Umzugsprobleme

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  • Umzugsprobleme Beitrag #1
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dandy100

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Hallo zusammen, bin hier ganz neu und hoffe, dass mir ein paar katzenerfahrene Menschen vielleicht einen Rat geben können; ich hatte bis vor zwei Jahren einen Hund und kenne leider keine Katzenbesitzer mit denen ich jetzt mal sprechen könnte – und das würde jetzt so gut tun. Deshalb versuche ich es nun doch mal auf diesem Wege, die Welt der Katzen kennenzulernen.

Hier meine kleine traurige Katzengeschichte: als tierliebe Menschen, sind mein Freund und ich im letzten Frühjahr durch den Umzug unserer Nachbarn zu vorläufigen "Pflegeeltern" eines 5 Jahren alten Katers geworden. Unsere Nachbarn wollten ihn erst nach Monaten des Umbaus in ihr neues Haus mitnehmen und für diese Zeit blieb er bei uns im alten Haus. Da er auch schon vorher immer sehr gern zu uns zu Besuch kam (seine Leute waren oft lange unterwegs),war das überhaupt kein Problem. Er wirkte zwar etwas irritiert, als er sah, dass seine Familie alle ihr Möbel aus der Wohnung trugen, aber die Trennung war schnell überwunden; er liebte hier sein Revier (freistehendes Haus, dass er umrunden kann), seinen Lieblingseichhörnchenbaum unter dem er gerne in der Sonne lag - und er mochte vor allem uns sehr gern, behaupte ich mal. Wir hatten viel mehr Zeit für ihn und unsere Tür ging immer für ihn auf. Mit der Zeit wurde er immer anhänglicher und fröhlicher und kam sogar manchmal zu einkaufen mit.
Als er dann nach drei Monaten abgeholt wurde, lief er am nächsten Tag wieder zu uns zurück - sein neues Zuhause ist nur circa 500m weit entfernt. Dieses Spielchen wiederholte sich noch mehrmals, bis seine Leute vorschlugen, den Winter abzuwarten und es dann nochmal zu versuchen, weil er in der kalten Jahreszeit vielleicht nicht mehr so gern unterwegs ist, meinten sie.
Eigentlich wollten wir ihn ja gar nicht mehr hergeben, denn wir haben ihn sehr lieb gewonnen, aber wir haben uns nicht richtig getraut, darauf zu bestehen, denn seine Familie ließ keinen Zweifel daran, ihn wieder zurückhaben zu wollen. Das kleine Mädchen der Familie hatte ihn allerdings schon fast vergessen und wir hatten immer den Eindruck hier geht es sowieso nur um Besitzdenken. Immerhin war er mittlerweile schon fast ein dreiviertel Jahr bei uns und wir haben insgeheim gehofft, dass sie aufgeben werden, wenn er immer wieder ausreisst. Nun haben sie ihn allerdings 4 Wochen lang eingesperrt und vor vier Tagen dürfte er wieder raus, aber dieses Mal kam er nicht wieder.
Wir sind tottraurig - wir waren so sicher, morgens um sechs wieder das altvertraute Miauen vor der Haustür zu hören und nun wissen wir nicht, ob wir noch hoffen sollen oder die Hoffnung in uns begraben müssen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Beziehung zu einer Katze so intensiv und liebevoll sein könnte – als „Hundemensch“ hat man da oft ganz falsche Vorstellungen

Manchmal wandern wir in seiner neuen Gegend herum, um ihn mal zu sehen - klappte aber nicht - und wir fragen uns sowieso, ob das richtig ist. Wir wollen ihn ja nicht "zerreissen", hatten aber den egoistischen Wunsch, er möge uns nicht vergessen und wir vermissen ihn einfach ganz schrecklich. Wir bereuen, dass wir ihn hergegeben haben, denn er hatte uns lieb und wir konnten ihm ein schöneres Leben bieten als seine eigenen Leute, die ihn oft stundenlang vor der Tür warten ließen oder ihn einsperrten, wenn sie unterwegs waren. Wir kommen uns wie Verräter vor, denn der Kater hat sich ja sehr bemüht, bei uns zu bleiben, aber nun es ist wohl zu spät.

Kommen Katzen auch noch nach längerer Zeit wieder zurück? Hat ja jemand Erfahrung? Traurig, dass man immer erst weiß, wie wertvoll etwas war, wenn man es verloren hat.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antwortet. Dankeschön im Voraus.
 
  • Umzugsprobleme Beitrag #2
Hallo und Willkommen hier

Ich weiß jetzt nicht so recht, was du hören willst. "Ja er wird wieder zu euch zurück kommen"???
Er hat eine Familie und dort gehört der Kater auch hin. Und ich finde, das solltet ihr akzeptieren.

Wenn ihr euch eine Katze wünscht, dann geht doch einfach ins Tierheim und schenkt 2!!! dieser tollen Tiere ein neues Zuhause.
 
  • Umzugsprobleme Beitrag #3
Wenn sein Zuhause nur ca 500m von euch entfernt ist, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass er irgendwann mal wieder bei euch vorbei schaut. Aber dann wohl nur auf Besuch und nicht, weil er da mal gewohnt hat. Kommt drauf an, wie gross sein Radius ist. Ich habe 7 Katzen hier. 1 von denen kommt 1x am Tag zum fressen vorbei. Ich hab sie schon ca 1km von hier entfernt rumlaufen sehen. Sie bewegt sich also im grossen Radius. Eine meiner anderen Katzen geht höchstens mal vor die Türe, hat ne Nase voll frischen Wind und kommt wieder rein.

Ich habe auch schon eine Katze betreut über mehrere Monate, als ihre Besitzerin weggezogen ist. Aber ich wusste von Anfang an, dass es nur vorübergehend ist und habe mich erfolgreich bemüht, keine tiefen Gefühle für die Mieze zu entwickeln.

Wenn der Kater so viel schlechter behandelt wird bei euren Nachbarn, mag er sich erinnern, dass er es bei euch besser hatte und sein Zuhause verlassen um zu euch zu wandern. Aber drauf warten würde ich nicht. Und selbst wenn, können eure Nachbarn ihn jederzeit zurückverlangen und werden das wohl auch tun.

Ich würde euch empfehlen den kleinen Kerl aus eurem Herzen zu verbannen (ich weiss, ich weiss - nahezu unmöglich) und euch in absehbarer Zeit selber Katzen (mindestens 2, da Katzen keine Einzelgänger sind!) zuzulegen.
 
  • Umzugsprobleme Beitrag #4
Dankeschön für die Antwort - ich wäre ja schon glücklich, wenn er wenigstens ab und zu mal zu Besuch käme, aber ich dachte, Katzen machen so was nicht – ich habe jedenfalls geglaubt, dass er entweder sofort wieder kommt oder nie mehr und mich gefragt, ob das stimmt oder ob er eines Tages vielleicht doch wieder vor der Tür steht.
Sollte er tatsächlich zurückkommen, wären seine Leute sicher einverstanden, dass er bleibt, wenn er das will – sie waren sehr genervt als er die ersten Male immer wieder zurückgelaufen ist und wenn es jetzt nach diesen vier Wochen nicht klappt, haben sie mit Sicherheit kein Interesse mehr an neuen Experimenten.

Ich wollte mich halt gerne mal mit katzenerfahrenen Menschen darüber raustauschen, wie Katzen denn so ticken und ob es überhaupt Sinn macht, weiter zu hoffen.

Dass mir mal eine Katze derart ans Herz wachsen würde, hätte ich nie geglaubt – als ausschliesslicher Hundebesitzer, hat man da oft das Vorurteil, dass die Bindung zu einer Katze nie so intensiv sein kann, wie zu einem Hund; dabei ist es Unsinn, das überhaupt miteinander zu vergleichen – Liebe ist eben Liebe, egal um welches Lebewesen es sich handelt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Na sicher akzpetiere ich das – muss ich ja auch, und ich will auch niemandem sein Tier wegnehmen, es war einfach nur so ungewöhnlich zu erleben, wie dieser Kater von ganz allein beschlossen hatte, lieber bei uns zu leben als bei seinen eigentlichen Besitzern, auch schon vor ihrem Umzug; er hatte bei uns sicher ein katzengerechteres Leben gehabt als bei seiner eigenen Familie.

Wenn seine Leute ihn mal besuchen wollten in den letzten Monaten (sehr selten) ist er vor ihnen weggelaufen und kam erst zurück, wenn sie wieder weg waren. Jetzt haben sie ihn eben gezwungen, weil der Kater nun mal ihnen gehört, aber eben mehr wie ein Möbelstück. Er war ursprünglich für das kleine Mädchen der Familie angeschafft worden - diese hat ihn allerdings längst vergessen, sie weiß jetzt nicht mal mehr seinen Namen.
Deshalb tut mir diese ganze Geschichte ja so leid, denn ich wünsche mir sehr, dass er ein schönes Leben hat und ich hätte mir gewünscht hätten den Willen des Tieres zu akzeptieren; das Katerchen hat ja sehr darum gekämpft, hierbleiben zu können.

Ich weiß selbst nicht, warum ich gezögert habe, die Familie darauf anzusprechen, ihn bei uns zu lassen, vielleicht habe ich es mir doch noch nicht so richtig vorstellen können, ihn für immer zu behalten, denn ich hatte es nun mal akzeptiert, dass er eben nicht mir gehört sondern anderen Menschen und nur eine begrenze Zeit bleiben sollte – das Katerchen hätte anders entschieden.

Den Ratschlag doch aus dem Tierheim ein anderes Tier zu holen, kommt immer – meinen Hund hatte ich aus dem Tierheim und er war noch nicht eine Woche tot, da riet mir schon jeder, doch einen anderen Hund zu holen. Ich weiß, dass das gut gemeint ist, denn die Lücke, die auf einmal entsteht, ist schrecklich, aber jemanden, den man lieb gehabt hat, kann man nicht einfach ersetzen – ich kann das jedenfalls nicht.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich den Verlust meines Hundes einigermaßen verkraftet hatte und ich wollte nie mehr ein eigenes Tier haben. Nach seinem Tod (und der war furchtbar in dieser Tierklinik, in der ich war), habe ich lange ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet, um anderen Tieren zu helfen, wahrscheinlich weil ich meinem Hund nicht habe helfen können und so manches Mal dachte ich, jetzt zwar keinen eigenes Tier mehr zu haben, aber dafür 80 Hunde, 25 Katzen und zwei Enten - und für alle ein bisschen da zu sein, hat geholfen.

Dass dieser Kater in mein Leben kam, war ein Glücksfall – leider habe ich es zu spät begriffen.



Vielen Dank jedenfalls für die Antwort und alles Gute
 
  • Umzugsprobleme Beitrag #5
Nicht, dass ich euch nicht verstehen kann, aber es ist ja schon ein Bisschen gemein, ihnen die Katze "ausspannen" zu wollen ;)

Was spricht denn gegen eigene Katzen?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Kennst du diesen Text?
[VERSTECK][h=1]Testament eines Hundes[/h] Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen,
die sie lieben.
Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich
mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnden Hand, die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende
helfen wird, gehalten im tröstenden Arm.
Und wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:
„Nie wieder werde ich einen Hund haben, der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus und gib ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann.

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[/VERSTECK]
 
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