Hund aus dem Ausland .... :-(

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  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #1
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aurikelchen

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Einige Jahre lebten wir hier mit 3 Hunden (allesamt aus Spanien) glücklich und zufrieden: vor 3 Monaten dann das Drama unser Leon musste über die Regenbogenbrücke gehen und es herrschte hier große Trauer. Bei mir war zusätzlich das Gefühl "es ist nicht mehr komplett" und kurz darauf sah ich bei "Herztier" (woher unsere 3 ursprünglich auch adoptiert wurden) Calcetines und ich war gleich hin und weg. Nach der Beschreibung und allem nur das Gefühl: der passt zu uns und zu unseren Hundemädels! Dann kam jedoch zuerst eine Mail: Calcetines ist bereits vermittelt! Das habe ich dann so hingenommen und auch nicht weiter "gesucht"! Dann vor gut 3 Wochen kam erneut eine Mail: die Vermittlung hat nicht geklappt: Calcetines ist wieder frei und dann gab es für mich kein Halten mehr: Schutzgebühr überwiesen, unsere Lebensumstände offengelegt, Wohnsituation, das noch 2 kleinere Hunde-Damen (8) hier leben .... Auf eine Kontrolle wurde verzichtet, da wir "Herztier-Kunden" sind!
Letzten Samstag ging es dann los: auf nach Duisburg unseren Hund abholen: Stress pur: die Temperaturen und dann hatte der Transporter auch noch über eine Stunde Verspätung. Ich war wohl erstaunt, als Calcetines dann entladen wurde: er entsprach so garnicht der Beschreibung ängstlich, zurückhaltend, unterwürfig .... ganz im Gegenteil.
Nach 1 Stunde Fahrt waren wir dann "zuhause" und er durfte erstmal seinen Garten kennenlernen! Er benahm sich, als wäre er nie woanders gewesen. Dann haben wir unsere Hundemädels dazu geholt damit sie sich erstmal beschnüffeln, kennenlernen, spielen können ....
Was dann kam, war so blitzartig ... unsere Podenco-Mix-Hündin war recht reserviert (evtl. aufgrund seiner Größe) obwohl sie sonst recht aufgeschlossen ist, ob 2 oder 4-Beiner, denn sie hat noch niemals schlechte Erfahrungen gemacht. ER schnüffelte kurz an ihr und sie "grummelte" kurz um ihn auf Abstand zu halten und ER griff direkt an und ritzte ihr eine große tiefe Wunde in den Rücken! Mein Mann ging dazwischen wer weiß, was sonst noch passiert wäre.

Ende vom Lied: am Sonntag konnte man erst sehen, wie heftig die Verletzung wirklich war und wir sind mit unserer Hündin dann gleich in die Tierklinik gefahren, wo sie versorgt wurde. Der behandelnde Arzt meinte gleich: sie werden die Hunde nie aus den Augen lassen können, ER weiß jetzt wieviel Macht und Kraft er hat und es wird wieder passieren.

Herztier e.V. reagierte für mich völlig unverständlich: erst einmal garnicht (ungewöhnlich, wenn ein Transporter voller Tiere untergebracht wurde) und dann telef. kam: dann halten sie ihn erstmal getrennt von den anderen beiden, wir suchen dann eine Pflegestelle, aber das kann dauern denn es ist Urlaubszeit und zudem wird das schwierig, wenn er sich mit anderen Hunden nicht versteht. Dann einen Tag spät: ich soll versuchen für ihn einen Platz im Tierheim zu finden, für deren Kosten sie natürlich aufkommen würden. Und kurz darauf dann die Abgabeerklärung und die Klarstellung "das Tierheim übernimmt ihn ganz und ist ab jetzt für die Vermittlung zuständig"!

Mir fehlten die Worte und es tat unglaublich weh, ihn dorthin bringen zu müssen: sozusagen von einem Tierheim (Spanien) ins nächste (Deutschland) und dafür die ganzen Strapazen!

Und ich "hänge in der Luft": musste (auf deren Anweisung) den Hund wegbringen, habe 350 Euro Schutzgebühr bezahlt, bis jetzt 100 Euro Tierarztkosten und 150 Euro Abgabegebühr beim Tierheim .....

Das hat doch mit Tioerschutz nichts mehr zu tun: für mein Gefühl ist das doch Abzocke?????

LG
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-(

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  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #2
Wieso Abzocke? Das kann passieren.

Ihr holt euch einen Hund, denn ihr niemals zuvor gesehen habt live und habt euch auf eine Beschreibung verlassen... und dann gebt ihr den Hund direkt ins Revier der anderen Beiden und lasst sie zeitgleich dazu und dann hat es geknallt.
Das die Damen und Herren dir jetzt keinen Ersatz aus den Hut zaubern können wundert mich nicht.

Man kauft aus dem Ausland oder Tierschutz doch immer Hunde aus dem Sack, man muss das Tier eben live kennenlernen und einschätzen lernen.

Wie schwer waren die Verletzungen des Tieres denn, wenn du sie erst 1 (!) Tag später entdeckt hast? Hätte man nicht versuchen können mit dem Hund zu üben/ trainieren/ Organisation und Timing anstatt gleich ins Tierheim?
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #3
Huhu,

es ist immer schwer, den Charakter eines Tieres einzuschätzen, wenn es im Tierheim sitzt (egal in welchem). Zum einen können sich die Leute vor Ort meist nicht mit jedem Tier derart intensiv beschäftigen, zum anderen ist das eine stressige Situation für den Hund. Manche Hunde ziehen sich da in sich zurück, andere zeigen Kampfverhalten, um zu überleben. Beides muss sich aber nicht zwangsläufig im neuen Zuhause fortsetzen.
Von daher finde ich es nicht unbedingt verwunderlich und würde der Orga auch nicht unbedingt die Schuld geben, wenn sich der Hund dann bei euch anders verhält als dort. Zumal man den Stress von dem Transport auch nicht außer Acht lassen sollte.

Aus Sicht des neuen Hundes kann ich die Reaktion auch verstehen. Er ist massiv gestresst, mit den Nerven am Ende, alles ist neu. Dann kommt ein fremder Hund daher und droht ihm. Bei dem, was er vermutlich zuvor gelernt hat, hat er nur einen Ausweg gesehen: Verteidigen. Deswegen sollte man sich auch besser auf neutralem Terretorium treffen, wobei das hier vll nicht unbedingt was geändert hätte.

Dass man den Hund allerdings nie wieder mit anderen zusammenlassen kann halte ich für Quatsch. Eine solche Vorhersage lässt sich zu dem Zeitpunkt schlicht nicht treffen. Auch, dass er nun die Macht verschmeckt hätte, nunja...
Das Problem hätte sich vielleicht mit etwas Zeit, Geduld und Training lösen lassen.

Die Reaktion der Orga kann ich auch verstehen. So wie ich deinen Post lese habt ihr dort ja angerufen, um den Hund zurückzugeben. Nunja, was sollen sie machen? Wenn es keine freie Pflegestelle in Deutschland gibt, kann der Hund nirgends anders hin. Eigentlich können die froh sein, dass sich ein TH bereit erklärt hat, den Hund zu nehmen. Denn die Reste von schief gegangenen Auslandsvermittlungen aufzunehmen macht die auch nicht unbedingt happy.

Ich versteh aber auch, dass ihr nach dem Vorfall Angst um eure vorhandenen Hunde habt.

Vielleicht noch so als allgemeinen Tipp: Wenn der Hund schon einmal wegen schief gegangener Vermittlung zurückgegeben wurde – nachfragen, was da schief gelaufen ist. Vielleicht lags auch am anderen Hund? Oder an was ganz anderem? Wäre auf jeden Fall immer interessant zu wissen, wenn man den Hund aufnehmen will.
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #4
Das er ins Tierheim soll war eine Anweisung der Organisation!

Die Verletzung habe ich nicht erst 1 Tag später gesehen: am Sonntag konnte man erst sehen, wie tief der Biß wirklich war und alles entzündet!

Das war unser 4. Hund von dieser Organisation und zum 1. Mal ist es so eskaliert: ich hatte ja nicht damit gerechnet das "unterwürfig, ängstlich, liebevoll ..." SO ausgelegt werden kann!
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #5
Wie gesagt - im TH kann der Hund genau so wie beschrieben gewesen sein ;).
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #6
Auch Hunde müssen sich akklimatisieren und vergesellschaften.
Das was passiert ist, kann immer und mit jedem Hund bzw. Zuwachst passieren und man packt in meinen Augen auch nicht einfach einen völlig unbekannten Hund in eine bestehende Gruppe.
Er wird schon direkt quasi gezwungen tachlis zu reden ;)

LG HM
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #7
Hi,

Also ich bin Notpflegestelle für den Verein geworden und wenn ich nicht gerade einen Urlaubshund (gehört einer der Mitglieder von Herztier) hier hätte, wäre der Bursche wohl zu mir gekommen.
Und mal ganz ehrlich: gerade wenn gerade ein ganzer Schwung Hunde angekommen ist, da steckt ja auch sehr viel Organisation hinter, dauert es nun mal, weil die Pflegestellen gerade alle wieder voll wurden und die Organisatoren dann auch mal durchatmen wollen. Die Vereinsmitglieder machen das alles in ihrer Freizeit und unentgeltlich!
Ich habe mir den Hund mal angeschaut und da steht nichts von ängstlich, unterwürfig und zurückhaltend.... Zumal du sagst, dass ihr zwei kleine Hündinnen habt?! Calcetines ist ein großer Hund und Podencos haben nun mal eine sehr dünne Haut. Dass da Wunden schnell mal tiefer gehen oder überhaupt entstehen, geht da echt fix.
Noch dazu kommt, dass er gerade einen langen Transport hinter sich hatte. Wenn du 20h mit dem Bus fährst, zusammengefercht mit 50 anderen Menschen, bist du müde und reizbar, weil du dich nicht groß bewegen konntest. Nun, dann ist er aus seiner gewohnten Umgebung gerissen worden, der lange Transport, eine weitere Autofahrt und eine neue Umgebung, neue Hunde usw.
Eine Zusammenführung macht man anders. So wie ihr es gemacht hat, kann es gut gehen, aber wie man sieht auch vollständig nach hinten los gehen. Ich habe im Tierheim und auch hier Zuhause schon einige Zusammenführungen gemacht und dabei auch als vollkommen unverträgliche Hunde mit anderen vergesellschaftet.
Ein Tierarzt, der nicht mal den Hund selbst, sondern nur euren verletzten Hund sieht, kann unmöglich eine Einschätzung geben.
Mein Urlaubshund und meine Hündin haben hier auch ordentlich die Fetzen fliegen lassen eine Woche lang. Jetzt liegen sie zusammen im Körbchen, spielen viel und putzen sich gegenseitig die Öhrchen <3 Es war kein einfacher Weg, aber nun sind sie beste Freunde fürs Leben.
Nächstes Wochenende steht die nächste Vergesellschaftung an, wenn der Urlaubshund weg ist und ein neuer Pflegi einzieht. Es wird sicherlich anfangs wieder stressig bis die Fronten geklärt sind, aber wenn ich hinterher sehe, dass es klappt und die Hunde ausgelassen miteinander spielen und miteinander kuscheln, ist der Stress weg.

LG
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #8
Hallo,

als auch schon "Herztier-Kundin" will ich auch mal senfen. :)

Ich verstehe einerseits deine Aufregung, andererseits stelle ich mir ein paar ganz wichtige Fragen:

1. Warum holt ihr euch einen Hund, den ihr nicht kennt und der sogar schon mal zurück kam nach der Vermittlung, einfach blind nach DE ohne euch vorher Gedanken zu machen (und das auch mit der Orga durchzusprechen) was passiert, wenn es eben nicht klappt?

2. Wie genau wurde denn jetzt festgestellt, dass der Hund nichz verträglich ist und nicht bei euch bleiben kann? In welchem Ausmaß hat er denn weiter Aggressionen gezeigt? Oder habt ihr ihn nach ein paar Tagen schon weggebracht ohne die Situation nochmal zu durchdenken und zu optimieren?

3. Was erwartest du denn an Beschreibungen von einem Hund aus einem Tierheim im Ausland? Die Tiere leben in großen Grupen, sind dauer gestresst und extrem "verhaltensblockiert", d.h. ist der Hund erstmal iwo neu, zeigen sich logischerweise vollkommen neue und teilweise auch vollkommen gegensätzliche Verhaltensweisen. Das ist vollkommen normal und hat nichts mit Fehleinschätzung oder sont was zu tun! Wenn ihr bisher immer die Exemplare "Hier bin ich, hab mich lieb." bekommen habt, hatte ihr einfach Glück! ;)

Ich hab hier auch gerade seit knapp zwei Monaten "eine Blindbestellung" sitzen. Mit Extrapaket "geistig nicht auf der Höhe und auch in Spanien schon ein Extremfall". Und? Ich hab mir eben Gedanken gemacht, gemeinsam mit der Orga. Was passiert im worst case, was wäre dann möglich und wie soll es dann weitergehen? Ich hab mich auf alles eingestellt, was mir gesagt wurde, sber immer im Hinterkopf habend, dass auch nichts so sein kann, wie es in Spanien war. Und ja, viele Sachen sind gar nicht da, andere Sachen sind neu aufgetaucht, aber alles in allem habe ich bekommen, was man mir versprach "einen Podenco mit Knall". ;)

Die erste Begegnung mit meinen Hunden war friedlich. Die ersten Tage auch. Und dann hat es auch ein paar mal geknallt. Und? Das ist normal. Hundegruppen müssen sich sortieren. Und ja da kann auch mal Blut fließen im Zweifel. Aber dann muss man eben analysieren, was der Grund war und dann gezielt gegen arbeiten. Und beurteilen, ob Hopfen und Malz verloren sind, kann man dann nach ein paar Wochen, aber ganz sicher nicht nach ein paar Tagen.

Schade für den Hund, schade für den Auslandstierschutz und schade für euch...:(

Herztier würde ich an dieser Stelle, wenn überhaupt, lediglich vorwerfen, dass sie euch nicht genauer kontrolliert haben, nur weil ihr schon drei Herztierhunde hattet und eben nicht genauer gefragt haben, was ihr erwartet, wollt und wünscht...alles andere ist ganz normal, wenn man sich einen Hund aus dem Ausland nach Hause holt und eben nicht weiß, was man sich da holt...
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #9
Ich hab auch eine "Auslandshündin" und arbeite nun 1.5 Jahren mit ihr um div. Unstimmigkeiten auszuglätten. ICH MACHE ES GERNE und freue mich über jeden gemeinsamen Erfolg. Es gibt bei uns keine Druck, keinen Zwang, alles ganz easy... Heute kommunizieren wir fast verballos. ... Es wird Sachen geben die sie wahrscheinlich nie ganz ablegen wird, aber auch das sehe ich gelassen, solange diese meinen Hund nicht gefährden, isses mir egal....
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #10
So ganz okay finde ich das Verhalten der Orga dennoch nicht, auch auf deren Seite wäre es meiner Meinung nach Pflicht gewesen im voraus abzuklären was in solchen Fällen passieren soll.
Egal aus welchen Gründen kann es immer mal wieder sein, dass ein Hund nicht in die neue Familie passt und deswegen (schnell) wieder abgegeben wird. Da können sie sich nicht einfach auf die Tierheime vor Ort verlassen.
Was wurde außerdem gemacht, als der Hund aus der ersten Vermittlung zurückkam, da haben sie ihn ja offenbar noch zurück genommen?

Zu einer guten Vermittlung gehört es eben auch für solche Fälle einen Plan im Ärmel zu haben, den Hund dem Tierheim aufs Auge drücken zu wollen und dann noch sämtliche Kosten über die potenzielle Familie abzurollen finde ich einfach nicht in Ordnung. Auf diese Weise lässt man betreuungsmäßig für mein Empfinden sowohl die Familie als auch den Hund im Stich.

Wenn die Organisation die Schutzgebühr nicht zurückzahlen möchte, ist dass durchaus in Ordnung. Letztendlich sind auch die Schutzverträge nichts weiter als Kaufverträge und man hat als Kunde nunmal kein "Recht auf Umtausch" - zumindest nicht wenn eine einwandfreie "Ware" geliefert wurde.
Jedoch gehört der Hund nach einem Kauf rein rechtlich gesehen euch und die Organisation kann euch nicht zwingen gegen Selbstkosten den Hund in ein Tierheim zu geben, in diesem Fall hättet ihr durchaus auch selbst eine Weitervermittlung übernehmen können.

Letztendlich finde ich, dass da auf beiden Seiten Fehler gemacht wurden und ich kann einerseits verstehen, dass die Organisatin nicht weiß wie sonst mit der Situation umgehen soll und andererseits kann ich auch euch verstehen, dass ihr euch irgendwie abserviert vorkommt und euch der bloße Versuch diesen Hund aufzunehmen nun mehrere hundert Euro gekostet haben.
Das ist wirklich eine schwierige Situation.
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #11
Also, wenn das bei mir mit Marte nicht geklappt hätte, wäre ich trotzdem auch erstmal "aufgeschmissen" gewesen.

So schnell eine neue PS zu finden für einen (angeblich) aggressiven Hund ist sicher nicht die leichteste Übung und der Hund soll ja nicht zum Wanderpokal werden, weil eine PS nach der nächsten ihn nicht händeln kann. Ich denke, wenn ich massive Probleme mit der Verträglichkeit gehabt hätte bei Marte, wäre der einzige Weg (sofern ich mich geweigert hätte ihn einfach getrennt von den anderen zu halten) im Zweifel auch ein TH oder eine Pension gewesen. Und darüber habe ich auch mit der Orga gesprochen und wir waren uns einig, dass das Mist ist, aber im Zweifel die Notlösung.

Wie gesagt, man sollte halt vorher miteinander reden und sich nicht als Orga auf Stammadoptanten als ultimative Alleskönner verlassen bzw. als Adoptant einfach davon ausgehen, dass man immer "Hier bin ich, hab mich lieb"-Hunde bekommt, wenn man den Direktimport wählt...:roll:
 
  • Hund aus dem Ausland .... :-( Beitrag #12
Ich habe mich die Tage mal mit jemandem aus dem Team des Vereins über diesen Vorfall unterhalten und leider war es zu dem Zeitpunkt so, dass die Pflegestellen entweder gerade frisch belegt worden waren oder im Urlaub. Wie gesagt, ich bin Notfallpflegestelle für den Verein und auch ich war gerade "belegt". Es war leider auch nicht der einzige Fall, wo die Leute über Nacht den Hund wieder weggeben wollten/mussten. Außerdem passt auch nicht jeder Hund in jede Pflegestelle.

Seit einer Woche habe ich einen Hund bei mir untergebracht, der in der ersten Stelle vom Ersthund nicht akzeptiert wurde, dann ging er nach zwei Tagen in die nächste Stelle, wo er nach den Leuten geschnappt hat und das ging eine Woche lang so weiter. Immer wieder wurde er von Haushalt zu Haushalt bzw. PS zu PS gereicht und keiner konnte mit seinem "Schnappen" umgehen. Dabei ist es ein sehr geringes Problem. Er ist in keiner Weise aggressiv oder böse. Ganz im Gegenteil will er gefallen und sobald ich in der Stimme etwas böse werde, liegt er auf dem Boden und macht sich klein. Er kennt offenbar keine Grenzen und muss das nun lernen. Die vorherigen PS wussten alle davon, dass er schnappt (bis auf die zweite, weil er das in der ersten Stelle nicht gemacht hatte) und meinten, dass sie damit umgehen könnten. Tja. Dem war nicht so. Fünf Stellen in sieben Tagen, eine Woche Pension und nun seit einer Woche bei mir, wo er endlich mal ankommen darf und sich im Zusammenleben sehr pflegeleicht zeigt. Nur draußen ist sein Jagdtrieb übel, aber perfekt gibt es nicht ;)

Wer sich einen Hund aus dem Ausland holt, muss immer damit rechnen, dass er eine Baustelle hat. Zu erwarten, dass die Hunde nach der langen Fahrt alle total ausgeglichen und entspannt sind, in einer neuen Umgebung, sollte seine Einstellung ganz schnell verändern. Ich weiß wie gestresst meine Hündin nach nur drei Stunden gewesen ist... Zum Rest habe ich dir bereits was geschrieben!
 
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