Angst ohne ersichtlichen Grund

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LittleMissWhiskas

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hallo liebe leute,
wir machen uns seid einiger zeit etwas gedanken wegen unserem kleinsten im bunde.


nino ist jetzt ca. ein jahr alt und kam im alter von 11 wochen zu uns. schon immer war er etwas schüchtern und vorsichtig. als kleiner minimann ist er schnell mal unters bett geflüchtet oder ist erst gar nicht raus gekommen wenn besuch im haus war.
mittlerweile jedoch, mache ich mir wirklich gedanken ob sein verhalten so normal ist.


vorab sollte ich sagen - wir sind keine katzenneulinge. wir haben seit über 12 jahren katzenerfahrung und auch viel erlebt. doch ninos verhalten ist uns etwas total neues.
der kleine mann lebt nicht als einzelkatze. wir haben noch zwei weitere katzen im haus, zu welchen er jederzeit zugang hat durch katzenklappen in den wohnungstüren. sein spielkumpel aus der unteren wohnung ist fast im selben alter. mit ihm agiert er ganz normal. spielen, raufen, schlafplatz und fressnapf teilen. mal gibt es einen auf die katermütze und mal liegt man harmonisch zusammen auf dem sofa. unsere ältere katzendame hält sich ziemlich daraus, hat jedoch auch keine probleme mit den beiden jungtieren. sie war schon immer einzelgänger, schaut sich das schauspiel der beiden kater gerne an, will aber ansonsten lieber ihre ruhe. sie akzeptiert beide kater, teilt auch fressen, katzenklo und bett mit beiden. sie mag es nur nicht, wenn sie zu schnell zu nah kommen. dann gibt es schon mal etwas knurren. nino wird also akzeptiert und integriert. von ausstoßen oder ähnlichem keine spur.




nun zu seinem verhalten:
nino ist sehr anhänglich. wie ein kleiner hund klebt er an unserer seite. er liebt es zu kuscheln und mit uns zu spielen. er schläft bei uns in den betten, manchmal auch darunter. jedoch immer in unserer nähe. ist die tür einmal zu, kratzt und poltert er daran rum. er liebt es auf dem arm zu sein. fordert es manchmal richtig. pfoten und kopf auf die menschliche schulter gelegt, kann er ewigkeiten so verweilen und kuscheln. jedoch nur bei meinem mann und mir. der rest der familie darf ihn nach seiner aufforderung nur ein oder zwei minuten tragen.


da filou gern raus geht hat nino oft langeweile tagsüber, denn nino geht nicht raus solange es hell ist. er geht nur raus wenn es dunkel und windstill ist. dann auch mehrere stunden. bei regen nur einige minuten. bei helligkeit setzt er sich an die offene tür oder fenster und schnuppert gern die frische luft. doch er setzt kein fuß vor die tür. sollte er sich doch einmal im hellen nach draußen verirren, sitzt er sekunden später schreiend und fast panisch vor der tür.
hier sollte ich vielleicht erwähnen, dass wir in einer sehr ruhigen und ländlichen gegend wohnen. verkehrslärm oder ähnliches gibt es hier nicht.


sobald er in den unteren etagen ist, wird er sehr vorsichtig. er lauscht nach jedem geräusch und sollte er es nicht kennen, schlängelt er sich wie eine schlange in sicherheit. er läuft also geduckt und sehr schnell. gleiches verhalten wenn jemand vor seiner nase etwas größeres in der hand trägt oder sich zu schnell bewegt. ebenso, sollte er mal im hausflur sein und die haustür öffnet sich. er kriegt allein durch die offen stehende tür angst obwohl keinerlei grund dafür vorliegt.


hier oben in "seiner" wohnung legt er dieses verhalten nicht an den tag. hier oben reagiert er nur dann so, wenn es an der tür klingelt. dann ist er schneller unter dem bett als man gucken kann. ansonsten ist er hier der king und sehr selbstsicher.


wir wissen einfach gar nicht wieso er so eine angst vor so vielen dingen hat. wir haben gelesen dass ein grund sein kann, wenn das jungtier zu früh von seiner mama getrennt wurde (also vor der 9. woche)... das war hier jedoch nicht der fall. die geschwister und er sind alle am selben tag ausgezogen nach der 11. woche. nach zwei- bis dreitägigem heimweh (was ja normal ist) war hier auch alles okay. er hat sich schnell eingelebt und hat sich schnell mit den anderen katzen angefreundet.
wir haben ihn langsam an das ganze haus gewöhnt. erst nur ein zwei zimmer hier oben, dann langsam raum für raum mehr. nach einiger zeit durfte er dann allein überall herum toben. also auch hier dürfte er nicht überfordert gewesen sein.


es ist so, dass wir uns einfach sorgen machen. es macht uns nichts aus auf seine besonderen bedürfnisse einzugehen und entsprechend vorsichtig zu sein um ihm keine angst zu machen. doch ich mache mir gedanken ob das ganze gesund für ihn ist. immer wieder so eine angst oder schreckmomente... das kann doch nicht gut sein.


habt ihr einen rat woher das ganze kommen oder eventuell sogar, wie man das ganze etwas in den griff bekommen könnte?


vielen dank im voraus.
LG LittleMissWhiskas
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #2
Mir kommt das Verhalten beim Durchlesen gar nicht so schlimm vor, für mich liest sich das eher wie eine Katze die eben besonders vorsichtig ist. Und offensichtlich hat Nino ja auch seinen Sicherheitsbereich in dem er entspannt sein kann.

Rücksicht würde ich keine mehr nehmen was seine Schreckhaftigkeit bezüglich schnellem Laufen, den Gegenständen oder der offenen Tür betrifft. Ich würde ihn bei solchen Aktionen möglichst gar nicht beachten. Sondern mich völlig normal verhalten. Ich bin der Meinung, dass Katzen sich auch am Verhalten des Menschen orientieren.

Mein Youri den ich mit neun Jahren bekommen ist auch ein sehr ängstlicher/ vorsichtiger Kater. Er ist zwar aufgetaut, aber wenn ich etwas größeres durch den Flur trage weicht er auch sofort in ein Nebenzimmer aus. Ich bin darüber eigentlich ganz froh, den meine andere Katze wird von so etwas magisch angezogen und ich bin schon einige Male deswegen fast über sie gefallen und habe sie versehendlich gestoßen weil sie zwischen meinen Beinen spaziert ist. :?
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #3
nun ja... vielleicht liest es sich harmloser als es ist. also es ist wirklich extrem. er weicht in solchen situationen beispielsweise nicht nur ins nebenzimmer aus, sondern er rennt quasi aus dem keller in den ersten stock.
am aller krassesten ist allerdings echt sein verhalten was den freigang in der helligkeit betrifft. das tut mir wirklich leid für ihn und auch ein bisschen für uns :D. denn wir haben hier eine absolut ideale gegend für freigänger. wälder, felder, wiesen.... alles was katze braucht.
sein spielkumpel liebt es raus zu gehen. und so hat nino eben sehr oft große langeweile tagsüber. dabei mag er es ja draußen. das zeigt uns ja die tatsache dass er nachts gerne mal einige stunden weg ist. das problem dabei ist eben, er bleibt auch nicht die ganze nacht draußen. er will dann nach 1 bis 3 stunden wieder rein... und das macht er sehr deutlich durch lautstarkes gekratze und geklappere an der balkontür. wenn er dann drin ist, will er aber gerne nach einiger zeit wieder raus usw.
im moment haben wir also das problem, dass er tagsüber nicht raus geht, sich zwischendurch tierisch langweilt... dadurch schläft er tagsüber viel und will dann nachts nach draußen. aber wir müssen nachts schlafen und können ihn nicht um 3 uhr morgens rein lassen und wieder raus und rein... allerdings fängt er dann nachts hier drin an laut zu spielen oder rum zu jaulen, weil er so unbeachtet ist.
manchmal wird er dann um halb sechs rausgelassen wenn der erste zur arbeit fährt. doch dann steht er beim ersten schein von helligkeit an irgendeinem fenster und macht den rest des hauses mit einem ungeheurem lärm wach (er hebt sogar rollos an o_O ist ein großer kater xD). woran kann das mit der helligkeit bloß liegen? vor allem, es muss nur gerade anfangen zu dämmern. da ist es noch gar nicht richtig hell.

im großen und ganzen ist das alles für UNS kein riesiges drama. denn wir haben uns da irgendwie schon dran gewöhnt und wenn es nicht zu ändern ist, lieben wir ihn nicht weniger. es wäre nur angenehmer wenn man mal wirklich komplett ungestört schlafen könnte.
aber am allermeisten tut es mir für ihn leid. denn er verpasst dadurch soviel tolles. durch dieses verhalten ist er maximal 3 stunden pro tag draußen, obwohl er gern öfter wollte, aber da wir geld verdienen und dafür schlafen müssen, können wir das unter diesen umständen nicht bieten.
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #4
Hm, schon mal an Bachblüten gedacht? Natürlich nicht in Selbstmedikation, sondern professionell?
Mein Shadow ist auch ein recht scheuer Bursche (daher auch der Name...), den habe ich, als ich ihn mit ca. 3 Monaten bekommen habe, ein halbes Jahr lang nicht anfassen können. Heute ist er immer noch ein nervöses Hemd, bei allem, was ihm unheimlich ist, ist er weg. Entweder ist meiner wild aufgewachsen oder hat in den ersten Wochen schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Egal, ich habe es bei ihm auch mal eine Weile mit Bachblüten versucht und meiner Meinung nach haben die ihm schon geholfen. Auch wenn er wohl nie die entspannteste Katze wird...
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #5
das wäre tatsächlich eine idee. mit dem tierarzt zusammen am besten also? ich werde ihn da mal drauf ansprechen später. vielleicht hilft das wirklich etwas.

ich frage mich aber wirklich woher das kommen könnte. er ist in einer (so wirkte es auf mich) sehr freundlichen / tierfreundlichen familie geboren worden. dort lebte er dann bis zur 11 woche mit seiner mama und seinen geschwistern zusammen. die gegend war eben so sehr ruhig wie auch unsere. also ich stelle mir immer wieder die frage, wo das herkommen könnte. er ist ein maine-coon mix (wie es aussieht mehr maine-coon als hauskater). das kommt eben noch dazu. diese tiere sind doch vom charakter her eher das gegenteil. ich finde das wirklich verrückt.

bachblüten werde ich definitv aber mal ansprechen.
dannke für den rat :angel:
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #6
Ist mit seinen Augen alles ok? Das ist mir grad so in den Kopf geschossen, vielleicht ist er Lichtempfindlich oder hat andere Probleme und ist deshalb so ängstlich in "fremder" Umgebung oder wenn er merkt, da ist etwas fremdes und geht auch nicht bei Tag raus?
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #7
Da würde ich einen Tierheilpraktiker zu Rate ziehen. Der kennt sich mit Bachblüten und Co besser aus als der TA.
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #8
jep, eher Tierheilpraktiker. Oder wirklich ein TA, der sich damit auskennt.

Maine-Coon-Mix... ich kann nur von unseren 2 Coonies reden, aber da ist alles Fremde erst mal angsteinflößend. Bei Besuch wird sich unters Sofa verkrochen oder sonst wohin, wo man sie nicht sieht, Staubsauger ist der absolute Horror, raus dürfen sie bei uns nicht, das würde bei ihrem Wesen aber auch nicht funktionieren. Unsere beiden sind Schisser vor dem Herrn. Da wird bei zu viel ungewohntem auch mal aus Stress gekotzt... 2 Sensibelchen halt. Es gibt also auch solche Maine-Coons.
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #9
danke für die antworten.
also offenbar ist der "rassen-charakter"-kram eher nebensächlich. ich dachte nur, da diese tiere (so wie ich es bisher erlebt und gehört habe) eher so die "draufgänger" sind xD... aber gut... kann man wohl schlecht verallgemeinern.

mit seinen augen hat das glaube ich nichts zutun. die idee hatten wir auch schon und haben ihn mal etwas näher beobachtet. er liebt es ja bspw. auch am offenen fenster zu sitzen... auch am tage. nach dem aufstehen, setzt er sich erst mal 10 bis 15 minuten an die frische luft und lässt sich liebendgern den wind um die nase ziehen. in dieser zeit scheint er null probleme mit der helligkeit an sich zu haben (solange die fliegengitter tür geschlossen bleibt. die scheint ihm sicherheit zu geben). und dagegen spricht halt, dass er hier oben in "seiner" wohnung vor fremden dingen weit weniger angst hat. hätte er ein problem mit den augen, wäre das ja in jeder umgebung denke ich ähnlich bis gleich.

ich habe mit unserem TA gesprochen und er hat mir ein mittel auf natürlicher basis (kein medikament, keine chemie) empfohlen. ich vertraue dem mann sehr. da wird sich die praxis bis morgen noch mehr erkundigen und mich dann benachrichtigen. mal schauen wie und ob das was wird.
 
  • Angst ohne ersichtlichen Grund Beitrag #10
Ich hab auch (vermutlich) Coonie-Mixe, und die rennen zur (!) Tür wenn's im TV (!) klingelt... aber mei, grad bei Mixen kann man doch nix rassespezifisch festmachen. Was bei Katzen eh generell schwierig ist. Mit 11 Wochen ist er übrigens tatsächlich zu früh abgegeben worden - eigentlich heißt es 12-16 Wochen.

Und dann gibt es auch noch sowas wie angeborenen Charakter - der eine ist einfach scheu, der andere total neugierig - ganz ohne Grund. Kenn ich sogar von Babykatzen vom Bauernhof aus dem gleichen Wurf - die waren wohl etwa 8 Wochen alt: einige waren total zugänglich, andere mega-scheu. Wie gesagt - gleicher Wurf, gleiche Menschen im Umfeld... so ist das halt. Wie bei uns Menschen halt auch.

Und: jede Katze ist eigen. Ferdl hat z.B. erstmal Zeit gebraucht, bis er Besuch auch cool gefunden hat - die erste Zeit war er erstmal unterm Bett wenn jemand fremdes kam. Lilly war immer parat. Aber als ich den Balkon vernetzt hatte - da war Ferdl sofort draußen - Lilly fand das total unheimlich und hat etwa 2 Stunden gebraucht um sich raus zu trauen - ein Pfötchen hier, ein Pfötchen da, Katze wieder weg. Halbe Katze draußen - Katze wieder weg. Irgendwann Katze ganz draußen... jetzt, 8 Jahre später, geht Madame sogar nur draußen aufs Katzenklo...
 
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