Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen?

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Anika97

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Hallo:)

Habe vor 3 Monaten mein erstes, eigenes Pferd, eine achtjährige Haflingerstute gekauft. Wegui war beim Kauf vorne Beschlagen. Da sie mit den Eisen bergrunter auf der Straße sehr ins rutschen kam und ich bei Freizeitpferden die nur gelegentlich über Steine oder Asphalt laufen Eisen eigentlich für unnötig... Deshalb läuft sie jetzt seit fast 2 Monaten barhuf. Allerdings läuft sie sehr sehr fühlig und macht bei jedem kleinen Steinchen einen Ausfallschritt.. Ich hatte ja gehofft das sie sich dran gewöhnt.. ich behandel ihre Hufe außerdem seit mehreren Wochen mit Hügel und Hufhärter..leider ist keine Besserung in Sicht..
Jetzt überlege ich sie doch wieder beschlagen zu lassen..mit Aufschweißstollen, damit sie nicht rutscht ( bei uns gibt es relativ viele Berge). Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Habe auch schon an HufSchuhe gedacht, allerdings läuft sie auch schon auf dem Weg von der Box bis zu Wiese fühlig.. also entweder warten ob sie sich daran gewöhnt ohne Eisen zu laufen.. oder die Vorderhufe wieder mit Eisen und Aufschweißstollen beschlagen?
Was meint ihr?

Liebe Grüße,
Anika
 
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  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #2
Andere Alternative sind Duplos. Das ist ein Kunststoffbeschlag, den meine Stute seit Januar rehebedingt auch trägt. Sie läuft damit wie ausgewechselt. Die Duplos verhalten sich auf den unterschiedlichsten Untergründen genauso oder nahezu genauso wie nackte Hufe. Ein positiver Nebeneffekt ist die Stoßdämpfung. Ich bin von den Dingern begeistert
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #3
Das hört sich nach einer weiteren Alternative an..
Allerdings glaube ich nicht das der Schmied ( der alle Pferde hier im Stall beschlägt) da mitspielt.. ich weder mich aber auf jeden Fall mal erkundigen.

Eine Freundin von mir hat mir von Eisen mit Stollen abgeraten, was habt ihr für Meinungen dazu?
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #4
Mich wundert es, dass dein Pferd mit ganz normalen Eisen auf ganz normalen Wegen so rutscht. Tun ja andere auch nicht... Ich kannte das von meinen Reitbeteiligungen immer nur, wenn die Eisen sehr stark abgelaufen waren.
Die Umstellung von Beschlag auf Barhuf kann schon eine Weile dauern. Der Huf ist ja mit Eisen überhaupt nichts mehr gewöhnt und entsprechend wächst häufig einfach weicheres Horn. Der Huf muss quasi einmal erst runter wachsen, um widerstandsfähiger zu sein. Behandelt denn dein Schmied prinzipiell auch Barhufpferde? Denn einige halten davon ja gar nichts (klar, verdient man weniger dran...). Dann würde ich mir hier erstmal jemand neuen suchen.
Am besten holst du dir eine professionelle Meinung von jemandem, der die Hufe selbst gesehen hat. Aber wenn sie hinten auch barfuß ist, können die Hufe an sich ja schonmal nicht so schlecht sein, dann müssen sie nur noch ordentlich bearbeitet werden. Für größere Ausritte kann man dann immernoch über gut sitzende Hufschuhe nachdenken.
Ich persönlich finde Stollen für ein reines Freizeitpferd irgendwie übertrieben, habe damit jedoch auch keine Erfahrung.
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #5
Also Begrunter ist sie mit Eisen schon ziemlich ins rutschen gekommen..

Habe auch schon gelesen das die Umstellung 6-9 Monate dauern kann.. aber ich muss wirklich sagen, dass ich vorher noch kein Pferd gehen habe, welches so fühlt läuft.. es muss schon echt schmerzhaft sein weshalb ich fast nurnoch in der Halle auf Sand reiten.. aber selbst da läuft sie nicht mehr so wie vorher mit den Eisen und wenn mal ein Steinchen im Sand ist macht sie gleich einen Ausfallschritt.. das ist echt nicht schön und reiten macht keinen Spaß mehr.. weder mir, noch dem Pferd..


Die Hufe sind ansonsten in Ordnung..und mit den Hinterhufen hat sie auch bei Steinen kein Problem..

Also der Stallbesitzer ( deren seit 60 Jahren Pferde züchtet und mit ihnen arbeitet) rät mir dringend zu Eisen mit Stollen.. da ich eigentlich auch viel im Gelände unterwegs bin.. eine Freundin meiner Mutter ist ihr Pferd auch immer mit Eisen und Stollen geritten und hatte keine Probleme damit..

Ich habe aber auch schon im Internet recherchiert und dabei einige gute..aber auch viele negative Aspekte gefunden..

Hat jemand Erfahrungen mit Aufschweißstollen?

Liebe Grüße:)
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #6
Erfahrungen habe ich leider gar nicht damit. Zum Reiten ist das sicher ganz nett. Aber du hast auf jeden Fall ein massiv erhöhtes Verletzungspotential damit... Wie äußert sich denn der Schmied zu dem ganzen Thema? Letztendlich wäre Barhuf, wenn es möglich wäre, die günstigere und fürs Pferd gesündere Variante und damit rutschen sie auch nicht. Würde mich da einfach mal beraten lassen.
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #7
Über das Verletzungspotenzial habe ich auch schon nachgedacht...

Der Schmied rät mir auch zum Beschlag ( klar, dann verdient er ja auch mehr)

Von wem denn beraten lassen? So sagt mir jeder was anderes�� Und ich würde auch schon gerne mal wieder vernünftig reiten..und ohne das Wegui schmerzen hat..

Es War ja der Plan sie auf Barhuf umzustellen..aber bisher funktioniert das ja leider noch überhaupt nicht..und eine Verbesserung ist auch nicht zu erkennen..
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #8
Ich würde das Hufgel und alles andere was man von außen drauf pinselt erstmal weglassen. Häufig verstopfen und beeinträchtigen solche Mittel den Huf und sind eher schädlich als nützlich.
Für feste Hufe sollte man täglich über harten Boden z.b. Asphalt laufen denn nur wenn der Huf gefordert wird passt er sich an. Anfangs reichen 10-15 Minuten später kann man das in die Länge ziehen. Ich füttere meinem derzeit ein extra Mineralfutter für kräftige Hufe wo neben Mineralien extra Hefe und andere Stoffe drin sind die gut für die Hufe sind. Das Zeug heißt ungulat und soll laut Schmied und mehreren Erfahrungsberichten Wunder wirken.
Der Teufelskreis ist halt das man einem Pferd was lange beschlagen war zu wenig Zeit gibt sich umzustellen und es dann wegen Fühligkeit wieder beschlägt. Bis ein Huf komplett durchgewachsen ist dauert es ca 1 Jahr, da kannst du dir vorstellen wie lange es braucht bis der Huf seine Substanz so umgestellt hat das er sich wieder verhärtet. Ich würde wohl noch abwarten und Rücksprache mit einem Schmied halten der Barhuf erfahren ist. Tatsache ist halt, je länger man beschlägt lässt desto länger dauert es wieder hartes Horn zu bekommen.
 
  • Barhuf oder Eisen mit Aufschweißstollen? Beitrag #9
Hallo Anika,

nach meienr Erfahrung ist normalerweise eine Umstellung von Eisen auf Barhuf relativ unproblematisch,
vorausgesetzt der Huf wird richtig bearbeitet.

In den allermeisten Fällen werden die Barhufe von den Schmieden fast genau so zubereitet, wie mit Eisen.

Diese Bearbeitung führt zu ungleichmäßigen Belastungen der Hufstrukturen, was dann zu fehlerhafter Abnutzung und als
Folge Fühligkeit, Entzündungen und/oder Ausbrüchen führt.

Wenn Du erfolgreich umstellen willst, würde ich Dir empfehlen, DIr einen Hufbearbeiter zu suchen,
der sich mit "Natural barehoof Trimming" oder "Natural barehoof Care" auskennt.

Auf dieser Seite gibt es sehr umfangreiche Infos rund ums Thema und auch eine ganze Reihe guter
Übersetzungen englischer Literatur.



Ich mache mit dieser Art der Hufbearbeitung seit über 15 Jahren auch bei Pferden, die mit schwersten
Problemen daher kamen bis hin zu einem Hufrehefall mit Hufbeindurch, der heute wieder barhuf über jeden Boden galoppiert, beste Erfahrungen.

LG
Sowi
 
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