Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten?

Diskutiere Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallöchen, da der Traum vom eigenen Hund in naher Zukunft einfach nicht erfüllbar ist :|, der Wunsch aber unbändig ist, bin ich seit ner Zeit auf...
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #1
Bagira2007

Bagira2007

Beiträge
419
Punkte Reaktionen
0
Hallöchen,

da der Traum vom eigenen Hund in naher Zukunft einfach nicht erfüllbar ist :|, der Wunsch aber unbändig ist, bin ich seit ner Zeit auf der Suche nach einem Hund, den ich ab und zu oder auch regelmäßig ausführen kann. Glücklicherweise hat sich jetzt etwas getan und am kommenden Sonntag, werde ich einen Schnupperspaziergang mit einem unheimlich süßen Hund und seinem Herrchen machen, den ich hin und wieder das Wochenende über bei mir zu Hause haben könnte.

Nun habe ich ein paar Fragen, weil es hier ja ganz viele Menschen gibt, die Erfahrung haben damit:

1. Wie ist das mit der Versicherung, falls etwas passieren sollte, geht das über seine Hundehaftpflicht? Auch in meiner Wohnung? Und draußen unter meiner Aufsicht? Was hab ich für Rechten und Pflichten? Gilt das alles per persönlicher Absprache? Oder gibt es so eine Art Vertrag? Ich würde gar nicht so weit denken, aber mein Freund ist da sehr kritisch bei "Hund auf Zeit"
2. Ich habe zwei Katzen, 7 Jahre alt, beide kennen Hunde nur von ihrem Jugendalter, seitdem gar nicht mehr. Ich habe eine große Wohnung über zwei Etagen, die Katzen könnten sich sehr gut zurückziehen. Wenn die Beiden absolut gar nicht gut auf den Hund zu sprechen sind, wäre das mit dem Sitting ja eh hinfällig. Aber wie stelle ich das alles an? Wie machen das Menschen, die öfter Hunde zu Besuch haben? Bisher haben wir immer die Katzen ins Schlafzimmer gebracht, wenn wir Besuch mit Hunden hatten, weil die Besitzer (u.a. mein Vater) nicht wussten, wie die Hunde auf Katzen reagieren würden, daher kann ich absolut nicht einschätzen, wie die beiden reagieren könnten. Der Hund kennt wohl Katzen, "soweit es getestet werden konnte"...Ich fände es generell einmal wichtig, die Katzen an Hunde heranzuführen, weil, wenn die gute Macht mitspielt, ich irgendwann mal doch wieder einen eigenen Hund haben möchte, und wenn sie dann 15 Jahre alt sind, wird es sicher nicht leichter...

Vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Erfahrungen weitergeben und ein paar Fragezeichen auflösen :)
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten?

Anzeige

  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #2
Huhu,

zur Versicherung, das musst du mit deiner Versicherung klären und dich dort am besten mal schlau machen.
Evtl hilft dir das hier schon mal, um einen Einblick zubekommen:
Ich denke das wird aber von Bundesland, zu Bundesland anders verlaufen. :eusa_think:
Bzw von Versicherung zu Versicherung. Schau dir da mal die Gesetze an.

Dann solltest du dir mal eure Gesetzeslage anschauen, wie es mit Hunden aussieht, benötigt man einen Hundeführerschein um einen Hund bei euch zuführen?
Solche sachen wären auch Wichtig zuwissen. Bei uns dürfen z.b. nur Hunde ohne Leine laufen, wenn die Person einen Schein dafür hat. ;)

zu deiner zweiten Frage.
Ich war jetzt öfters bei [USER]Morastbiene[/USER] zubesuch mit meinem Senior Baby und mit meinem jüngeren nun auch schon zweimal, also da waren dann beide dabei.
Wir haben das mit ihren Katzen das erstemal probiert, da war nur mein älterer dabei, umzusehen, wie die beiden reagieren.
Das haben wir dann ein paar mal gemacht und uns dann auch an Ben rangetraut, der ne Nummer wilder ist und natürlich noch ordentlich Hummeln im Po. :)

Ich muss sagen, ich bin wirklich erstaunt gewesen, wie entspannt das ganze doch war. Baby läuft in der Wohnung ohne Leine. Wir achten natürlich darauf, das die Signale der Tiere ernstgenommen werden. Die erstenmale hatte ich Baby glaube ich an der Leine gehabt. :eusa_think:
Und dann hab ich ihn auch gelassen, weil er einfach nur aufm Teppich lag.

Ben hatte ich zwei mal mit und der war ganz doll aufgeregt. :mrgreen:
Winseln, quicken, etc. Katzen sind natürlich total Interessant. Allerdings war er für mich super Führbar. "Sitz" Ben sitzt. "Platz"Ben macht platz.
Klar, das er ab und zu mal ein wenig länger brauchte umzureagieren, aber das klappte.

Die zwei mal war er immer angeleint, damit ich ihn Kontrollieren konnte.
Ich denke auch, wenn wir noch öfters bei Mina ein und ausgehen, bzw uns noch ein paar mal öfters sehen, dann kann Ben auch Ohne Leine in der Wohnung liegen.
Allerdings würde ich niemals, wenn mein Hund nicht kontrollierbar ist, das riskieren und ihn ableinen.
Da muss man seinem Hund wirklich vertrauen.

Und die Katzen?
Ja, die sind von mal zumal Mutiger geworden. Also das war auch sehr Interessant zubeobachten. Dann liefen die beiden schon mal übern Flur und direkt vor der Nase.
Oder lagen oben auf dem Kratzbaum und haben Beobachtet.
Klar wurde auch mal gefaucht, aber das war doch eher seltener.
zu der ganzen Situation kann Mobie aber auch nochmal sicher was schreiben. :)

Geh es ruhig an. Frag doch mal ob er mit seinen Hund bei euch vorbei kommen man, auf einen Kaffe.
Lasst das Tier an der Leine. Gebt deinen Katzen genug Rückzugs möglichkeiten und lass sie selber Entscheiden, wie weit sie auf das Tier zugehen möchten.
Geduld und ruhe ist hier eigentlich das Zauberwort. :)
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #3
Hi Knopfstern!

Vielen Dank schon mal! Wow, hätte nicht gedacht, dass das soo kompliziert ist :D Dann werde ich wohl mal bei meiner Versicherung nachhaken :eusa_think:

Zu den Katzen: Genauso erhoffe ich es mir auch. Ich bin eigentlich eh eher die ruhige Person und traue den Tieren mehr zu. Mein Freund ist eher der Panikmacher, der wahrscheinlich sofort die Katzen in Sicherheit bringen würde :D Natürlich hätte ich auch Angst, dass es urplötzlich eskaliert, der Hund direkt auf die Katzen los will und die Katzen traumatisiert sind oder so...auch mit Leine...
Ist es nicht zu viel, wenn fremde Person UND fremder Hund zusammen herkommen? Aber er wird seinen Hund wohl auch am besten einschätzen können....:eusa_think:
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #4
Hallöchen Bagira,

hier äußert sich dann auch mal die mit den Katzen. ;)
Knopfstern hat ja schon viel dazu geschrieben, ein paar Punkte möchte ich aber hervorheben. :)

Ich weiß nicht, wie deine zwei vom Naturell her sind, aber dementsprechend würde ich die Situation handhaben. Unsere beiden sind sehr unterschiedlich. Rieke ist grundsätzlich skeptisch und zurückhaltend, aber insgesamt souverän und (aus Katzensicht) klar in ihrer Körpersprache. Fernanda hingegen ist zwar wesentlich neugieriger, dafür allerdings auch unheimlich schreckhaft. Entsprechend verschieden sieht es aus, wenn den beiden sich ein Hund nähert. Wo Rieke eventuell den Kopf einzieht und einen Bogen läuft oder mit das Nase näherkommt, kann es sein, dass Fernanda sich leichter bedrängt oder verunsichert fühlt und daraufhin mit Abwehrverhalten ("Singen" und Bereitschaft zum Pfotenhieb) reagiert. Es ist wichtig, das zu beobachten und darauf einzugehen. Eine Distanz, die für Rieke in Ordnung ist, kann Fernanda bereits zu viel sein, darum habe ich zwischen ihr und Hunden lieber mehr Abstand als bei unserer Chefkatze. ;)

Rückzugsraum ist tatsächlich ein A und O für die Katzen. Sie müssen jederzeit die Möglichkeit haben, sich zu verkrümeln und zwar frei von jeder Bedrängnis. Mit anderen Worten: Im Idealfall sollte es gar nicht erst dazu kommen, dass es großartig hektisch wird. Wenn sich solche Momente ankündigen (Hund ist aufgeregt, dreht hoch, fängt an zu kläffen oder zieht zu den Katzen) lieber den Abstand größer halten, damit die Katzen frei entscheiden können, ob sie sich die Sache näher angucken wollen oder nicht. Eventuell kannst du die Begegnung ja mit ein paar Snacks "schönfüttern", sofern deine Nasen überhaupt etwas fressen würden. Sag dem Besitzer des Hundes auch gerne, dass er seinen Vierbeiner vorerst an der kurzen Leine bzw. bei sich halten soll, bis ihr die Lage etwas besser einschätzen könnt. Wenn der Hund ein ruhiger Vertreter wie Knopfsterns Senior ist, kann man die Zügel sicherlich eher loslassen. Bei einem quirligen Jack Russell wäre ich schon etwas vorsichtiger. Welcher Rasse gehört dein möglicher Teilzeithund denn an? :)

Ansonsten kann ich auch nur raten: Möglichst Ruhe bewahren und entspannt sein. Das geht besonders an deine bessere Hälfte, ich kenne das nämlich. Habe das bei mir selbst noch nicht ganz im Griff. Katzen reagieren allgemein sehr feinfühlig auf Stimmungen und ich habe bei uns definitiv beobachten können, dass man Skepsis oder Verunsicherung der Katzen nur begünstigt, wenn man sich aufführt, als könnte jeden Moment etwas ganz Schlimmes passieren. Notfalls vorher einen Tee oder ein Glas Wein trinken, wie man bei Vergesellschaftungen so schön sagt. ;)

Liebe Grüße
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #5
Mal zum Thema Sachkundenachweis: du wohnst in NRW, da brauchst du zumindest einen Sachkundenachweis für 20/40er Hunde, wenn du nicht nur kleine Hunde ausführen willst. Ich würde auch nur Hunde betreuen, deren Besitzer eine Hundehaftpflicht für ihren Hund abgeschlossen haben - da würde ich nachfragen, ob Dritte mitversichert sind. Bei meiner ist es z.B. nämlich so, dass sie auch für Schäden haftet, die während der Betreuung durch dritte Personen entstanden sind.
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #6
Hi!
Muss man nicht bloß als Halter den Sachkundennachweis haben?
Auf den Rest gehe ich ein, wenn ich am pc bin. Über Handy doch etwas mühsam mit dem tippen :D

LG!
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #7
Nö. Den musst du auch haben, wenn du Hundesitten willst. Allein schon, weil manche Versicherungen sonst nicht greifen, wenn was passiert.
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #8
Nö. Den musst du auch haben, wenn du Hundesitten willst. Allein schon, weil manche Versicherungen sonst nicht greifen, wenn was passiert.
Der Sachkundenachweis bezieht sich auf das HALTEN von Hunden, dass bedeutet, der Besitzer (!) muss die Sachkunde nachweisen. Ich habe damals extra gefragt. [emoji6]
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #9
[h=2]Das gilt für Hundesitter[/h] Alle Hundesitter aus Nordrhein-Westfalen müssen einen Sachkundenachweis vorlegen, wenn sie mit einem 20/40-Hund Gassi gehen wollen. In allen weiteren Bundesländern, außer Bremen, müssen auch die Hundesitter von sogenannten Listenhunden einen Sachkundenachweis besitzen.


Demnach würde ich mich beim Amt erkundigen um dort auf 100%sicher zu sein, wenn es ein 20/40 Hund sein sollte. ;)
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #10
Eben. Hundesitter wird seperat "behandelt".
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #11
Aber nicht im Gesetzestext NRW oder bin ich blind? Ich lese da nur "Halter". So oder so könnte ich aber den Nachweis ja zulegen, denn irgendwann brauchen würde ich ihn für den eigenen Hund eh und der große Akt ist es ja nicht. Ich werd morgen mal beim Tierarzt anrufen...
.exe, bist du auch aus NRW?

@Morastbiene
Also der Joschi ist der, der sofort auf'm Schoß hängt, wenn Besuch da ist, neugierig, aber auch schreckhaft. Bagira ist von vorneherein eher zurückhaltend, schaut sich alles erstmal aus der Ferne an oder zieht sich zurück, wenn sie Angst bekommt, dafür ist sie die, die gerne mal Pfotenhiebe und Faucher austeilt (nur dem Kater gegenüber).
Der Hund ist ein Jagd-Windhund-Mix...zu seinem Wesen kann ich noch gar nichts sagen. Außer nach Beschreibung: Hört gut, kuschelt gern, versteht sich mit allen Hunden. Ob er nu nen dollen Jagdtrieb hat, weiß ich nicht...
Vielleicht verbanne ich meinen Liebsten für den Tag aus dem Wohnzimmer :D Er hat mal erzählt, dass er mal versuchte, seine Katze zu vergesellschaften und sehr schnell aufgegeben hat :lol: Und wenn unsere Beiden sich fetzen, steht er auch immer direkt zur Stelle, halbpanisch :cool:
Danke dir auch für deinen Text!
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #12
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #13
Der Gesetzestext ist aber die Grundlage für die Sachkundeprüfung für 20/40 Hunde.

Wenn du gewerblich Hunde sittest, dann greifen natürlich noch andere Regelungen. Aber nicht, wenn du mal auf Hasso von deinem Nachbarn aufpasst, egal wie groß.
 
  • Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? Beitrag #15
Danke!

morgen ist es soweit! Ich bin nervös! !:eusa_shhh::)
 
Thema:

Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten?

Was muss ich beim Dogsitting/-walking beachten? - Ähnliche Themen

Balkontür katzensicher machen: Hallo ihr lieben, bei meinem Freund und mir sind letzte Woche Samstag zwei etwas über 1jährige Kater eingezogen. Die beiden sind echt super, sind...
Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...
Wie erzieht man eine Katze: Hallo Zusammen, ich hoffe, dass ich mit meinem Anliegen in diesem Forum richtig bin. Folgende Ausgangssituation: Ich bin ein großer Tierliebhaber...
Katze hat PKD - hat jemand Erfahrung?: Hallo zusammen, da ich gerade wieder ähnlich verzweifelt bin, wie im Herbst 2018, als ich meine geliebte Luna Katze gehen lassen musste, mich...
Hundebesitzer kümmert sich nicht. Was nun?: Hallo, das könnte jetzt etwas länger werden, ich hoffe, es ist trotzdem verständlich. Da ich mit meinem Latein am Ende bin, wollte ich die Meinung...
Oben