Hunde haben eine sehr starke Magensäure (Ph-Wert 1), damit verdauen sie mühelos Fleisch und Knochen (und zwar weitestgehend ungekaut, denn Hund haben kaum Mahlflächen auf den Zähnen und können den Kiefer auch nicht nach links und rechts bewegen wie man es zum richtigen Kauen müsste).
Der Darm des Hunde ist allerdings (wie bei allen Fleischfressern) kürzer als bei einem Pflanzenfresser und auch nicht ganz so stark bemuskelt, weswegen größere Mengen an Pflanzenfasern dem Hund theoretisch im Darm zum Verhängnis werden können. Praktisch gesehen gibt man Hunden aber sogar große Mengen an Sauerkraut nach dem Verschlucken von scharfkantigen Gegenständen und dieses kommt meist auch (zusammen mit dem Fremdkörper) wieder heil aus dem Hund raus, ganz so dramatisch darf man das mit der Zellulose also auch nicht sehen.
Was die Marone angeht sehe ich das so, entweder die Magensäure löst sie schon in ihre Einzelteile auf, oder sie wird aufgrund ihrer runden Form einigermaßen unbeschadet durch den Darm rutschen und irgendwann am hinteren Ende wieder auftauchen.
Ich glaube ich würde den Hund erstmal beobachten und erst dann den Tierarzt konsultieren falls er in den nächsten Tagen oder Stunden folgende Symptome zeigt: Verdauungsprobleme jeglicher Art (vor allem Erbrechen und verminderter Kotabsatz), Appetitlositkeit, Unruhe und/oder Bauchschmerzen, sowie einen verhärteten Bauch.
Um zu verfolgen wo der Fremdkörper ist muss der Tierarzt entweder ein Röntgenbild (höchstwahrscheinlich mit Kontrastmittel) machen, oder einen Ultraschall (erfordert in dem Fall wahrscheinlich auch eine großflächige Rasur).
Dafür dass der Tierarzt den momentan symptomfreien Hund nur von außen betrachtet und dann "orakelt" ob die Marone feststecken könnte oder nicht braucht man aus meiner Sicht allerdings kein Geld ausgeben, vor allem nicht wenn es bisher nicht so aussieht als wenn der Hund Probleme hätte.
da er schon mal eine kompl. darmverstopfung hatte und ausgeräumt werden mußte.
Wäre der Tierarzt den du jetzt fragen würdest der gleiche der den Hund schon mal operiert hat?
Wenn der Darm mal geöffnet wurde befindet sich an dieser Stelle jetzt natürlich Narbengewebe welches vorkommende Speisen aufhalten könnte. Wenns der gleiche Tierarzt ist hat er aber sicherlich noch übersicht über den Fall, dann würde ich vielleicht mal telefonischen Rat einholen.
Was hatte denn damals den Darmverschluss ausgelöst und wie hat er sich geäußert?
ich wage kaum, ihm etwas zum essen zu geben
Was bekommt er denn normalerweise? Trockenfutter hat in der Regel verzögerte Verdauungszeiten und bleibt recht lange im Magen und im Darm (für einen Hund der generell Verstopfungsprobleme hat ist es daher eher nicht geeignet).
Zu einem guten Dosenfutter oder Frischfleisch würde ich einen guten Schuss Olivenöl zugeben, dann rutscht alles besser, auch die Marone
Alles in allem wünsche ich deinem Kleinen eine gute Verdauung und drücke die Daumen, dass alles gut geht (ich denke das wird schon).