- Mein neuer zweiter Hund Beitrag #1
S
Soluna
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Hallo Foris,
ich muss mir jetzt ein bisschen was von der Seele schreiben, in den letzten Tagen ist so viel passiert...
Seit Freitag habe ich einen zweiten Hund. Mein Ersthund ist eine kleine Mischlingshündin (10kg), 11 Jahre alt, die genauso lange schon bei mir ist. Da ich leider arbeiten muss, bringe ich sie Mo-Fr tagsüber zu meinen Eltern im selben Ort.
Vor 1,5 Jahren haben meine Mutter und ich es das erste Mal mit einem zweiten Hund versucht - zugegebenermaßen war das WIE etwas blauäugig. :uups: Wir haben einen Rüden über den Tierschutz bekommen, der Rüde kam direkt aus Ungarn zu uns und sollte der Hund meiner Mutter werden. Die erste Woche hatte ich Urlaub und war mit meiner Hündin bei meiner Mutter um mit dem neuen Hund zu helfen. Dann bin ich wieder stundenweise mit meiner Hündin in mein Zuhause und dann musste ich wieder arbeiten. Anfangs lief es gut mit den beiden Hunden. Meine Hündin gab ihm Küsschen und er hat ihr die Ohren geschleckt. Abgesehen von zwei Gerangeln (einmal wegen einem Leckerli, einmal, weil er ihr zu nahe kam, als sie auf dem Rücken lag), aber danach wars wieder ok. Nunja, ich war den ersten Tag in der Arbeit, da ist es mittags passiert: Meine Mutter war mit beiden Hunden im Garten, beide mit ca. 1m Abstand vor ihr, als der Rüde meine Hündin am Hals packte und schüttelte. Meine Mutter rief meinen Vater zu Hilfe, der leider nur durch Würgen den Rüden dazu bekommen konnte, meine Hündin los zu lassen. Ihre ganze rechte Halsseite war aufgerissen, ein Lappen hing weg und ihre Sehne der rechten Schulter ist irreparabel gerissen. Sie hat alles gut überstanden, nur ein leichtes Hinken ist geblieben. Meine Eltern und auch ich waren geschockt und wollten und konnten den Rüden nach diesem Vorfall nicht mehr behalten. Wir konnten ihn in einer Pension unterbringen, wo er wohl ziemlich durch den Wind war, seinen Wassernapf umkippte und angeblich nach einer Pflegerin geschnappt hat. Der Tierschutzverein hat ihn dann nach Norddeutschland in eine Pension für Problemhunde gebracht, aber er zeigte nie wieder Auffälligkeiten und ist meines Wissens heute gut vermittelt worden, zu einer anderen Hündin.
Ich hatte nach diesem Vorfall ein ziemlich schlechtes Gewissen ihm gegenüber, weil WIR ihn ja hergeholt hatten und dann landete er gleich wieder ganz woanders... Ich weiß sehr wohl, dass dieses Vorgehen mehr als blauäugig war, würde ich so nie wieder machen! Es beschäftigt mich aber auch, dass ich bis heute nicht weiß, warum das passiert ist.
Nach ca. einem Jahr kam dennoch wieder der Wunsch nach einem zweiten Hund. Ich habe mich von meiner Hundetrainerin diesbezüglich beraten lassen, weil ich nicht wieder wollte, dass es in die Hose geht. Meine Hündin ist nicht schlecht sozialisiert, aber sie ist etwas eifersüchtig und kontrollsüchtig, d.h. splittet gerne mal andere Hunde von mir ab, v.a. auch in ihren vier Wänden. Meine Trainerin engagiert sich ebenfalls im Tierschutz und mir sozusagen einen Rüden, 7 Jahre, 17kg, nahe gelegt, der Ende September nach D kam. Er war wohl bis zum Alter von 2 Jahren bei einem Besitzer, danach im Tierheim. Ich habe ihn gleich bei seiner Ankunft kennengelernt, meine Hündin auch. Das war der Situation entsprechend ok. Eine Woche später sind dann meine Mutter, ich und meine Hündin mit ihm Gassi, das lief auch gut. Die Hunde haben sich zwar eher ignoriert, aber meine Hündin blieb gelassen sitzen, als er mir quasi schmusig auf den Schoss geklettert ist. Das ist für sie schon ungewöhnlich, vielleicht hat die städtische Umgebung sie etwas abgelenkt. Danach war er zweimal bei uns zu Hause, ein Mal hat meine Hundetrainerin die beiden nochmal beobachtet und hat ihr ok gegeben. Meine Hündin hat natürlich zu Hause aufgepasst und der Rüde ist eher der passive Typ, der Konflikten lieber aus dem Weg geht, aber meine Hündin hat ihm auch schon Küsschen gegeben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Seit Freitag ist er bei mir.
Ich habe beide Hunde gestern und heute auch schon für kurze zu Zeit zu meinen Eltern gebracht, damti er sich an diesen Ablauf gewöhnt. Zuhause läuft es eigentlich auch gut, eigentlich muss ich mehr auf meine Hündin aufpassen, dass sie ihn nicht subtil mobbt, aber das klappt gut. Er taut auch immer mehr auf, läuft mir meistens überall nach, ist aber ansonsten ein lieber, schleckt mich ab, beknabbert mich. Ich versuche natürlich meine Hündin nicht zu vernachlässigen. Wenn ich beide von meinen Eltern abhole, ist die Freude natürlich groß, v.a. für ihn, da er sich schon recht auf mich konzentriert. Da will er sich auch schon mal vordrängeln vor meine Hündin, was ich ihm aber nicht erlaube, oder er ist so anhänglich, dass er mit den Pfoten zu mir "schlägt", mir quasi auf den Schoß kriecht etc. Meiner Hundetrainerin habe ich gestern auch schon telefonisch ein Feedback gegeben.
Naja, eigentlich also kein Grund zu klagen, ABER: innen drin ist da natürlich immer noch der Schock von damals und die Angst, dass "es" wieder passieren könnte. Die letzten Tage waren für mich auch super anstrengend, weil es mit zwei Hunden und einem Kontrollkrümel (meine Hündin) schon sehr anstrengend ist am Anfang. Jetzt beginnt die Phase, wo beide immer etwas länger bei meinen Eltern sind, und da habe ich natürlich auch ein mulmiges Gefühl, obwohl es gut klappt und meine Mutter beide auch gut im Griff hat.
Ja, vielleicht habt ihr ja ein paar aufbauende und beruhigende Worte für mich.
LG Soluna
ich muss mir jetzt ein bisschen was von der Seele schreiben, in den letzten Tagen ist so viel passiert...
Seit Freitag habe ich einen zweiten Hund. Mein Ersthund ist eine kleine Mischlingshündin (10kg), 11 Jahre alt, die genauso lange schon bei mir ist. Da ich leider arbeiten muss, bringe ich sie Mo-Fr tagsüber zu meinen Eltern im selben Ort.
Vor 1,5 Jahren haben meine Mutter und ich es das erste Mal mit einem zweiten Hund versucht - zugegebenermaßen war das WIE etwas blauäugig. :uups: Wir haben einen Rüden über den Tierschutz bekommen, der Rüde kam direkt aus Ungarn zu uns und sollte der Hund meiner Mutter werden. Die erste Woche hatte ich Urlaub und war mit meiner Hündin bei meiner Mutter um mit dem neuen Hund zu helfen. Dann bin ich wieder stundenweise mit meiner Hündin in mein Zuhause und dann musste ich wieder arbeiten. Anfangs lief es gut mit den beiden Hunden. Meine Hündin gab ihm Küsschen und er hat ihr die Ohren geschleckt. Abgesehen von zwei Gerangeln (einmal wegen einem Leckerli, einmal, weil er ihr zu nahe kam, als sie auf dem Rücken lag), aber danach wars wieder ok. Nunja, ich war den ersten Tag in der Arbeit, da ist es mittags passiert: Meine Mutter war mit beiden Hunden im Garten, beide mit ca. 1m Abstand vor ihr, als der Rüde meine Hündin am Hals packte und schüttelte. Meine Mutter rief meinen Vater zu Hilfe, der leider nur durch Würgen den Rüden dazu bekommen konnte, meine Hündin los zu lassen. Ihre ganze rechte Halsseite war aufgerissen, ein Lappen hing weg und ihre Sehne der rechten Schulter ist irreparabel gerissen. Sie hat alles gut überstanden, nur ein leichtes Hinken ist geblieben. Meine Eltern und auch ich waren geschockt und wollten und konnten den Rüden nach diesem Vorfall nicht mehr behalten. Wir konnten ihn in einer Pension unterbringen, wo er wohl ziemlich durch den Wind war, seinen Wassernapf umkippte und angeblich nach einer Pflegerin geschnappt hat. Der Tierschutzverein hat ihn dann nach Norddeutschland in eine Pension für Problemhunde gebracht, aber er zeigte nie wieder Auffälligkeiten und ist meines Wissens heute gut vermittelt worden, zu einer anderen Hündin.
Ich hatte nach diesem Vorfall ein ziemlich schlechtes Gewissen ihm gegenüber, weil WIR ihn ja hergeholt hatten und dann landete er gleich wieder ganz woanders... Ich weiß sehr wohl, dass dieses Vorgehen mehr als blauäugig war, würde ich so nie wieder machen! Es beschäftigt mich aber auch, dass ich bis heute nicht weiß, warum das passiert ist.
Nach ca. einem Jahr kam dennoch wieder der Wunsch nach einem zweiten Hund. Ich habe mich von meiner Hundetrainerin diesbezüglich beraten lassen, weil ich nicht wieder wollte, dass es in die Hose geht. Meine Hündin ist nicht schlecht sozialisiert, aber sie ist etwas eifersüchtig und kontrollsüchtig, d.h. splittet gerne mal andere Hunde von mir ab, v.a. auch in ihren vier Wänden. Meine Trainerin engagiert sich ebenfalls im Tierschutz und mir sozusagen einen Rüden, 7 Jahre, 17kg, nahe gelegt, der Ende September nach D kam. Er war wohl bis zum Alter von 2 Jahren bei einem Besitzer, danach im Tierheim. Ich habe ihn gleich bei seiner Ankunft kennengelernt, meine Hündin auch. Das war der Situation entsprechend ok. Eine Woche später sind dann meine Mutter, ich und meine Hündin mit ihm Gassi, das lief auch gut. Die Hunde haben sich zwar eher ignoriert, aber meine Hündin blieb gelassen sitzen, als er mir quasi schmusig auf den Schoss geklettert ist. Das ist für sie schon ungewöhnlich, vielleicht hat die städtische Umgebung sie etwas abgelenkt. Danach war er zweimal bei uns zu Hause, ein Mal hat meine Hundetrainerin die beiden nochmal beobachtet und hat ihr ok gegeben. Meine Hündin hat natürlich zu Hause aufgepasst und der Rüde ist eher der passive Typ, der Konflikten lieber aus dem Weg geht, aber meine Hündin hat ihm auch schon Küsschen gegeben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Seit Freitag ist er bei mir.
Naja, eigentlich also kein Grund zu klagen, ABER: innen drin ist da natürlich immer noch der Schock von damals und die Angst, dass "es" wieder passieren könnte. Die letzten Tage waren für mich auch super anstrengend, weil es mit zwei Hunden und einem Kontrollkrümel (meine Hündin) schon sehr anstrengend ist am Anfang. Jetzt beginnt die Phase, wo beide immer etwas länger bei meinen Eltern sind, und da habe ich natürlich auch ein mulmiges Gefühl, obwohl es gut klappt und meine Mutter beide auch gut im Griff hat.
Ja, vielleicht habt ihr ja ein paar aufbauende und beruhigende Worte für mich.
LG Soluna
