Ich bin mit Pudeln aufgewachsen und finde sie sind wirklich ein besonderer Schlag von Hund, im Grunde sind sie die "unhundigsten" Hunde die es gibt (Pudelbesitzer wissen vielleicht was ich meine

), wer sich nicht so ganz zwischen Hund und Katze entscheiden kann wäre mit einem Pudel vielleicht nicht schlecht beraten :lol:
Sie sind klug und anhänglich, sowie leicht zu erziehen und eigentlich stets freundlich (natürlich gibt es immer Sonderexemplare). Sie bellen gerne wenn sie etwas verunsichert oder ihre Aufmerksamkeit erregt, sind aber keine Kleffer.
Sie sind sehr verspielt und lernen gerne kleine Tricks oder machen auch Hundesport. Sie sind sehr aktiv und sportlich, allerdings keine typischen Jogging- oder Reitbegleithunde. Ausdauersport langeweilt sie offenbar ein wenig, aber Schwimmen, Ballspielen, Agility oder Dogdance sind genau ihr Ding.
Man sollte schon Zeit für sie haben und ihnen auch etwas bieten, denn selbst wenn sie als "Rentnerhunde" verschrien sind, sind sie ganz und gar keine Couchpotatos. Bei Vernachlässigung oder ständiger Langeweile neigen sie zu Neurosen.
In ihrer Kommunikations mit dem Menschen sind sie meisten freundlich-offensiv, schauen einem ins Gesicht, springen an einem hoch zur Begrüßung (und später dann auf den Schoß :lol

, lecken an den Händen, bringen das Lieblingsspielzeug und sind insgesamt kleine Clowns ohne schüchternden "Dackelblick".
Pudel wollen gerne immer mit dabei sein und auch ganz dicht bei ihrem Menschen, Abends auf dem Sofa betteln sie mit "pföteln" um Streicheleinheiten, Spiele oder Leckerchen.
Sie sind wirklich sehr niedlich, nur sind sie eben auch ein klein wenig anders als viele andere Hunde (wenn du Pudel bisher nur von Bildern oder vom Vorbeigehen kennst besuche ruhig mal ein paar Besitzer oder Züchter um dir ein besseres Bild zu machen).
Obwohl ich mit ihnen groß geworden bin und sie sehr niedlich finde war mein erster eigener Hund nachdem ich von Zuhause ausgezogen war kein Pudel, ich wollte damals keinen und kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwann einer einzieht, ich bin offenbar zwar ein Hundemensch, aber vielleicht kein Pudelmensch :lol: Wenn sie zu einem passen sind sie aber sicher eine tolle Bereicherung und ich kenne mehrere "Pudelmenschen" denen niemals eine andere Rasse ins Haus kommen würde (bei uns Zuhause war es ja auch so

).
Was die Größe angeht kann ich Balthasar nur zustimmen, der Kleinpudel ist zwar klein aber robust, während der Zwergpudel eher unter den Folgen der Minizucht leidet (Zahnprobleme sind fast unvermeidbar), aber auch Patellaprobleme kommen bei den Zwergen oft vor.
Wie der Zwerg leidet auch der Kleinpudel allerdings nicht selten unter Herzproblemen (Klappenschlussfehler die im höheren Alter zur Insuffzienz führen). Man sollte auf eine gesunde Zuchtlinie achten, allerdings ist dies sicher auch ein Problem welches nicht immer so ganz vorhersehbar ist, da sich die Probleme eben erst mit dem Alter zeigen.
Die meisten Pudel die ich kannte (alles Kleinpudel, über die großen kann ich nicht berichten) haben ein gutes Alter erreicht (12-16 Jahre), nur einer ist frühzeitig mit 8 Jahren gestorben (an eben jenem gefürchteten und leider rassetypischen Herzfehler).
Was die Schur angeht, so ist das sicher Geschmackssache, denn dem Pudel ist seine Optik herzlich egal (die meisten werden es danken, wenn sie nur selten geschoren werden, denn das gefällt eigentlich keinem Hund).
Wenn man einen Hund hat, der sich gut händeln lässt und man das Scheren von klein auf mit ihm übt kann man das ganz gut selber machen (wenn man eine bestimmte Modeschur möchte kommt es allerdings sicher auch auf das eigene Frisiertalent an

).
Wodran du einen guten Züchter erkennst hat louiss ja eigentlich schon ganz schön zusammengefasst. Vor allem lass dir Zeit, guck dir ruhig mehrere Zuchten an und lerne die Rasse genauer kennen.
Ein Hund aus dem Tierschutz wie Schnuffi vorgeschlagen hat ist auch eine schöne Idee, allerdings sind Pudel doch eher seltenere Vertreter in den Tierheimen, trotzdem lohnt es sich sicher auch mal im Internet bei verschiedenen Pudelhilfen zu schauen, denn auch ein Not-Pudel kann ein Freund fürs Leben werden.
Erzähl doch mal wie du jetzt überhaupt auf den Pudel gekommen bist
