Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium

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Tapa

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Aaaalso...

Ich sorge ja für die Grünfütterung unseres Barti und frage mich, ob man ihm (auch, nicht nur) Heu anbieten kann/darf. Im Netz kursieren offenbar 2 Fraktionen, die

"Klar-warum nicht - in der Wüste ist auch alles halb vertrocknet - frischen Salat gibt es da selten" - Leute

und die

"um Gottes Willen, du schleppst durch das Heu Bakterien/Parasiten/Pilzsporen ins Terra und der Barti wird todkrank"

Und da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor;)...

Hat jemand Erfahrungswerte und schon mal positive oder negative Erfahrungen mit Heu (selbst) gemacht?

Überlegungen für mich, die mich dazu bringen, an Heu zu denken sind folgende:
- oft frisst Barti sein Grünzeug dann, wenn es schon halbvertrocknet ist
- der Hinweis, dass in seiner ursprünglichen Heimat selten extrem Frisches da ist, leuchtet mir ein
- jetzt im Winter ist die Grünzeug-Auswahl, da ich sie kaufen muss, deutlich geringer als im Sommer, wo ich selbst zahlreiche Wildpflanzen sammle
(meine Kaninchen zB. erhalten aus Gründen der geringeren Grünzeug-Vielfalt im Winter zusätzlich gutes, kräuterreiches Heu, während sie im Sommer von Wild- und Wiesenpflanzen ad libitum leben)
- fährt man mal wenige Tage weg, hätte der Barti Heu zu knabbern, wenn nichts anderes mehr da ist
- Über frisches Grünzeug und Insekten wäre es genauso möglich, dass der Barti sich Bakterien/Parasiten/Pilzsporen einfängt
- nach über 30 Jahren Tierhaltung (Pferde, Kaninchen) traue ich mir zu, qualitativ gutes Heu zu erkennen und von schlechtem zu unterscheiden

So und nun auch noch die Frage zu holz im Terra: Die vorhandene Baumwurzel ist nach Jahren mit UV-Lampen langsam aber sicher kurz vor ihrem Ende und fällt bald auseinander. Äste und Wurzeln aus der Natur wie vorbereiten, damit sie ins Terra dürfen? Bei meinen Vögeln früher reichte mit heißem Wasser abschrubben und dann vernünftig durchtrocknen, bei Zimmertemperatur wenige Tage.

Wobei ich bei größeren Holzstücken eher zu mehreren Wochen tendieren würde. Würde das ausreichen?
 
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  • Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium Beitrag #2
Hi,

ich würde Heu nicht verfüttern!
Zum ersten weil Heu kaum Nährstoffe enthält und zum zweitem, da in Heu ja nicht nur Gras enthalten ist sondern auch alle möglichen Pflanzen und sonstiges Gestrüpp, welches eben auf der Wiese wächst :eusa_think:
 
  • Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium Beitrag #3
Zum ersten weil Heu kaum Nährstoffe enthält

Heu enthält nicht so viel Nährstoffe wie Frischgrün, das ist richtig, bei schonender Trocknung und vernünftiger Lagerung beträgt die Nährstoffmenge aber noch rund 80 %. Da gibt es genug Untersuchungen (ganz allgemein zu Heu). Wichtig ist die Qualität, schlechtes Heu hat natürlich auch weniger Nährstoffe.

in Heu ja nicht nur Gras enthalten ist sondern auch alle möglichen Pflanzen
Hmm....gerade das war ja genau die Überlegung, die ich dabei hatte. Zur Erhöhung der Ernährungsvielfalt kräuterreiches Heu anbieten, jedenfalls im Winter. Im Sommer werde ich ja Wildkräuter für den Barti sammeln, gibt ja genug Listen, was die vertragen und was nicht. Und das, was üblicherweise auf einer Wiese wächst, aus der Heu gemacht wird, ist ja fressbar:eusa_think:

Vielleicht bin ich ja auch total auf dem Holzweg? Oder von meinen anderen Tieren her falsch geprägt? Beispiel Kaninchen: Die kriegen im Sommer eine Artenvielfalt von verschiedenen Gräsern und zirka 10-20 unterschiedlichen Wildpflanzen angeboten. Nicht täglich das gleiche, wobei natürlich manche Pflanzen häufig dabei sind, andere seltener.
Im Winter mit Kaufgemüse und -salat ist sowas natürlich nicht hinzukriegen, abgesehen davon würde ich arm werden, wenn ich von den Mengen her gleichviel Grünzeug anbieten würde wie im Sommer. Im Winter sind es 4-6 unterschiedliche Sorten täglich, meist mehrere Tage hintereinander das Gleiche + kräuterreiches Heu, um die Vielfalt zu erhöhen...verstehst Du jetzt meine Gedanken?

2 Sorten Salat, geraspelte Möhre und etwas Golliwoog und hin und wieder Küchenkräuter für den Barti empfinde ich als extrem abwechslungsarm:eusa_think: Oder sehe ich das falsch?
 
  • Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium Beitrag #4
Grundsätzlich sind Bartagamen Allesfresser, dies würde bedeuten das Bartagamen auch Heu essen können . Ob sie dies allerdings tun habe ich noch nicht ausprobiert. Wenn das Heu qualitativ in Ordnung ist sollte das den Barty´s auch nicht schaden. Der Hinweis mit den Vitaminen und Nährstoffen ist nicht außer Acht zu lassen, diese können allerdings auch durch lebend Futter und entsprechende Zugaben sichergestellt werden.

Um diese Zeit sollte deine Bartagamen aber eigentlich in der Winterruhe sein bzw. so langsam am aufwachen. Nach dem aufwachen ist zu beachten das erst einmal Reserven wieder aufgefüllt werden müssen und die Tiere Heißhunger haben.

Den Hinweis das in Australien frisches extrem selten ist möchte ich stark bezweifeln. Die Bartagamen wissen sehr gut wie sie entsprechende Nahrung finden und die Heimat der Bartagamen ist sehr unterschiedlich von Art zu Art.

Bezüglich der Baumwurzeln gibt es auch die Möglichkeit (falls diese nicht zu groß ist) diese im Backofen zu sterilisieren. Ansonsten hilft wirklich nur heißes Wasser bzw. ein Heißluftföhn.
 
  • Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium Beitrag #5
  • Bartagame: Heu fütterbar? Und Baum-Wurzel-Holz fürs Terrarium Beitrag #6
Hallo!

Du kannst gut das Frischfutter mit aufgeweichten Heucobs der Firma Agrobs mischen. Das ist nicht ganz so trocken, enthält aber viele wichtige Nährstoffe, Rohfaser und wird meiner Erfahrung nach auch gut angenommen.

Liebe Grüße,
Andre
 
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