- Vergesellschaftung will einfach nicht klappen Beitrag #1
Miay
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Hallo ihr Lieben,
ich brauche dringend einen Rat. Folgendes Szenario:
Vor eineinhalb Wochen habe ich meinen geliebten Jillian erlösen müssen
Drei Tage später habe ich für seine verwitwete Partnerin Martha einen neuen Gefährten aus dem Tierheim geholt - Quintus.
Ich habe seit über einem Jahrzehnt Kaninchen und schon viele erfolgreiche Vergesellschaftungen auf die Reihe bekommen, aber diese raubt mir den letzten Nerv.
Ich habe den Flur meiner Wohnung zur Vergesellschaftung eingerichtet. Mit Häuschen, Heu, Futter verteilt usw. Alles was dazugehört. Und siehe da....Es passiert genau...nichts. Zuerst zeigten sie kaum Interesse aneinander. Stattdessen wurde Martha mir gegenüber total anhänglich, was eigentlich gar nicht ihre Art ist. Das war exakt vor einer Woche. Nachdem sich die Beiden bis Samstag nur ein wenig gescheucht und sogar miteinander gefressen und sich geputzt haben, dachte ich schon ich hätte Glück gehabt, dass es so schnell ging. Ich habe die Beiden dann in den (selbstverständlich penibel gereinigten) Stall umquartiert. Ende vom Lied war, das Martha mit einer Heftigkeit auf Quintus losgegangen ist, dass ich beschlossen habe, sie lieber noch einige Tage auf neutralem Boden zu lassen, da sie anscheinend ihre Rangordnung doch noch nicht ausgefochten haben. Versteht mich nicht falsch, mir ist durchaus bewusst, dass es immer zu kleinen Kabbeleien kommt, wenn der Umzug in den Stall ansteht, weil das alteingesessene Kaninchen sein Revier trotzdem verteidigen möchte, aber das war derartig heftig, dass ich keinen anderen Ausweg sah.
Also gut. Die beiden Hoppler saßen vier weitere Tage im Flur. Insgesamt kann man ihrem Umgang so beschreiben: Quintus hat durchaus Interesse an Martha. Er geht häufig zu ihr hin und beschnuppert sie, bespringt sie aber nicht, oder greift an. Martha wirkt dann eher genervt und scheucht ihn einfach auf Seite. Sie zeigt wenig Interesse, duldet ihn aber beim Fressen und putzt ihn sogar, das wirkt aber recht lieblos und eher wie eine Zwangshandlung (wenn man das so sagen kann
). Sie liegen auch nie nebeneinander und schlafen zusammen. Dennoch habe ich eine Besserung gespürt und nachdem ich sie gestern Morgen dabei erwischt habe, wie sie doch friedlich aneinander gekuschelt gedöst haben, dachte ich: Okay jetzt sind sie wirklich so weit.
Also: neuer Umzug in den Stall. Dort ist Martha wieder auf Quintus losgegangen, aber nicht mehr so heftig, sodass ich dachte, das würde sich über den Tag beruhigen. Ende vom Lied war, dass ich die halbe Nacht kein Auge zugemacht habe, weil sie ihn ständig durch den Stall gejagt hat. Gefressen und getrunken haben Beide zwar, aber getrennt voneinander (habe an mehreren Stellen Futter angeboten). Heute Morgen sahen Beide dann so fertig aus, dass ich schweren Herzens beschlossen habe, dass vor allem Martha doch noch etwas Zeit braucht um ihn zu akzeptieren. Jetzt sitzen Beide seit zwei Stunden wieder im Flur, aber jetzt gehen sie auf einmal auch dort aufeinander los. Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Gut immerhin könnte es sein, dass sie momentan ihre Rangordnung ausfechten, aber ich weiß echt nicht, ob Martha nicht schlichtweg einfach aggressiv ist. Ich bin wirklich am Ende meiner Weisheit. Die Haarbüschel fliegen und egal wo die Beiden sitzen, ob Stall, ob Flur sie sehen einfach gestresst aus.
Martha war schon immer recht aggressiv. Auch den alten Partner Jillian hat sie durchaus hart angepackt, wenn er sie gerade gestört hat, oder er Futter hatte, das sie wollte, aber die Vergesellschaftung lief eigentlich ganz prima, zumal ich das Gefühl habe, dass Quintus sich genauso unterwürfig benimmt, wie Jillian damals. Die Männer machen ihr ihren Rang nicht einmal streitig. Nachdem die Vergesellschaftung mit Jillian damals nach zwei Tagen reibungslos über die Bühne war, war Martha auch sehr liebevoll und die Beiden haben immer zusammen geschlafen und sich geputzt.
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Die Beiden weiter im Flur lassen und abwarten bis sie sich ausgekloppt haben? Doch wieder in den Stall setzen, weil es sich früher oder später ohnehin beruhigt? Ich weiß ja, dass ich sie nicht trennen darf und ich hätte auch gar keinen Platz, sie für ein paar Wochen (artgerecht) getrennt voneinander unterzubringen um es dann neu zu versuchen.
Martha ist übrigens 3 Jahre alt, Quintus etwa 1,5 Jahre. Er ist selbstverständlich kastriert und Martha auch, nachdem sie zwei Monate dauerscheinschwanger und unglaublich aggressiv war. Der Flur in dem sie sich momentan kloppen ist etwa 5-6 qm groß. Der Stall besitzt zwei Etagen à 3qm und hat mehrere fest installierte Häuschen zum Verstecken.
Ich freue mich über Tipps. Ich will einfach nur, dass die Beiden sich auf absehbare Zeit irgendwie entspannen können.
Viele Grüße
Miay
Jetzt muss ich noch etwas anfügen, weil ich gerade nach den Beiden gesehen habe: Mittlerweile sitzt Martha (!) total verstört und ängstlich unter ihrem Häuschen und kommt nicht mehr raus, während Quintus putzmunter durch den Raum hoppelt. Sieht jetzt wohl doch so aus, als würde er ihr den Rang ablaufen? Habe noch nie so viel verlorenes Fell bei einer Vergesellschaftung gesehen...
ich brauche dringend einen Rat. Folgendes Szenario:
Vor eineinhalb Wochen habe ich meinen geliebten Jillian erlösen müssen
Ich habe seit über einem Jahrzehnt Kaninchen und schon viele erfolgreiche Vergesellschaftungen auf die Reihe bekommen, aber diese raubt mir den letzten Nerv.
Ich habe den Flur meiner Wohnung zur Vergesellschaftung eingerichtet. Mit Häuschen, Heu, Futter verteilt usw. Alles was dazugehört. Und siehe da....Es passiert genau...nichts. Zuerst zeigten sie kaum Interesse aneinander. Stattdessen wurde Martha mir gegenüber total anhänglich, was eigentlich gar nicht ihre Art ist. Das war exakt vor einer Woche. Nachdem sich die Beiden bis Samstag nur ein wenig gescheucht und sogar miteinander gefressen und sich geputzt haben, dachte ich schon ich hätte Glück gehabt, dass es so schnell ging. Ich habe die Beiden dann in den (selbstverständlich penibel gereinigten) Stall umquartiert. Ende vom Lied war, das Martha mit einer Heftigkeit auf Quintus losgegangen ist, dass ich beschlossen habe, sie lieber noch einige Tage auf neutralem Boden zu lassen, da sie anscheinend ihre Rangordnung doch noch nicht ausgefochten haben. Versteht mich nicht falsch, mir ist durchaus bewusst, dass es immer zu kleinen Kabbeleien kommt, wenn der Umzug in den Stall ansteht, weil das alteingesessene Kaninchen sein Revier trotzdem verteidigen möchte, aber das war derartig heftig, dass ich keinen anderen Ausweg sah.
Also gut. Die beiden Hoppler saßen vier weitere Tage im Flur. Insgesamt kann man ihrem Umgang so beschreiben: Quintus hat durchaus Interesse an Martha. Er geht häufig zu ihr hin und beschnuppert sie, bespringt sie aber nicht, oder greift an. Martha wirkt dann eher genervt und scheucht ihn einfach auf Seite. Sie zeigt wenig Interesse, duldet ihn aber beim Fressen und putzt ihn sogar, das wirkt aber recht lieblos und eher wie eine Zwangshandlung (wenn man das so sagen kann
Also: neuer Umzug in den Stall. Dort ist Martha wieder auf Quintus losgegangen, aber nicht mehr so heftig, sodass ich dachte, das würde sich über den Tag beruhigen. Ende vom Lied war, dass ich die halbe Nacht kein Auge zugemacht habe, weil sie ihn ständig durch den Stall gejagt hat. Gefressen und getrunken haben Beide zwar, aber getrennt voneinander (habe an mehreren Stellen Futter angeboten). Heute Morgen sahen Beide dann so fertig aus, dass ich schweren Herzens beschlossen habe, dass vor allem Martha doch noch etwas Zeit braucht um ihn zu akzeptieren. Jetzt sitzen Beide seit zwei Stunden wieder im Flur, aber jetzt gehen sie auf einmal auch dort aufeinander los. Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Gut immerhin könnte es sein, dass sie momentan ihre Rangordnung ausfechten, aber ich weiß echt nicht, ob Martha nicht schlichtweg einfach aggressiv ist. Ich bin wirklich am Ende meiner Weisheit. Die Haarbüschel fliegen und egal wo die Beiden sitzen, ob Stall, ob Flur sie sehen einfach gestresst aus.
Martha war schon immer recht aggressiv. Auch den alten Partner Jillian hat sie durchaus hart angepackt, wenn er sie gerade gestört hat, oder er Futter hatte, das sie wollte, aber die Vergesellschaftung lief eigentlich ganz prima, zumal ich das Gefühl habe, dass Quintus sich genauso unterwürfig benimmt, wie Jillian damals. Die Männer machen ihr ihren Rang nicht einmal streitig. Nachdem die Vergesellschaftung mit Jillian damals nach zwei Tagen reibungslos über die Bühne war, war Martha auch sehr liebevoll und die Beiden haben immer zusammen geschlafen und sich geputzt.
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Die Beiden weiter im Flur lassen und abwarten bis sie sich ausgekloppt haben? Doch wieder in den Stall setzen, weil es sich früher oder später ohnehin beruhigt? Ich weiß ja, dass ich sie nicht trennen darf und ich hätte auch gar keinen Platz, sie für ein paar Wochen (artgerecht) getrennt voneinander unterzubringen um es dann neu zu versuchen.
Martha ist übrigens 3 Jahre alt, Quintus etwa 1,5 Jahre. Er ist selbstverständlich kastriert und Martha auch, nachdem sie zwei Monate dauerscheinschwanger und unglaublich aggressiv war. Der Flur in dem sie sich momentan kloppen ist etwa 5-6 qm groß. Der Stall besitzt zwei Etagen à 3qm und hat mehrere fest installierte Häuschen zum Verstecken.
Ich freue mich über Tipps. Ich will einfach nur, dass die Beiden sich auf absehbare Zeit irgendwie entspannen können.
Viele Grüße
Miay
Jetzt muss ich noch etwas anfügen, weil ich gerade nach den Beiden gesehen habe: Mittlerweile sitzt Martha (!) total verstört und ängstlich unter ihrem Häuschen und kommt nicht mehr raus, während Quintus putzmunter durch den Raum hoppelt. Sieht jetzt wohl doch so aus, als würde er ihr den Rang ablaufen? Habe noch nie so viel verlorenes Fell bei einer Vergesellschaftung gesehen...
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