Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt?

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  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #1
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Chumani

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Hallo miteinander.
Wer meinen anderen Beitrag gesehen hat, weiß, dass ich auf der Suche nach einem eigenen Pferd bin. Noch ist es aber nicht gefunden und ich kümmere mich zur Zeit neben meiner langjährigen RB um das Pferd meiner Freundin. Sie studiert und hat deshalb wenig Zeit. Ihr Haflingermix Jesse bereitet uns jedoch einige Schwierigkeiten. Jesse wurde erst mit 6 Jahren angeritten und das nicht besonders qualitativ. Er hat einfach von Anfang an gelernt: wenn ich Kraft einsetze, komme ich damit durch. Da er charakterlich aber immer ziemlich entspannt war, waren Ausritte stressfrei und unkompliziert. Das hat sich in letzter Zeit geändert. Von heute auf morgen beißt er sich im Galopp fest und ist nicht mehr zu halten. Genauer gesagt kommt keinerlei Einwirkung mehr an. Auch der Versuch durch Wendungen zu bremsen, hilft nicht. Er wird erst langsamer, wenn entweder die anderen Pferde durchparieren oder er müde wird. Wenn wir vorne gehen ist das meines Erachtens gefährlich, als 2. oder 3. in der Reihe rennt er dem Vordermann zwar fast hinten rein, ging aber bisher nicht vorbei. Alleine trauen wir uns nicht mehr, weil er sich so an den anderen orientiert, dass wir befürchten, dass er auf dem Rückweg zum Stall mal durchgeht. Hat jemand einen Tipp für uns wie wir ihm das austreiben? Auf dem Platz ist er eher gemütlich und schwer zu motivieren. Aber im Gelände scheint er jetzt Spaß an der Rennerei zu finden. Bei der Bodenarbeit ist er eigentlich sehr kooperativ, solange ihm nicht langweilig wird. Dann wird er unruhig oder er lässt sich am Strick fallen und wälzt sich. Wirklich Respekt hat der Sturkopf glaube ich nicht ...
 
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  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #2
Hat er sich körpeerlich evtl. in letzter Zeit verändert?
Würde ggf den Sattel checken lassen.
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #3
Ich würde das Galoppieren im Gelände erstmal komplett sein lassen. Jedes Mal, wo er damit durchkommt, wird er sich merken und es wird schwieriger. Wie verhält er sich denn im Schritt/Trab?
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #4
Sattel wurde erst vor ca einem Monat geprüft. Scheinbar alles bestens. Er macht das seit ein paar Wochen so, wirklich von heute auf morgen. Vorher musste man ihn eher zum galoppieren überreden. Im Schritt und Trab ist er total unkompliziert und gut regulierbar. Außer er erkennt, dass es heimwärts geht. Dann trabt er schon mal ungefragt an, orientiert sich dabei aber wie gesagt sehr an den anderen Pferden. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, nicht mehr zu galoppieren. Denkt ihr, dass würde das Problem lösen?
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #5
Es würde vorerst Schlimmeres verhindern. Spielt er sich schon vor dem Galopp auf? Reitet ihr immer die gleiche Strecke im Galopp? Ich würde ihn auf der Strecke arbeiten. Volten, Schlangenlinien, Schritt-Trab-Übergänge, Seitengänge. Das volle Programm. Nur wenn er artig bleibt, darf er galoppieren. Die Streckenlänge dabei vorsichtig steigern. Heute 50m Galopp, morgen 60m usw. Sobald er zickt, wird die Strecke wieder gekürzt und gearbeitet. Spaß gibt es nur, wenn er lieb ist.
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #6
Das löst das Problem insofern, dass evtl ein schlimmer Unfall vermieden wird. Und ein Pferd kann ja sehr wohl von Schritt/Trab auf Galopp projezieren. Ich würde erstmal in den Gangarten den Gehorsam festigen. Und dann wie Meike sagte, nur kurze Galoppintervalle einbauen, ich pariere gerne schon nach 2,3 Sprüngen wieder in den Trab durch, wenn er das artig macht, galoppiere ich ihn wieder an etc. Such dir Stellen raus, wo du ein gutes Gefühl hast. Wenn er auf Stumm schaltet, dann wird er eben auch mal unsanft auf eine Volte gezogen. Da muss er zwangsläufiger langsamer machen...

Ich würde wirklich erstmal nur Galopp einbauen, wenn du gerade ein gutes Gefühl hast, wie geht er denn alleine? Wenn es da besser ist, würde ich in der Gruppe galoppieren erstmal lassen und alleine daran üben, dass das wirklich sicher klappt.
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #7
Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, nicht mehr zu galoppieren. Denkt ihr, dass würde das Problem lösen?

Ja, das hilft.
Mein Wallach hat sich in jungen Jahren zum chronischen Durchgänger (inkl.Bocken) entwickelt-was sicher auch mit in meiner Schuld lag.
Irgendwann war es soweit, dass er mich beim durchgehen abgebockt hat und ich mit angebrochenem Halswirbel im Wald lag.

Ja, ich hatte erstmal angst vor meinem eigenem Pferd!
Bin ihn ein Jahr nicht mehr geritten, nur an der Hand spazieren Gegangen. Ein Jahr nur Schritt, ein halbes Jahr nur schritt/trab
und nach einem weiteren halben Jahr wieder Galoppiert.
Habe natürlich in der Zeit einen guten Trainer gehabt und die Ausbildung vom Boden neu begonnen.
Es hat geholfen.

Was ich nicht mehr mache ist, an den selben stellen zu galoppieren-egal wie schön die Strecke ist.
Er ist gerade 23 geworden und ich habe ihn seit er 4 war. Die Arschige Zeit ging bis er ca 9 war
 
  • Pferd ist nicht mehr zu halten - und jetzt? Beitrag #8
ZIch gehe Galoppstrecken oft auch zweimal, einmal im Galopp und dann schön brav im Schritt. Meiner schwankt immer zwischen angaloppieren ist schon zu anstrengend und ach rennen ist doch so toll, da wird der Bremsweg gleich etwas länger. Aber ja auf jeden Fall nicht immer eine Strecke nur galoppieren.
 
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