Vom Engel zum Bengel.--

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  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #1
Haniko

Haniko

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Hallo liebe Tierforum-Mitglieder,

ich bzw./und meine Mutter haben ein ziemliches Problem... seit letzten Jahr arbeitete ich im Tierheim und habe seit Sommer 2014 eine kleine Mieze aufgenommen, sie war da ca 4 Wochen, die wir hochgepäppelt haben, zum Schluss durfte sie auch bei uns einziehen und trägt nun den Namen "Feline".

Feline ist eine sehr aktive, manchmal auch kuschelbedürftige Katze. Unser Problem momentan: Wenn wir Besuch bekommen attacktiert ! sie die jenigen die gerade durch die Tür kommen, das fängt an mit zwicken in die Füße oder Hände. Ab einen bestimmten Zeitpunkt beißt sie total bösartig dass der Biss auch total weh tut. (Kratzen tut sie selten). Richtig zickig wird sie häufig bei Männern. :eusa_think:

Wir sind komplett ratlos wir haben schon probiert sie zu ignorieren, nichts darauf zu geben oder wegzusperren, klappt nicht. Mein alter Tierheim-Chef meinte ich sollte es mit einer Wasserflasche probieren, haben wir durchgezogen, sie hat sich aber mittlerweile auch daran gewöhnt und liebt nun das Wasser -.- Komische Katze :D

Das Ulkige ist ja, wenn man mit ihr alleine ist kommt sie kuscheln und tut so als könnte sie kein Wässerchen trügen. Aber kaum sind mehr als 2 Menschen da, ist Schluss mit lustig!

Ich würde mich freuen wenn ihr ein paar Ratschläge für uns hättet :idea:
Mit freunlichen Grüßen, Haniko.

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  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #2
Hat dir das Tierheim oder deine Recherchen bevor du die Katze entgültig behälst irgendwann mal beigebracht das man Katzen nicht in Einzelhaltung hält und das möglicherweise unausgelastete Katzen zu so einem Verhalten neigen? Möglicherweise stressen sie so viele Menschen und sie kompenisert das auf diese Weise.
 
  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #3
Smoothie, das ist mit auch klar ;) Hab ich auch versucht, im Tierheim war sie auch mal eine Weile mit gleichaltrigen Katzen zusammen. Hat aber nicht geklappt... Wir wollen sie auch im Frühjahr als "Draußenkatze" gewöhnen. Im Winter sowieso nicht mehr :roll: Vielleicht wird sie da auch noch ein bisschen ruhiger. Meine Oma die neben an wohnt hat auch ein Kater die verstehen sich auch nicht, die begegnen sich dazu auch ab und zu im Treppenhaus.

Das Problem ist wo sie klein war waren ja wirklich so gut wie nie Leute da und ich meinte mit Besuch ja nicht das über 5 Leute auf nen Haufen jeden Tag kommen.. es ist wenn überhaupt mal 2 Personen die 1 mal in 2 Wochen kommen.
 
  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #4
Du kannst aber nicht von der stressigen Tierheimsituation und den gelegentlichen kurzen Treffen mit Nachbarskatern auf eine grundsätzliche Unverträglichkeit schließen.

So junge Katzen sind äußerst selten wirklich unverträglich.

Die Katze spielt mit euch bzw. eurerm Besuch. Auf ganz typische kätzische Weise, wenn auch sicher aufgrund der frühen Trennung von der Mutter und dem fehlenden sozialen Kontakte auf eine deutlich gröbere Weise, als eine gut sozialisierte Katze das tun würde.

Da hat der Mensch natürlich nichts entgegen zu wirken, uns fehlen Fell und Krallen um das zu ertragen und die kätzische Sprache, um ihr beizubringen, dass sie Krallen und Zähne vorsichtig beim Spielen einsetzen muss.

Von Wasserspritzen halte ich überhaupt nichts. Es ist so gut wie unmöglich sie richtig anzuwenden. Mal ganz davon abgesehen, dass ihr versucht die Katze für ganz normales Katzenverhalten zu bestrafen.

Bitte denkt noch mal über einen Katzenkumpel nach, gut sozialisiert, damit er ihr noch etwas beibringen kann.

Sonst sind diese Spielaufforderungen über kurz oder lang wohlmöglich eure geringste Sorge. Nicht selten kommt es bei einzeln gehalttenen Katzen auch zu Unsauberkeit oder gar selbstverletzenden Verhalten wie zum Beispiel das penetrante Putze und damit weglecken des eigenen Fells.

Eure Miez ist viel zu jung, um die nächsten 13 bis 15 Jahre oder gar länger allein zu leben.

Bitte habt auch Geduld bei einer Vergesellschaftung.
Das geht nicht von heute auf morgen, schon gar nicht bei schlecht sozialisierten Katzen. Das braucht Geduld und ist eben meisten auch mit Faucherrein und mitunter auch mit Kämpfen verbunden. Katzen müssen sich oftmals regelrecht zusammenraufen.

So lange aber kein Blut fließt (und ich meine damit richtige Wunden und keine Kratzer am Kopf oder Ohr, die von natur aus schon stärker Bluten, an sich aber meistens harmlos sind), braucht ihr euch da auch nicht einmischen.


Übrigens bedeutet der spätere Freigang nicht, dass die Situation besser wird. Wenn sie keine richtige Kätzische Sprache spricht und sich nicht richtig verhalten kann, dass andere Freigänger sie verstehen, kann es sehr, sehr schwer für sie draußen sein. Das Risiko von Kämpfen und Verletzunge ist aufgrund von Missverständnissen nicht gerade gering und ob das nun erstrebenswert ist, sei mal dahin gestellt.
 
  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #5
Ich habe hier einen ähnlichen Fall - mit 3-4 Wochen bekommen, auf gepäppelt, ohne gleichalte Freunde.
Und immer "der ach so böse Kater".

Grund: Er hat nunmal keine Ahnung, dass Zähne und Krallen wehtun! Wir haben das Glück, dass wir zwei ältere Damen haben, die teils mit ihm spielen, teils ihm aber auch einfach mal mit einem deutlichen Fauchen und Kratzen zeigen: Es reicht, Freundchen. So geht das nicht! Es gibt also auch bei uns oft Gefetze - als unverträglich würde ich meinen Kater jetzt aber nicht bezeichnen.
Einen Spielfreund für eure Katze wäre die beste Lösung, da kann ich den anderen nur recht geben.

Übrigens: Kann es wirklich nicht Stress sein? Ich meine: Auch nur 2-3 Leute können Stress bedeuten. Auch eine Person. Ich habe mal gehört, dass Handaufzuchten generell stressanfälliger sind. Und nur, weil es für dich "wenig Besuch" ist, muss das nicht für deine Katze das gleiche bedeuten.
 
  • Vom Engel zum Bengel.-- Beitrag #6
Huhu!

Wenn die Katze eure Besucher als Spielzeuge betrachtet, wird ein Katzenkumpel Abhilfe schaffen. Und auch wenn nicht, ist das eigentlich ein Muss, es muss eben richtig angegangen werden.
Am besten ist es eigentlich, man trennt die beiden Katzen in der Wohnung ersteinmal räumlich. Dann wechselt man die Seiten immer wieder. Also sozusagen: Heute ist Minka im Schlafzimmer und Muschi im Rest der Wohnung und morgen umgekehrt.
Zusammenführen erstmal ohne Sichtkontakt an der Tür. Und zwar beim Füttern. Dann kann der Abstand zur Tür verringert werden und die Tür immer weiter geöffnet werden. Wenn ihr sie schlussendlich zusammen lasst, viel gemeinsam spielen.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie wirklich Stress bei Besuch hat und es nicht anders auszudrücken weiß. In dem Fall wäre es wichtig, dass sie viele Fluchtmöglichkeiten nach oben hat.

Wie spielt ihr denn mit Feline?
 
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