- neuen Partner suchen oder besser alleine halten? Beitrag #1
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Nemesis200SX
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Hallo
ich bin im Moment ziemlich ratlos und für jeden Tipp dankbar. Um die ganze Situation und den Charakter meiner Katze besser zu verstehen muss ich mit meiner Story etwas weiter ausholen.
Meine damalige Freundin und ich haben vor 6 Jahren eine wenige Wochen alte Streuner-Dame (Kalithea) aus unserem Rhodos Urlaub mitgenommen. Sie ist eine ziemlich Wilde und war nie eine große Kuschlerin. Rückwirkend betrachtet hätten wir gleich damals zwei Katzen mitnehmen sollen aber das haben wir uns zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht zugetraut. Im Nachhinein ist man ja immer klüger. Wir haben öfters überlegt ihr einen Gefährten zu suchen, waren uns aber aufgrund ihres dominanten Tempraments unsicher ob das gutgehen würde. Vor drei Jahren dann hat ein Bekannter einen ebenfalls wenige Wochen alten Streuner-Jungen (Zeus) aufgelesen und dieser wurde dann wenig später von uns adoptiert. Vom Charakter her das komplette Gegenteil von Kalithea. Am liebsten wäre er den ganzen Tag auf den Armen herumgetragen und gestreichelt worden. Natürlich hat er auch versucht mit Kalithea zu kuscheln, nachdem er dann aber bei diversen Versuchen immer eine von ihr kassiert hat, hat er es bleiben gelassen und sich seine Liebe bei uns geholt. Für sie war er ein Spielgefährte mehr nicht... wenn sie Action wollte war es gut, dass er da war ansonsten war ihr seine Anwesenheit recht egal. Sie haben aber beide die selbe Toilette benutzt, nebeneinander gegessen, konnten stundenlang nebeneinander liegen (solang sie sich nicht berührten) und auch sonst gab es untereinander keinerlei Agressivität, mal von etwas wilderen Jagdspielen abgesehen. Also gespielt haben sie miteinander, gekuschelt hat er mit uns und sie hat sich hin und wieder paar Streicheleinheiten abgeholt... so ging das ganze drei Jahre lang gut.
Meine Freundin und ich haben uns nun im Jänner getrennt. Sie ist kurzfristig ausgezogen und ich blieb für zwei Monate mit beiden Katzen in der gemeinsamen Wohnung und suchte mir eine neue Bleibe. In dieser Zeit fiel mir zum ersten Mal auf, dass Kalithea beim Spielen doch etwas agressiver Zeus gegenüber wurde. Oft hat sie ihn hinter eine Spielekonsole gedrängt und dann wie verrückt auf selbige draufgeschlagen und ihn somit nicht mehr rausgelassen. Das war dann auch der Zeitpunkt in dem Zeus angefangen hat Kalithea anzufauchen (ich hatte ihn in 3 Jahren nicht ein einziges Mal fauchen gehört).
Nach den zwei Monaten zog ich dann aus und meine mitlerweile Ex-Freundin wieder ein. Die Katzen sollten auf jeden Fall zusammen in der Wohnung bleiben (große Wohnung mit viel Freiraum, zwei Terassen und und... also für ne Wohnungskatze ein Paradies). Ich erzählte meiner Ex von meinen Beobachtungen und sagte ihr sie solle weiterhin ein Auge auf das Verhalten haben. Wenn es schlimmer werden würde, wäre ich bereit Kalithea zu mir zu nehmen.
Nach einem Monat bekam ich dann einen Anruf ich solle bitte Kalithea zu mir nehmen. Sie wurde in diesem einen Monat wesentlich agressiver. Auf Zeus ging sie immer wieder los. Er war mitlerweile so verstört, dass er sich stundenlang nicht hinter dem Wandverbau hervorgetraut hat. Auch seine Geschäfte verrichtete er mitlerweile dort hinten aus Angst hervorzukommen. Am letzten Tag vor dem Anruf wurde es so schlimm, dass meine Ex Zeus spontan zu ihrer Mutter gebracht hat weil sie dachte die beiden bringen sich um. Des weiteren hat Kalithea plötzlich angefangen Möbelstücke zu zerstören. Ich weiß nicht genau was alles in diesem einen Monat passiert ist, aber ich weiß wie sehr meine Ex beide Katzen liebt und es muss wirklich schlimm und aussichtslos gewesen sein, sonst hätte sie sich nicht von Kalithea getrennt.
So nun habe ich die Maus seit drei Wochen bei mir und sie ist eine absolute Prinzessin. Die ersten Tage ist sie mir auf Schritt und Tritt hinterher gelaufen. Sie kommt schmusen und sowie ich sie angreife schnurrt sie... ich erkenne dieses Tier nicht wieder. An die neue Wohnung hat sie sich schnell gewöhnt und hat sofort die Toilette angenommen und auch gefressen. Ich beschäftige mich so viel mit ihr wie es mir möglich ist und ich denke das genießt sie auch.
Ich weiß nicht in wie weit ich hier menschliches Denken hineininterpretiere aber ich denke sie hat mich einfach vermisst und protestiert. Durch unsere unterschiedliche Art mit den Katzen umzugehen (ich habe sie als Tiere behandelt, für meine Ex waren sie ein wenig der Kinder-Ersatz) war Kalithea meiner Meinung nach etwas mehr auf mich bezogen, Zeus wiederrum auf meine Ex. Warum sie nach drei Jahren so agressiv wurde kann ich nur vermuten. Vielleicht war es eine Art Eifersucht. Als noch zwei Menschen in der Wohnung waren, war immer einer "frei" selbst wenn der andere sich gerade um Zeus gekümmert hat, das war dann durch die Trennung weg... wie gesagt keine Ahnung in wie weit ich die Tiere hier vermenschliche
Der eigentliche Grund warum ich das hier alles schreibe ist der, dass ich jetzt wieder in der Situation bin zu entscheiden ob ich ihr einen Gefährten suche. Wie bereits geschrieben "Katzenliebe" ist ihr nicht wichtig, sie bräuchte nur wen zum spielen. Aber ich habe keine Ahnung ob das ganze dann nicht wieder so ausartet wie es mit Zeus geschehen ist, dass will ich ja der neuen Katze auch nicht zumuten. Dass es überhaupt drei Jahre lang gut funktioniert hat ist auch sehr der Gutmütigkeit von Zeus zu verdanken gewesen. Wenn da die neue Katze auch etwas mehr Temprament hat dann gute Nacht.
Was würdet ihr in einer solchen Situation machen?
ich bin im Moment ziemlich ratlos und für jeden Tipp dankbar. Um die ganze Situation und den Charakter meiner Katze besser zu verstehen muss ich mit meiner Story etwas weiter ausholen.
Meine damalige Freundin und ich haben vor 6 Jahren eine wenige Wochen alte Streuner-Dame (Kalithea) aus unserem Rhodos Urlaub mitgenommen. Sie ist eine ziemlich Wilde und war nie eine große Kuschlerin. Rückwirkend betrachtet hätten wir gleich damals zwei Katzen mitnehmen sollen aber das haben wir uns zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht zugetraut. Im Nachhinein ist man ja immer klüger. Wir haben öfters überlegt ihr einen Gefährten zu suchen, waren uns aber aufgrund ihres dominanten Tempraments unsicher ob das gutgehen würde. Vor drei Jahren dann hat ein Bekannter einen ebenfalls wenige Wochen alten Streuner-Jungen (Zeus) aufgelesen und dieser wurde dann wenig später von uns adoptiert. Vom Charakter her das komplette Gegenteil von Kalithea. Am liebsten wäre er den ganzen Tag auf den Armen herumgetragen und gestreichelt worden. Natürlich hat er auch versucht mit Kalithea zu kuscheln, nachdem er dann aber bei diversen Versuchen immer eine von ihr kassiert hat, hat er es bleiben gelassen und sich seine Liebe bei uns geholt. Für sie war er ein Spielgefährte mehr nicht... wenn sie Action wollte war es gut, dass er da war ansonsten war ihr seine Anwesenheit recht egal. Sie haben aber beide die selbe Toilette benutzt, nebeneinander gegessen, konnten stundenlang nebeneinander liegen (solang sie sich nicht berührten) und auch sonst gab es untereinander keinerlei Agressivität, mal von etwas wilderen Jagdspielen abgesehen. Also gespielt haben sie miteinander, gekuschelt hat er mit uns und sie hat sich hin und wieder paar Streicheleinheiten abgeholt... so ging das ganze drei Jahre lang gut.
Meine Freundin und ich haben uns nun im Jänner getrennt. Sie ist kurzfristig ausgezogen und ich blieb für zwei Monate mit beiden Katzen in der gemeinsamen Wohnung und suchte mir eine neue Bleibe. In dieser Zeit fiel mir zum ersten Mal auf, dass Kalithea beim Spielen doch etwas agressiver Zeus gegenüber wurde. Oft hat sie ihn hinter eine Spielekonsole gedrängt und dann wie verrückt auf selbige draufgeschlagen und ihn somit nicht mehr rausgelassen. Das war dann auch der Zeitpunkt in dem Zeus angefangen hat Kalithea anzufauchen (ich hatte ihn in 3 Jahren nicht ein einziges Mal fauchen gehört).
Nach den zwei Monaten zog ich dann aus und meine mitlerweile Ex-Freundin wieder ein. Die Katzen sollten auf jeden Fall zusammen in der Wohnung bleiben (große Wohnung mit viel Freiraum, zwei Terassen und und... also für ne Wohnungskatze ein Paradies). Ich erzählte meiner Ex von meinen Beobachtungen und sagte ihr sie solle weiterhin ein Auge auf das Verhalten haben. Wenn es schlimmer werden würde, wäre ich bereit Kalithea zu mir zu nehmen.
Nach einem Monat bekam ich dann einen Anruf ich solle bitte Kalithea zu mir nehmen. Sie wurde in diesem einen Monat wesentlich agressiver. Auf Zeus ging sie immer wieder los. Er war mitlerweile so verstört, dass er sich stundenlang nicht hinter dem Wandverbau hervorgetraut hat. Auch seine Geschäfte verrichtete er mitlerweile dort hinten aus Angst hervorzukommen. Am letzten Tag vor dem Anruf wurde es so schlimm, dass meine Ex Zeus spontan zu ihrer Mutter gebracht hat weil sie dachte die beiden bringen sich um. Des weiteren hat Kalithea plötzlich angefangen Möbelstücke zu zerstören. Ich weiß nicht genau was alles in diesem einen Monat passiert ist, aber ich weiß wie sehr meine Ex beide Katzen liebt und es muss wirklich schlimm und aussichtslos gewesen sein, sonst hätte sie sich nicht von Kalithea getrennt.
So nun habe ich die Maus seit drei Wochen bei mir und sie ist eine absolute Prinzessin. Die ersten Tage ist sie mir auf Schritt und Tritt hinterher gelaufen. Sie kommt schmusen und sowie ich sie angreife schnurrt sie... ich erkenne dieses Tier nicht wieder. An die neue Wohnung hat sie sich schnell gewöhnt und hat sofort die Toilette angenommen und auch gefressen. Ich beschäftige mich so viel mit ihr wie es mir möglich ist und ich denke das genießt sie auch.
Ich weiß nicht in wie weit ich hier menschliches Denken hineininterpretiere aber ich denke sie hat mich einfach vermisst und protestiert. Durch unsere unterschiedliche Art mit den Katzen umzugehen (ich habe sie als Tiere behandelt, für meine Ex waren sie ein wenig der Kinder-Ersatz) war Kalithea meiner Meinung nach etwas mehr auf mich bezogen, Zeus wiederrum auf meine Ex. Warum sie nach drei Jahren so agressiv wurde kann ich nur vermuten. Vielleicht war es eine Art Eifersucht. Als noch zwei Menschen in der Wohnung waren, war immer einer "frei" selbst wenn der andere sich gerade um Zeus gekümmert hat, das war dann durch die Trennung weg... wie gesagt keine Ahnung in wie weit ich die Tiere hier vermenschliche
Der eigentliche Grund warum ich das hier alles schreibe ist der, dass ich jetzt wieder in der Situation bin zu entscheiden ob ich ihr einen Gefährten suche. Wie bereits geschrieben "Katzenliebe" ist ihr nicht wichtig, sie bräuchte nur wen zum spielen. Aber ich habe keine Ahnung ob das ganze dann nicht wieder so ausartet wie es mit Zeus geschehen ist, dass will ich ja der neuen Katze auch nicht zumuten. Dass es überhaupt drei Jahre lang gut funktioniert hat ist auch sehr der Gutmütigkeit von Zeus zu verdanken gewesen. Wenn da die neue Katze auch etwas mehr Temprament hat dann gute Nacht.
Was würdet ihr in einer solchen Situation machen?
