Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln?

Diskutiere Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich würde mich gern als Hundesitter betätigen. Doch dies bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Ich selber hatte schon Hunde und daher ist...
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #1
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Ilsum

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Hallo,

ich würde mich gern als Hundesitter betätigen. Doch dies bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Ich selber hatte schon Hunde und daher ist das kein Neuland für mich. Trotzdem besitze ich nicht das Wissen eines echten Hundespezialisten wie Hundetrainer etc Daher wollte ich die Prüfung zum Halten von Tieren an einer tiermedizinischen Hochschule ablegen. Doch genauso wichtig ist die praktische Erfahrung. Dass es also niemals dazu kommt, dass Hunde sich gegenseitig beißen. Wo kann ich diese praktische Erfahrung am Besten sammeln? Es scheint mir als hätten Hundeschulen nicht wirklich Lust "Praktikanten" aufzunehmen. Und die örtliche Hundepension hält die Tiere in Zwingern und voneinander getrennt. Es sind da auch mal zwei Hunde zusammen. Aber so lerne ich ja nichts über das Sozialverhalten im Rudel. Vllt hat hier jmd eine Idee?!

Beste Grüße
Ilsum
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #2
Hey,

zunächst einmal brauchst du keine Hochschulprüfung, sondern du brauchst die Prüfung vom Vet.-Amt nach §11;)
Tiermediziner sind übrigens nicht unbedingt die Experten was Verhalten betrifft.

Chirurgen behandeln ja auch keine Depressionen;)
Da müssten schon explizit auf Verhalten spezialisierte Leute dazwischen sitzen.

Und zur praktischen Erfahrung:

Im "Rudel" wirst du außer bei Züchtern sowieso nichts beobachten können, da Hundegruppen kein Rudel bilden, sondern eben eine Gruppe.
Ein Rudel ist immer Mutter, Vater, Kind:mrgreen:

Bei Pensionen gibt es auch durchaus welche, die ohne Zwinger arbeiten- da wirst du vermutlich einfach suchen müssen.
[VERSTECK]Arbeite selbst in so einer- gibt es, aber man muss wirklich, wirklich, wirklich suchen;)[/VERSTECK]

Relativ "formlos" kann man Erfahrungen mit Gassi-Hunden in Tierheimen sammeln.
Aber auch da würde ich generell immer erstmal empfehlen sich in die entsprechende, gute (!!!) Literatur einzulesen und vllt. 1-2 Seminare über Ausdrucksverhalten und Problemverhalten zu besuchen;)
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #3
Ich finde es toll, dass du dich so gründlich auf den Job als Hundesitter vorbereiten möchtest, denke aber es dürfte doch relativ schwer sein auf die Schnelle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ich meine, selbst als Hundehalter lernt man doch nie aus und jeder Hund ist anders ;)

Wie wäre es aber, wenn du dir ein Fachbuch (keinen Erziehungsratgeber) über das Verhalten von Hunden zulegst, dann kannst du viel besser verstehen warum Hunde was tun, daraus kann man dann meistens auch recht einfach seine eigenen "Erziehungsphilosophien" ableiten, bzw die unendlich vielen, verschiedenen Theorien in Erziehungsratgebern besser nachvollziehen.

Mein Tipp wäre "Ausdrucksverhalten beim Hund":
http://www.amazon.de/Ausdrucksverhalten-beim-Hund-K%C3%B6rpersprache-Kommunikation/dp/344009863X/ref=sr_1_cc_2

Wenn du dir dann einen guten Berg Theorie angelesen hast setz dich einfach mal jeden Tag für eine halbe Stunde an die nächste Hundewiese und versuche nachzuvollziehen was du dort an Verhaltensweisen erkennst.

Danach (und zudem als ehemaliger Hundehalter) solltest du genügend Know-How haben um auch gut mit einem Pflegehund umgehen zu können.

Doch genauso wichtig ist die praktische Erfahrung. Dass es also niemals dazu kommt, dass Hunde sich gegenseitig beißen.
Es gibt keine "Erziehungsgarantie" dafür dass sich Hunde niemals beißen. Es gibt friedliche Hunde und temperamentvolle, Raufbolde und Schlaftabletten, unverträgliche und aufgeschlossene, dass sich alle Hunde immer untereinander verstehen und es nicht doch mal zu einer Prügelei mit Bisswunde kommt dafür kann niemand garantieren.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #4
Hey,

zunächst einmal brauchst du keine Hochschulprüfung, sondern du brauchst die Prüfung vom Vet.-Amt nach §11;)

Sind denn die Durchführungsbestimmungen des neuen § 11 schon raus ? Hast Du mal eine Quelle für Deine Aussage ? Konnte leider den Hundesitter bislang nicht finden.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #5
Hallo,

danke für die Antworten!

zunächst einmal brauchst du keine Hochschulprüfung, sondern du brauchst die Prüfung vom Vet.-Amt nach §11
Ich hab mich bereits erkundigt, wonach man eine Prüfung zum "Halten von Tieren" ablegen muss. Und diese Prüfung findet in meiner Gegend an einer tiermedizinischen Hochschule statt. Die nötige Literatur dafür habe ich aufgelistet bekommen von dieser Hochschule (u.a. Ausdrucksverhalten etc)

Ich finde es toll, dass du dich so gründlich auf den Job als Hundesitter vorbereiten möchtest, denke aber es dürfte doch relativ schwer sein auf die Schnelle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Auf die Schnelle soll das auch nicht passieren. In zwei Jahren war mein Plan bin ich so weit...

Es gibt keine "Erziehungsgarantie" dafür dass sich Hunde niemals beißen. Es gibt friedliche Hunde und temperamentvolle, Raufbolde und Schlaftabletten, unverträgliche und aufgeschlossene, dass sich alle Hunde immer untereinander verstehen und es nicht doch mal zu einer Prügelei mit Bisswunde kommt dafür kann niemand garantieren.
Na ja, eigtl soll es so sein, dass man immer schon im Vorspiel erkennt, ob ein Hund zubeißen wird oder nicht. Und diese Signale muss man frühzeitig erkennen..

VG
Ilsum
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #6
Na ja, eigtl soll es so sein, dass man immer schon im Vorspiel erkennt, ob ein Hund zubeißen wird oder nicht. Und diese Signale muss man frühzeitig erkennen..
Da gebe ich dir recht, man kann recht gut erkennen ob ein Hund "auf Krawall gebürstet" ist.
Nur wird man dennoch nicht immer eingreifen können wenn die Hund zum Beispiel im freien Spiel miteinander sind (hier gilt es aber natürlich unverträgliche Hunde gar nicht erst unkontrolliert mit anderen zusammenzubringen).

Beißen ist allerdings nicht gleich beißen. Die meisten Hundeprügeleien finden unter Rüden statt und sogenannte Kommentkämpfe (auch Showkämpfe genannt) bei solchen Kämpfen kann es natürlich mal sein, dass einer den anderen "abtackert" aber im Grunde folgt der Kampf strengen Regeln und keiner der Hund hat ernsthaft vor den anderen zu verletzen.
Die Kämpfe sind sehr laut (knurren, bellen) und sehen oft wild aus (in die Luft schnappen, Zähne fletschen, aufreiten), sie enden meistens mit einer mehr oder weniger deutlichen Unterwerfungsgeste des Unterlegenen.
Kommentkämpfe kann man zulassen wenn sie schon in Gange sind und es zu spät ist fürs Eingreifen, oft hilft es wenn die Besitzer einfach weggehen, dass nimmt vielen Hunden den Mut und sie geben auf.
Hier ist ein Video auf dem man einen Kommentkampf sehen kann:



In einem "Ernstkampf" hat der Hund die Absicht den anderen zu verletzten oder sogar zu töten, die Hunde beißen sich gezielt in den Hals und halten dort fest. Ernstkämpfe sind in der Regel ohne viel Getöse und der Unterlegene versucht bei Gelegenheit die Flucht zu ergreifen, Unterwerfungsgesten würden ihn nicht schützen.
Ernstkämpfe muss man trennen, eine verbreitete Praxis ist es den Hund an den Hinterbeinen hochzuheben damit er vor Schreck den Bodenkontakt zu verlieren den Biss löst.
Das Trennen eines Ernstkampfes ist nicht immer ganz einfach und vor allem ist es wichtig, dass man die Hunde nicht versucht auseinanderzuzerren, da sie sich sonst noch schwerer verletzen können.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #7
Hey,

Sind denn die Durchführungsbestimmungen des neuen § 11 schon raus ? Hast Du mal eine Quelle für Deine Aussage ? Konnte leider den Hundesitter bislang nicht finden.

Den Nachweis für §11 machst du im Regelfall über das jeweils zuständige Vet.-Amt.
Und im Normalfall musst du, wenn man ernsthaft das Thema Hundesitting angeht, einen Gewerbeschein anmelden und da greift automatisch der §11.
Hier hat das jemand ganz nett auseinander gedröselt- wenn du es genauer brauchst, sag Bescheid.



Falls du den Hundesitter auch so nicht gefunden hast: Menschen, die Hunde betreuen (und davon wird mehrfach gesprochen) sind Hundesitter;)

Für dich, Ilsum, zum Weiterlesen: Es gibt Trainernetzwerke, offene Briefe usw. usf., die sich intensiv mit dem Thema befassen.
Da würde ich mich mit in Kontakt setzen, wenn du sowas in deiner Region findest.
Da sind meist auch Rechtsanwälte mit drin, die sich damit auseinander setzen.


Da gebe ich dir recht, man kann recht gut erkennen ob ein Hund "auf Krawall gebürstet" ist.
Da möchte ich nur kurz drauf hinweisen, dass man das normalerweise gut erkennt- aber es gibt Ausnahmen.
Sei es durch züchterische Besonderheiten, die es erschweren überhaupt irgendetwas abzulesen oder aber wenn man es mit Hunden zu tun hat, die kaum/kein Drohverhalten zeigen.

Da ist Detailwissen durchaus nützlich;)
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #8
Huhu!

Erfahrung kriegt man ja am Besten durch die Praxis am Tier. Kannst du Pflegehunde aus dem Tierschutz aufnehmen? Grade erwachsene Tiere haben meistens eine Vorgeschichte und damit auch ihre Problemchen. Die könntest du mithilfe des Hundetrainer deines Vertrauens wieder in die richtige Bahn bringen und so gleich Erfahrung mit verschiedenen Problemhunden sammeln.
Mal abgesehen von dem Aspekt, dass du schwer Vermittelbaren eine zweite Chance geben würdest :)

Wie heißt es so schön? Man wächst an seinen Aufgaben!
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #9
hi ilsum,

wenn du dich als hundesitter betätigen möchtest würde ich nen hundesitter suchen und den/die fragen, ob du sie begleiten darfst während sie die hunde ausführt. die leute sind in der regel ganz nett und freuen sich wenn sie ihr wissen weitergeben dürfen. außerdem ist dann so ein hundespaziergang auch nicht so langweilig, wenn man hin und wieder in begleitung geht. hundesitter findest du entweder in parks und hundefreilaufflächen (erkennt man an den vielen unterschiedlichen hunden) oder bei ebay kleinanzeigen.

so zusammengewürfelte "hunderudel" sind nicht ganz ohne, da muß man wirklich konzentriert bei der arbeit sein. wenn einer dabei ist der blödsinn im kopf hat machen alle mit, wenn man es nicht früh genug erkennt.

wenn du praktische erfahrung über "hundeangriffe" lernen möchtest, such dir nen kleinen unsicheren rüden im rüpelalter, ich verspreche dir, dass du jede woche ein paar andere rüpelhunde abwehren darfst und dein hund mindestens einmal pro monat "attackiert" wird (den vorschlag solltest du jetzt nicht so ernst nehmen). ich selbst hab so ein exemplar, der hing auch schon mal bei nem dalmatiner im maul. attacken sind so plötzlich und (scheinbar) ohne vorwarnung, dass man als halter nichts tun kann, außer immer vorausschauend zu handeln... da kann man zum beispiel ganz gemütlich spazieren gehen, kommt plötzlich ein hund angeschossen und wirft sich ohne vorwarnung auf deinen hund.

ich persönlich achte auf das schwänzchen von meinem kleinen, wenns runter geht ist vorsicht geboten, egal wie freundlich der andere hund aussieht. wenn ich die situation nicht einschätzen kann kommt meiner grundsätzlich an die leine, wenn einer ungebremst angeschossen kommt wehr ich den ab. ich persönlich achte immer auf die schnauze des fremden hundes, wenn die lippen sich nach vorne kräuseln (als würde er jemanden küssen wollen) ist höchste vorsicht geboten, das ist die vorstufe von nem abschnapper oder nem biss.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #10
Vielen Dank für eure Antworten!

zunächst einmal brauchst du keine Hochschulprüfung, sondern du brauchst die Prüfung vom Vet.-Amt nach §11
Ich weiß. Nur die findet hier in meiner Gegend an einer tiermedizinischen Hochschule statt. Werden eigtl in Hundepensionen nur liebe Hunde abgegeben oder hat man da auch mal richtig Stress?

VG
Ilsum
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #11
Hey,

in Hundepensionen hast du so ziemlich alles- gerade die schwierigen Hunde können schließlich nicht immer bei der Familie abgegeben werden.

Und was nicht ganz unwichtig ist: Hundehalter sind selten so objektiv um wirklich konkret beurteilen zu können wie "schwierig" ihr Hund wirklich ist.
Das ist nicht böse gemeint, sondern normal.

Da kann man schon mal einen Hund dabei haben, der zuhause "immer lieb und nett" ist, weil die Halter einfach nicht sehen, dass er subtil alles bedroht und anpöbelt und dann hast du den Salat.

Darauf kann und sollte man sich nie verlassen.
In einer Pension zu sein ist für die Hunde ein Ausnahmezustand und ihr Verhalten kann vollkommen anders sein als in gewohnter Umgebung.

Wenn du dir andere Hundesitter suchen willst:

Die müssen wissen was sie tun.
Wenn da weder ein Gewerbe angemeldet ist, noch irgendeine Qualifikation vorliegt (eine gute!) würde ich mir da nicht unbedingt Tips holen.

"Das mach´ich schon seit X Jahren" ist nämlich nicht unbedingt eine gute Quelle;)

ich persönlich achte immer auf die schnauze des fremden hundes, wenn die lippen sich nach vorne kräuseln (als würde er jemanden küssen wollen) ist höchste vorsicht geboten, das ist die vorstufe von nem abschnapper oder nem biss.

Jein.
Dieses Verhalten zeigen auch angstaggressive Hunde, die tendenziell gleich das Weite suchen werden und kann bei manchen Hunden auch ein Ausdruck von Freude sein.
Gerade Dalmatiner z.B. "grinsen" tatsächlich.



Muss man dann je nach Situation beurteilen;)

Wenn du die Verkürzung der Maulspalte meinst: Auch die kann, je nach Kontext, ziemlich unterschiedlich eingesetzt werden. Grundsätzlich ist eine verkürzte Maulspalte tatsächlich eher ungut, aber da muss man immer das Gesamtpaket beachten.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #12
würde ich generell immer erstmal empfehlen sich in die entsprechende, gute (!!!) Literatur einzulesen und vllt. 1-2 Seminare über Ausdrucksverhalten und Problemverhalten zu besuchen


Die Prüfung zum "Halten von Tieren" umfasst ja bereits diese Literatur.


Wenn da weder ein Gewerbe angemeldet ist, noch irgendeine Qualifikation vorliegt (eine gute!) würde ich mir da nicht unbedingt Tips holen.


Das wundert mich auch etwas. Zum gewerblichen Halten von Tieren braucht man "nur" eine theoretische Prüfung und eine entsprechende Einrichtung. Aber nach praktischer Erfahrung wird nicht gefragt...
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #13
Naja, es umfasst Literatur, aber nicht unbedingt die, die absolute Basis ist;)

Hast du die Literaturliste, die da bei euch empfohlen ist mal als Link?
Die ist ja je nach Vet.-Amt gerne mal sehr unterschiedlich.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #14
Die umfasst schon Aggressionsverhalten, Hundepsychologie etc
 

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  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #15
Hey,

als Basis schon mal ganz gut.

Von Feddersen-Petersen sollte man aber schon den Großteil gelesen haben was so veröffentlicht wurde.
Gleiches gilt für Jones und Rugaas. Gerade Rugaas wird ja gern auf die Calming signals reduziert, dabei hat sie noch andere nette Dinge geschrieben:)

Wichtig bei dieser Liste: Es ist absolutes Grundwissen.
"Nur" diese Literatur wird noch nicht ausreichen um sich wirklich fundiert einzulesen.

Das sind jeweils wirklich nur die absolut notwendigen Basisdinge, wenn man mit Hunden arbeiten will.
Zumindest, wenn man gut arbeiten will;)
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #16
@ midoriyuki

hi midoriyuki, wir haben uns mißverstanden, das was auf dem foto von dir zu sehen ist meine ich nicht. auf dem foto ist der mund offen, die mundwinkel nach hinten gezogen und man sieht zähne. das was ich meine ist das komplette gegenteil, das maul ist geschlossen und die lippen kräuseln sich nach vorne ungefähr so, wie wenn wir. "oooohhhh" sagen. die bewegung ist meist nur einen sekundenbruchteil lang bis so ein hund schnappt oder zubeißt. das geht oft von hunden aus, die sonst überhaupt nicht vorwarnen.

zum beispiel ging ich mit meinem in der stadt an der leine spazieren, ein unangeleinter jacky mit halterin kam uns entgegen, der jacky scwanzwedelnd und entspannt, tat so als würde er an uns vorbei gehen, im letzen moment sah ich seine schnauze zucken, geistesgegenwärtig hab ich grad noch die leine fallen lassen und meiner konnte wegspringen.
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #17
Dieses spitze Maul (ohne Zähnezeigen, die Mundwickel schließen die Leftzen als würde der Hund mit dem Maul ein "O" formen wollen, sehr ähnlich der Maulhaltung beim Heulen) kann durchaus im Moment vor dem "Angriff" gezeigt werden.
Aus meiner Sicht ist sie aber kein sicheres Zeichen für folgende Aggression.
Ich kenne sehr viele Hunde die es auch beim Spielen zeigen, mein Hund macht es dabei auch über mehrere Sekunden, meistens nehme ich dann etwas die "Fahrt" raus beim Spielen, weil ich keine Lust habe den Beller zu hören der sicherlich sonst folgen würde :lol:
...vielleicht ist es eine Geste die bei steigender Erregung und kurz vor einer Aktion mit dem Maul (Bellen oder lautes Schnappen) gezeigt wird.

Kurz vor dem "Angriff" ist die Geste oft begleitet durch eine steife Haltung, eine aufgerichtete Rute (evtl eine Bürste wenn der entsprechende Hund das kann - meine kann es nicht) und einen recht steifen Gang, bzw "Zeitlupenbewegungen".

Da all dieses durchaus Körpersprache ist die dem "Gegner" einen Angriff ankündigen will, gehört sie aus meiner Sicht eher ins Repertoire eine Kommentkampfes und nicht zu dem einem Beschädigungskampf. Ernsthafte Gefahr besteht also im Normalfall nicht (was natürlich nicht heißt, dass man es den Hunden ruhig erlauben sollte sich nach Herzenslust zu prügeln ;)).

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Was das Einlesen in die Literatur angeht so muss ich sagen, ja, Grundlagen müssen schon sein, allerdings ist Theorie auch nicht alles. Ich gehöre selbst zur Kategorie "Theoretiker" und weiß deswegen aus Erfahrung "Was man in der Theorie kann, kann man noch lange nicht in der Praxis". Andersrum gibt es aber sehr wohl Menschen die eine Sache perfekt beherrschen ohne auch nur jemals eine einzige Minute Theorie gebüffelt zu haben. ;)
Ich muss auch ehrlich gestehen, wenn ich mir einen Hundesitter gegen Bezahlung nehmen würde bei dem mein Hund ein paar Tage oder Wochen bleibt wäre ich eher darauf bedacht jemanden zu finden, bei dem ich das Gefühl habe, dass es einfach ein "Hundemensch" ist, als darauf jemanden zu finden der 1000 Fachbücher gelesen hat (schaden tut es natürlich trotzdem nicht ;)).
Ein Hundesitter soll (und kann) meinen Hund ja gar nicht erziehen. Ich würde mir einfach wünschen, dass er relativ normal und natürlich mit dem Hund umgeht und sich an die Absprachen hält die ich treffe (z.B. den Hund draußen nicht ableinen usw).

Zudem muss man sich mal überlegen wie viel so ein durchschnittlicher Hundesitter pro Hund und Tag bekommt.
In Pensionen zahlt man vielleicht so 15-20€, aber die haben dort auch extra Räume und Gelände, sowie Angestellte, natürlich kostet sowas mehr als jemand der privat Hunde sittet.

Eine Privatperson kann denke ich so um die 10 Euro am Tag verlangen (+ alle laufenden Kosten für den Hund), davon wird man nicht reich und trotzdem ist es kaum ein Job den man mal so nebenbei macht.

Worauf ich hinaus will ist, in wie fern es sich überhaupt lohnt da nun ewig Geld und Arbeit reinzustecken um sich selbst zum "Hundesitter" auszubilden?
Ich will dir nicht ausreden, dich weiterzubilden, nur vielleicht solltest du auch ein klein wenig den Sprung ins kalte Wasser wagen um zu sehen wie gut du dich überhaupt reinfindest ;)
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #18
Ein Hundesitter soll (und kann) meinen Hund ja gar nicht erziehen. Ich würde mir einfach wünschen, dass er relativ normal und natürlich mit dem Hund umgeht und sich an die Absprachen hält die ich treffe (z.B. den Hund draußen nicht ableinen usw).
Genau, daher muss ich auch keinen Schein zum Hundetrainer machen o.ä. Allerdings muss ich schon wissen, wie die Hunde mich als Chef akzeptieren und dass sie sich gegenseitig nicht verletzen. Viel mehr muss man als Hundesitter ja auch nicht können...

Worauf ich hinaus will ist, in wie fern es sich überhaupt lohnt da nun ewig Geld und Arbeit reinzustecken um sich selbst zum "Hundesitter" auszubilden?
Ich will dir nicht ausreden, dich weiterzubilden, nur vielleicht solltest du auch ein klein wenig den Sprung ins kalte Wasser wagen um zu sehen wie gut du dich überhaupt reinfindest
Mir ist wohler, wenn ich die ganze Theorie und Praxis zu "aggressiven" Verhalten kenne. Einfach damit nie etwas passiert...Da ich selber Hunde hatte und natürlich auch auf andere Hunde getroffen bin, ist das aber kein Neuland für mich...
 
  • Wo praktische Erfahrung mit Hunden sammeln? Beitrag #19
Aber ich fänd es sehr nett von euch, wenn ihr mir Bücher empfehlen könntet. "Ausdrucksverhalten beim Hund" ist ja bereits von Kompassquallle genannt worden...
 
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