Hallo,
da wir vor ca. einer Woche ein ähnliches Thema hatten, werde ich meine Antwort aus dem anderen Posting hier reinkopieren und ergänzen:
Der Welpe muss genau erkennen, dass dir das beissen zu heftig ist. In der Regel hilft hier ignorieren, denn er erreicht ja durch seine Beissattacken erst mal Aufmerksamkeit.
Du solltest also laut aufquietschen (genauso wie es ein anderer Welpe machen würde und auch seine Geschwister gemacht haben, wenn es zu heftig wird/wurde), und dann wegdrehen und ignorieren.
Er muss lernen, dass er so nichts erreicht.
Eine verschärfte Massnahme wäre, ihn über den Fang zu greifen und leicht zuzudrücken. Klingt barbarisch, aber so wird auf Hundeart diszipliniert. Und er kann so verstehen, dass er zu weit gegangen ist. Er wird evtl. kurz aufquietschen, zur Beschwichtigung, und damit ist von beiden Seiten die Sache beendet.
Als letzte Massnahme würde ein „zurückbeissen“ ebenso verstanden werden, (also kurz in die Flanke, oder Lefze kneifen), da die Mutterhündin auch immer sofort zurückschnappte, wenn die Welpen zu heftig zugebissen haben.
Eine Beisshemmung gegenüber Sozialpartner Mensch muss auch erst mal gelernt werden.
Keinesfalls darf geschlagen oder der sogenannte Alphawurf angewendet werden. Nicht der stärkere sondern der schlauere führt das Rudel an. Ein Kräftemessen......da würdest du früher oder später den kürzeren ziehen.
Wichtig ist auch, dass du künftig konsequent alles bestimmst. Was wann und wie lange gemacht wird.
Man empfahl früher den "Alphawurf". Da man aber mittlerweile hier einiges dazugelernt hat, wird dieses auf den Rücken drehen nicht mehr angewendet bzw. empfohlen.
Diesen sogenannten Alpha-Wurf findet man bei Kommentkämpfen unter erwachsenen Tieren während einer Auseinandersetzung. Keinesfalls aber als Bestrafung, so wie wir es uns vorstellen. Gegenüber Welpen wird so weder von der Mutterhündin noch vom Alpharüden vorgegangen. Und würde man sich das in der freien Natur mal genauer ansehen, so würde man erkennen, dass die Tiere nicht "heruntergedrückt" werden sondern eher auf der Seite liegen.
Hunde, die sich "auf den Rücken legen", machen dies als Demutsgeste/Beschwichtigungsgeste, wohlwissend das dadurch eine Beisshemmung bei dem Ranghöheren ausgelöst wird.
Diese freiwillige und in freier Natur lebenswichtige Verhaltensweise wird aber von uns durch ein auf den Rücken drehen erzwungen und zeigt also nicht das eigentliche freiwillige Verhalten bzw. den Sinn der Sache.
Viele Hunde reagieren in der Rang- und anschliessenden Rudelordnungsphase panisch, wenn Besitzer solche Dinge praktizieren und aus der Defensive heraus wird dann vom "unterworfenen" so richtig zugebissen.
Gruss
Bettina