- Trauernder Jungkastrat und pubertierendes Mädl Beitrag #1
K
kasimerli
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Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen und/oder Tipps geben, hier mal unsere Geschichte:
Am 14.1. haben wir aus dem Wiener Tierheim zwei Böckchen (Brüder) geholt, die da gerade 8 Wochen alt waren. Die beiden waren sehr scheu, aber nach drei Wochen war der größere der beiden (Kasimir) schon bisschen zutraulicher und es lief gut. Die beiden bewohnten zusammen ein Gehege, das etwas über 3 m2 groß ist.
Gestern waren die beiden 12 Wochen alt und nach dem Rat einiger Kaninchenbesitzer, sie möglichst bald kastrieren zu lassen, bevor sie anfangen zu streiten, wurden sie heute kastriert (in der Klinik des Tierheimes, da das noch vom Tierheim übernommen wurde). Letzte Woche waren wir noch beim Tierarzt, da wurden sie geimpft und untersucht, alles war ok. Leider ist Kasimir nicht mehr aus der Narkose aufgewacht. Ich war sehr betroffen, auch in der Klinik waren alle sehr nett und haben keine Erklärung gehabt, sie haben angeblich noch eine halbe Stunde versucht, ihn zu reanimieren. Mir wurde geraten, gleich ein neues Kaninchen auszusuchen und mitzunehmen. In meinem Schock hab ich das auch gemacht, diesmal ein Mädchen - etwas älter, ca. 4-6 Monate alt.
Ich bin also statt mit meinen beiden kastrierten Löwenköpfchen nur mehr mit einem und einem neuen Widderchen nach Hause gefahren.
Es sind unsere ersten Kaninchen, daher hab ich im Tierheim nachgefragt, wie ich denn das jetzt weiter machen soll - da wurde mir gesagt, dass wir am besten das Gehege mit einem Gitter trennen sollen, das ganze für sechs Wochen, damit die Kastration auch wirklich erledigt ist und dann Gitter weg und alles ist gut.
Haben wir gemacht - das hat 2 Stunden funktioniert, bis das Böckchen (Merlin) wieder ein bissl munterer geworden (der eigentlich immer extrem scheu war und auch noch sehr klein ist) und ist durchs Gitter auf die Neue (Hermine) losgegangen und die beiden haben sich gejagt. Also keine gute Idee offenbar, versteh ich auch, denn es ist ja sein Revier gewesen. Er kommt zurück, hat vielleicht Schmerzen, sein Bruder ist weg, sein Gehege kleiner und fremder Geruch und fremdes Kaninchen….
Also haben wir schnell mit dem Freilaufgitter ein Gehege für Hermine zusammengestellt, am anderen Ende des Wohnzimmers. Beschnüffeln können sie sich nicht, wenn jeder im äußeren Eck sitzt, riechen vermutlich schon, ob sie sich sehen können weiß ich nicht - keine Ahnung, wie weit Kaninchen sehen. Wir wissen nun nicht, wie wir weiter vorgehen sollen. Wir hätten als extra-Zimmer nur das Kinderzimmer, was nicht ideal ist - oder evtl. das Vorzimmer, was aber für unseren Alltag sehr einschränkend wäre und im Vorzimmer ohne Tageslicht für vielleicht sechs Wochen ist doch auch schlimm.
Was sollten wir am besten weiter tun? Ich weiß auch nicht, ob die sechs Wochen Kastrations-Quarantäne wirklich sein muss - vor ein paar Tagen waren die Hoden noch nicht abgesenkt, beim Kastrieren waren sie angeblich „ziemlich“ unten. Der Tierarzt in der Klinik meinte, sicherheitshalber warten, die Tierärztin, die die beiden Böckchen letzte Woche untersucht und geimpft hat, meinte, dass Merlin ihrer Meinung nach noch nicht geschlechtsreif war. Sie meinte, wir sollen maximal bis zum Nähte ziehen in 10 Tagen warten und sie dann zusammenlassen und vorher näher zusammenstellen, damit sie sich beschnüffeln können. Also eigentlich genau das, was in den meisten Foren bzw. Berichten absolut das falsche ist.
Merlin frisst wenig und wirkt verwirrt und traurig - wobei ich das natürlich auch von meinen Gefühlen rein interpretieren könnte. Aber er scheint schon irgendwie auf seinen Bruder zu warten...
Und wenn wir sie dann zusammenbringen - wo kann das passieren? es gibt nicht wirklich einen neutralen platz, wo ich genug Platz schaffen kann, der auch für ein paar Wochen bleiben kann. Das Wohnzimmer war schon von den beiden Männern immer wieder besucht und ist sicher markiert. Oder lassen wir die beiden Gehege offen stehen und bieten ihnen trotzdem das komplette wohnzimmer zum Treffen? dann müssten wir sie aber nachts und wenn wir nicht zuhause sind jeweils in eigene Gehege sperren. Oder reinige ich das ursprüngliche Gehege und lass sie dort zusammen? *Seufz*
Wir sind grad wirklich etwas verzweifelt, sehr traurig über den Tod des Bruders, meine Tochter (8) genauso wie ich….. Die beiden waren so kuschelig zusammen, zwar irrsinnig scheu, aber zusammen offenbar glücklich. Auch haben beide nur in ihre Toilette gemacht.
Hermine hat nun schon 2 Toiletten in ihrem gehege stehen und pinkelt aber viel im gehege. Besonders gern auf ihr Häuschen bzw. vom Häuschen runter (?).
Sie ist natürlich auch erst den 2. Tag hier, also sicher auch für sie stressig, wobei sie viel zutraulicher ist und nicht so schreckhaft wie die anderen. Sie schnüffelt auch gleich an der Hand, wenn man sie ihr hinstreckt - und dann hat sich sogar daran geknabbert - ob das wiederum so fein ist, weiß ich noch nicht.
ich hoffe wirklich, dass wir es schaffen, dass die beiden sich mögen und unser kleiner die Kastration-Nachwirkungen gut übersteht und sie dann beide ein glückliches Kaninchenleben führen - momentan weiß ich aber nicht wirklich weiter.
Anbei ein paar Bilder von den beiden und unserer Situation grad - ihr Gehege, das Gehege, wo sie mal beiden wohnen sollten und die Entfernung der Gehege im Moment.




Danke schon mal fürs Lesen & liebe Grüße aus Wien,
kasimerli
ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen und/oder Tipps geben, hier mal unsere Geschichte:
Am 14.1. haben wir aus dem Wiener Tierheim zwei Böckchen (Brüder) geholt, die da gerade 8 Wochen alt waren. Die beiden waren sehr scheu, aber nach drei Wochen war der größere der beiden (Kasimir) schon bisschen zutraulicher und es lief gut. Die beiden bewohnten zusammen ein Gehege, das etwas über 3 m2 groß ist.
Gestern waren die beiden 12 Wochen alt und nach dem Rat einiger Kaninchenbesitzer, sie möglichst bald kastrieren zu lassen, bevor sie anfangen zu streiten, wurden sie heute kastriert (in der Klinik des Tierheimes, da das noch vom Tierheim übernommen wurde). Letzte Woche waren wir noch beim Tierarzt, da wurden sie geimpft und untersucht, alles war ok. Leider ist Kasimir nicht mehr aus der Narkose aufgewacht. Ich war sehr betroffen, auch in der Klinik waren alle sehr nett und haben keine Erklärung gehabt, sie haben angeblich noch eine halbe Stunde versucht, ihn zu reanimieren. Mir wurde geraten, gleich ein neues Kaninchen auszusuchen und mitzunehmen. In meinem Schock hab ich das auch gemacht, diesmal ein Mädchen - etwas älter, ca. 4-6 Monate alt.
Ich bin also statt mit meinen beiden kastrierten Löwenköpfchen nur mehr mit einem und einem neuen Widderchen nach Hause gefahren.
Es sind unsere ersten Kaninchen, daher hab ich im Tierheim nachgefragt, wie ich denn das jetzt weiter machen soll - da wurde mir gesagt, dass wir am besten das Gehege mit einem Gitter trennen sollen, das ganze für sechs Wochen, damit die Kastration auch wirklich erledigt ist und dann Gitter weg und alles ist gut.
Haben wir gemacht - das hat 2 Stunden funktioniert, bis das Böckchen (Merlin) wieder ein bissl munterer geworden (der eigentlich immer extrem scheu war und auch noch sehr klein ist) und ist durchs Gitter auf die Neue (Hermine) losgegangen und die beiden haben sich gejagt. Also keine gute Idee offenbar, versteh ich auch, denn es ist ja sein Revier gewesen. Er kommt zurück, hat vielleicht Schmerzen, sein Bruder ist weg, sein Gehege kleiner und fremder Geruch und fremdes Kaninchen….
Also haben wir schnell mit dem Freilaufgitter ein Gehege für Hermine zusammengestellt, am anderen Ende des Wohnzimmers. Beschnüffeln können sie sich nicht, wenn jeder im äußeren Eck sitzt, riechen vermutlich schon, ob sie sich sehen können weiß ich nicht - keine Ahnung, wie weit Kaninchen sehen. Wir wissen nun nicht, wie wir weiter vorgehen sollen. Wir hätten als extra-Zimmer nur das Kinderzimmer, was nicht ideal ist - oder evtl. das Vorzimmer, was aber für unseren Alltag sehr einschränkend wäre und im Vorzimmer ohne Tageslicht für vielleicht sechs Wochen ist doch auch schlimm.
Was sollten wir am besten weiter tun? Ich weiß auch nicht, ob die sechs Wochen Kastrations-Quarantäne wirklich sein muss - vor ein paar Tagen waren die Hoden noch nicht abgesenkt, beim Kastrieren waren sie angeblich „ziemlich“ unten. Der Tierarzt in der Klinik meinte, sicherheitshalber warten, die Tierärztin, die die beiden Böckchen letzte Woche untersucht und geimpft hat, meinte, dass Merlin ihrer Meinung nach noch nicht geschlechtsreif war. Sie meinte, wir sollen maximal bis zum Nähte ziehen in 10 Tagen warten und sie dann zusammenlassen und vorher näher zusammenstellen, damit sie sich beschnüffeln können. Also eigentlich genau das, was in den meisten Foren bzw. Berichten absolut das falsche ist.
Merlin frisst wenig und wirkt verwirrt und traurig - wobei ich das natürlich auch von meinen Gefühlen rein interpretieren könnte. Aber er scheint schon irgendwie auf seinen Bruder zu warten...
Und wenn wir sie dann zusammenbringen - wo kann das passieren? es gibt nicht wirklich einen neutralen platz, wo ich genug Platz schaffen kann, der auch für ein paar Wochen bleiben kann. Das Wohnzimmer war schon von den beiden Männern immer wieder besucht und ist sicher markiert. Oder lassen wir die beiden Gehege offen stehen und bieten ihnen trotzdem das komplette wohnzimmer zum Treffen? dann müssten wir sie aber nachts und wenn wir nicht zuhause sind jeweils in eigene Gehege sperren. Oder reinige ich das ursprüngliche Gehege und lass sie dort zusammen? *Seufz*
Wir sind grad wirklich etwas verzweifelt, sehr traurig über den Tod des Bruders, meine Tochter (8) genauso wie ich….. Die beiden waren so kuschelig zusammen, zwar irrsinnig scheu, aber zusammen offenbar glücklich. Auch haben beide nur in ihre Toilette gemacht.
Hermine hat nun schon 2 Toiletten in ihrem gehege stehen und pinkelt aber viel im gehege. Besonders gern auf ihr Häuschen bzw. vom Häuschen runter (?).
Sie ist natürlich auch erst den 2. Tag hier, also sicher auch für sie stressig, wobei sie viel zutraulicher ist und nicht so schreckhaft wie die anderen. Sie schnüffelt auch gleich an der Hand, wenn man sie ihr hinstreckt - und dann hat sich sogar daran geknabbert - ob das wiederum so fein ist, weiß ich noch nicht.
ich hoffe wirklich, dass wir es schaffen, dass die beiden sich mögen und unser kleiner die Kastration-Nachwirkungen gut übersteht und sie dann beide ein glückliches Kaninchenleben führen - momentan weiß ich aber nicht wirklich weiter.
Anbei ein paar Bilder von den beiden und unserer Situation grad - ihr Gehege, das Gehege, wo sie mal beiden wohnen sollten und die Entfernung der Gehege im Moment.





Danke schon mal fürs Lesen & liebe Grüße aus Wien,
kasimerli