Wurmkur

Diskutiere Wurmkur im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Wie handhabt ihr das mit der Wurmkur? 4 x im Jahr standardmäßig Breitband oder nur nach Stuhluntersuchung oder eindeutigen optischen Nachweis?
  • Wurmkur Beitrag #1
karl-käfer

karl-käfer

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Wie handhabt ihr das mit der Wurmkur?
4 x im Jahr standardmäßig Breitband oder nur nach Stuhluntersuchung oder eindeutigen optischen Nachweis?
 
  • Wurmkur

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  • Wurmkur Beitrag #2
Da eine Wurmkur nicht prophylaktisch wirkt, sondern immer nur die Würmer töten kann die gerade aktuell im Hund sind, finde ich routinemäßige Wurmkurgaben nicht sonderlich sinnvoll.

Das Untersuchen einer Kotprobe kostet annähernd genausoviel wie eine Wurmtablette und im Falle eines Falles würde man danach sogar noch den genauen Parasiten kennen und könnte ein passendes Mittel auswählen, von daher würde ich die Kotprobe immer vorziehen.
Damit spart man dem Hund die unnötige Einnahme von Medikamenten und falls dochmal ein Wurm im Hund sein sollte so weiß man dann wenigstens genau welcher und ob von ihm auch die Menschen im Haushalt betroffen sein können.

Ich persönlich habe meinem Hund die ersten Jahre Wurmtabletten gegeben (da wusste ich noch nicht, dass es auch andere Möglichkeiten gibt ;)), dann habe ich Kotproben untersuchen lassen (Kostenpunkt etwa 15€), allerdings hat sich nie ein Wurmbefall bestätigt.
Die letzten Jahre haben wir ganz ohne Kotproben und Wurmtabletten gelebt, wohlgemerkt Ringo ist ja nun schon ein alter Herr und er interessiert sich nicht mehr so wirklich dafür draußen etwas aufzunehmen, zudem haben wir keine Kinder im Haushalt, von daher mache ich mir nicht mehr so große Sorgen um das Thema.
 
  • Wurmkur Beitrag #3
Huhu,

wie genau funktioniert das mit der Kotprobe?
Wo schicke ich das dann hin und wie oft macht man das? :eusa_think:

Danke und LG :)
 
  • Wurmkur Beitrag #4
Huhu Pennja,

dafür sammelst du mindestens drei Tage lang den Kot deines Hundes in einem Glas (ich empfehle ein großes Gurkenglas mit Deckel) und gibst ihn beim TA ab (den am besten zuvor vorwarnen). Der schickt den Kot dann ins Labor und prüft auf die von dir gewünschten Parasiten (Band- und Spulwürmer, Fuchsbandwurm, Giardien usw.).
 
  • Wurmkur Beitrag #5
wie oft macht man das? :eusa_think:

Hier ist der Rhythmus vierteljährlich.
Allerdings finde ich die Methode mit der Kotprobe zwar sinnvoll aus bereits genannten Gründen von kompassqualle , aber viel zu teuer im Vergleich zu so einer Tablette, deswegen überlege ich mir, das in Zukunft bleiben zu lassen. :eusa_think:
 
  • Wurmkur Beitrag #6
Hier ist der Rhythmus vierteljährlich.
Allerdings finde ich die Methode mit der Kotprobe zwar sinnvoll aus bereits genannten Gründen von kompassqualle , aber viel zu teuer im Vergleich zu so einer Tablette, deswegen überlege ich mir, das in Zukunft bleiben zu lassen. :eusa_think:

du nimmst ja auch nicht bei jeder Erkältung ein Atibiotikum - es könnte ja evtuell...

Ich werde unseren TA mal darauf ansprechen. Das handhabt ja auch jeder anders.
 
  • Wurmkur Beitrag #7
Ich entwurme 2 mal im Jahr mit einem Breitbandmittel.
Von Kotproben halt ich nicht viel. Wenn es ein falsches
Ergebnis gibt, verschleppt man die Würmer, mit einer
Wurmkur habe ich sie sofort abgetötet.
Um Prophylaxe geht es auch nicht, wie fälschlicher Weise
gern angenommen wird. Es ist immer nur wie ein Moment-
aufnahme.
 
  • Wurmkur Beitrag #8
Wenn es dir darum geht, müsstest du aber eig alle 4 Wochen entwurmen, um das Risiko zu eliminieren ;).
 
  • Wurmkur Beitrag #9
Es geht darum, dass Risiko nicht wissentlich zu erhöhen,
ansonsten hat man ein Restrisiko bei beiden Varianten.
 
  • Wurmkur Beitrag #10
Der Entwicklungszyklus des Durchschnittswurmes dauert 4 Wochen. Eine Wurmkur jedes halbe Jahr tötet sogesehen eine von möglichen sechs Populationen, wobei im Gewebe eingelagerte Eier nicht erwischt werden. Und das ist positiv gerechnet, wenn wir davon ausgehen, dass die Würmer sich zum Zeitpunkt der Kur in einem abtötbaren Stadium befinden.
Inwiefern erhöht man da das Risiko, wenn man bei einem nicht gefährdeten Hund zuerst mal eine Kotprobe machen lässt?
 
  • Wurmkur Beitrag #11
Wenn es ein falsches
Ergebnis gibt, verschleppt man die Würmer, mit einer
Wurmkur habe ich sie sofort abgetötet
Flasch-negative Kotprobenauswertungen sind genau so möglich wie dass ein bestimmter Parasit (oder ein bestimmtes Stadium) nicht über das Breitbandmittel der Wahl miteleminiert werden kann.

Von daher ist keine der Varianten 100%ig sicher.
Realistisch betracht ist eine Übertragung von Darmparasiten vom Hund auf den Menschen aber trotzallem selten (selbst wenn gar keine Maßnahmen ergriffen werden), von daher denke ich um evtl Restrisiken bei Kotproben (oder von mir aus auch Wurmkuren) sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen.

aber viel zu teuer im Vergleich zu so einer Tablette
Wenn die Konsultation auf der Rechnung entfällt weil man einfach nur ohne Hund schnell reinhüpft um die Probe vorne am Tresen abzugeben (natürlich vorher anrufen und absprechen ;)) und ein paar Tage später einfach nur das Ergebnis abholt dann habe ich immer nur so um die 15 Euro bezahlt....und das ist ziemlich genau der Betrag den auch eine Wurmkur kosten würden.
 
  • Wurmkur Beitrag #12
Später antworte ich nochmal.
Ging i-wie nicht. Bin aber lernfähig.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Der Entwicklungszyklus des Durchschnittswurmes dauert 4 Wochen. Eine Wurmkur jedes halbe Jahr tötet sogesehen eine von möglichen sechs Populationen, wobei im Gewebe eingelagerte Eier nicht erwischt werden. Und das ist positiv gerechnet, wenn wir davon ausgehen, dass die Würmer sich zum Zeitpunkt der Kur in einem abtötbaren Stadium befinden.
Inwiefern erhöht man da das Risiko, wenn man bei einem nicht gefährdeten Hund zuerst mal eine Kotprobe machen lässt?

Eine Wurmkur tötet nicht eine Population ab, sondern
alle aktiven Würmer; die Milbemax z.B. wirkt gegen alle
Stadien (auch unreife und reife Eier) der Zestoden und
Trematoden und das ist schon eine Menge neben den
anderen.
Dann sind keine Eier im Gewebe eingelagert, sondern
Larven kapseln sich inaktiv ein.

Was heißt "nicht gefährdeter Hund" ? Man geht zur Kotprobe,
weil man sich nicht sicher ist, von daher kann man nicht, von
nicht gefährdet reden. Außerdem trägt der Hund lebenslang und
in irgendeiner Form, aktiv und inaktiv Würmer in sich, so dass
man das inaktive ohnehin nie beeinflussen kann und der Hund
jederzeit gefährdet ist.

Das Risiko kann sich mit jeder falschen negativen Kotprobe erhöhen,
indem im Kot keine Eier zu finden sind, weil der Wurm zum Zeitpkt.
keine Eier ablegt, Würmer aber trotzdem da sind. Damit verschleppt
man die Würmer nur bis zur nächsten Probe, passiert das mehrmals
hintereinander ist der Hund voll mit Würmer. Deshalb erhöht man
das Risiko, im Unterschied zu einer Entwurmung, da töte ich alle
sofort ab. Kein Einzelbeispiel, denn es gibt nicht Wenige, die diese
Erfahrung schon machen mussten und heute lieber entwurmen, als
Würmer verschleppen.

Mal zu den 15,- € pro Kotprobe: die sind nicht repräsentativ, da der TA
unterschiedlich nimmt und bis zu 3-fachen abrechnen kann.
So hörte ich einmal von 65,-€ und wenn man treu und brav alle 3 Monate
das macht, ist das schon eine andere Hausnummer.
 
  • Wurmkur Beitrag #13
Das Risiko kann sich mit jeder falschen negativen Kotprobe erhöhen,
indem im Kot keine Eier zu finden sind, weil der Wurm zum Zeitpkt.
keine Eier ablegt, Würmer aber trotzdem da sind. Damit verschleppt
man die Würmer nur bis zur nächsten Probe, passiert das mehrmals
hintereinander ist der Hund voll mit Würmer. Deshalb erhöht man
das Risiko, im Unterschied zu einer Entwurmung, da töte ich alle
sofort ab. Kein Einzelbeispiel, denn es gibt nicht Wenige, die diese
Erfahrung schon machen mussten und heute lieber entwurmen, als
Würmer verschleppen.

Solange der Wurm keine Eier legt und im Kot keine zu finden sind, kann er auch keine verschleppen.
Für das "ich töte alle mit einer Kur ab" hätte ich gerne eine Quelle, zumal du selbst schreibst, dass jeder Hund immer Würmer in sich trägt.
Und was ist mit Resistenzen gegen jahrelang verwendete Wurmmittel?

Ich weiß immer noch nicht, wo der Unterschied zur Entwurmung sein soll. Du tötest heute alles ab, was die Tablette erwischt. Ein paar Tage später liegt ein neuer Befall vor oder inaktive Würmchen im Gewebe werden aktiv. Du entwurmst aber die nächsten 5 Monate nicht, weil du ja nur zwei Mal im Jahr die Tablette gibst. Inwiefern verschleppt das die Würmer nicht?

Wieso sollte mein Hund immer und jederzeit gefährdet sein? Die inaktiven Würmer werden normaler Weise vom Immunsystem in Schach gehalten und kommen meist erst zum Vorschein, wenn anderweitig Probleme auftreten oder großer Stress vorhanden ist. Ein größeres Problem sind von außen aufgenommene Würmer. Wieso sollte da aber jeder Hund zu jeder Zeit gleich gefährdet sein?
 
  • Wurmkur Beitrag #14
Mal zu den 15,- € pro Kotprobe: die sind nicht repräsentativ, da der TA
unterschiedlich nimmt und bis zu 3-fachen abrechnen kann.
Ich habe mal in die GoT geschaut und dort steht:
V 1.1.8
Kotuntersuchung, parasitologisch
einfacher Ausstrich, inclusive Beurteilung............................ 5,72€
Beurteilung nach Anreicherung, z.B. Flotationsverfahren.......9,73€
Selbst bei der etwas teureren Untersuchung mit Anreicherung, kommt man bei einem dreifachen Satz nicht groß über 30€.
Da man ja für so eine Kotprobe keine Beratung beim Tierarzt direkt braucht entfallen also die Kosten für die Anamnese.
Wie gesagt ich lag hier in der Regel immer so mittendrin mit um die 15€, aber das kann natürlich regional unterschiedlich sein, da muss man dann im Einzelfall nachfragen.
 
  • Wurmkur Beitrag #15
Solange der Wurm keine Eier legt und im Kot keine zu finden sind, kann er auch keine verschleppen.
Für das "ich töte alle mit einer Kur ab" hätte ich gerne eine Quelle, zumal du selbst schreibst, dass jeder Hund immer Würmer in sich trägt.
Und was ist mit Resistenzen gegen jahrelang verwendete Wurmmittel?

Das "Verscleppen" bezog sich nicht auf den Wurm, sondern auf die
negative Kotprobe.
Zunächst reicht in aller Regel eine Wurmkur, ist der Hund stark verwurmt,
kann es vorkommen, dass eine weitere Wurmkur gleich danach erfolgt.
Quelle: betreff. TA und Hund

Bei 2 mal im Jahr hatte ich bisher keine Resistenzen, aber wer 4 mal im Jahr
entwurmt und Befürchtungen hat, muss das labormäßig untersuchen lassen
und dann ein anderes Wurmmittel mit dem TA absprechen.


Ich weiß immer noch nicht, wo der Unterschied zur Entwurmung sein soll. Du tötest heute alles ab, was die Tablette erwischt. Ein paar Tage später liegt ein neuer Befall vor oder inaktive Würmchen im Gewebe werden aktiv. Du entwurmst aber die nächsten 5 Monate nicht, weil du ja nur zwei Mal im Jahr die Tablette gibst. Inwiefern verschleppt das die Würmer nicht?

Ich hatte bereits geschrieben, dass ein Restrisiko bei beiden Varianten
bleibt, ebenso die Sache mit "ein paar Tage später".
Bei 2-4 mal im Jahr entwurmen wird nichts verschleppt, da sind Würmer
vorhanden und bleiben bis die Entwurmung gemacht wird; bei Kotproben
wird bei "falschen negativen Ergebnis Null gemacht", der Wurm bleibt und
wird u.U. verschleppt über mehrere Male.
An sich ist das aber bekannt und viele warnen auch vor den falschen
Ergebnissen, auch kursieren reichlich Fälle dazu im I-Net.

Wieso sollte mein Hund immer und jederzeit gefährdet sein? Die inaktiven Würmer werden normaler Weise vom Immunsystem in Schach gehalten und kommen meist erst zum Vorschein, wenn anderweitig Probleme auftreten oder großer Stress vorhanden ist. Ein größeres Problem sind von außen aufgenommene Würmer. Wieso sollte da aber jeder Hund zu jeder Zeit gleich gefährdet sein?

Schrieb ich doch schon: der Hund trägt lebenslang Würmer in sich, in Form
von inaktiven Larven. Es ist nicht nur Stress, was diese aktiviert sondern
eine Reihe mehr, worauf der HH keinen Einfluss hat. Krankheit, Trächtigkeit,
Reise, Umzug, sonst. Hormonumstellungen u.v.a.m. was den Hund belastet.
Jeder Hund ist individuell und so kann der Anblick vom TA z.B. die Larven
ankurbeln. Wir werden es nie erfahren. Deshalb kann es zu jeder Zeit, jeden
Hund betreffen. Die Aufnahme von Eiern aus der Umwelt, käme noch dazu.


Ich habe mal in die GoT geschaut und dort steht:

Selbst bei der etwas teureren Untersuchung mit Anreicherung, kommt man bei einem dreifachen Satz nicht groß über 30€.
Da man ja für so eine Kotprobe keine Beratung beim Tierarzt direkt braucht entfallen also die Kosten für die Anamnese.
Wie gesagt ich lag hier in der Regel immer so mittendrin mit um die 15€, aber das kann natürlich regional unterschiedlich sein, da muss man dann im Einzelfall nachfragen.

Dann hast Du Glück gehabt, aber er kann alles mal 3 berechnen, bzw. wird
es an ein Labor verschickt und dann kommt man eben mit 30€ nicht aus.
Ich verstehe Deine Aussage auch nicht als Dogma.
 
  • Wurmkur Beitrag #16
Was im Internet so alles kursiert hat für mich erstmal wenig Bedeutung ;).

Bei einem schweren Befall kann es durchaus vorkommen, dass zwei Mal, im Abstand von vier Wochen nehme ich an, entwurmt wird. Dann ist der Befall aber derart ausgereift, dass die Würmer bereits im Kot zu sehen sind und auch keine Probe mehr notwendig ist. Das kann man im Normalfall nicht einfach mal übersehen.

Woher weißt du denn, dass dein Hund keine Würmer in sich trägt, die durch das Mittel deiner Wahl einfach nicht abgetötet wurden? ;)
Das ist kein Angriff. Nur nachgewiesen ist das eben nicht, dass keinerlei Resistenz vorliegt. Ebenso wenig kann jemand 100% sagen, dass mit der Kur alle Würmer abgetötet werden. Und die Pille wirkt eben nicht in allen Stadien, deswegen wird ja bei akutem Befall nach einem Wurmentwicklungszyklus eine erneute Kur empfohlen.

Bei 2-4 mal im Jahr entwurmen wird nichts verschleppt, da sind Würmer
vorhanden und bleiben bis die Entwurmung gemacht wird; bei Kotproben
wird bei "falschen negativen Ergebnis Null gemacht", der Wurm bleibt und
wird u.U. verschleppt über mehrere Male.
Hier gehst du ja im Grunde von einem tatsächlichen Befall aus. Wäre dieser vorhanden, ließe der sich meiner Meinung nach schwerlich über ein halbes Jahr, ein Jahr oder noch länger verschleppen, ohne dass man etwas merkt oder doch mal eine positive Kotprobe dazwischen kommt. Es ist ja nicht so, als würden sich Würmer symptomfrei im Hund vermehren und bewegen ;).

Ich gebe dir völlig Recht, dass jede Form von Immunschwächung die Larven "wecken" kann. Nichts anderes habe ich geschrieben ;). Dennoch könnte dein Hund fünf Monate lang Würmer in sich tragen, die aus Larven entstanden sind, die der stressige Anblick des TAs beim Holen der Wurmtablette erweckt hat – beispielhaft gesprochen. Sollten keine Symptome innerhalb von fünf Monaten auftreten (was ich für unwahrscheinlich halte) trägt dein Hund ebenso lange die aktiven, voll entwickelten Würmer in sich. Und eben die würde man bei einer mindestens drei Tage gesammelten Kotprobe sicherlich auch feststellen.


Sofern ich dich recht verstehe, kann ich mir denken, wo dein Problem mit Kotproben liegt: Dein Hund hatte bereits Würmer, dein TA hat dich auf die Notwendigkeit der halbjährlichen Entwurmung hingewiesen und nun wird die eben durchgeführt.

Witzig an der Sache: Einer unserer Hunde wurde nahezu nie entwurmt, da anderweitig krank. Und das auf Anraten des TAs. Einen Befall hatte er in seinen 12 Lebensjahren nur ein einziges Mal. Da fragt man sich doch, wie groß die Wahrscheinlichkeit überhaupt ist...
 
  • Wurmkur Beitrag #17
Ich entnehme nichts dem Internet und schreibe frei.
Vor etlichen Jahren habe ich mich mal mit dem Thema
beschäftigt.


Woher weißt du denn, dass dein Hund keine Würmer in sich trägt, die durch das Mittel deiner Wahl einfach nicht abgetötet wurden?

Das sind schlicht die inaktiven Larven, die zu Würmern werden .
Diese und u.U. von außen aufgenommene Eier und Larven werden mit der nächsten Wurmkur erfasst.
Das Ganze liegt im Wurmkreislauf begründet, indem ein Teil der Larven sich zu Würmern entwickeln,
ein anderer Teil kapselt sich ab und verbleibt inaktiv im Hund.
Das wiederholt sich immer wieder, lebenslang.

Deutlich wird das bei der trächtigen Hündin.
Mit der Hormonumstellung in der Trächtigkeit der Hündin werden die ruhende Larven aktiviert,
später wird der Welpe über die Muttermilch infiziert. Deshalb entwurmt man alle 14 Tage Mutterhündin und Welpen.
Würde man es nicht tun, wäre der Welpe voll mit Würmern, er käme wohl über die 8. Woche kaum hinaus und "du hättest keinen Hund".
Von daher schon weiß man, dass es inaktive Larven gibt, die von der Wurmkur nicht erfasst werden und nur später als
Wurm eliminiert werden können. Das ist schon nachgewiesen, sonst würde es Wurmkuren und die peinlich, genaue
Entwurmung während der Trächtigkeit und Laktation nicht geben.

Dennoch könnte dein Hund fünf Monate lang Würmer in sich tragen, die aus Larven entstanden sind, die der stressige Anblick des TAs beim Holen der Wurmtablette erweckt hat – beispielhaft gesprochen. Sollten keine Symptome innerhalb von fünf Monaten auftreten (was ich für unwahrscheinlich halte) trägt dein Hund ebenso lange die aktiven, voll entwickelten Würmer in sich. Und eben die würde man bei einer mindestens drei Tage gesammelten Kotprobe sicherlich auch feststellen.

Das wäre der Idealfall, wenn man genau wüsste, wann Larven zu Würmen werden und/oder noch von der
Außenwelt aufgenommen werden.
Entwurmt wird je nach Umwelt und Wurmdruck, der dort herrscht. TÄ vor Ort wissen das. So wird jemand,
der ländlich mit Wald und Wiese und Bauernhof lebt, eher 4x pro Jahr entwurmen, ich hier, nahe der Stadt
komme mit 2 mal aus. Das bedeutet nicht, wie Du annimmst, der Hund steckt 5 Monate voll mit Würmern,
er kann auch gerade angefangen oder gar nichts haben. So wird ein älterer Hund, der ausgeglichen lebt,
keine Krankheiten und sonst Aufregungen hat, keine Aktivierung der inaktiven Larven haben, die Aufnahme von außen kann immer passieren.

Und wenn der Hund Würmer hat, müssen die erst mal Eier produzieren und ablegen und das tun die nicht ständig.
Also musst Du mit Deiner Kotprobe Glück haben, mal ein positives Ergebnis zu erwischen, ansonsten bekommst du negative Ergebnisse, wo der Wurm u.U. trotzdem da ist und nur keine Eier ablegt.
Ob die innerhalb von 3 Tagen wieder produzieren, wage ich mal zu bezweifeln, denn dafür gibt es auch
keinen Nachweis.
Der Unbedarfte aber geht davon aus, dass keine Würmer da sind und dein TA wird einen Teufel tun, dich aufzuklären. Er verdient ja dran. Normal wissen die das alle.
Bewerten kann man nur ein positives Ergebnis, leider nicht die negativen, die sind unsicher, da trotzdem Würmer da sein können.

Ich bin nicht gegen Kotproben, befürworte sie aus genannten Gründen aber nicht, da sie das Zoonose-Risiko erhöhen.
Wenn ich mich heute für „Kotprobe“ entscheide, entscheide ich mich zu Lasten meiner Kinder und Enkelkinder und noch geht bei mir: „ Mensch vor Hund“. Auch zeigen Fälle mit Unglück und Überraschungen, dass es nicht gut sein kann. Ich kenne allein zwei mit Fuchsbandwurm und zwei mit Bandwurm, normal, die mit Kotprobe entstanden. Ersteres ist ein Todesurteil und so etwas und auch eine einfache Infektion, möchte ich meiner Umwelt nicht zumuten.

Sofern ich dich recht verstehe, kann ich mir denken, wo dein Problem mit Kotproben liegt: Dein Hund hatte bereits Würmer, dein TA hat dich auf die Notwendigkeit der halbjährlichen Entwurmung hingewiesen und nun wird die eben durchgeführt.

Meine Hunde hatten noch nie Würmer, da ich regelmäßig entwurme.
 
  • Wurmkur Beitrag #18
Ich entnehme nichts dem Internet und schreibe frei.
Vor etlichen Jahren habe ich mich mal mit dem Thema
beschäftigt.
Deine Worte:
auch kursieren reichlich Fälle dazu im I-Net.
Genau darauf bezog ich mich, auf nichts anderes ;).

Das sind schlicht die inaktiven Larven, die zu Würmern werden .
Diese und u.U. von außen aufgenommene Eier und Larven werden mit der nächsten Wurmkur erfasst.
Das Ganze liegt im Wurmkreislauf begründet, indem ein Teil der Larven sich zu Würmern entwickeln,
ein anderer Teil kapselt sich ab und verbleibt inaktiv im Hund.
Das wiederholt sich immer wieder, lebenslang.
Das beantwortet meine Frage nicht. Du schreibst, dass keine Resistenz aufgetreten ist. Ich frage daher, woher du wissen willst, dass die Wirksamkeit das von dir verwendeten Mittels nach wie vor bei 100 Prozent liegt (gemessen am möglichen Erfolg des Mittels)?
Ich glaube, wir reden gerade ein wenig aneinander vorbei. Mir ist klar, wie das mit dem Wurm funktioniert. Und eben deswegen halte ich es ja für fraglich, dass die Wurmkur jedes halbe Jahr ein so viel geringeres Risiko darstellt als eine Kotprobe jedes halbe Jahr.

Würde man es nicht tun, wäre der Welpe voll mit Würmern, er käme wohl über die 8. Woche kaum hinaus und "du hättest keinen Hund".
Da hast du mit mir ein denkbar schlechtes Beispiel erwischt, denn ich habe einen Hund, obwohl er als säugender Welpe nicht entwurmt wurde. Er kommt schlicht von der Straße und war nicht "voll mit Würmern" als er gefunden wurde (was nicht heißt, dass er vom TS nicht dennoch eine einmalige Wurmkur erhalten hat). Von daher halte ich es für ein wenig übertrieben, davon auszugehen, dass der Hund sofort verenden würde. Dann gäbe es kaum Straßenhunde und einige Länder wären ein großes Problem los. Das heißt auf der anderen Seite natürlich nicht, dass die Kur beim Züchter vollkommen unbegründet ist.

Entwurmt wird je nach Umwelt und Wurmdruck, der dort herrscht. TÄ vor Ort wissen das.
Also gibt es nun doch Unterschiede? Ein paar Posts weiter oben hast du noch geschrieben, jeder Hund wäre zu jeder Zeit gleich gefährdet :eusa_think:.

Entwurmt wird je nach Umwelt und Wurmdruck, der dort herrscht. TÄ vor Ort wissen das.
Der Teufel steckt im Detail: Hier ist am ehesten der Fuchsbandwurm vertreten, das vom örtlichen TA empfohlene Mittel ist gegen diesen aber nicht wirksam.

Das bedeutet nicht, wie Du annimmst, der Hund steckt 5 Monate voll mit Würmern,
er kann auch gerade angefangen oder gar nichts haben. So wird ein älterer Hund, der ausgeglichen lebt,
keine Krankheiten und sonst Aufregungen hat, keine Aktivierung der inaktiven Larven haben, die Aufnahme von außen kann immer passieren.
Ich glaube langsam, die willst mich nicht verstehen :eusa_eh:. Es ging doch nicht um ein tatsächliches Haben, sondern darum, ob das Risiko bei einer Kotprobe oder einer Wurmkur höher ist. Daher der Vergleich negative Kotprobe – Wurmtablette. In beiden Fällen könnte der Hund kurz nach der Durchführung aktive Würmer haben, inaktive hat er sowieso.


noch geht bei mir: „ Mensch vor Hund“.
Solche Aussagen sind unfair und unangebracht, denn sie implizieren, dass Leute, die eine Kotprobe machen lassen, wissentlich sich und ihre Umwelt gefährden. Das mag deine Meinung sein, aber ein Fakt ist das nicht und daher eine ziemlich unangebrachte Unterstellung.


Meine Hunde hatten noch nie Würmer, da ich regelmäßig entwurme.
Und der Satz ist jetzt besonders interessant. Ich dachte, die inaktiven Larven werden nicht erwischt und prophylaktisch wirken die Mittel auch nicht? Dann hätte dein Hund, der Aussage "er hatte nie Würmer" folgend, keine der Wurmkuren nötig gehabt.
Übrigens hatte der oben genannte Beispielhund ohne Entwurmung wie gesagt nur einen Befall – und das im so gefährdeten ländlichen Gebiet.

Ich finde die Diskussion langsam ein wenig müßig. Ich habe den Eindruck, dass du nicht lesen oder verstehen willst, was ich schreibe. Für mich gibt es nach wie vor keinen Unterschied im Risiko. Du hast auch nichts anderes vorgetragen als "der Hund hat inaktive Würmer sein Leben lang, die Kur tötet aktive ab." Das wissen wir denke ich alle. Du bewertest das Risiko eines erneuten aktiven Befalls nach einer Kur lediglich anders als ich im Vergleich zum Risiko mit einer Kotprobe.
 
  • Wurmkur Beitrag #19
Kurze Zwischenfrage: über welche Wurmarten reden wir denn überhaupt?
Plathelminte (z.B. Bandwürmer) und/oder Nematoden (Fadenwürmer) und über welche Arten genau, es gibt da große Unterschiede ob mit Generations- und Wirtswechsel oder nicht.

Gegen welche Arten wirken die regulären Mittel und wie genau ist der Wirkmechanismus? Nicht alle Würmer haben inaktive Stadien, oder kapseln sich ein.
 
  • Wurmkur Beitrag #20
Ich bin jetzt von stinknormalen Bandwürmern ausgegangen (). Die sind recht häufig bei Hunden und werden von meines Wissens allen Wurmmitteln abgetötet. Und die können ihre Larven im Gewebe ablagern. Da dies explizit als Kriterium genannt wurde, dachte ich, über derartige Tierchen reden wir.

Spul- bzw. Fadenwürmer machen das m.W. nach schon gar nicht, wodurch sich das Infektionsrisiko rein auf die Aufnahme von infiziertem Fleisch oder Fäkalien infizierter Tiere beschränkt. Deswegen wird beim Barf ja gerne zur monatlichen Wurmkur geraten.
Beim Fuchsbandwurm genügt angeblich bereits das Einatmen von aufgewirbeltem Staub mit entsprechendem Inhalt, belegte Fälle kenne ich da aber nicht.
 
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