- Meine Anfängererfahrungen.. Beitrag #1
L
Lesya
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Hallo!
Ich würde hier gerne meine Erfahrungen der ersten Reitstunden mit euch teilen und immer wieder Tipps von euch einholen, man lernt ja nie aus..
Ich war damals schon mal kurz reiten, habe aber vollends keine Erinnerungen mehr daran, ausser dass ich mal runtergefallen bin.. Da mir damals von meiner (unglaublich motiverenden - nicht) Mutter gesagt wurde, dass das mit dem Reiten alles eh nie was werden würde, das alles eh zu teuer ist,ich das eh nie durchhalte und ich damals leider etwas leichtgläubig war, war das Thema danach für mich abgehakt.. Zwar fand ich Pferde weiterhin wunderschön, aber es gab zuviele Hintergedanken.. Irgendwann später lernte ich dann meinen Ex-Freund kennen, der mir nach und nach mein Selbstbewusstsein nahm - das ist aber ein anderes Thema. Nun wohne ich seit 5 Jahren alleine und kann mich langsam motivieren wieder an irgendetwas zu glauben und irgendetwas zu wollen und jedes Jahr etwas neues dazulernen zu wollen. Dieses Jahr hab ich mir gleich 2 Sachen vorgenommen (wovon leider schon wieder die Motivation für das erstere fehlt) und das ist eine neue Sprache lernen (schwedisch) und reiten lernen. Jedenfalls so, dass ich sagen kann, ich würde drauf sitzen bleiben können. Nachdem ich das einer Freundin erzählte und diese mir gleich alle meine Sorgen mit "oh man, was fürn quatsch, mach einfach", was mir natürlich nicht viel half, abgetan hatte, war meine Motivation zwar wieder weg, der Reiz jedoch nicht. Ich habe dann nach Reitschulen in der Nähe geschaut und nach einigem suchen auch eine gefunden.
Schon am Telefon kam mir der Reitlehrer irgendwie merkwürdig vor, was mich selbstverständlich, wie könnte es auch anders sein, wieder zweifeln lies. Er sagte mir, ich solle Stiefel/Stiefeletten mitbringen und eine enganliegende Hose anziehen. Mehr würde ich nicht brauchen. Helm gibts dort für den Anfang. Meine erste Reitstunde begann dann am 19.06. diesen Jahres. Seitdem bin ich jede Woche 1x dort.
Der erste Tag war schon einfach unendlich merkwürdig. Er begrüßte mich gar nicht richtig, lief danach einfach weiter, lies mich dort stehen, zeigte mir den Hof nicht. Als er dann wiederkam, lief ich ihm einfach hinterher in die Sattelkammer. Er sagte, dass wir ein bestimmtes Pferd holen würden und gab mir dann die Trense in die Hand und sagte, ich solle ihm folgen. Wir gingen dann zu Stallungen die nach hinten auf einen Reitplatz hinaus"schauten" und er holte einen Fuchs heraus. Er war - meiner erfahrungslosen Meinung nach - reichlich groß. Zuerst zeigte mir der Reitlehrer nur, wie man sattelt etc, putzte vorher nur einmal drüber und war dann fertig. Er erzählte mir kurz, dass "A." (Pferdename schreib ich hier mal nicht ganz aus, damits anonymer bleibt, hoffe das ist ok) eigentlich ein Springpferd ist, welches auch schon öfter einfach über Zäune gesprungen ist und eigentlich garkein reines Anfängerpferd sei. Das munterte mich wirklich unglaublich auf..... Nungut, er ging dann mit dem Pferd vor (bzw. ich daneben) in die Halle und sagte mir, ich solle erstmal ein paar Runden mit ihm laufen.. Um mich selbst zu beruhigen, redete ich eine Runde leise mit dem Pferd..
Er half mir dann beim aufsteigen und lies A. erstmal ein paar Runden an der Longe herumlaufen.. Sofort zeigte sich wohl schon mein erstes Problem. Mein Rücken. Ich saß wohl ziemlich schrecklich da. Ich dachte mir schon, dass ich üben muss, gerade zu sitzen, aber dass es so schlimm war, war schon komisch. Vor allem war es komisch für mich, dass wirklich ICH das PROBLEM war. Aber es ist ja ein lösbares. Er zeigte mir, wie ich meine Hände bzw. die Zügel halte, und dass ich das Pferd dauerhaft treiben muss. (Hierzu schonmal die Frage - ist das jetzt nur im Training und bei seinen Pferden so oder ist das eig. IMMER so?) Links - rechts - links - rechts, immer wenn die rechte Schulter hinten ist, muss ich auch rechts treiben. Wie gut, dass ich so unglaublich multitaskingfähig bin und schonmal bei sovielen Sachen einfach GAR nicht mehr klarkam. Grade sitzen, schultern zurück, rechts links rechts links, gerade sitzen, gerade aus gucken, rechts links.. usw.. es war schrecklich
Gleich nach der ersten Reitstunde war ich überzeugt davon, dass ich das niemals hinkriege. Wir haben dann A. fertig für die Box gemacht, einen neuen Termin ausgemacht und ich bin gegangen.
Die restlichen Reitstunden liefen mal besser und mal schlechter. Ich war danach noch einmal an der Longe, sonst immer frei mit dem Pferd. Meine Rückenhaltung wurde offenbar viel besser, er lobte noch einmal, dass es viel besser geworden ist, danach wurde nur noch, wenn überhaupt, kurz darüber gesprochen. Mein links-rechts-links-rechts Problem besteht auch heute noch.
Ich hatte viele Probleme damit, das Pferd wirklich beim laufen zu halten, weil ich zu sehr dadurch verunsichert wurde, dass "L." immer langsamer wurde und dann blieb sie auch schon stehen. Das wieder "zum laufen bekommen" ist offenbar auch schwerer als gedacht. Ich gehe wohl immer zu viel mit dem Körper nach vorne, als nur mit den Händen und habe nicht immer sofort getrieben, wodurch L. einfach stehen geblieben ist. Sie ist wohl auch eine eher "gechillte" Persönlichkeit und sobald sich die Situation ergibt, kann man ja mal stehen bleiben. Wie ihr erkennt, hatte ich noch ein anderes Pferd. Die ersten 2 Reitstunden war es A. danach immer L. ("Punkt?"schimmelstute, der wohl auch schon einiges passiert ist.. :/).
Vorletzte(oder vorvor?) Stunde sollte ich sogar L. schonmal alleine aus der Box holen und schonmal anfangen sie zu putzen. War ein super Gefühl. Sie drehte mir zwar erstmal den Po zu, habe sie dann aber doch überzeugen können, mit mir zu kommen und es hat alles super geklappt.
Die letzte Stunde letzten Freitag lief aber - nicht so wie alle anderen Reitstunden - echt gut, jedenfalls meiner Meinung nach. Mir wurde vorher schon gesagt, dass es diesmal nicht L. wird. War ein komisches Gefühl, da man sich ja schon daran gewöhnt hatte. Mir wurde gesagt, es wird wieder A. sein und da ich immer so früh da bin, könne man alles (also satteln etc.) alles ganz in Ruhe machen und mir nochmal zeigen. Ich mir dann mit einer Frau in die Sattelnkammer, habe alles mitgenommen und bin zu A. Sie hat mir nochmal genau gezeigt, nachdem sie ihn aus der Box holte, wie ich putze, nicht nur das Fell, sondern auch an den Hufen den "Dreck" abputze, die Hufe nehme und auskratze (das muss ich aber wohl noch öfter üben^^) und den Sattel aufsetze. Auch hat sie mir gezeigt, wie genau ich die Trense anlege. Das durfte ich vorher noch nicht
.. Als es dann soweit war, hab ich dann leider in der Halle zur "Leiter" hin A. zu nah geführt und keinen großen Kreis gemacht, aber danach lief es besser als sonst. Ich saß auf, zeigte ihm er solle loslaufen und es hat sofort geklappt!!!!
Er ist direkt losgelaufen!! Ich hab mich so gefreut. Die ganze Stunde lang ist er auch nicht 1x stehen geblieben!! Das war auch das erste mal!! Den Reitlehrer lies das wohl eher kalt, er hat mich nicht einmal deswegen gelobt oder sonst was, aber ich weiß ja, dass es ein 2 maliges Erfolgserlebnis für mich war. Ich sollte dann zwischendurch, was ich vorher noch nicht sollte, diagonal durch die Halle zu bestimmten Punkten.. das hat noch nicht immer so super geklappt, aber es war auch nicht richtig schlecht. Ich war damit zufrieden. Leider kam am Ende ein Mädchen mit in die Halle mit einer Freundin und einem Pferd, welche ich nicht sonderlich leiden kann, aber trotzdem ist alles ganz gut weitergelaufen - soll sie halt denken was sie will. Ich sollte, weiß gar nicht mehr aus welchem Grund, dann so gut wie die ganze Stunde ohne Steigbügel treiben.. ihr könnt euch die Schmerzen vorstellen.. aber es war eine gute Erfahrung und nachdem ich dachte, dass mir meine Beine sicher gleich absterben, hatte ich mich auch daran gewöhnt. Als die Stunde dann zuende war, sollte ich absteigen und auf dem seitlichen Ausgang raus, weil A. da noch bei einer nächsten Reitstunde mitlaufen sollte. Ich hielt ihn, obwohl die neue Reiterin schon da war, noch fest (worauf sie sich bedankte und sage, sie könne das auch, ich das aber verneinte
) und streichelte ihn etwas, weil er ja so lieb war diese Stunde. Danach bin ich dann heim. Bin gespannt wie es diesen Freitag wird.
Ich muss sagen, dass ich am Anfang auf A. nicht richtig fühlen könnte, mann ich rechts und links treiben muss, durch L. wurde es dann besser, weil sie so nen dicken Bauch hat, aber ich muss sagen, dass es auf A. die letzte Stunde eigentlich auch super geklappt hat. Klar, ich komme immernoch aus dem Takt, aber hey, wer ist perfekt.
Meiner Freundin, die alle nur als Quatsch abgetan hatte, habe ich bis jetzt noch nicht klar erzählt, dass ich Stunden nehme. Sie scheint es auch nicht besonders zu interessieren. Ich habe gott sei dank noch ein paar andere Leute, die immer versuchen mich aufzubauen, wenn mal eine Reitstunde total scheiße läuft oder sich total mit mir freuen, wenn es gut gelaufen ist. Mein Problem ist auch weiterhin, dass mir dort Leute zuschauen und ich dann immer denke, dass diese über mich reden und ich da nie jemanden finden werde, mich dem ich mich austauschen kann. Ein paar "ältere" Frauen kenn ich dort schon, aber das wars auch. Mein Reitlehrer sagte mir auch, dass ich es ablegen sollte, so komplett negativ zu sein. Dass das ein riesen Problem von mir ist, wusste ich aber leider schon. Mein Glas ist immer halb leer. Ich mache sicher alles falsch. Was ist wenn ich wieder was falsch mache? Wenn alle lachen? Wenn er sich denkt dass ich blöd bin und das nie schaffe und mir am Ende sagt, ich solle es lieber sein lassen? Oder dass er es nur nicht tut, weil er da ja Geld für bekommt? Werde ich je mit Trab "anfangen" wenn ich jetzt schon so schlecht bin? Oh man.
Der Reitlehrer ist ein merkwürdiger Mensch. Er erklärt alles ziemlich gut, allerdings ist er manchmal sehr streng, schreit auch mal rum. Man kann jedoch auch ruhig "frech-witzig" antworten und zur Not ignoriert er es einfach. Er ist sehr aufbauend, wenn er mal wieder merkt, dass heute wieder ein mehr-negativer Tag ist als sonst. Ich solle einfach machen, wenn etwas passiert, passiert halt was, na und? Aber ich solle nicht vorher dran denken. Mein Glas soll halb voll sein, er tut mir ja nichts, er wird aufpassen dass ich nicht runterfalle oder ich mir wehtue und er wird mich auch nicht anschreien (also halt richtig) oder sonst etwas. Das hat mir schon durch einige Stunden geholfen. Habe noch nie gedacht "was fürn a***". Er weiß wahrscheinlich einfach, wie er die Menschen behandeln muss. Manchmal weiß ich nur leider nicht genau, was er in den Stunden von mir will, wenn er sagt ich solle irgendwohin laufen.. und dann kommt nur "ja jez is auch zuspät", da fühl ich mich nen bisschen doof, aber darüber kann ich wegsehen und scherze machen.
Normal muss ich mich wohl ach nach einigen Stunden dort beim Verein anmelden. Davon hat bisher aber noch niemand gesprochen. Wieso frag ich mich? Wollen die erst warten, ob ich wirklich dabei bleibe? Bisher hatte ich 7 Stunden.
Und da ich ja eher unsicher bin, würde ich vielleicht, wenn das Sinn macht, üben. Vielleicht mit einer RB. Aber macht das denn schon Sinn? Ich kann ja kaum etwas und so wie ich reite, vielleicht ist das noch nicht wirklich gut, wenn ich das so auf anderen Pferden anwende? Weil ich noch manche Sachen zu ungenau mache etc? Und wenn eine RB, vielleicht mal fragen, ob auch eine RB auf einem Schulpferd möglich ist? DIe werden da ja offenbar alle halbwegs gleich geritten. So könnte ich mich auch an die Pferde an sich gewöhnen. Was denkt ihr darüber?
Am Samstag habe ich einen Termin für eine Pflegebeteiligung in einem Offenstall. Besseren Umgang mit Pferden möchte ich definitiv lernen, auch öfter. Mal sehen ob etwas daraus wird oder nicht.
So, das wars erstmal mit meinem Roman.. Habt ihr Ideen, wie ich mich verbessern könnte? Ist es schlimm, dass ich nicht "so schnell" lerne oder bilde ich mir nur ein, dass es nicht so schnell ist? Habt ihr Tipps?
Danke schonmal!
Ich würde hier gerne meine Erfahrungen der ersten Reitstunden mit euch teilen und immer wieder Tipps von euch einholen, man lernt ja nie aus..
Ich war damals schon mal kurz reiten, habe aber vollends keine Erinnerungen mehr daran, ausser dass ich mal runtergefallen bin.. Da mir damals von meiner (unglaublich motiverenden - nicht) Mutter gesagt wurde, dass das mit dem Reiten alles eh nie was werden würde, das alles eh zu teuer ist,ich das eh nie durchhalte und ich damals leider etwas leichtgläubig war, war das Thema danach für mich abgehakt.. Zwar fand ich Pferde weiterhin wunderschön, aber es gab zuviele Hintergedanken.. Irgendwann später lernte ich dann meinen Ex-Freund kennen, der mir nach und nach mein Selbstbewusstsein nahm - das ist aber ein anderes Thema. Nun wohne ich seit 5 Jahren alleine und kann mich langsam motivieren wieder an irgendetwas zu glauben und irgendetwas zu wollen und jedes Jahr etwas neues dazulernen zu wollen. Dieses Jahr hab ich mir gleich 2 Sachen vorgenommen (wovon leider schon wieder die Motivation für das erstere fehlt) und das ist eine neue Sprache lernen (schwedisch) und reiten lernen. Jedenfalls so, dass ich sagen kann, ich würde drauf sitzen bleiben können. Nachdem ich das einer Freundin erzählte und diese mir gleich alle meine Sorgen mit "oh man, was fürn quatsch, mach einfach", was mir natürlich nicht viel half, abgetan hatte, war meine Motivation zwar wieder weg, der Reiz jedoch nicht. Ich habe dann nach Reitschulen in der Nähe geschaut und nach einigem suchen auch eine gefunden.
Schon am Telefon kam mir der Reitlehrer irgendwie merkwürdig vor, was mich selbstverständlich, wie könnte es auch anders sein, wieder zweifeln lies. Er sagte mir, ich solle Stiefel/Stiefeletten mitbringen und eine enganliegende Hose anziehen. Mehr würde ich nicht brauchen. Helm gibts dort für den Anfang. Meine erste Reitstunde begann dann am 19.06. diesen Jahres. Seitdem bin ich jede Woche 1x dort.
Der erste Tag war schon einfach unendlich merkwürdig. Er begrüßte mich gar nicht richtig, lief danach einfach weiter, lies mich dort stehen, zeigte mir den Hof nicht. Als er dann wiederkam, lief ich ihm einfach hinterher in die Sattelkammer. Er sagte, dass wir ein bestimmtes Pferd holen würden und gab mir dann die Trense in die Hand und sagte, ich solle ihm folgen. Wir gingen dann zu Stallungen die nach hinten auf einen Reitplatz hinaus"schauten" und er holte einen Fuchs heraus. Er war - meiner erfahrungslosen Meinung nach - reichlich groß. Zuerst zeigte mir der Reitlehrer nur, wie man sattelt etc, putzte vorher nur einmal drüber und war dann fertig. Er erzählte mir kurz, dass "A." (Pferdename schreib ich hier mal nicht ganz aus, damits anonymer bleibt, hoffe das ist ok) eigentlich ein Springpferd ist, welches auch schon öfter einfach über Zäune gesprungen ist und eigentlich garkein reines Anfängerpferd sei. Das munterte mich wirklich unglaublich auf..... Nungut, er ging dann mit dem Pferd vor (bzw. ich daneben) in die Halle und sagte mir, ich solle erstmal ein paar Runden mit ihm laufen.. Um mich selbst zu beruhigen, redete ich eine Runde leise mit dem Pferd..
Die restlichen Reitstunden liefen mal besser und mal schlechter. Ich war danach noch einmal an der Longe, sonst immer frei mit dem Pferd. Meine Rückenhaltung wurde offenbar viel besser, er lobte noch einmal, dass es viel besser geworden ist, danach wurde nur noch, wenn überhaupt, kurz darüber gesprochen. Mein links-rechts-links-rechts Problem besteht auch heute noch.
Vorletzte(oder vorvor?) Stunde sollte ich sogar L. schonmal alleine aus der Box holen und schonmal anfangen sie zu putzen. War ein super Gefühl. Sie drehte mir zwar erstmal den Po zu, habe sie dann aber doch überzeugen können, mit mir zu kommen und es hat alles super geklappt.
Die letzte Stunde letzten Freitag lief aber - nicht so wie alle anderen Reitstunden - echt gut, jedenfalls meiner Meinung nach. Mir wurde vorher schon gesagt, dass es diesmal nicht L. wird. War ein komisches Gefühl, da man sich ja schon daran gewöhnt hatte. Mir wurde gesagt, es wird wieder A. sein und da ich immer so früh da bin, könne man alles (also satteln etc.) alles ganz in Ruhe machen und mir nochmal zeigen. Ich mir dann mit einer Frau in die Sattelnkammer, habe alles mitgenommen und bin zu A. Sie hat mir nochmal genau gezeigt, nachdem sie ihn aus der Box holte, wie ich putze, nicht nur das Fell, sondern auch an den Hufen den "Dreck" abputze, die Hufe nehme und auskratze (das muss ich aber wohl noch öfter üben^^) und den Sattel aufsetze. Auch hat sie mir gezeigt, wie genau ich die Trense anlege. Das durfte ich vorher noch nicht
Ich muss sagen, dass ich am Anfang auf A. nicht richtig fühlen könnte, mann ich rechts und links treiben muss, durch L. wurde es dann besser, weil sie so nen dicken Bauch hat, aber ich muss sagen, dass es auf A. die letzte Stunde eigentlich auch super geklappt hat. Klar, ich komme immernoch aus dem Takt, aber hey, wer ist perfekt.
Meiner Freundin, die alle nur als Quatsch abgetan hatte, habe ich bis jetzt noch nicht klar erzählt, dass ich Stunden nehme. Sie scheint es auch nicht besonders zu interessieren. Ich habe gott sei dank noch ein paar andere Leute, die immer versuchen mich aufzubauen, wenn mal eine Reitstunde total scheiße läuft oder sich total mit mir freuen, wenn es gut gelaufen ist. Mein Problem ist auch weiterhin, dass mir dort Leute zuschauen und ich dann immer denke, dass diese über mich reden und ich da nie jemanden finden werde, mich dem ich mich austauschen kann. Ein paar "ältere" Frauen kenn ich dort schon, aber das wars auch. Mein Reitlehrer sagte mir auch, dass ich es ablegen sollte, so komplett negativ zu sein. Dass das ein riesen Problem von mir ist, wusste ich aber leider schon. Mein Glas ist immer halb leer. Ich mache sicher alles falsch. Was ist wenn ich wieder was falsch mache? Wenn alle lachen? Wenn er sich denkt dass ich blöd bin und das nie schaffe und mir am Ende sagt, ich solle es lieber sein lassen? Oder dass er es nur nicht tut, weil er da ja Geld für bekommt? Werde ich je mit Trab "anfangen" wenn ich jetzt schon so schlecht bin? Oh man.
Der Reitlehrer ist ein merkwürdiger Mensch. Er erklärt alles ziemlich gut, allerdings ist er manchmal sehr streng, schreit auch mal rum. Man kann jedoch auch ruhig "frech-witzig" antworten und zur Not ignoriert er es einfach. Er ist sehr aufbauend, wenn er mal wieder merkt, dass heute wieder ein mehr-negativer Tag ist als sonst. Ich solle einfach machen, wenn etwas passiert, passiert halt was, na und? Aber ich solle nicht vorher dran denken. Mein Glas soll halb voll sein, er tut mir ja nichts, er wird aufpassen dass ich nicht runterfalle oder ich mir wehtue und er wird mich auch nicht anschreien (also halt richtig) oder sonst etwas. Das hat mir schon durch einige Stunden geholfen. Habe noch nie gedacht "was fürn a***". Er weiß wahrscheinlich einfach, wie er die Menschen behandeln muss. Manchmal weiß ich nur leider nicht genau, was er in den Stunden von mir will, wenn er sagt ich solle irgendwohin laufen.. und dann kommt nur "ja jez is auch zuspät", da fühl ich mich nen bisschen doof, aber darüber kann ich wegsehen und scherze machen.
Normal muss ich mich wohl ach nach einigen Stunden dort beim Verein anmelden. Davon hat bisher aber noch niemand gesprochen. Wieso frag ich mich? Wollen die erst warten, ob ich wirklich dabei bleibe? Bisher hatte ich 7 Stunden.
Und da ich ja eher unsicher bin, würde ich vielleicht, wenn das Sinn macht, üben. Vielleicht mit einer RB. Aber macht das denn schon Sinn? Ich kann ja kaum etwas und so wie ich reite, vielleicht ist das noch nicht wirklich gut, wenn ich das so auf anderen Pferden anwende? Weil ich noch manche Sachen zu ungenau mache etc? Und wenn eine RB, vielleicht mal fragen, ob auch eine RB auf einem Schulpferd möglich ist? DIe werden da ja offenbar alle halbwegs gleich geritten. So könnte ich mich auch an die Pferde an sich gewöhnen. Was denkt ihr darüber?
Am Samstag habe ich einen Termin für eine Pflegebeteiligung in einem Offenstall. Besseren Umgang mit Pferden möchte ich definitiv lernen, auch öfter. Mal sehen ob etwas daraus wird oder nicht.
So, das wars erstmal mit meinem Roman.. Habt ihr Ideen, wie ich mich verbessern könnte? Ist es schlimm, dass ich nicht "so schnell" lerne oder bilde ich mir nur ein, dass es nicht so schnell ist? Habt ihr Tipps?
Danke schonmal!