Ich entnehme nichts dem Internet und schreibe frei.
Vor etlichen Jahren habe ich mich mal mit dem Thema
beschäftigt.
Woher weißt du denn, dass dein Hund keine Würmer in sich trägt, die durch das Mittel deiner Wahl einfach nicht abgetötet wurden?
Das sind schlicht die inaktiven Larven, die zu Würmern werden .
Diese und u.U. von außen aufgenommene Eier und Larven werden mit der nächsten Wurmkur erfasst.
Das Ganze liegt im Wurmkreislauf begründet, indem ein Teil der Larven sich zu Würmern entwickeln,
ein anderer Teil kapselt sich ab und verbleibt inaktiv im Hund.
Das wiederholt sich immer wieder, lebenslang.
Deutlich wird das bei der trächtigen Hündin.
Mit der Hormonumstellung in der Trächtigkeit der Hündin werden die ruhende Larven aktiviert,
später wird der Welpe über die Muttermilch infiziert. Deshalb entwurmt man alle 14 Tage Mutterhündin und Welpen.
Würde man es nicht tun, wäre der Welpe voll mit Würmern, er käme wohl über die 8. Woche kaum hinaus und "du hättest keinen Hund".
Von daher schon weiß man, dass es inaktive Larven gibt, die von der Wurmkur nicht erfasst werden und nur später als
Wurm eliminiert werden können. Das ist schon nachgewiesen, sonst würde es Wurmkuren und die peinlich, genaue
Entwurmung während der Trächtigkeit und Laktation nicht geben.
Dennoch könnte dein Hund fünf Monate lang Würmer in sich tragen, die aus Larven entstanden sind, die der stressige Anblick des TAs beim Holen der Wurmtablette erweckt hat – beispielhaft gesprochen. Sollten keine Symptome innerhalb von fünf Monaten auftreten (was ich für unwahrscheinlich halte) trägt dein Hund ebenso lange die aktiven, voll entwickelten Würmer in sich. Und eben die würde man bei einer mindestens drei Tage gesammelten Kotprobe sicherlich auch feststellen.
Das wäre der Idealfall, wenn man genau wüsste, wann Larven zu Würmen werden und/oder noch von der
Außenwelt aufgenommen werden.
Entwurmt wird je nach Umwelt und Wurmdruck, der dort herrscht. TÄ vor Ort wissen das. So wird jemand,
der ländlich mit Wald und Wiese und Bauernhof lebt, eher 4x pro Jahr entwurmen, ich hier, nahe der Stadt
komme mit 2 mal aus. Das bedeutet nicht, wie Du annimmst, der Hund steckt 5 Monate voll mit Würmern,
er kann auch gerade angefangen oder gar nichts haben. So wird ein älterer Hund, der ausgeglichen lebt,
keine Krankheiten und sonst Aufregungen hat, keine Aktivierung der inaktiven Larven haben, die Aufnahme von außen kann immer passieren.
Und wenn der Hund Würmer hat, müssen die erst mal Eier produzieren und ablegen und das tun die nicht ständig.
Also musst Du mit Deiner Kotprobe Glück haben, mal ein positives Ergebnis zu erwischen, ansonsten bekommst du negative Ergebnisse, wo der Wurm u.U. trotzdem da ist und nur keine Eier ablegt.
Ob die innerhalb von 3 Tagen wieder produzieren, wage ich mal zu bezweifeln, denn dafür gibt es auch
keinen Nachweis.
Der Unbedarfte aber geht davon aus, dass keine Würmer da sind und dein TA wird einen Teufel tun, dich aufzuklären. Er verdient ja dran. Normal wissen die das alle.
Bewerten kann man nur ein positives Ergebnis, leider nicht die negativen, die sind unsicher, da trotzdem Würmer da sein können.
Ich bin nicht gegen Kotproben, befürworte sie aus genannten Gründen aber nicht, da sie das Zoonose-Risiko erhöhen.
Wenn ich mich heute für „Kotprobe“ entscheide, entscheide ich mich zu Lasten meiner Kinder und Enkelkinder und noch geht bei mir: „ Mensch vor Hund“. Auch zeigen Fälle mit Unglück und Überraschungen, dass es nicht gut sein kann. Ich kenne allein zwei mit Fuchsbandwurm und zwei mit Bandwurm, normal, die mit Kotprobe entstanden. Ersteres ist ein Todesurteil und so etwas und auch eine einfache Infektion, möchte ich meiner Umwelt nicht zumuten.
Sofern ich dich recht verstehe, kann ich mir denken, wo dein Problem mit Kotproben liegt: Dein Hund hatte bereits Würmer, dein TA hat dich auf die Notwendigkeit der halbjährlichen Entwurmung hingewiesen und nun wird die eben durchgeführt.
Meine Hunde hatten noch nie Würmer, da ich regelmäßig entwurme.