissen), Fell (kahle Stellen)
Fehlstellung der oberen Nagezähne sorgt für ungleichmässige Abnutzung aller Nagezähne
Geruchskontrolle:
Ohren, Maul, Intimbereich
> ungewöhnlicher Geruch kann auf Entzündungen hinweisen
Tastkontrolle:
Maul, Körper, Beinchen – je nach Stelle ist etwas Kneten erlaubt, aber nie grob.
> Hinweis auf Abszesse, Tumoren und Verletzungen
Intimkontrolle:
beim Weibchen : Vagina sauber ohne Ablagerungen, Geruch normal, die Öffnung kann je nach Zeitpunkt im Östruszyklus mehr oder weniger offen sein und sich auch in der Färbung verändern
beim Böckchen / Kastrat : Penis vorlagern, Kontrolle auf Smegma (bei Jungtieren lässt sich das gut trainieren, sodass sie das im Alter kennen, wenn es nötig werden kann !) Wenn Smegma-Ablagerungen vorhanden sind, müssen diese zum Teil (mehrfach) täglich entfernt werden, dann reicht eine wöchentlich Kontrolle nicht mehr aus
Gewichtskontrolle:
Wiegen in einer geeigneten Transportbox / Schale (Tara nicht vergessen) auf einer Waage, die aufs Gramm genau misst und den Gewichtsverlauf notieren.
> Viele Erkrankungen zeigen sich zuerst durch eine Gewichtsabnahme.
Wichtig: Jegliche Abweichungen von der Norm notieren und bei Unsicherheit oder klarer Erkrankung einen Tierarzt konsultieren. Ein Post im Forum kann zusätzlich helfen, ersetzt aber bei ernsthaften Erkrankungen keinen veterinärmedizinischen Fachmann!
Viele Untersuchungen klappen nicht auf Anhieb, dies kann man bei jungen und neuen Tieren langsam. mit Geduld und Belohnung aufbauen.
Gerade die Intimkontrolle beim Bock wird oft nicht direkt geduldet, wenn man das Tier dafür auf seinen Po oder gar den Rücken legt. Da ist es wichtig, zunächst die Haltung zu trainieren, eh man weiter am Tier manipuliert. Die frühzeitige Übung kann aber im Ernstfall viel Stress vermeiden.
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