- Weichteilabszess am Kiefer Beitrag #1
M
Mosaik
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Hallo,
ich mach hier mal nen Thread zum Thema Abszess bei Muffin auf.
Er hat ja seit langem chronische Zahnprobleme, die Wurzeln wachsen allesamt in die verkehrte Richtung (hab ich irgendwo auch schon beschrieben). Vor ca nem halben Jahr wurden dann einige Zähne gezogen. Ich musste sehr lange päppeln, bis er dann anfing zu fressen wie ein Großer und Ruhe einkehrte.
Vor ca 4 Wochen tastete ich eine weiche "Beule" unterhalb vom rechten Kiefer. Hin zur TÄ: Abszess! Sie hat ihn ausgedrückt, irgendwas reingelegt, damit der Eiter nicht wiederkommt. Kontrolle nach ner Woche: Neuer Abszess nebendran. Auch ausgedrückt, Baytril mit Spritze ins Mäulchen für zwei Tage: Durchfall, abgesetzt. Dann habe ich 5 Tage lang Baytril subcutan gespritzt, das hat er vertragen, mittlerweile waren aber zwei neue Abszesse da.
Die TÄ riet mir den Zahspezialisten in Obertshausen aufzusuchen, der Muffin schon kennt, denn sie würde keinen der Zähne mehr ziehen, dass sei ihr zu heikel, weil bei der Knochenveränderung das Risiko für sie zu groß sei, dass der Kiefer bricht. War dann letzten Donnerstag dort. Er hat den Abszess komplett rausoperiert. Unter der OP hat er einen Zahn gezogen, dabei ein kleines aber stark durchblutetes Gefäß verletzt (ganz hinten im kleinen Kaninchenmaul). Da war es ganz knapp, ob Muffin es schafft oder nicht, starker Blutverlusst, Narkose über 1 1/2 Stunden. Ich habe dann dort 4-5 Stunden gewartet, bis er transportfähig war. Die Naht wurde subcutan gesetzt, also unter der Haut, damit Muffin von außen nicht dran kommt und keinen Kragen braucht.
So gegen 22.30 Uhr will ich zufüttern, Muffin wehrt sich dagegen und dann sehe ich, dass die komplette Naht aufgeplatzt ist und die Wunde auseinanderklafft. Gott sei Dank hatte ich ein Auto vor der Tür stehen (ich besitze keins und dass ich mal paar Tage eins hier stehen habe, kommt alle paar Jahre vor). Also Muffin geschnappt und völlig übermüdet bei Regen ne Stunde zur Klinik gefahren. Sie haben ihn dort behalten und die Wunde neu genäht, diesmal "normal" und ihm eine Halskrause verpasst. Habe ihn am nächsten Tg wieder abgeholt. Er bekam nach der OP ein anderes Antibiotikum (Cleorobe), das hat er nur zwei Tage bekommen, da er Durchfall bekam und nichts gefressen hat. Jetzt mümmelt er zumindest Grünzeug wieder ganz normal, Haferflocken gehen auch, nur festes Gemüse mag er noch nicht.
Der Doc sagt, wir können jetzt nur abwarten. Ich soll noch ein paar Tage Pro-Pre-Bac geben. Der Kiefer sein halt durch ne massive chronische Entzündung stark umgebaut und die Bakterien sitzen da drin, können jederzeit streuen und woanders im Körper Abszesse bilden (er verglich es mit Metastasen mei Krebs). Die Zähne ziehen ist nicht einfach, weil sie knöchern im Kiefer verankert sind durch die Umbauten im Knochen. Aber selbst wenn er es schaffen würde die rauszuholen, gäbe das keine Garantie. Antibiotikum wäre halt das Mittel der Wahl gewesen. aber das geht halt nicht.
Ich hab echt Angst, wie es weiter geht. Ich hänge total an Muffin, will ihn aber auch nicht quälen. Aktuell geht es gut. Aber wie lange? Was mache ich beim nächsten Abszess? M. ist immerhin auch schon 6 Jahre alt und man merkt, dass jeder Eingriff auch dazu führt, dass er irgendwie sichtbar älter wird.
Und es geht ja ganz nebenbei auch heftig ins Geld, dieses Mal 260 Euro, das aber auch nur, weil sie mir die zweite nächtliche OP und den stationären Aufenthalt aus Kulanzgründen und weil ich so nen Stress gehabt habe nicht berechnet haben (fand ich mega nett!!) Und vorher die TÄ insgesamt bestimmt auch mind. 200 Euro. Da muss ich schon schlucken bei den Summen, habe leider keinen Goldesel hier rumstehen.
Hat jemand Erfahrungen mit solchen Abszessen? Hat jemand noch ne Idee, was man evt tun könnte?
LG Mosaik
ich mach hier mal nen Thread zum Thema Abszess bei Muffin auf.
Er hat ja seit langem chronische Zahnprobleme, die Wurzeln wachsen allesamt in die verkehrte Richtung (hab ich irgendwo auch schon beschrieben). Vor ca nem halben Jahr wurden dann einige Zähne gezogen. Ich musste sehr lange päppeln, bis er dann anfing zu fressen wie ein Großer und Ruhe einkehrte.
Vor ca 4 Wochen tastete ich eine weiche "Beule" unterhalb vom rechten Kiefer. Hin zur TÄ: Abszess! Sie hat ihn ausgedrückt, irgendwas reingelegt, damit der Eiter nicht wiederkommt. Kontrolle nach ner Woche: Neuer Abszess nebendran. Auch ausgedrückt, Baytril mit Spritze ins Mäulchen für zwei Tage: Durchfall, abgesetzt. Dann habe ich 5 Tage lang Baytril subcutan gespritzt, das hat er vertragen, mittlerweile waren aber zwei neue Abszesse da.
Die TÄ riet mir den Zahspezialisten in Obertshausen aufzusuchen, der Muffin schon kennt, denn sie würde keinen der Zähne mehr ziehen, dass sei ihr zu heikel, weil bei der Knochenveränderung das Risiko für sie zu groß sei, dass der Kiefer bricht. War dann letzten Donnerstag dort. Er hat den Abszess komplett rausoperiert. Unter der OP hat er einen Zahn gezogen, dabei ein kleines aber stark durchblutetes Gefäß verletzt (ganz hinten im kleinen Kaninchenmaul). Da war es ganz knapp, ob Muffin es schafft oder nicht, starker Blutverlusst, Narkose über 1 1/2 Stunden. Ich habe dann dort 4-5 Stunden gewartet, bis er transportfähig war. Die Naht wurde subcutan gesetzt, also unter der Haut, damit Muffin von außen nicht dran kommt und keinen Kragen braucht.
So gegen 22.30 Uhr will ich zufüttern, Muffin wehrt sich dagegen und dann sehe ich, dass die komplette Naht aufgeplatzt ist und die Wunde auseinanderklafft. Gott sei Dank hatte ich ein Auto vor der Tür stehen (ich besitze keins und dass ich mal paar Tage eins hier stehen habe, kommt alle paar Jahre vor). Also Muffin geschnappt und völlig übermüdet bei Regen ne Stunde zur Klinik gefahren. Sie haben ihn dort behalten und die Wunde neu genäht, diesmal "normal" und ihm eine Halskrause verpasst. Habe ihn am nächsten Tg wieder abgeholt. Er bekam nach der OP ein anderes Antibiotikum (Cleorobe), das hat er nur zwei Tage bekommen, da er Durchfall bekam und nichts gefressen hat. Jetzt mümmelt er zumindest Grünzeug wieder ganz normal, Haferflocken gehen auch, nur festes Gemüse mag er noch nicht.
Der Doc sagt, wir können jetzt nur abwarten. Ich soll noch ein paar Tage Pro-Pre-Bac geben. Der Kiefer sein halt durch ne massive chronische Entzündung stark umgebaut und die Bakterien sitzen da drin, können jederzeit streuen und woanders im Körper Abszesse bilden (er verglich es mit Metastasen mei Krebs). Die Zähne ziehen ist nicht einfach, weil sie knöchern im Kiefer verankert sind durch die Umbauten im Knochen. Aber selbst wenn er es schaffen würde die rauszuholen, gäbe das keine Garantie. Antibiotikum wäre halt das Mittel der Wahl gewesen. aber das geht halt nicht.
Ich hab echt Angst, wie es weiter geht. Ich hänge total an Muffin, will ihn aber auch nicht quälen. Aktuell geht es gut. Aber wie lange? Was mache ich beim nächsten Abszess? M. ist immerhin auch schon 6 Jahre alt und man merkt, dass jeder Eingriff auch dazu führt, dass er irgendwie sichtbar älter wird.
Und es geht ja ganz nebenbei auch heftig ins Geld, dieses Mal 260 Euro, das aber auch nur, weil sie mir die zweite nächtliche OP und den stationären Aufenthalt aus Kulanzgründen und weil ich so nen Stress gehabt habe nicht berechnet haben (fand ich mega nett!!) Und vorher die TÄ insgesamt bestimmt auch mind. 200 Euro. Da muss ich schon schlucken bei den Summen, habe leider keinen Goldesel hier rumstehen.
Hat jemand Erfahrungen mit solchen Abszessen? Hat jemand noch ne Idee, was man evt tun könnte?
LG Mosaik