Mein Hund hat Angst

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  • Mein Hund hat Angst Beitrag #1
D

Decoo

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hätte eine Frage zu unserem Hund.
Wir haben eine 1 Jahr alte Berner Sennen Hündin, die wir mit 8 Wochen bekommen haben.
Sie ist eine super liebe und auch sehr lebensfroh, wenn man das so sagen kann.

Das einzige Problem was Sie hat ist, dass Sie vor sehr vielen Sachen Angst hat.
Angefangen hat das mit dem Staubsauger zur Welpenzeit. Das erste mal staubsaugen war noch in Ordnung und irgendwann hat Sie plötzlich gebellt und zeitgleich in die Wohnung gemacht gehabt, obwohl der Staubsauger mindestens 2-3 Meter entfernt war. Seitdem hat Sie sehr viel Angst vor dem Staubsauger und flüchtet immer. Wir lassen sie seitdem auch immer flüchten (meistens in den Garten), damit Sie dort halt ihre "Ruhe" hat.

Leider ist der Staubsauger nicht das einzige, wovor Sie Angst hat. In der Welpenzeit hat Sie meistens unter dem Tisch geschlafen. Da ist mir jedoch versehentlich einmal ein Glas runtergefallen, genau neben Sie, wobei Sie sich natürlich komplett erschreckt hat.

Nun ist es halt so, dass Sie vor allen möglichen "kleinen" Dingen Angst bzw. nicht liegen bleibt. Sobald mir irgendwo in der Wohnung was runterfällt und Sie gerade liegt, springt Sie direkt auf. Auch wenn wir am Essenstisch sitzen, sie daneben liegt und jemand aufsteht oder nur den Stuhl rückt. Weiteres Beispiel ist, wenn Sie in der Küche liegt und jemand eine Schublade aufmacht die in Ihrer Nähe ist. Dann steht sie auch sofort auf.
Auf Ihrem Körbchen haben wir beispielsweise eine Tischdecke drauf liegen. Sobald man diese nur verrückt, springt Sie direkt aus dem Körbchen (wo Sie mittlerweile auch nicht mehr drin liegt).
Das Problem ist leider nicht nur in der Wohnung, auch draußen. Sie erschreckt sich sogar manchmal beim normalen Spaziergang und springt ohne ersichtlichen Gründe in die Luft. Auch wenn Sie manchmal Ihr Essensnapf draußen hingestellt bekommt und Sie was frisst und der Napf rutscht weg, fängt der ganze Körper an zu zucken.
Das sind so die auffälligsten Sachen, die wir irgendwie nicht so richtig in den Griff bekommen.

Mittlerweile haben wir es hinbekommen, dass Sie über den Staubsauger springt wenn wir Sie "mehrmals" rufen. Der Staubsauger darf jedoch nicht an sein, sonst funktioniert gar nichts.

Wie geht man am besten so ein Problem an? Mit dem Staubsauger, dass kann man ja 1000x üben und irgendwann wird das wohl klappen, dass Sie nicht mehr soviel Angst hat.
Habt ihr vielleicht irgendwelche Erfahrungen mit sowas und wisst, wie man das weg trainieren kann?

Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.
Danke schon einmal vorab!
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #2
Huhu,

grundsätzlich kann man das sicher in den Griff bekommen. Mein Hund hatte ebenfalls Angst vor allem, was sich neben ihm bewegt hat und fand auch den Staubsauger nicht prickelnd. Inzwischen kann ich seine Kontur absaugen und er bleibt genervt schnaufend liegen, wenn neben ihm was hinfällt wird sich müde umgedreht und mal nachgeschaut. Das funktioniert eigentlich ganz einfach: Langsame Gewöhnung. Der Hund sollte immer aus der Situation raus können, nie überfordert werden und nicht aktiv damit konfrontiert werden (z.B. indem man den Staubsauger hinhält und dann an macht). Das mit den Sachen neben ihm hab ich so geregelt, dass ich seinen Ball geworfen habe. Zuerst habe ich ihn vorher her sehen lassen und den Ball dann direkt zu ihm geworfen, dann neben ihn usw.. Irgendwann habe ich nur noch kurz vorher gerufen und schlussendlich gar nicht mehr.

Allerdings: Euer Hund hat das Problem schon eine Weile, da ist die Angst schon viel gefestigter. Außerdem scheint sie es auf so ziemlich alles übertragen zu haben und allgemein sehr unsicher zu sein. Darum würde ich mir einen behutsamen Trainer suchen, der das Problem ganz langsam mit euch angeht und sich anschaut, wo vll noch Handlungsbedarf besteht. Macht man bei so einem unsicheren Hund einen Schritt zu viel oder zu schnell ist man gleich wieder bei Null. Was ich gemacht habe muss bei euch auch nicht zwangsläufig funktionieren. Deswegen würde ich lieber professionelle Hilfe suchen, bevor ihr gut gemeinte Tipps von hier umsetzt, die bei euch vll aber gar nichts oder das falsche bewirken. Ich wollte mit meinem Beispiel nur zeigen: Mit viel Geduld und Übung bekommt ihr das sicher in den Griff :D.

Liebe Grüße
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #3
Ich weis wie ich dir helfen kann ! 😃👍

Halli,hallo

Ich weis wie ich dir helfen kann,dein Hund hat Angst vor dem Staubsauger...unserer auch 😀. Aber wir versuchen ihm immer wieder bei zu bringen das der Staubsauger keines falls böse oder so ist. Wie ich dir helfen kann da ich das selbe Problem habe fragst du,weil ich weis wie es verschwindet.

Also dein Hund hat Angst vor dem Staubsauger aber jeder Hund hat Angst vor irgendwas,du musst versuchen bevor der Staubsauger an ist egal ob er nun in die Wohnung macht,ihm den Hund zu zeigen,das klingt zwar blöd aber du musst mut ihm reden und ihm sagen keine Angst der tut dir nichts,streicheln musst du ihn auch und wenn der Hund es schaft sich den Staubsauger zu nähern dann musst du entweder mit einem klicker klicken oder sagen prima gemacht. Ein Leckerli ist auch ganz wichtig und das jedes mal bevor ihr saugt zu dem Problem mit dem Glas...der Hund hat einen Traumer er hat jedes mal fürchterliche Angst wenn ihr aufsteht das etwas runter fallen könnte. Ihr müsst ihm diese kleinen Sachen immer genau zeigen und ein Glas ist das wichtigste weil dadurch der Traumer entstand. Keine Angst es gibt viele ängstlich Hunde !!!

Sooo ich hoffe ich konnte dir bei den zwei Problemen helfen 😄, wenn du wieder mal Fragen hast wende dich einfach an mich vllt weis ich dann wie ich dir helfen kann. Gib mir doch später mal ein Feedback ob alles gut geklappt hat !! Wenn ja dan bin ich froh.

Liebe Grüße
Deine bib 💖🐶😉
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #4
Hallo und Willkommen bib,

ich möchte ungern bei deinem ersten Post hier kritteln, aber du empfiehlst ein paar Sachen, die leider absolut kontraproduktiv sind:
egal ob er nun in die Wohnung macht,ihm den Hund zu zeigen,
Das klingt ein wenig so, als müsse man ihm den Staubsauger egal wie vor die Nase halten. Das ist – bei aller Liebe – absolut der falsche Weg. Konfrontationstherapie ist nicht umsonst sehr umstritten (auch beim Menschen). Ein Hund, der sich vor Angst einpinkelt, ist nicht nur ein wenig schüchtern, der erlebt gerade Panik in Reinkultur. Das grenzt schon fast an Existenzängste, als würde der Staubsauger ihn töten wollen. Ich weiß nicht, ob du jemals einen Hund gesehen hast, der in so einem Zustand ist, dass er Lärm macht und unter sich pinkelt, aber glaube mir: Dem siehst du die blanke Panik um sein Leben von den Ohren bis zur Schwanzspitze an. Mit ein wenig Zeigen und Streicheln löst sich das Problem sicher nicht, denn für diesen Hund ist der Staubsauger nicht einfach unbekannt und daher »ein wenig verwirrend« – in seiner Vorstellung trachtet ihm das lärmende Ding nach dem Leben.

du musst mut ihm reden und ihm sagen keine Angst der tut dir nichts,streicheln musst du ihn auch und wenn der Hund es schaft sich den Staubsauger zu nähern dann musst du entweder mit einem klicker klicken oder sagen prima gemacht.
Dem Hund gut zureden bestärkt ihn in seiner Angst. Der Hund versteht keine Worte, er versteht nur Tonfall und Körpersprache. Nun hockst du da, redest mit Engelszungen auf ihn ein – für ihn ist das gleichbedeutend mit »die schenkt der Sache so viel Aufmerksamkeit und lobt mich für meine Angst – wusste ich doch, dass das Ding mich töten will«. Leider besteht recht wenig Unterschied zwischen lobender und gut zuredender Stimme, weswegen es von den meisten Hunden so empfunden wird, als würde man die dem Hund sowieso schon völlig rational erscheinende Angst noch bestärken. Man lobt den Hund erst in dem Moment, in dem er die Angst im Prinzip selbst überwunden hat und sich dem Staubsauger nähert, das heißt Fortschritte macht. Aber auch dann ist das Wie entscheidend. Jedes überschwängliche Lob, jede rasche Bewegung oder Äußerung großer Freude kann schon too much sein. Überspitzt gesagt sollte es so aussehen/klingen: Der Staubsauger steht im Flur, der Hund nähert sich erstmals ohne Locken etc. (er wird sich bei so großer Angst gar nicht locken lassen, mal abgesehen davon) ganz von selbst und schnuppert. Du siehst es aus dem Augenwinkel und lässt wie im Vorbeilaufen ein »fein« zu dem Hund schweben. Das war's. Wenn du überschwänglich auf ihn zuspringst und ihm um den Hals fällst wird er schon von deiner Reaktion so verwundert sein, dass er sich erneut sicher ist, dass hier was nicht stimmt. Es muss das normalste der Welt sein, dass der Staubsauger dem Hund nichts tut und er sich nähern kann, daher musst du dich auch so verhalten.
Zum Klickern: An sich eine schöne Idee, aber nicht umsetzbar, wenn der Hund nicht klickern kann ;).

Bestätigung mit Leckerli sind ebenso gefährlich, weil meist an der falschen Stelle bestätigt wird. Du selbst empfiehlst es bereits an der falschen Stelle, nämlich vor dem Saugen. Was soll das dem Hund vermitteln? Eine Bestätigung muss spätestens drei Sekunden nach zu belohnender Aktion erfolgen, trotzdem sollte die gewünschte Aktion VOR dem Bestätigen erfolgen, nicht danach. Zumal der Hund erneut aufstehen und weglaufen oder sich einpinkeln wird. Das Leckerli gabs also umsonst.


der Hund hat einen Traumer er hat jedes mal fürchterliche Angst wenn ihr aufsteht das etwas runter fallen könnte. Ihr müsst ihm diese kleinen Sachen immer genau zeigen und ein Glas ist das wichtigste weil dadurch der Traumer entstand. Keine Angst es gibt viele ängstlich Hunde !!!
Wenn dann hat der Hund bitte ein Trauma, kein Traumer ;).
Das Glas ist hier meines Erachtens nicht das größte Problem. Es war der Auslöser, aber vor einem normalen Glas scheint er ja keine Angst zu haben. Das Problem ist das plötzlich auftretende, laute Geräusch ohne erkennbare Ursache. Das aus einem Hund heraus zu bekommen ist verdammt schwierig und nicht einfach so zu schaffen. Manche Trainer arbeiten hier mit Geräusch-CDs, da würde ich mich mal informieren.

Ich meine das wirklich nicht böser, aber das ist der Grund, weswegen ich ganz dringend zu einem Trainer raten würde, der sich die Sache vor Ort anschaut. Zum einen gibt es viele Wege, etwas wegen der Angst zu unternehmen, zum anderen kann man genauso viel falsch machen.

Liebe Grüße
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #5
Ok,

mit allem respect,ich eollte ja nur helfen �� und ob man sich jetzt verschreibt ist kein problem bei dem staubsauger meinte ich das so wie du es gesagt hast ich hab mich nur falsch ausgedrückt und ich weis schon was ich schreibe ich kenne mich mit hunden sehr gut aus und wenn jemand am falschen moment klickert oder leckerligivt dan kann ich da nichts für ���� dann schreib ich halt nichts mehr...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das waren die smilys: :( :( und :( :022: :022:
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #6
Bib, das war keineswegs böse gemeint ;). Ich sage ja auch nicht, dass mein Weg der richtige ist. Was bei diesem Hund funktionieren wird kann keiner von uns sagen, es ist einfach auch eine sehr empfindliche Situation. Deswegen der Rat, lieber einen Profi aufzusuchen.
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #7
Ok dann ist ja gut :D
 
  • Mein Hund hat Angst Beitrag #8
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die ganzen Antworten und sorry für die verspätete Rückmeldung. Es hat sich mittlerweile schon leicht gebessert. Vermutlich wurde das alles auch schlimmer auf Grund der Kastration. Zumindest bleibt Sie nun liegen, wenn man vom Tisch aufsteht.
Staubsaugen tun wir vorerst nur noch, wenn Sie draußen ist, da Sie dadurch sonst noch unsicherer in allem anderen wird. Sie hatte danach sogar Angst vor Ihrem Essensnapf und wollte nichts mehr essen.
Ich glaube der Grund für alles ist nur der Staubsauger. Wenn wir den weglassen bzw nur staubsaugen, wenn Sie nicht in der Wohnung ist, scheint es auf die Zeit hin besser zu werden.

Danke nochmal für die Antworten.
 
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